Beiträge von Zebo

    Herzlichen Dank für Eure ausführlichen Antworten. :) Daraus kann ich ersehen, daß es hier viele Anschütz-Fans gibt. ;)
    In den letzten Tagen haben sehr gute, z.T. wohl neuwertige Weihrauch-KKs für bei Egun für unter 200 € den Besitzer gewechselt. Bei den Gewehren waren Anschütz-Diopter verbaut. Nun ja, mal sehen, was im vierten Quartal so auf dem Markt ist.


    Noch ein Wort zum Thema Aluschäfte: Ja, ich weiß, daß diese Teile das Nonplusultra sind und jeder ernsthafte Gewehrschütze einen besitzen will. Allerdings bin ich anerkannter Holzfetischist und mich überkommt beim Anblick dieser Metallkonstruktionen ein geradezu physisches Unwohlsein. Deshalb bitte ich um Pardon, wenn ich vom Erwerb derartiger Schäfte Abstand nehme. ;)

    Hallo Frank,

    ich kannte des ISAS bisher ebenfalls nicht.
    Noch eine andere, vielleicht etwas naive Frage Frage: Der Weltcup in Australien und der ISAS haben ja parallel stattgefunden. Ist denn die Teilnahme am WC für die dort startberechtigten Schützen nicht obligatorisch? M.a.W.: Darf man einfach so einen WC ausfallen lassen? Wie kommt man so auf seine für den Gesamtweltcup notwendigen Ringzahlen? ?(

    Wie hoch liegt denn das Maximum, was du an Geld ausgeben möchtest ?
    Bei mir kommt auch die Frage auf, was du mit einem Gelegenheits-Gewehrschützen meinst.
    Willst du Rundenwettkämpfe oder Meisterschaften mitschießen ?

    Mir ist schon klar, daß man für 300 bis 400 € kein High-end-Gewehr bekommen kann. ;) Aber für die Vereins- und Kreismeisterschaften (die hier meist zusammen ausgetragen werden) sollte es auf jeden Fall reichen. Meine Ambitionen und Prioritäten liegen eher im Kurzwaffenbereich. Im Gewehrschießen geht es mir vor allem um das Können an sich, weniger um die Ringzahlen. Auch wenn ich natürlich nichts gegen ein gutes Ergebnis einzuwenden hätte. ;)

    Danke Frank, der Link war schon bekannt. ;) Leider habe ich immer noch den Eindruck, als hätten die Autoren beim Verfassen der DSB-SpoO manche Disziplinen schlicht vergessen und sie nur ganz kurz in einer Tabelle aufgeführt.

    Hallo Patrick,

    danke auch für Deine Antwort. :)

    Das Suhler Modell 150 wird ja allgemein sehr gelobt. Doch mein Ansatz ist, daß ich sicher nicht jede Woche mit dem KK-Gewehr schießen kann. Deshalb genügt eine preiswerte Gebrauchtwaffe. Und der Zustand vieler 150er, die angeboten werden, ist nicht besonders gut. Zumindest der Schaft müßte oft aufgearbeitet werden und ist bei vielen Waffen nur in der Länge verstellbar. Daher kam die Frage, ob ein sehr gut erhaltenes Weihrauch-Gewehr für den gleichen Preis wie ein 150er nicht die bessere Lösung für mich wäre.

    @ Frank 17:

    Major Tom hat ja dankenswerterweise schon einiges zum Thema geschrieben, was ich nachfolgend noch ein wenig ergänzen will.

    Das Grundproblem besteht darin, daß das waffenrechtliche Bedürfnis von 99,9 % der Sportschützen an ihrem Verein und damit an dem jeweiligen Verband "klebt". Wenn der Verein (nicht: der Verband!) über keine geeignete Schießstätte mehr verfügt (etwa, weil der vereinseigene Schießstand aus Umweltschutzgründen stillgelegt werden mußte), dann haben die Vereinsmitglieder ein Problem. Denn wo wollen sie ihre Waffen dann noch schießen? Ergo: Wozu brauchen sie die Waffen dann noch, worin besteht ihr Bedürfnis?

    In der Praxis wird man dann oft versuchen, auf andere Stände auszuweichen, aber individuelle Lösungen allein helfen nur bedingt weiter. Der Verein muß zusehen, daß er sich auf einem anderen Stand einmieten kann. Auch sind die Behörden bisher wohl meist so fair, eine gewisse Übergangszeit einzuräumen.

