Beiträge von Murmelchen

    Hallo Patrick,

    Der Grund warum ich eine Hakenkappe suche ist, dass ich einen neuen Schaft habe (vgl. PN). Mein alter Schaft hat diese Standard-Gummikappe drauf, die kann ich aber nicht nutzen, da der neue Schaft keine Aufnahme dafür hat. Also brauche ich eine neue Kappe. Wenn ich mir nun die Preise für eine Kappe ohne Haken und eine mit Haken anschaue, dann kommt es mich günstiger, direkt eine Kappe mit Haken zu kaufen.


    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann besitzt Du doch einen 1813 Schaft. An den Ausleger kannst Du auch eine normale Gummikappe nebst Grundplatte schrauben. Diese Gummikappen werden regelmäßig recht günstig auf egun angeboten. Oder eine MEC erstmal ohne Hook. Die Option von Königstiger ist sicher auch nicht ganz verkehrt. Ich selbst habe eine nicht mehr im Handel angebotene Kappe (mit Haken) von Stopper am 1813 Schaft, die gegenüber der Original-Anschützkappe ein paar Vorteile hat. Mit der komme ich nach etlichen Versuchen ganz gut klar.

    Dass eine Hakenkappe solche Auswirkungen hat, war mir nicht bewusst. Ich habe bisher nur mit Gummikappe geschossen, und kenne daher den Unterschied zu einer Hakenkappe (noch) nicht. Ich möchte das aber gerne mal ausprobieren. Den Haken kann ich ja auch erstmal weglassen und nur die Kappe nutzen, und später wenn ich mal mit dem Stehendschießen anfange, den Haken wieder montieren.


    Das muss aber dann auch wieder nicht optimal sein. Gerade die älteren Kappen von Anschütz, also Original 1813, kann man wiederum normalerweise nur dann sinnvoll einsetzen, wenn der Haken dran bleibt.

    Ich habe keinen Trainer und bin daher (gezwungenermaßen) Autodidakt, da ich auch keine Möglichkeit habe woanders zu trainieren. Wir haben keine idealen Bedingungen bei uns im Verein. Ich musste auch direkt mit KK anfangen, da es keinen LG/LP-Stand gibt; es gibt nur KK und GK. Die Mehrheit ist bei uns Pistolenschütze und dementsprechend sieht es auch mit anderen Gewehrschützen schlecht aus, die einem etwas beibringen könn(t)en. Von daher ist die Idee mit der Hakenkappe auf meinem Mist gewachsen, abgesehen davon, dass ich sie benötige (s.o.).


    Es ist wirklich schwierig, zu sagen, ob und wann man so eine Kappe wirklich braucht. Es ist und bleibt nämlich selbst mit der modernsten Kappe mit all den tollen Verstellmöglichkeiten fast immer ein Kompromiss. Oft ist es leider so, dass, wenn man denkt, eine optimale und bequeme Einstellung gefunden zu haben, man feststellt, dass das Schussbild schon mal besser war. Frag mal einen gewissen Maik Eckhardt, wie oft er schon an seinen Schaftkappen herumgebastelt hat.

    Aber damit Du hier nicht völlig in der Luft hängen bleibst, ein kleiner Tipp. Versuche Dich bei der Grundeinstellung erstmal (soweit wie möglich) an deiner alten Kappeneinstellung zu orientieren. Versuche Dich auf jeden Fall an einer Einstellung, die es Dir erlaubt, deine bisher gewohnte Kopfhaltung beizubehalten. Von dieser Basis kannst Du dann kleine Optimierungsversuche unternehmen. Je bequemer und entspannter Du deinen Kopf hinter das Gewehr legen kannst, umso besser werden deine Ergebnisse. Ungleichmäßigkeiten in Bezug auf die wirkenden Kräfte und (Ver)spannungen erkennst Du am ehesten am mehr oder weniger sauberen Springen der Mündung bei der Schussabgabe.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Mal eine Dir möglicherweise etwas doof erscheinende Frage. Muss es unbedingt schon eine Hakenkappe sein? Was versprichst Du dir davon?

