Beiträge von Zebo

    Herr Tschöpe hält die Annahme der Petition für eine Farce.

    Audios und Videos - Mediathek - Radio Bremen

    Tschöpe fühlt sich getroffen. Eine Petition ist heute das, was eine Bittschrift der Untertanen zu Zeiten der Monarchie war: Rechtlich völlig unverbindlich. Wäre Tschöpe souverän und seiner Sache sicher, würde er die Petition einfach kommentarlos aussitzen. Unser Druck wirkt anscheinend.

    Wie wäre es denn morgen mit einer Spontandemonstration von Legalwaffenbesitzern vor der Bremer Bürgerschaft? Am besten mit Trillerpfeife. 8)

    Geronimo, hier muß ich leider vorsichtig widersprechen. ;)

    Erstens: J.A. ist nicht Schützenmeister, sondern Präsident des DSB und somit Chef des mit Abstand größten deutschen Schießsportverbandes (ein Begriff, den das WaffG 2003 eingeführt hat). Daraus folgt, daß es zu seinen Obliegenheiten zählt, sich auch um die mediale Darstellung des Schießsports zu kümmern. Ich verstehe auch nicht, warum das so schwer sein soll. Verbände, die z.T. erheblich kleiner sind als der DSB (z.B. Shooting USA oder die Rußländische Schießsportunion), schaffen es, ansprechende Sportvideos ins Netz zu stellen. Warum ist das dem großen und erhabenen DSB, auf den der Rest der Schützenwelt mit Neid blickt, nicht möglich? ?( Ich erwarte von Ambacher und seinen Mitarbeitern doch nichts übermenschliches!

    Zweitens: Die diffusen Begriffe Brauchtum und Tradition sorgen eher für Verwirrung. Sie werden m.E. dann zu einem Ärgernis, wenn sie sich verselbständigen und vom aktiv betriebenen Schießsport völlig lösen. (Damit meine ich z.B. Umzüge mit Holzgewehren, "traditionelle" Massenbesäufnisse u.ä. Phänomene.) Eine so verstandene Traditionspflege ist nichts anderes als das Bewahren der Asche (was zum Lebensalter einiger Herren in der DSB-Spitze durchaus passen würde :D ), nicht jedoch das Bewahren des Feuers. Und damit kann ich mich nicht anfreunden und mitmachen werde ich dabei auch nicht. Gewiß, es gibt vielerorts (Bayern, NRW) tatsächlich regionale Schützentraditionen, die auch im Volk verankert sind. Aber im großen und ganzen ist das, was oft unter dem Schlagwort "Traditionspflege" läuft, nichts anderes als Mummenschanz. (Insbesondere hier in Ostdeutschland, wo die "Traditionslinien" fünf Jahrzehnte unterbrochen waren.)

    Welches Buch ich auch noch super fand, und ich ein halbes Jahr wie ein Kuscheltuch mit mir rumgeschleppt habe, ist:

    Sportliches Pistolen-Schießen, Olympia 2000 Vom Neuling zum Meister, Lehrmethodisches Material von L.M. Weinstein

    Lustiger Zufall. Auch bei mir steckte der Weinstein ein paar Monate lang im Rucksack zwecks Meditation. ;) Ist übrigens ein Klassiker und nicht mehr ganz jung.

    Pardon, wenn es jetzt ein wenig Off-Topic wird.


    Zunächst ging ich ebenfalls felsenfest davon aus, dass auch in Bayern Bundesrecht gilt - dabei bleibt es auch. Wie ich allerdings gerade gesehen habe, gibt es aber wohl einen völkerrechtlichen Vertrag, der hier ebenfalls zum Tragen kommt. Jener steht in der Normenpyramide oberhalb des einfachen Bundesrechts (s. Art. 25 GG).

    Hier muß ich Einspruch einlegen. ;) Art. 25 GG begründet einen Vorrang nur für die allgemeinen Regeln des Völkerrechts. Das sind z.B. die Grundsätze der UN-Satzung oder der Menschenrechtsverträge. Einen allgemeinen Vorrang des Völkerrechts gibt es hingegen in Deutschland nicht (im Gegensatz zu anderen Staaten). Der genannte Vertrag steht, vermittelt durch das Zustimmungsgesetz des Bundestages, auf derselben Ebene der Normhierarchie wie das WaffG.

    Wie ich allerdings die DSB-Meldung einordnen soll, weiß ich noch nicht so recht.

    Das geht mir genauso. Anscheinend ist der DSB zur Zeit in einer schwierigen Phase - auf dem Weg vom Honoratiorenverband hin zur offensiven Interessenvertretung seiner Mitglieder. Das merkt man auch an dem Kohlheim-Interview und an den jüngsten Schreiben aus Baden-Württemberg. Lange hat man den DSB zum Jagen tragen müssen, jetzt beginnt er, alleine zu laufen.

    Besonders interessant finde ich folgenden Satz in dem Bericht aus Bremen:

    Zitat

    Tschöpe erklärte, dass er bei dieser Steuer keine negativen Folgen für die Gesellschaft sehe. Durch die zu erwartende Verringerung der Anzahl der Waffen sehe er vielmehr einen positiven Nebenzweck erfüllt.

