Beiträge von Murmelchen

    Hallo Mitch und auch die anderen Ratgeber,

    für mich sieht es so aus, dass ein Teil der hier schon angesprochenen Problemzonen darauf zurück zu führen ist, dass Du dein Gewehr relativ weit vom Körper weg positioniert. Um das auszugleichen, legst Du dich (möglicherweise auch etwas unbewusst) ins Hohlkreuz und musst den Kopf auch etwas zum Gewehr hinführen. Teste doch mal, ob Du das Gewehr nicht etwas mehr zum Körper setzen kannst, ohne dass Du im Bereich des Brustkorbes damit aufsetzt. Kann sein, dass Du dazu die Kappe etwas versetzen und verstellen musst. Es sieht jedenfalls zur Zeit für mich so aus, als ob Du die Kappe mehr auf dem Arm als in der Schulter einsetzt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ich habe in meinem obigen Beitrag auch wieder Mist geschrieben. Bei der Frage nach anderen Ursachen muss es natürlich heißen, ob es wirklich von dem zu großen Korn herrührt und nicht von dem zu kleinen.

    Kloaner_Schütz

    Ich habe das mit dem "Schwachsinn" nicht so eng gesehen, zumal Du ja auch sonst hier nicht wirklich schräg rüber kommst. Ich war nur auch etwas irritiert, weil ich im ersten Moment auch nicht richtig zuordnen konnte, auf wen oder was Du dich damit bezogst.

    Bei der Wahl des richtigen Ringkorns hilft letztendlich nur testen. Aber kleinere Korne, wobei die Korngröße natürlich immer relativ in Bezug auf den jeweiligen Schützen gesehen werden muss, sind nicht immer die erhoffte Lösung. Macht doch mal selbst ein kleines Experiment und schießt mal mit dem LG auf ein vorher in die Mitte einer weißen Scheibenrückseite gesetztes Schussloch. Oder schießt mit dem KK auf ein Schusslochpflaster.

    Meiner Meinung nach sollte man eben gerade nicht anfangen, den jeweiligen Abstand zum Rand abzutasten, sondern das Zielbild immer als Ganzes sehen. Gefahr droht allerdings immer, wenn man zu lange zielt, gerade Liegend.


    Apropos, auch andy_90 ist eine Sie und heißt Andrea. ;) Nicht das die ganzen Madls uns hier noch alle für Banausen halten.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank


    Ja das Schussbild wird sich sicher verändern wenn die Muni mit Schaft eingeschossen wurde.


    Es kann sich verändern, muss es aber nicht zwangsläufig. Du kannst es auch etwas beeinflussen, in dem Du mit unterschiedlichen Drehmomenten experimentierst.


    Zu deinem Problem: Du sagst, dass Dir das Gewehr eigentlich ganz gut passt, nur zu schwer ist. Welches System und welchen Schaft schießt Du denn zur Zeit? 7,5kg deutet mir aber schon auf Zusatzgewichte (im Schaft?) hin. Mein 1807 im 1813-Schaft wiegt mit modifizierter Kappe und Zusatzgewicht unter dem Lauf unter 6,5kg. Wenn es ein Super Match System ist, bekommt Du mit einen leichteren Schaft eine stärkere Kopflastigkeit. Kniend und Liegend schadet das möglicherweise nicht, aber Stehend kann es stören und dann brauchst Du hinten wieder mehr Gewicht.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo andy_90,

    es gibt auch verstellbare Ringkorne, welche mit kleineren Werten anfangen. Nachteilig wird von manchen Schützen dann aber der oft recht breite Rand empfunden. Festkorne können eine Alternative sein.

    Wie schon gesagt, erscheint Dir das Korn kleiner, wenn es weiter weg von Dir montiert ist. Daher der Hinweis mit der Tube.


    Aber, bist Du dir auch sicher, ob deine schlechtere Leistung wirklich von dem zu kleinen Korn herrührt? Durch den guten Kontrast siehst Du neben dem Zielbild ja auch deine (möglichen) Schwankungen oder dein (mögliches) Wackeln etwas deutlicher. Das kann dann auch leicht dazu führen, dass Du (unbewusst) Spannungen in deinem Anschlag aufbaust und/oder etwas ruppiger abziehst.

