Munition im Gewehrkoffer

    • FrozenBarbie schrieb:

      mit einer Schachtel für Muni meinst du aber nicht die papp umverpackung oder?
      Ok hätte ich mir das Video vorher angesehen hätte ich mir die Frage sparen können :D

      Aber wenn hier um Diabolos geht dann braucht man selbst das nicht zu beachten. Allerdings kenne ich kein ernstzunehmenden Sportschützen der seine Diabolos lose umherträgt. Und mit deiner Schüttelbox ist alles ok.

      Nur Patronen würde ich nicht so wie im Video los in einem Fach transportieren. Ich ärgere mich schon wenn ich kk Patronen ein wenig verkante beim reinschieben, da will ich nicht wissen was die Revolverpatronen machen wenn die im Auto in dem Fach umher rollen
      http://sportschiessen-petkus.de/
      https://twitter.com/SSVpetkus
    • dododogge schrieb:

      Hallo,

      es ist schon erschreckend, wie viel Unwissenheit bei dem einen oder anderen Waffenbesitzer mit Sachkundeprüfung vorhanden ist.

      Gruß Claus-Dieter
      Naja, da sollen die Schützen lieber hier Fragen als ihre WBk /Zuverlässigkeit zu verlieren. Da erkläre ich lieber 10 mal das selbe, als einer wegen Unwissenheit auf die Schnauze fällt.
      Außerdem ist jeder Sachkundekurs anders aufgebaut, sie gleichen sich teilweise noch nicht mal inhaltlich und deshalb sind einige Aussagen in diesen Kursen schlicht weg falsch.
      Beispiel: Luftgewehre/Luftpistolen ohne F im Fünfeck aus DDR Zeiten. Da hört man die erstaunlichsten Sachen, bei solchen Kursen.
      Auch gerade beim Transport von Waffen und Munition.
      Allerdings sollte sich jeder LWB selber über Neuerungen des WaffG und deren Verordnung informieren. Da kommt man nicht drum herum.

      Nix für ungut :saint:
    • DuffyDuc schrieb:

      Nochmal zu lose:

      Mun kann so lose im verschlossenen Waffen-Koffer (mit der Waffe) liegen wie reinpasst und nicht gegen die Transportverordnung (s.u) verstößt
      Diabolos kannst du so viel lose in der Hosentasche rumtragen wie du willst.

      Dann gibt es noch den Transport von Munition in handelsüblicher geschlossener (nicht verschlossen) Verpackung ohne Waffe. Das ist nicht lose!!

      Stefan
      Ämmm noch mal!
      Munition = z.b. .22er Patrone mir Geschoss nicht abgeschlagen / scharfe Patrone = darf beim Transport die Waffe nicht berühren!

      Also Futterral auf Gewehr rein + eine Schachtel mit Munition rein = legal
      Futterral auf Gewehr rein + Munition los = illegal

      Beim Transport:
      Luftdruckwaffe (ab 18) = AR15 Selbstlader (WBK)

      Geschosse + Diabolos sind keine Munition !!!

      Aus der praktischen Sicht her würde ich dennnoch die Munition in der Schachtel nicht in das Futterral samt Waffe legen, da unterumständen der Polizist bei ner Kontrolle das Gesetz anders versteht!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von JoHannes.22 ()

    • Hallo,

      das Youtube Video hatte ja sehr interessante Aussagen:

      1) Zahlenschloss muss NUR zugeklappt sein für "verschlossen". Man muss die Zahlen NICHT verdrehen, das wäre sonst "Abgeschlossen"
      2) Munition is Pappschachtel oder Tüte ist schon getrennt von der Waffe

      Wo kann ich denn diese Details nachlesen? Ich finde im Gesetz immer nur "Nicht zugriffsbereit und nicht schußbereit". Irgendwo muss doch offiziell aufgeschrieben sein was das im Detail bedeutet damit nicht jeder das Gesetz anders auslegt.
    • Neu

      Wie immer, ist die deutsche Sprache eine schwierige Sprache und lässt oftmals mehrere Deutungen zu. Man kann da jetzt Sprachwissenschaftler dran setzen und dem Gericht dann später ein Gutachten präsentieren. Ob die sich davon beeindrucken lassen, wird sich dann zeigen.

      Ziffer 12.3.3.2 der WaffVwV sagt u.a.

      Für die Fahrt zum Schießstand oder Büchsenmacher folgt daraus,
      dass die Schusswaffe im Fahrzeug am besten in einem
      (mit einem Zahlen- oder Vorhängeschloss) verschlossenen
      Futteral oder Waffenkoffer transportiert wird, da die Waffe
      dann auf jeden Fall „nicht zugriffsbereit“ im Sinne der Vorschrift
      ist.
      Ein solches Schloss macht kaum Sinn, wenn es nicht so "verschlossen" ist, dass es nicht mit einem Griff geöffnet werden kann. Da könnte ich auch einen einfachen Bindfaden nehmen und behaupten, die Tasche wäre verschlossen.