    Das muß aber nicht so bleiben. (Mir ist ein Fall aus Brandenburg bekannt, wo einem Jäger infolge eines Unfalls die körperliche Eignung (vgl. § 6 WaffG) abhanden gekommen ist. Somit wurden Jagdschein und WBK widerrufen. Normalerweise hätte man den Mann eine mehrwöchige Frist gesetzt, in der er seine Waffen hätte verkaufen oder unbrauchbar machen dürfen. In diesem Fall wurden jedoch die Waffen zeitgleich mit der Zustellung der Widerrufsbescheide beschlagnahmt - Ordnungsamt und Polizei waren frühmorgens gemeinsam erschienen. Dieses Verhalten ist von den zuständigen Gerichten später gebilligt worden. Damals war m.W. noch Jörg Schönbohm (CDU und Ex-BW-General) Innenminister in BB.)

    Deshalb sollte man froh sein, wenn man eine Waffenbehörde hat, die noch einigermaßen mit Augenmaß agiert. Es könnte auch anders kommen. Und falls politisch, etwa im jeweiligen Landes-MdI, eine härtere Gangart erwünscht ist, werden wir sie auch spüren. Mit dem geltenden WaffG ist theoretisch vieles möglich, nur mangelt es vielen Beamten an der notwendigen juristischen Phantasie, diese Gemeinheiten vollständig umzusetzen. Außerdem bemühen sich, gottlob, manche Beamte noch um einen fairen Umgang mit den Bürgern. Doch dies ist leider keine Selbstverständlichkeit.

    Was bedeutet das konkret beim Thema Schießstände? Die Anforderungen, insbesondere im umwelt- und Lärmschutz, steigen stetig. Und das ist der Hebel sein, den die Obrigkeit ansetzen könnte. Vordergründig geht es "nur" um den Schutz von Umwelt und Mitmenschen, doch "nebenbei" kann man so auch den verhaßten Sportschützen eins auswischen - mithin würden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

    Die Anforderungen steigen immer mehr; z.T. gibt es bereits jetzt absonderliche Auflagen für Schießstände wie etwa eine festgelegte Anzahl von Schüssen pro Kaliber und Tag. In einem anderen Fall ist mir bekannt, daß ein Vereinsvorstand die Nutzungszeiten des seit Jahrzehnten existierenden Standes freiwillig weiter eingeschränkt hat (über die in der behördlichen Genehmigung genannten Zeiten hinaus), um einer mögliche Klage von neu in die Nachbarschaft gezogenen Anwohnern zu vermeiden. Andere Beispiele hatte Major Tom schon genannt.

    Praktisch könnte das so aussehen: Die Erlaubnis zum Betrieb einer Schießstätte wird mit sofortiger Wirkung widerrufen werden. Zeitgleich wird der Verein aufgefordert, eine Schießmöglichkeit für seine Mitglieder nachzuweisen. Gelingt dies nicht, droht der Entzug der Waffenbesitzkarten der Vereinsmitglieder. Oder, falls der Nachweis nur teilweise gelingt (weil etwa nur KK-Stände in der Nähe sind), müßten eben alle GK- und SP-Waffen abgegeben werden.

    Dies mag als Horrorszenario erscheinen, aber ausgeschlossen ist es nicht, auch wenn ich an der Rechtmäßigkeit eines solchen Vorgehens stark zweifele. Doch selbst wenn die Verwaltungsgerichte irgendwann einmal dem Verein und den betroffenen Mitgliedern recht geben sollten, so wird es doch ein paar Schützen gegeben haben, die auf den Rechtsstreit verzichtet und lieber ihre Waffen abgegeben haben.
    Genau dies wollen die Waffengegner. Ihrer Ideologie nach stellt jede Waffe weniger im Volk einen erheblichen Sicherheitsgewinn dar. Und ich traue diesen Herrschaften durchaus zu, daß sie auch zu schmutzigen Tricks greifen. Sie fahren eine Ermattungsstrategie gegen uns. Es wird keinen großen Schlag geben, sondern viele kleine behördliche Maßnahmen, garniert mit ebenso vielen gehässigen Medienberichten. Dieses Anziehen der Daumenschrauben wird einen Teil der Schützen - vor allem die älteren und nicht mehr ganz aktiven - ermüden und zur Aufgabe ihres Hobbys bewegen.