    Wenn für Tschöpe die Verringerung der Anzahl der legal privat besessenen Schußwaffen positiv ist, dann kann er den jetzigen Zustand logischerweise nur als negativ empfinden. In dieser Offenheit hat man das aus der SPD auch nicht oft gehört.

    Danke, Mädels, ich schau mir das mit den Klamotten mal an. Daß es solche Unterschiede zwischen verschiedenen Fleece-Arten gibt, war mir nicht bekannt.


    Das ist reine Gewöhnungssache. Wenn man ständig in der Kälte rumrennt, gewöhnst dich schnell daran. ;)

    Das sagen meine Freunde in St. Petersburg auch immer. Trotzdem habe ich mich bis dato geweigert, beim Eisbaden mitzumachen. Hatschi! 8)

    Hallo Kruemlgirl,

    warm anziehen ist richtig. Aber irgendwie habe ich den Dreh noch nicht richtig raus. Zuviele Kleidungslagen übereinander scheinen nicht gut zu sein (Arm wird schwer). Hat jemand Erfahrungen mit Daunen- oder anderen warmen Westen? ?(


    Hallo Netsurfer,

    ich muß mich mit dem beschäftigen, was unsere Politiker in Papier- und Gesetzesform gekleidet haben. Natürlich weiß ich, daß ich damit neben einem Halbgott in weiß nur noch ein Schatten meiner selbst bin. :P8)

    mitgezeichnet

    Ebenfalls.

    Eine Bitte an die Bremer: Aufgrund des Bremischen Petitionsgesetzes können auch Nicht-Bürger der Hansestadt diese Petition mitzeichnen. Dennoch ist es wichtig, daß sie auch von möglichst vielen Einheimischen getragen wird. Deshalb wäre es m.E. angeraten, in den Vereinen darauf hinzuweisen und den u.U. nicht so internetkundigen Mitgliedern zu helfen.

    @ Kruemelgirl & Olivander & brigge67:

    Mädels, Ihr seid tough! ;) Im allgemeinen bin ich durchaus keine Frostbeule, nur beim LP-Schießen, wo es um das Stillhalten eines ausgestreckten Armes ohne Schießkleidung geht, empfinde ich Kälte als extrem störend. Natürlich kann man auch bei -20 °C irgendwie schießen - die Schlacht um Stalingrad (1942/43) wurde ja nicht abgebrochen, nur weil Winter war. Allerdings sind solche Bedingungen nicht förderlich für den sportlichen Erfolg, denn die Zehn der LP-Scheibe ist doch erheblich kleiner als ein Mannziel unter Kriegsbedingungen.


    @ Netsurfer2002:

    Zitat

    Durch meine Konzentration (Hirnarbeit) habe ich dann einen Puls von ca. 120.
    Das ruft die Erwärmung hervor.


    Da ich ganztägig konzentriert mit dem Hirn arbeite, kann ich bei mir keine besonderen Erwärmungseffekte feststellen. ;)


    @ Ludwig:

    Danke für die Tips! :)

    Ein aktives Mitglied zahlt bei uns 75,00€ und ein passives 35,00€ pro Jahr

    Diesen Weg finde ich gegenüber dem im Nachbarstrang diskutierten Erheben von Standnutzungsgebühren vorzugswürdig. Denn bei Eurem Modell bezahlen die passiven Mitglieder zwar weniger Beitrag als die aktiven, allerdings haben sie dafür auch weniger Rechte, können den Verein also weniger in Anspruch nehmen. Demgegenüber erwecken gesonderte Schießstandgebühren immer den Eindruck, es ginge darum, die aktiven Sportschützen zu bestrafen, obwohl das Schießen doch der Hauptzweck eines Schützenvereins ist.

    Wir machen das auch immer wieder. Nur leider noch nicht in Deutschland. Weshalb hier kein Interesse ist kann ich auch nicht wirklich sagen.

    Man muß sich nur einmal den Youtube-Kanal des DSB ansehen, um zu erfahren, wie die DSB-Verantwortlichen ticken. Viel Tschingderassabumm und Selbstbeweihräucherung, kaum Schießsport (und dann meist Fremdproduktionen, für die andere bezahlt haben). Daß aus dieser Richtung keine Anforderungen an Euch oder andere Anbieter kommen, überrascht mich nicht. Die Herren Ambacher & Co. leben, was ihr Medien- und Öffentlichkeitsverständnis angeht, anscheinend immer noch im Oberbayern der 1950er Jahre, nicht aber im 21. Jahrhundert. Mich wundert ohnehin, daß wenigstens die DSB-Website so gut betrieben wird.

    Im Februar sieht die Welt schon etwas anders aus als im Dezember. ;) Meine sportlichen Ziele für die nächsten Monate: Auf der LM am 18.02. mit der LP in den oberen 50 % des Teilnehmerfeldes landen. Mich in mindestens 2 Disziplinen für die LM KK im Juli qualifizieren. Und kurzfristig: Endlich wieder konstantere Leistungen bringen.