      Aber es steht dort auch

      Soweit Waffen in unverschlossenen Behältnissen transportiert
      werden, sind sie nur dann „nicht zugriffsbereit“, wenn sie nicht
      innerhalb von drei Sekunden und mit weniger als drei Handgriffen
      unmittelbar in Anschlag gebracht werden können, vgl.
      BT-Drs. 16/8224, S. 32 f. (weil sie sich während der Fahrt im
      Kofferraum eines Fahrzeugs befindet).


      DENN, wie @Johannes .22 auch schreibt, das Gesetz selbst sagt nur was von "nicht zugriffsbereit". WIE man das realisiert, steht dort nicht.
      Wer jetzt Muße hat, sich mit Behörden und Gerichten anzulegen, der kann die verschiedensten Varianten der Begriffsdefinition so lange ausprobieren, bis er seine Waffen wegen Verstoßes gegen die Transportvorschriften abgenommen bekommt.
      Wer ohne diese Diskussionen auskommen will, verschließt mit einem Schloss und schließt dieses auch ab.

      Diese Kakophonie ist typisch Deutsch: "Woll'n wir doch mal sehen, wer hier den längeren Atem hat." Es gibt wahrlich wichtigeres !
    • Neu

      Hallo,

      noch einmal zur Sachkunde: ich vertrete die Auffassung, dass ein Sachkunde-Lehrgang von einer qualifizierten Person durchgeführt wird.
      Dass war bisher zumindest in meiner Region der Standard. Wer Schusswaffen besitzt sollte auch wissen, wo er richtige Informationen zu rechtlichen Fragen erhält.
      Bestimmt nicht bei YouTube

      Zum Punkt Transport von Munition:
      welchen Sinn ergibt es, wenn die Aufbewahrung von Schusswaffen getrennt von Munition aufbewahrt werden muss und ich packe bei einem Transport die Munition in den Waffenkoffer. Noch dazu in der Pappschachtel oder Plastiktüte, wie es hier zu lesen ist. Dass ist schon Abenteuerlich.

      Man zeige mir bitte, wo im Waffengesetz geschrieben steht dass Schusswaffen und Munition zusammen in einem Gewehrkoffer transportiert werden dürfen.

      Es gebietet schon der gesunde Menschenverstand, dass ich die Vorgaben für die Aufbewahrung von Waffen, soweit sie durchführbar sind auch für den Transport anwende.


      Manchmal ist es hilfreich, den Gesetzestexte bis zum Ende zu lesen.
      § 60 Übergangsvorschrift

      13.ist eine Schusswaffe zugriffsbereit, wenn sie unmittelbar in Anschlag gebracht werden kann; sie ist nicht zugriffsbereit, wenn sie in einem verschlossenen Behältnis mitgeführt wird.

      Schöne Grüße

      Claus-Dieter

    • Neu

      dododogge schrieb:

      Man zeige mir bitte, wo im Waffengesetz geschrieben steht dass Schusswaffen und Munition zusammen in einem Gewehrkoffer transportiert werden dürfen.
      Was nicht verboten ist, ist erlaubt, du darfst natürlich auch zwei Behältnisse nehmen:

      Merkblatt

      DSB schrieb:

      DSB schrieb:

      Befindet sich die Waffe beim Transport „nicht zugriffsbereit“ und „nicht schussbereit“ in einemverschlossenen Behältnis, so gibt es hinsichtlich des Transports von Munition in kleineren Mengen, wie sienormalerweise Verwendung findet, keine besonderen Vorschriften. Sie kann ohne weiteres zusammen mitder Waffe in einem Behältnis transportiert werden. Hier ist nur dafür zu sorgen, dass die Munition von derSchusswaffe getrennt ist (Zugriffsverhinderung). Das kann ein Beutel oder Tasche sein, auch dieVerpackung der Munition reicht aus.


      Diabolos sind keine Munition und können ohne weiteres zusammen mitder Luftdruckwaffe transportiert werden.


      Da der Transport keine Aufbewahrung im waffenrechtlichen Sinne ist, finden die Vorschriften hinsichtlichder getrennten Aufbewahrung von Waffen und Munition nach § 36 Waffengesetz (WaffG) keineAnwendung. Trotzdem sind immer die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um zu verhindern,dass Dritte Zugriff auf Munition oder Waffe nehmen können. Empfehlenswert ist es deshalb, die Munitionseparat mitzunehmen.