    Die Hakenkappe legt deinen Anschlag äußerst rigide fest. Korrekturen wie bei einer Standardkappe sind damit kaum noch möglich. Wenn die Kappeneinstellung passt, ist das auch ihr größter Vorteil. Das bedeutet aber auch, dass Du keine Möglichkeit mehr hast, deine Kopfhaltung bzw. Kopflage hinter dem Diopter anzupassen, sollte dort etwas nicht stimmen. Die entspannte und immer gleiche Kopfhaltung hinter der Visierung ist aber eine der Schlüsselstellen für gutes Liegend-Schießen. Mit einer Standardkappe kannst Du das Gewehr so in der Schulter (wobei Schulter hier nicht ganz korrekt bzw. unscharf ist) einsetzen, dass das Gewehr und damit die Visierung gut passt. Die Hakenkappe musst Du aber so exakt einstellen, dass die bequeme und entspannte Kopflage noch gegeben ist. Durch den Haken kommst Du nämlich normalerweise nicht so dicht an den Kopf, wie sinnvoll. Hängt aber auch wieder von deiner Anatomie und von deinem Anschlag ab. Da können Millimeter schon genauso wie bei der richtigen und wichtigen Einstellung der Schaftbacke eine entscheidende Rolle spielen.

    Das was ich jetzt oben geschrieben habe, ist aber nur ein Teil der Wahrheit. Die Schaftkappe gibt ja den Impuls der Schussabgabe an den Körper weiter. Aus physikalischen Gründen ist hier eine möglichst geradlinige Einleitung des Impulses sinnvoll. Auch ist so der immer gleichmäßige Widerstand der Schulter am besten kontrollierbar. Gerade weite seitliche Auslagerungen der Hakenkappe können zu schlechteren Schussbildern führen. Andererseits beißt sich aber eine sehr gradlinige Einstellung der Kappe etwas mit der Forderung nach einer möglichst entspannten Kopfhaltung. Daher gibt es auch gerade im Liegend-Anschlag Schützen, die speziell auf den Haken verzichten.

    Um Veränderungen der Einstellungen auf ihre Tauglichkeit hin zu überprüfen, brauchst Du schon etwas Erfahrung. Erfahrung sammelst Du aber besser auf dem Schießstand (mit einer Standardkappe) als durch permanentes Schrauben an einer High Tech Kappe, ohne die Auswirkungen schon richtig beurteilen zu können.

    Wie sieht denn deine Schießfertigkeit aus? Bist Du schon in der Lage, so 560 bis 570 zu schießen? Kannst Du die Qualität der von Dir abgegebenen Schüsse schon regelmäßig selbst beurteilen. Kannst Du schon in etwa vorhersagen, wo die Schüsse sitzen und warum manche Schüsse so weit in der Neun oder Acht einschlagen. Erst wenn Du die Mehrheit meiner Fragen positiv beantworten kannst, macht eine intensivere Beschäftigung mit Materialverbesserungen nach meiner Auffassung Sinn.

    Das ganze beruht aber nur auf meinen bescheidenen Erfahrungen. Man kann und darf das natürlich auch gerne ganz anders sehen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Es ist wohl gängige Praxis, dass die Landesverbände ihre Standkapazitäten auffüllen. Dabei werden dann, wie dingo es schon erklärt hat, die realen Ergebnisse der schwächsten Starter in die Limitzahlenliste eingetragen. So kommen dann teilweise recht verwirrende Limitzahlen zustande, in der Hinsicht, dass in einer vermeintlich schwächeren Klasse höhere Anforderungen gestellt werden. Natürlich spiegeln diese Zahlen auch immer den Zulauf bestimmter Disziplinen und Klassen wieder. Wenn in bestimmten Disziplin oder Klasse kaum noch Schützen an den Start gehen, die Standkapazitäten aber vorhanden sind, schlägt sich das natürlich auch deutlich in den Limitzahlen wieder.

    Aber ich bin der Meinung, man sollte bei den Limitzahlen besser auf jeweils fiktive Zahlen zurückgreifen und nicht die realen Zahlen der jeweils schwächsten Starter benutzen. Macht die Erstellung der Limitzahlen zwar etwas komplizierter, führt aber normalerweise auch zu über die Jahre hinweg gesehen verlässlicheren Zahlen, auf die sich die Schützen dann auch besser einstellen können.