    Hinzu kommen natürlich noch die Kosten, nicht nur für den einzelnen Schützen, sondern auch für die Schießstandbetreiber. Ein Beispiel dafür sehe ich gerade vor meiner Haustür. Der BDMP hatte hier einen schönen, in der "Pampa" gelegenen 300-m-Stand mit großzügigen Schießzeiten, doch nun wird dem BDMP-Vorstand der Umbau plötzlich zu teuer. Mit der Folge, daß der Schießstand wohl geschlossen bleibt und das Gelände verkauft wird.

    Einen weiteren Aspekt sollte man noch nennen, der mit dem soeben behandelten nur wenig gemein hat. Zahlreiche Schießsportvereine haben ihre Schießstände entweder in öffentlichen Gebäuden (z.B. im Keller einer Schule) oder auf öffentlichem Grund und boden errichtet. Dagegen wurde ja in den letzten Jahren mehrfach heftig protestiert, die entsprechenden Vorgänge wurden z.T. auch hier im Forum diskutiert.
    Man kann sich unschwer vorstellen, wie hart es solche Vereine treffen wird, wenn die grünen und andere Waffengegner plötzlich im Gemeinderat damit durchkommen, den Mietvertrag zu kündigen oder zumindest nicht mehr zu verlängern.
    Werden auf einem derartigen Schießstand auch WBK-Waffen geschossen, kann die obrigkeit damit sogar selbst den Anknüpfungspunkt für den Fortfall des Bedürfnisses (s.o.) schaffen.

    Gewiß, das von mir in diesem Beitrag beschriebene sind Worst-case-Szenarien (und das Thema Schießstätten ist nicht das größte waffenrechtliche Problem). Doch sind sie bereits heute in Ansätzen erkennbar und es steht zu befürchten, daß sie in nicht allzu ferner Zukunft an einigen Orten eintreten könnten, sobald die politische Stimmung danach ist. Angeblich soll der Zeitgeist jetzt "grün" sein.

    Guten Abend,

    bin gerade vom Schießstand zurückgekehrt. Zwischenzeitlich ist es hier ja hoch her gegangen. ;)


    Deine Beiträge (auch die von Zebo) in diesem Thread vermitteln eine Dramatik, die ich nicht nachempfinden kann. Dieses ganze Verbotsthema halte ich für überbewertet.

    Nun ja, ich wohne nicht in Bayern, sondern in Sachsen-Anhalt, wo Sportschießen und damit der private Waffenbesitz bei weitem nicht so stark in der Bevölkerung verankert sind wie in Süddeutschland. Insofern bitte ich um Verständnis für meine Perspektive, denn hierzulande ist die Akzeptanz für einschneidende Maßnahmen vermutlich größer als in Bayern.

    Im übrigen habe ich im Sommer 2009 die Chance genutzt, die einschlägigen Politiker in Bundestag und Bundesrat etwas besser kennenzulernen. Mein Noch-Innenminister Hövelmann (SPD) war damals einer der Scharfmacher und ist es bis heute geblieben. Und ich nehme mir das Recht, die damaligen wie auch die aktuellen Einlassungen dieser Politiker zu analysieren und daraus meine Schlüsse zu ziehen. Begründet habe ich dies zahlreich, wie man hier nachlesen kann.

    Zu den Schlußfolgerungen zählt auch, daß es in Deutschland kein schlagartiges Totalverbot von privaten Schußwaffen geben wird. Damit kämen nicht einmal die Grünen durch. Was aber realistischerweise passieren kann - und darauf deuten die Diskussionen um kommunale Waffenbesitzsteuern hin -, sind weitere Erschwernisse und Gängelungen der Sportschützen u.a. Waffenbesitzer. Dafür würden sich in allen größeren Parteien (wohl mit Ausnahme der FDP) parlamentarische Mehrheiten finden. (Seit Jahren lautet die Devise in fast allen Parteien: "So wenig Waffen wie möglich im Volk!") Jede dieser Maßnahmen wird für sich genommen vielleicht nicht besonders dramatisch erscheinen, doch zusammen werden sie dazu führen, daß immer mehr Schützen durch den bürokratischen Aufwand genervt sind und/oder die hohen Kosten nicht mehr tragen können und deswegen ihr Hobby aufgeben.