      Für den privaten Gebrauch können nun folgende Gesamtmengen, ohne die Voraussetzungen einesGefahrguttransportes zu erfüllen, im PKW (nicht pro Person) transportiert werden:• 3 kg Schwarzpulver• 50 kg Munition (Bruttomasse)Der Transport hat in "handelsüblicher" Verpackung zu erfolgen.
      Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

      "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)
    • Neu

      dododogge schrieb:

      Zum Punkt Transport von Munition:
      welchen Sinn ergibt es, wenn die Aufbewahrung von Schusswaffen getrennt von Munition aufbewahrt werden muss und ich packe bei einem Transport die Munition in den Waffenkoffer. Noch dazu in der Pappschachtel oder Plastiktüte, wie es hier zu lesen ist. Dass ist schon Abenteuerlich.

      Du übersiehst möglicherweise einen kleinen Unterschied: Bei der einen Regelung geht es um AUFBEWAHRUNG, d.h., um die auch UNBEAUFSICHTIGTE Aufbewahrung von Waffen und Munition. Dabei soll durch die getrennte Aufbewahrung ein zu leichter Zugriff auf BEIDE Teile (Waffen und Munition) verhindert werden (wobei ich persönlich dieses ganze für Humbug empfinde, denn wer einen B-Tresor geknackt hat, um an die Waffen zu kommen, wird sich weder von einem Blechschrank mit Schwenkriegelschloss und schon gar nicht von einem Oberfach mit einem solchen Schloss aufhalten lassen, aber das nur am Rande).

      Bei der anderen Sache geht es um den TRANSPORT, der an und für sich eine ständige Beaufsichtigung der Waffe voraussetzt. Bei dem verschlossenen Koffer und der Trennung Waffe und Munition geht es darum, dass der (berechtigte) Besitzer nicht zu schnell "Dummheiten" mit der Waffe machen kann (also sie "nicht zugriffsbereit" ist). Der Hintergrund der beiden Regelungen ist also ein ganz anderer.

      dododogge schrieb:

      Man zeige mir bitte, wo im Waffengesetz geschrieben steht dass Schusswaffen und Munition zusammen in einem Gewehrkoffer transportiert werden dürfen.

      Wie schon ausgeführt, geht es hier nicht primär um die Aufbewahrung. (siehe auch das von @Califax verlinkte Merkblatt des DSB "Da der Transport keine Aufbewahrung im waffenrechtlichen Sinne ist, finden die Vorschriften hinsichtlich der getrennten Aufbewahrung von Waffen und Munition nach § 36 Waffengesetz (WaffG) keine Anwendung."). Daher ist "nur" ein "nicht zugriffsbereiter Transport" sicherzustellen, und der geht eben auch zusammen im verschlossenen Behältnis.

      dododogge schrieb:

      Manchmal ist es hilfreich, den Gesetzestexte bis zum Ende zu lesen.
      § 60 Übergangsvorschrift

      13.ist eine Schusswaffe zugriffsbereit, wenn sie unmittelbar in Anschlag gebracht werden kann; sie ist nicht zugriffsbereit, wenn sie in einem verschlossenen Behältnis mitgeführt wird.

      Da das Leben aber auch im Waffenrecht nicht nur aus schwarz und weiß besteht (wobei weiß der verschlossene Koffer ist), gibt es eben auch die von mir oben schon zitierte Regelung in Ziffer 12.3.3.2. WaffVwV, die sich übrigens auch sinngemäß nochmals in der WaffVwV in der Erläuterung der "Ausführungen zu den Anlagen 1 und 2" des von dir zitierten § 60 Anlage 1 Abschnitt 2 Nr. 13 WaffG in der Kommentierung zu "Anlage 1 Abschnitt 2 Nummer 12 und 13" findet, wo u.a. steht,
      "Als Faustformel lässt sich sagen, dass eine Waffe zugriffsbereit ist, wenn sie mit weniger als drei Handgriffen in unter drei Sekunden in Anschlag gebracht werden kann."
      was im Umkehrschluss bedeutet: Alles was länger als 3 Sekunden dauert ist nicht zugriffsbereit. Ein ERFORDERNIS für ein verschlossenes Transportbehältnis ist auch dort nicht zu erkennen.
      NUR, wenn ich mich schon so verhalte, wie in § 60 Anlage 1 Abschnitt 2 Nr. 13 WaffG beispielhaft aufgeführt (nämlich die Waffe in einem verschlossenen Transportbehälter zu transportieren), dann kann mir keiner vorwerfen, ich würde zugriffsbereit transportieren. Bei anderen Arten des Transports, die mehr in dem grauen Bereich liegen (also "nur" über 3 Sekunden bis zur Zugriffsbereitschaft liegen) muss ich mich ggf. Diskussionen stellen.