    Das, was Sacky13 da bezüglich der BM in Südbaden schreibt, geht meiner Meinung nach überhaupt nicht. Wenn auf der Bezirksmeisterschaft höhere Limitzahlen (und dann auch noch so deutlich) gefordert werden als auf der Landesmeisterschaft, dann wird doch das ganze System der Hierarchie und Qualifikation zur nächst höheren Meisterschaft ad absurdum geführt. Da sollten sich die Herrschaften aber ganz schnell etwas geistreicheres einfallen lassen, mit Verlaub gesagt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo patrickGER,

    Inwiefern ist "da der Mensch kein rein statisches Gebilde ist" hier ein Argument? Größere Auflagefläche ist gut, egal ob der Mensch nun ein rein statisches Gebilde ist oder nicht


    der menschliche Körper ist nicht in der Lage, aufrecht zu stehen, wäre da nicht ein recht komplexer "Steuerungsrechner", welcher ständig nachregelt. Wird dieser "Rechner" (vorübergehend) ausgeschaltet, dann fällt das Menschlein schlicht um, egal wie groß die Standfläche ist und unberührt von der physikalischen Gesetzmäßigkeit. Die menschlichen Knochen sind nicht fest miteinander verbunden. Aufrechtes Stehen ist also nur dann möglich, wenn permanent über die Muskeln Korrekturen vorgenommen werden. Daher ist es auch nicht wirklich möglich, eine Art Stativ für das Gewehr zu bauen.

    Daraus erklärt sich auch, warum das statische Gewehrschießen insbesondere im Anschlag Stehend so schwierig ist. Der Mensch kann aus Prinzip nicht absolut still stehen. Um diese Ziel auch nur nährungsweise zu erreichen, sind permanente Steuerimpulse und Korrekturen nötig.


    Meine weiteren Anmerkungen bezogen sich darauf, dass es, so wie es der Dieter schildert, schon Sinn macht, insbesondere am Anfang von einer gesicherten Basis auszugehen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo stefan1,

    wenn die englische Sprache für Dich keine allzu große Hürde darstellt, würde ich Dir

    With Winning in Mind: The Mental Management System von Olympiasieger Lanny R. Bassham

    empfehlen. Das Büchlein ist relativ kompakt und enthält im Gegensatz zu vielen eher theorielastigen Werken ganz handfeste Tipps und Strategien. Der Mann war zwar ein erfolgreicher Gewehrschütze, aber das spielt ja für den mentalen Bereich keine Rolle. Er geht sogar auf den Golfsport ein. Es gibt dort durchaus ein paar Parallelen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Die Angabe der Fußbreite von janeS zeigt deutlich unser Dilemma. Heinz Reinkemeier hat es mal ein wenig drastisch ausgedrückt. Wenn man nämlich einem Anfänger erzählt, die Fußbreite bei den Schützen betrage so zwischen 0,2 und 1 Meter, fühlt dieser sich möglicherweise (mit Verlaub) verarscht. Wenn man dann noch beobachtet, dass gerade eher kleinere Mädels bevorzugt diese extrem breiten Fußstellungen wählen, wird es erst recht kompliziert.

    Ich denke hier wird deutlich, dass man die ganze Sache zumindest im Anfängerbereich erstmal von einer neutralen und gemäßigten Grundposition aus beginnen soll. Variationen davon sind dann später sicher möglich, sollten aber immer gut überlegt und begründet sein.


    Fragen wir mal kurz nach dem Sinn dieser extremen Fußbreiten. Damit wird erstmal die Auflagefläche vergrößert. Muss aber nicht überbewertet werden, da ja der menschliche Körper kein rein statisches Gebilde ist. Außerdem kommt so normalerweise die (linke) Hüfte für den Stützarm etwas höher. Durch die breite Fußstellung kann durch Verschränkung der Bänder etwas mehr Festigkeit erzielt werden. Demgegenüber steht aber, dass so auch zusätzliche Spannungen (Verspannungen) aufgebaut werden können. Hinzu kommt, dass zumindest der rechte Fuß (immer bezogen auf Rechtsschützen) ohne Abwinklung nicht mehr richtig flach auf den Boden gestellt werden kann. Auf nicht ganz rutschfesten Ständen hat man so sehr oft ein weiteres Problem.

    Wie hier also schön sieht, führen bestimmte Maßnahmen immer auch zu Wechselwirkungen in anderen Bereichen. Vermeintliche Verbesserungen auf der einen Seite beeinflussen immer auch andere Teilbereiche, oft sogar auch negativ. Es gilt also immer, einen gut durchdachten und begründeten Kompromiss zu finden.

