Hallo Patrick,
Der Grund warum ich eine Hakenkappe suche ist, dass ich einen neuen Schaft habe (vgl. PN). Mein alter Schaft hat diese Standard-Gummikappe drauf, die kann ich aber nicht nutzen, da der neue Schaft keine Aufnahme dafür hat. Also brauche ich eine neue Kappe. Wenn ich mir nun die Preise für eine Kappe ohne Haken und eine mit Haken anschaue, dann kommt es mich günstiger, direkt eine Kappe mit Haken zu kaufen.
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann besitzt Du doch einen 1813 Schaft. An den Ausleger kannst Du auch eine normale Gummikappe nebst Grundplatte schrauben. Diese Gummikappen werden regelmäßig recht günstig auf egun angeboten. Oder eine MEC erstmal ohne Hook. Die Option von Königstiger ist sicher auch nicht ganz verkehrt. Ich selbst habe eine nicht mehr im Handel angebotene Kappe (mit Haken) von Stopper am 1813 Schaft, die gegenüber der Original-Anschützkappe ein paar Vorteile hat. Mit der komme ich nach etlichen Versuchen ganz gut klar.
Dass eine Hakenkappe solche Auswirkungen hat, war mir nicht bewusst. Ich habe bisher nur mit Gummikappe geschossen, und kenne daher den Unterschied zu einer Hakenkappe (noch) nicht. Ich möchte das aber gerne mal ausprobieren. Den Haken kann ich ja auch erstmal weglassen und nur die Kappe nutzen, und später wenn ich mal mit dem Stehendschießen anfange, den Haken wieder montieren.
Das muss aber dann auch wieder nicht optimal sein. Gerade die älteren Kappen von Anschütz, also Original 1813, kann man wiederum normalerweise nur dann sinnvoll einsetzen, wenn der Haken dran bleibt.
Ich habe keinen Trainer und bin daher (gezwungenermaßen) Autodidakt, da ich auch keine Möglichkeit habe woanders zu trainieren. Wir haben keine idealen Bedingungen bei uns im Verein. Ich musste auch direkt mit KK anfangen, da es keinen LG/LP-Stand gibt; es gibt nur KK und GK. Die Mehrheit ist bei uns Pistolenschütze und dementsprechend sieht es auch mit anderen Gewehrschützen schlecht aus, die einem etwas beibringen könn(t)en. Von daher ist die Idee mit der Hakenkappe auf meinem Mist gewachsen, abgesehen davon, dass ich sie benötige (s.o.).
Es ist wirklich schwierig, zu sagen, ob und wann man so eine Kappe wirklich braucht. Es ist und bleibt nämlich selbst mit der modernsten Kappe mit all den tollen Verstellmöglichkeiten fast immer ein Kompromiss. Oft ist es leider so, dass, wenn man denkt, eine optimale und bequeme Einstellung gefunden zu haben, man feststellt, dass das Schussbild schon mal besser war. Frag mal einen gewissen Maik Eckhardt, wie oft er schon an seinen Schaftkappen herumgebastelt hat.
Aber damit Du hier nicht völlig in der Luft hängen bleibst, ein kleiner Tipp. Versuche Dich bei der Grundeinstellung erstmal (soweit wie möglich) an deiner alten Kappeneinstellung zu orientieren. Versuche Dich auf jeden Fall an einer Einstellung, die es Dir erlaubt, deine bisher gewohnte Kopfhaltung beizubehalten. Von dieser Basis kannst Du dann kleine Optimierungsversuche unternehmen. Je bequemer und entspannter Du deinen Kopf hinter das Gewehr legen kannst, umso besser werden deine Ergebnisse. Ungleichmäßigkeiten in Bezug auf die wirkenden Kräfte und (Ver)spannungen erkennst Du am ehesten am mehr oder weniger sauberen Springen der Mündung bei der Schussabgabe.
Mit bestem Schützengruß
Frank