Und machen dagegen können wir nichts!
Doch, wir könnten schon!
Aber dazu müssten wir uns endlich mal einig werden und uns solidarisieren. Und genau daran ist es bisher immer gescheitert und daran wird es auch diesmal wieder scheitern. Und deshalb wird auch die neuerliche Petition, so gut gemeint sie wohl auch ist, wieder kläglich scheitern und damit auch wieder den Beweis liefern, dass man es mit uns ja einfach so machen kann.
Die Initiatoren dieser Verschärfungskampagnen wissen ganz genau, dass kein nennenswerter Widerstand zu erwarten ist und sie auf der anderen Seite mit solchen Forderungen zumindest kurzfristig bei weiten Teilen der ahnungslosen und manipulierten, aber ansonsten auch gleichgültigen Bevölkerung punkten können. Gebe es hingegen immer ordentlich Gegendruck und bestünde durch solchen Druck für die Initiatoren auch das Risiko, selbst an Ansehen zu verlieren und Nachteile hinnehmen zu müssen, dann würden die sich auch ganz schnell ein anderes 'Steckenpferd' suchen.
Aber dazu müssten sich nicht nur die aktiven Sportschützen und Waffenbesitzer einig werden und solidarisieren, es müssten sich gerade auch die traditionellen Schützen und ihre Führungen und Verbände solidarisieren. Denn gerade die traditionellen Schützen sind es, die noch am ehesten Einfluss auf die Politik und Gesellschaft haben und im Zweifel auch Druck machen könnten.
Ein schöner Traum? Ich befürchte ja, auch wenn diese Befürchtung nicht bedeuten soll, das der Traum grundsätzlich nicht realisierbar ist. Wenn wenigsten wir Schützen endlich verstehen und auch akzeptieren könnten, dass es bei diesen Verbotsforderungen nicht nur um unsere Sportgeräte und 'Spielzeuge' geht, sondern in erster Linie um unsere Grund- und Bürgerrechte wie Selbstbestimmung, Freiheit und Eigentum und letztlich sogar und die ansonsten so oft beschworene Freiheitlich Demokratische Grundordnung unserer Gesellschaft an sich geht, wäre schon viel erreicht. Dazu gehört auch, zu verstehen, dass eine Verbotsforderung bestimmter Waffen, die man selbst gar nicht besitzt und auch gar nicht haben oder schießen will, an denen aber andere Schützen genau die gleiche Freude haben wie man an den eigenen und mit denen sie auch genauso verantwortungsbewusst umgehen, auch ein Angriff auf einen selbst darstellt.
Aber wie sieht es denn mit unser Gesellschaft und damit auch mit uns aus? Wir sind tief gespalten und zerrissen. Auf der einen Seite die naiven Gutmenschen und auf der anderen Seite die dumpfen und oft auch noch braun angehauchten Kleingeister. Eine Mitte, die gerade wir Schützen doch auf der einen Seite immer anstreben, scheint es in unserer Gesellschaft schon gar nicht mehr zu geben und damit fehlt auch eine Leitlinie und eine Richtung, die für alle gangbar wäre.
Schon die Rückmeldung des DSB, von der ich gerne mal erfahren möchte, wer die unterzeichnet hat, zeigt leider die Realität. Auch da müsste eigentlich, wie heißt es doch so schön, ein gewaltiger Ruck und Aufschrei durch den DSB gehen. Wird aber leider auch nicht passieren.
Und ich erwarte hier leider auch schon bald die Beschwichtiger und Relativierer, die Entsolidarisierer und die ganz besonderen Spezialisten, die solche Meldungen dann auch noch als Verschwörungstheorien abtun und von Aluhüten und dergleichen faseln.
Wie war das noch, sagten nicht schon vor Jahren einige von uns, die Pläne für weitere Verschärfungen lägen schon längst in den Schubladen.
Na ja, auch wenn es nur ein schwacher Trost ist, die Hoffnung stirbt wenigstens zuletzt.
Mit bestem wenn auch frustriertem Schützengruß
Frank