    Der alte Spruch, dass mache Schützen nicht wegen, sondern trotz ihres Anschlags treffen, ist jedenfalls immer gültig. Es bleibt also auch weiterhin schwierig. Wohl auch mit ein Grund, warum wir unseren Sport so lieben.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    Josef Neumaier hat es (wohl auch durch unsere Beteiligung) unter die ersten drei Kandidaten für die telefonische Abstimmung geschafft. Die Wahl der Herren findet am morgigen Mittwoch statt. Das ZDF-Morgenmagazin stellt noch einmal die Kandidaten vor. Telefonisch abgestimmt werden kann den ganzen Tag über bis 24 Uhr. Auf der Seit des Deutschen Behindertensportverbandes können die zu wählenden Telefonnummern auch eingesehen werden.

    Also, letzter Endspurt, auf gehts!


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Habt ihr eigentlich schon gesehen, dass der Sergei Martynov auf dem von patrickGER gezeigten Bild (vermutlich) die russische Patrone Olymp-R verwendet. Die Packungen deuten jedenfalls darauf hin. Gerade um diese Patrone ranken sich ja mittlerweile schon Legenden. Haben wir möglicherweise hier im Forum jemanden, der dazu etwas aus dem Nähkästchen plaudern kann. Wird diese Patrone eigentlich noch gefertigt und wenn ja, von wem? Oder sind das alles noch gehortete Restbestände, die nur zur WM ausgepackt werden?

    Nur mal so eine Anmerkung zur Olymp-R. Amerikanische Benchrestler haben die Patrone mal auseinander genommen und nach allen Regeln der Kunst vermessen. Erstaunlich war dabei, dass diese Patrone, obwohl im direkten Vergleich zur Eley Tenex mit deutlich mehr Toleranzen bezüglich Maßhaltigkeit behaftet, dieser in der Schussleistung regelmäßig überlegen war. Also scheinbar russische Wundertechnologie.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    ich sehe schon, die Sache birgt mehr Fragen als Antworten. Ist manchmal auch dem hier praktizierten Fernaustausch in nur schriftlicher Form geschuldet. Ich versuche trotzdem mal ein paar Sachen nach meinen Erfahrungen und nach meiner Sichtweise zu beantworten.

    Das mehr oder weniger starke Anwinkeln und Anziehen des rechten Beins (bei Rechtsschützen) soll und dient in erster Linie dazu, den Schwerpunkt des Körpers etwas mehr auf die linke Seite zu bringen und damit den Bauchbereich und die damit verbundene Atmung zu entlasten. Außerdem wird der Platz, den der Schütze benötigt, so etwas geringer. Das ist insbesondere auf Pritschen wichtig, verhindert aber auch, dass man auf den Boden mit dem Nachbarn in Konflikt gerät. Ich vermute, der schon extreme Anschlag von Sergei Martynov wurde von ihm auch so gewählt, dass er auch von schmalen und nur gerade gestellten Pritschen schießen kann. Ob aber gerade das Abknicken im Hüftbereich (für Normalsterbliche) so optimal ist, wage ich zu bezweifeln. Der Sergei macht eh einige Sachen etwas anders als andere Spitzenschützen und der Erfolg gibt ihm sicher recht. Aber ob man das so verallgemeinern kann?

    Die von Dieter angesprochene und praktizierte Beinhaltung hat aber auch ihre Vorteile. Man vergrößert dadurch seine Auflagefläche und liegt so "satter" auf dem Boden. Aber man braucht dafür auch mehr Platz. Wenn der dann mal nicht zur Verfügung steht, hat man ein Problem. Außerdem muss man ja auch immer berücksichtigen, wie groß bzw. lang der Schütze ist. Kleinere kompakte Schützen finden eher ein "gemütliches" Plätzchen auf einer Pritsche als Leute wie ich mit deutlich über 1,90m.

    dingo

    Die meisten Schützen lassen zumindest die unteren Knöpfe ihrer Jacken auf. Ich habe sogar schon Schützen mit komplett geöffneter Jacke gesehen. Standard sind aber so ein bis zwei Knöpfe. Damit soll verhindert werden, dass insbesondere über den Schießriemen diagonale bzw. Drehkräfte auf die Jacke und damit den Körper wirken. Außerdem ist es so auch bequemer. Voraussetzung ist aber, dass die Jacke im Schulterbereich gut (etwas eng) sitzt. Sonst zieht es Dir das Ding quasi um die Ohren und man sackt auf Dauer immer tiefer.