    Vielleicht kannst Du ja noch mal auf dem Stand trainieren und so noch etwas genauer testen, woran es liegt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Vielleicht isse ja ne seute Deern und hat sich nur in den Süden verlaufen. ^^

    Jedenfalls auch von mir ein herzliches Willkommen bei den Meisterschützen und vorsorglich noch ein Servus und Grüß Gott hinterher.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Sacky13,

    erstmal noch nachträglich herzlichen Glückwunsch zum Landeskönig.

    Ein bisschen Glück gehört zwar sicher auch immer dazu und es kommt auch schon mal vor, dass Schützen, die fast über die ganze Scheibe streuen, dann doch einen 10er Teiler raushauen.

    Aber wenn jemand wie Du in der Lage ist, auch bewusst regelmäßig saubere Zehner zu schießen, hat er doch klar bessere Chancen. Man darf sich wohl nur nicht zu sehr mit dem Gedanken an den Teiler beschäftigen.

    Jedenfalls viel Glück für nächstes Jahr. Bundeskönig wird ja auch nicht jeder.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Rufenstein,

    im Grunde haben die Schussbilder so keine Aussagekraft. Es kann aber bei der Marke durchaus sein, dass da gar nicht so viele Fehler durch den Testaufbau eingeflossen sind und die Bilder dem tatsächlichen Vermögen der Patronen schon recht nahe kommen. Wie weit Du dann, selbst wenn Du alles richtig machst, damit im Wettkampf kommen kannst, kannst Du Dir ja selbst ausrechnen. Ziel sollte doch sein, dass die Munition die 10 hält und Dir dabei noch möglichst viel Reserven für eigene Fehler bietet.

    Im diesen Beitragsstrang findest Du ja ein paar Beispiele für gute Schussbilder, wobei das von Hotwheel schon absolute Spitzenklasse ist. Deine Schussbilder sind aber auch nicht unrealistisch. Solche Bilder habe ich sogar schon mal mit R50 gesehen, aus gutem Lauf und solider Einspannvorrichtung. Da lag das Ergebnis dann sogar bei nur 95 Ringen.

    Ich würde Dir auf jeden Fall empfehlen, mal einen Test aus einer besseren Einspannvorrichtung und aus einer größeren Auswahl an Munitionsserien zu machen. Es muss nicht unbedingt Eley Tenex oder RWS R50 sein. Auch im mittleren Preissegment lassen sich fast immer gute Serien finden, je besser der Lauf, um so leichter. Auch Lapua mit Center-X oder SK bietet solide Patronen an. Früher war auch oft die RWS Rifle Match ganz brauchbar, aber seit der neuen, gelben Verpackung hab ich da schon zu oft und regelmäßig laute Knaller gehört, die mich gewaltig irritieren würden. Ich vermute sogar, dass Du Dir, speziell, wenn Du schwerpunktmäßig Liegend schießt, selbst mit der SK aus der Dose besser stehen würdest, als mit dem fragwürdigen Zeug von Remington oder CCI.Wenn es ganz preiswert sein muss, dann nimm lieber die Geco Rifle. Mit der habe ich jedenfalls bisher noch keine groben Auffälligkeiten erlebt.

    Ist aber alles nur meine sicher auch etwas subjektive Meinung.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo tina71,

    es gibt diese verstellbaren Ring- oder Lochkorne in den unterschiedlichsten Ausführungen. Sie unterscheiden sich im Verstellbereich (von X,Ymm bis Y,Xmm), in den Materialien (Blechamellen oder Glasträger), mit oder ohne Querbalken oder Richtkreuz, zum Einschrauben in den vorhanden Korntunnel oder fest in einem Korntunnel integriert und mit fester oder variabler Ringbreite. Die erstgenannten Ausführungen liegen so grob um die 100 EUR, die letztgenannten sind etwas teurer. Da dein Korntunnel ja schon diese Querstifte zur Verkantungskontrolle besitzt, kannst Du durchaus auf eine Ausführung zum Einschrauben als freistehendes Glaskorn zurückgreifen.

    Für deine Anschütz 2002 brauchst Du für den serienmäßigen Korntunnel eine Ausführung mit Gewinde M18 fein. Solltest Du dich für ein Modell mit Korntunnel entscheiden, brauchst Du eine Ausführung mit Korntunnelfuß passend für die neueren Anschütz Modelle (X0XX, 19XX, usw). Das ist aber heutzutage der Standard für Anschütz, wenn nicht explizit Match 54 oder so angegeben ist.