    Alternativ könnten sie auf die politisch - noch! - zulässigen Druckluftdisziplinen "herunterschalten". Doch die Waffengegner werden davor nicht haltmachen. In Großbritannien wurden 1997 zunächst die Kurzwaffen verboten und seit einigen Monaten sind in Schottland sogar Luftgewehre und -pistolen nur noch mit behördlicher Erlaubnis zu bekommen. Dieses Beispiel lehrt, wie verhängnisvoll die Tendenz zum Kleinbeigeben ist. Ein weiteres Feld für Gängelungen ist das Schießstättenrecht. Damit kann die Obrigkeit, sofern sie es geschickt anstellt, auf indirektem Weg ganze Vereine entwaffnen (vgl. § 15 Abs. 1 Nr. 7 c) WaffG).

    Radikale Vorreiter sind insofern die Grünen und die Linkspartei; SPD und CDU/CSU sind ein wenig gemäßigter. Es ist, nebenbei bemerkt, in einem parlamentarischen System absurd, zwischen "schlechter" Parteiführung und "guten" Parteimitgliedern unterscheiden zu wollen. Wer betreibt denn innerhalb der Parteien das "agenda setting", wer verfaßt parlamentarische Drucksachen usw. usf.? Doch nicht Lieschen Müller aus Kleinkleckersdorf, sondern die Spitzenpolitiker, insonderheit die Partei- und Fraktionsvorsitzenden. Besagte Herrschaften sollen und wollen ihre Parteien nach außen für den Wähler sichtbar machen. Deshalb muß man die Äußerungen von Kühnast & Co. dann auch den Grünen insgesamt zurechnen.

    Hallo Ludwig,

    mit Verlaub, ich weiß nicht, wo Du in den letzten beiden Jahren gelebt hast. Aber hier in der Bundesrepublik Deutschland haben sich die Grünen seither als Anti-Waffen-Partei Nummer 1 profiliert. Das sind nicht nur Ausrutscher einzelner Funktionäre, sondern das ist offizielle Parteidoktrin. Ausführlich nachzulesen unter anderem hier:

    Ein Jahr nach Winnenden

    Wenn man diese Vorschläge ernstnimmt, werden auch bisher erlaubnisfreie Waffen (wie LG und LP) mit weiteren Restriktionen bedroht. :thumbdown:


    Ferner habe ich in meinem Blog einige weitere Einlassungen grüner Politiker zum Thema Waffenrecht zitiert und kommentiert:

    Die grüne Tyrannei

    Die grüne Tyrannei II

    Bericht aus Berlin V

    Künasts Selbstentlarvung


    Warum verteidigst Du diese geschworenen Waffengegner so? Gehörst Du vielleicht auch zu jenen Sportschützen, die schon 2009 vor den Grünen kapituliert haben und bereit sind, auf Schußwaffen zugunsten von Laserapparaten zu verzichten? ?(

    Danke für Deine Elegie, Major Tom! Ich gehöre ja auch zu den begeisterten Nutzern russischer Waffentechnik. ;)

    Nur damit alle wissen, von welchem Gewehr Du sprichst:

    Biathlon 7-3

    Die aktuellen Modelle heißen übrigens Biathlon 7-3 und 7-4.

    Das Sobol ist hingegen die jagdlich geschäftete Version. Izhmash stellt auch noch andere interessante Gewehre her. Man stelle sich vor, daß die hierzulande zu einem konkurrenzfähigen Preis auf den Markt kämen ... 8)

    Eine kurze Frage von einem, der sich in der DSB-Sportordnung noch nicht so zurechtfindet. ;) Leider fehlen in der im Netz veröffentlichten Version auch nur ein paar Seiten (z.B. Disziplin Nr. 1.40).

    Wie sind die waffentechnischen Anforderungen an Sport-/Standardgewehre für männliche Schützen? In der Gewehrtabelle der SpO findet sich der Hinweis, daß auch Freigewehre benutzt werden dürften. Gilt dies auch, wenn sie schwerer als 6,5 kg sind. :wacko:

    BTW: Wie ist eigentlich hier in Deutschland die Bedeutung dieser Disziplinen im Vergleich zu den internationalen wie 3x40?

    Nachdem heute ein Strang über die KK-Matchwaffen von Diana eröffnet wurde, möchte ich einmal fragen, wie der Ruf von solchen aus dem Hause Weihrauch ist. Die Firma ist ja vor allem für ihre Luftgewehre bekannt.
    Hintergrund meiner Frage: Auf dem Gebrauchtmarkt tauchen immer wieder Weihrauch-KKs in guten Zustand auf, die oft für weit weniger Geld weggehen als ähnliche Anschützmodelle. Taugen die HWs für einen Gelegenheits-Gewehrschützen? Oder wäre man mit einem (auch stärker gebrauchten) Suhler 150 besser beraten?