    Eine Verstellung des Handstopps bedingt natürlich auch immer eine Anpassung der Länge des Schießriemens. Man kann natürlich auch immer kleine Korrekturen nur über den Schießriemen machen. Aber auch immer nur in bestimmten Grenzen, da sich sonst die Kräfteverhältnisse zu stark verändern. Wenn größere Korrekturen nötig sind, ist es besser mehrere Maßnahmen zu ergreifen, also Handstopp und Schießriemen verstellen, da so Veränderungen sich weniger stark auf die normalen Kräfteverhältnisse auswirken. Die von Dir angesprochene Spannungsfreiheit ist ist dann gegeben, wenn sich die auf das Gewehr wirkenden (relativ großen) Kräfte neutralisieren. Ganz wichtig ist dabei meiner Meinung nach, dass keine seitlichen Kräfte mehr wirken. Im Idealfall steht das Gewehr nach Überprüfung des Nullpunktes etwas unter der Scheibe und geht dann durch Ausatmen gerade hoch ins Ziel. Problematisch wird es, wenn der Nullpunkt schon etwas zu tief ist und man versucht durch "Pumpen" Höhe zu gewinnen. Deshalb verwenden ja heute auch viele Schützen nur noch die Schießriemen aus synthetischem Material, da die alten Lederriemen die unangenehme Eigenschaft hatten, sich unter hoher Belastung ganz unmerklich zu längen.

    Patrick

    Der Aufsetzpunkt des rechten Arms ist quasi der letzte Punkt im Anschlagsaufbau. Damit wird die Nullstellung eindeutig festgelegt und dieser Aufsetzpunkt ist auch der einzig zulässige Stellpunkt für kleine Korrekturen. Eine Vor- oder Rücknahme des Aufsetzpunktes führt zu seitlichen Verlagerungen der Nullstellung. Ein etwas breiterer Aufsetzpunkt ergibt etwas mehr Höhe und ein engerer Aufsetzpunkt zum Körper hin führt zu einem tieferen Nullpunkt.

    Aber im Idealfall sollte der restliche Anschlagsaufbau schon soweit stimmen, dass hier nicht mehr von Schuss zu Schuss Korrekturen nötig sind. Voraussetzung dafür ist eine völlig entspannte rechte Schulter. Das hört sich leichter an, als es in Wirklichkeit oft ist. Manche Schützen schieben die Schulter (unbewusst) etwas vor, um so mehr Druck zu bekommen und auch, um damit die Höhe zu korrigieren. Seltener ist die Rücknahme der Schulter. Beide Maßnahmen sind aber problematisch, da die Kräfteverhältnisse so nur schlecht auf Dauer so gleichmäßig eingehalten werden können, dass dadurch keine Abweichungen auftreten können.

    @Sacky13

    Die Korrektur der Höhe über die Schaftkappe wird auch oft so gelehrt und praktiziert, ist aber aus meiner Sicht auch nicht ganz unproblematisch, da damit ja auch eine Veränderung der Kopfhaltung auf der Schaftbacke einher geht. Da aber die immer gleiche und entspannte Lage des Kopfes auf der Backe ganz wesentlich zu guten Resultaten beiträgt, tendiere ich mehr zu den andern Maßnahmen der Höhenjustierung.

    Soviel erstmal von meiner Seite. Man kann darüber natürlich ganze Bücher schreiben.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Patrick,

    ich bin mir nicht ganz sicher, ob Du und der Dieter jetzt das gleiche meinen. Wenn Du statt von einer Pritsche vom Boden aus schießen musst, dann schießt Du statt mehr oder weniger waagerecht etwas bergan. Dazu muss das Gewehr vorne etwas höher kommen. Das erreicht Du am einfachsten, indem Du den Handstopp etwas weiter hinten positionierst. Dadurch wird der Winkel deines Unterarms etwas steiler und dadurch kommt die Hand höher. Mit der Diopterverstellung hat das erstmal nichts zu tun, da dieser kleine Unterschied wenn überhaupt, nur sehr geringe Auswirkungen auf die Trefferlage haben sollte. Anders sieht das natürlich aus, wenn durch diese Veränderung des Anschlags sich auch die Kräfte, welche auf das Gewehr wirken, verändern. Das sollte aber normalerweise nicht oder wenn, nur minimal sein.