    Diese verstellbaren Ring- oder Lochkorne sind natürlich sehr bequem, haben aber für einige Schützen den Nachteil der oft als zu breit empfundenen Ringbreite. Schau Dir daher mal am besten verschiedene Modelle und Ausführungen an. Ein paar passende Festkorne sind natürlich deutlich preiswerter, wenn Du dich nicht gerade für diese neuen High End Glaskorne entscheidest. Sie sind aber etwas umständlicher in der Handhabung und verschmutzen natürlich auch leichter beim Befingern.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Hotwheel,

    auch wenn ich jetzt nie auf deinem Level war, mit zu klein (natürlich immer bezogen auf die individuelle Korngröße) tut man sich auch nach meinen Erfahrungen keinen wirklichen Gefallen. Es wird dadurch nicht präziser. Beim Liegend-Anschlag zapple ich jetzt auch nicht so wild rum. Aber wenn ich da auch abhängig von den Lichtverhältnissen und vom Kontrast ein zu kleines Korn wähle, stimmt auch bei mir nicht mehr die Treffervorhersage und das Schussbild öffnet sich auch regelmäßig. Ich neige ein bisschen zur Nachtblindheit, daher bevorzuge ich meistens maximalen Kontrast und schieße daher auch am liebsten auf elektronische Scheiben. Auf so Muchelständen in der Dämmerung und auf herkömmliche Scheiben komme ich jedenfalls bei KK an meine Grenzen. Aber ich bin ja auch keine Zwanzig mehr. 8) Bei LG habe ich eigentlich nie Schwierigkeiten mit dem Sehen und normalerweise kann ich da auch fast immer vorhersagen, wo der Schuss sitzt. Meine Probleme sind da jedenfalls eher anderer Natur. :wacko:

    Ich habe irgendwo noch so ein altes Schaubild, wo die Abweichungen von der Scheibenmitte bei verschieden Korngrößen dargestellt werden. Da sieht man sehr schön, dass auch bei relativ großen Kornen die Abweichungen schon bei einer 10.0 oder 9,5 so deutlich sind, dass das eigentlich jeder ohne massive Sehbeeinträchtigungen mitkriegen sollte.

    Wie schon gesagt, wirklich hilft nur Testen. Dabei sollte man sich auch nicht scheuen, auch mal stärker vom Gewohnten abzuweichen. Die Art der Korne, damit ist wohl die Anmerkung von tina71 bezüglich Ringkorn und Lochkorn gemeint, spielt auch noch eine Rolle. Die alten Blechkorne sind wohl heutzutage nicht mehr unbedingt zu empfehlen, weil sie einen grauen, unscharfen Rand liefern. Da sind dann die Plastik- oder Glaskorne schon besser, wobei auch noch die Ringbreite eine Rolle spielt. Schmalere Ringbreiten können hier vorteilhaft sein.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo mazib,

    die Sache ist etwas umstritten und und auch nicht ganz eindeutig geregelt. Es gibt in der SpO die beiden Punkte 1.0.3.6.3.2 G und 1.0.3.6.3.3. Weiter werden oft Kanten, Stufen, oder Anschläge (daraus abgeleitet) als unzulässige Vorteilsnahme angesehen. Wenn Du also für deinen Sohn auf Nummer Sicher gehen willst bezüglich Waffenkontrolle, dann beklebe zumindest die Seite der Wange flächig und oben über den Scheitelpunkt hinaus. Das Zeug bekommst Du ja eh meistens nur in Form kompletter Bögen. Die reichen dann dafür eigentlich locker aus. Bei zumindest einigen Gewehren der Firma Anschütz lag früher immer so ein Bogen mit bei. Ich weiß aber nicht, ob das auch heute noch so ist. Aber wenn Du Glück hast, findet sich ja vielleicht sogar jemand in deinem Verein, der noch so einen Bogen in der Ecke liegen hat und den nicht braucht.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Richtig, auch ein weiterer genialer Film!

    It's your turn.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank


    PS: Liebe Kids und Heranwachsende, solltet ihr den Film mal schauen, ein kleiner Hinweis. Bitte nicht die Achsen von Polizeifahrzeugen mit Stahlseilen festbinden. Das kann ganz böse enden und ist auch verboten.

    Ok, dann auf ein Neues.

    "Was darf"s sein?" - "Ja, ja geben Sie mir bitte, ja geben sie mir ein Musketierheft und einen Vierfarbenstift, so einen kleinen Kamm da, eine Flasche Old Harper, und äh Taschenlampenbatterien und Trockenfleisch in der Tüte."

    Mit bestem Schützengruß

    Frank