Beiträge von Königstiger

    Also wenn man jetzt eine monotec, feinwerkbau 800/900 oder anschutz 9015 one an einem ansprechenden Preis findet, welches nur 2 Jahre alt ist kann man eig nicht viel verkehrt machen ?

    Ja.

    Regelmäßige Inspektionen sind allerdings nicht verkehrt. Bei größeren Wettkämpfen sind die Hersteller vor Ort und kann einigermaßen günstig einen Service durchführen lassen.

    Und schauen, dass schon alle Zubehörteile dran sind, die du brauchst.

    Nachkaufen wird sehr teuer.

    Auf dem Niveau kannst du mit

    2500€ rechnen.

    Was man (vermeintlich) braucht stellt sich sowieso erst mit der Zeit heraus.

    Die Anzahl der bisher abgegebenen Schüsse ist unerheblich.

    Wichtig ist daß das System und die Kartusche dicht ist bzw. der Regulator (Druckregler) richtig/konstant arbeitet. Dies kann man mittels Chronometer und Schußbild im eingespannten Zustand erkennen.

    Nervösität, Aufregung im Wettkampf, was ist das genau bzw. wie äussert sich diese ?

    Mit schnellerem Puls, ver-/angespannten Muskeln, im schlimmsten Fall gar mit zittern. Also eine mentale Ursache die sich körperlich bemerkar macht.

    Abstellen lässt sich die Nervösität nicht, man kann die körperlichen Auswirkungen allenfalls nur bedingt mildern bzw. gar nicht abstellen. Bleibt also nur damit abfinden und lernen damit umzugehen.

    Wie schon zuvor erwähnt lässt sich der Puls mit der richtigen Atmung postiv beeinflussen geanauso wie es ebenso hilft sich regelmäßig die Laufschuhe anzuziehen um die körperliche Fitness zu verbessern. Mit einem Pulsmesser mit Brustgurt lässt sich das wunderbar beobachten.

    Auch sollte "unter Druck" trainiert werden, es bringt wenig locker zu trainieren um sich dann im Wettkampf mit einer erhöhten Muskelspannung konfrontiert zu sehen.

    Ich für mich kann im Training Druck erzeugen indem ich mir Aufgaben setze, zB. Zeitdruck, 10 Schuß in 5 Minuten oder 10 Schuß max. 2 Neuner ...

    Auch sollte im Training eine Technik antrainiert werden die im Wettkampf umsetzbar ist, also nichts kompliziertes sondern möglichst einfach.

    Und letztlich, realistisch bleiben. Klar gibt es auch im Wettkampf mal deutliche Ausreisser nach oben aber man sollte nicht erwarten im Wettkampf ein deutlich besseres Ergebnis als im Training zu schießen.

    Klar, mir ging´s aber lediglich um die Regelung an sich.

    ...

    Eigentlich dachte ich laienhaft, dass die ISSF-Regeln über allen anderen Regeln stehen und dass das, was dort erlaubt wird, auch in den unterstellten Verbänden Gültigkeit hat.

    Nein,

    die ISSF Regeln sind nur bei internationalen Wettkämpfen (egal ob Olympische Spele oder "einfacher" Länderkampf) gültig.

    National kann jedes Land nach eigenen Regularien verfahren.

    Bei internationalen Wettbewerben wird nicht nach deutscher SpO geschossen sondern nach ISSF Reglement. Da gibt es durchaus Unterschiede.

    Du kannst natürlich auch mit ganz normaler Sportbekleidung schießen, macht halt allerdings wenig Sinn, Gründe siehe mein vorhergehender Post.

    Wenn man die Disziplin xy ausüben will und dieses oder jenes die SpO vorgibt muss man sich eben daran halten, ob es einem gefällt oder nicht.

    Oder man lässt es und sucht sich eine andere Disziplin.

    Ich glaube beim BDS/BDMP sind auch keine Tarnklamotten erlaubt, oder ?

    Komischerweise gibt es da keine Diskussionen von Schützen die im Military Style antreten wollen, das wird stillschweigend akzeptiert.

    Jetzt sind wir beim Punkt. Es gibt Sportarten und Disziplinen wo entsprechende "Sportkleidung" Sinn macht. Diese aber zu fordern wenn der sportliche oder gesundheitliche Vorteil bei der Ausübung des Sports nicht gegeben ist, es also rein um "sportliche Optik" geht, ... muß das wirklich sein?

    Und jetzt bitte nicht "Jeans sind sowieso ungesund"...

    Beim Gewehr-/Armbrustschießen geht es beim tragen einer Schießjacke und -hose aber nicht um "sportliche Optik" sondern wie du es erwähnst um einen sportlichen Vorteil sowie um gesundheitliche/körperliche Schäden vorzubeugen.

    Ich verwede den Sauer Top Ten und den AHG Concept 1.

    Während der Top Ten etwas fester (damit zum liegendschießen besser ist) und am Handgelenk mehr Halt bietet ist der Concept 1 eher soft, klebt aber wie Kaugummi am Gewehr.

    20 Schuß liegend sollten mit letzterem aber auch funktionieren, kommt halt auf die Schmerzempfindlichkeit an.

    "In der Hand gehabt" und "im Anschlag bedient" sind ja noch zwei Paar Schuhe. Der Kammerstängel vom Zylinderverschluss verschwindet nach oben und nach hinten, dieses "halbe Hirschgeweih" bleibt aber wo es ist.

    ...

    Ich konnte das Gewehr während der DM in München auch mal befummeln. Und nein, der rote Hebel bleibt nicht an Ort und Stelle. Zum Öffnen und Schließen/laden und Hülse auswerfen wird dieser ca. 30mm vor- und zurückbewegt. Die Drehbewegung um knapp 45° verriegelt lediglich den Verschluß.

    Wieviele Minuten werden da in einem Wettkampf eingespart?

    Dass das zurück verlagerte Ladefenster Stand der Technik ist ja unbestritten aber ob der vor Jahrzehnten abgelöste Blockverschluß die Lösung ist? Vielleicht hat Anschütz sich was gedacht wen sie den neuen Verschluß erstmal nicht für Aufgelegt oder Benchrest anbieten.

    Der Verschluß/System hat doch nichts mit der Disziplin für welche das Gewehr verwendet werden soll zu tun. Eventuell muß dementsprechen der Schaft angepasst/umgebaut oder getauscht werden.


    Wenn ich mich richtig erinnere kann der Verschluß wie beim Walther KK 500 auch ohne Werkzeug innerhalb von Sekunden rechts/links umgesteckt werden.

    Zum Stehendschießen beim 3-Stellung ein vorteilhaftes Feature.