    Mal ein kleiner Tipp für das Training: Begebe Dich in deinen Anschlag, richte Dich ein, mach ein paar Probeschüsse und schieße dann ein paar Fünfer-Serien. Aber gehe nach jeder Serie komplett aus dem Anschlag, stehe kurz auf, richte Dich danach wieder ein und schieße ohne Probe weiter. So merkst Du sehr schnell, wie gleichmäßig dein Anschlagsaufbau insbesondere in Bezug auf die Kräfteverhältnisse ist.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Aluntraviel,

    das mit den vielen Vorschriften stimmt zwar, aber es gibt in diesem Fall nur die Bedingung, dass pro Jacke nur eine Schießriemenaufhängung erlaubt ist. Wie die jetzt an der Jacke befestigt ist oder wird, ist egal. Wenn Du wegen der Schrauben direkt durch die Jacke Bedenken hast, kannst Du auch folgendes machen. Nimm ein Stückchen stabiles Leder oder schneide das oberste Stückchen der Aufhängung ab und nähe oder niete dieses so auf die Jacke, dass eine Lasche entsteht. Durch diese Lasche führst Du dann die zwei Schrauben wie im letzten Schreiben schon von mir beschrieben. So bekommst Du eine variable abnehmbare Aufhängung.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Erstmal auch ein herzliches Willkommen an den Pascal.

    sarah

    Überprüfe mal, welches Auge bei Dir das dominierende Auge ist. Es macht Sinn, dass Du auch mit diesem Auge zielst. Der Test geht ganz einfach. Peile mit dem ausgestreckten Daumen ein Ziel mit beidseitig geöffneten Augen an. Schließe dann am bestem mit der anderen Hand jeweils ein Auge bzw. bedecke es. Jenes Auge, wo der Daumen dann optisch weg springt, ist dein dominantes Auge.

    Noch eine Anmerkung: Du sagtest, Du hättest zuerst links angeschlagen, währst damit aber nicht klar gekommen. War das Gewehr denn da auch ein richtiges Linksgewehr oder zumindest eins mit Universalschaft? Wenn nicht, dann lag es möglicherweise auch an dem Gewehr.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Eine Hasenpfote soll auch oft wahre Wunder vollbringen. Ist aber in der heutigen Zeit möglicherweise aus hygienischen Gründen nicht mehr so angesagt. Dann gäbe es da natürlich noch den Klassiker mit der Katze und dem Friedhof zu fortgeschrittener Stunde.

    Zur Sicherheit: Liebe Kinder, bitte nicht auf komische Gedanken kommen. Ist nur oller blöder Aberglaube.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Reinhold,

    dieser waltherlg400 scheint sich längst wieder abgemeldet zu haben bzw. seinem Wunsch nach Abmeldung wurde stattgegeben. Er ist hier im Forum aufgeschlagen und hat seine Sprüche ohne für mich erkennbares Interesse an einem Dialog losgelassen. Seine Aussagen wurden mehrfach korrigiert. Möglicherweise war das einfach nur ein Troll oder aber ein ziemlich bornierter Typ, welcher sein scheinbar nur aufgeschnapptes Wissen für einzig und unumstößlich richtig hielt.

    Ich denke, hier im Forum sind Fragen und Beiträge völlig unabhängig vom Leistungsvermögen erwünscht und auch sinnvoll. Davon lebt ja das Forum. Außerdem gehe Du man nicht davon aus, dass Leistungsschützen unbedingt immer mehr von der Materie verstehen und damit automatisch mit ihren Anmerkungen richtig liegen. Zudem gibt es gerade im Schießsport die eine Wahrheit sowieso nicht.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Aluntraviel,

    nimm 2 Schrauben mit reichlich bemessenen Unterlegscheiben und schraube die Riemenaufhängung einfach an der Jacke fest. Nimm am besten zwei Flach- oder Linsenkopfschrauben von innen. Den Abstand dabei entsprechend der Aufhängung wählen. Außen dann am besten (wenn genug Platz) zwei kleine Flügelmuttern. So hast Du eine variable Aufhängung.

    Wenn die Höhenverstellung nicht nötig sein sollte (normalerweise verändert man diese ja nicht), kann man die Aufhängung auch einfach annähen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank