Beiträge von Murmelchen

    Stimmt, das ist eine weitere Baustelle. Wenn man Kriterien aufstellt, die keiner mehr erfüllen kann, schießt man sich klar ins Knie. Richtig gut kommt es dann, wenn man die eigenen überzogenen Regeln dann hinterher noch nicht einmal mehr richtig interpretieren kann oder gar nicht mehr beachtet. So erst kürzlich wieder in NZL geschehen.

    Aber ich meinte auch eher so Fälle wie den von Kenneth Nielsen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo MichaelB,

    es waren nicht die selben Schreiber, welche die Nichtnominierung von Sonja Pfeilschifter vor einiger Zeit kritisch gesehen haben und jetzt hier über ihr vermeintlich nicht korrektes Verhalten schimpfen.

    Aber diese Nichtnominierung, welche eben nicht auf objektiven Ergebnissen oder anhand einer Ausscheidung erfolgte, sondern aufgrund einer vermeintlichen mentalen Schwäche, ausgemacht an den Ergebnissen lange zurück liegender früherer Spiele, hat eben auch zu der jetzt doch ziemlich vergiften Atmosphäre beigetragen. Ich habe hier fast den Eindruck, man will jetzt Sonja auch noch dafür bestrafen, dass sie mit ihrer Nichtnominierung nicht einverstanden war und das auch nicht für sich behalten hat.

    Es macht schon Sinn, erst recht in einer Sportart, wo messbare und damit auch objektive Ergebnisse geliefert werden, diese auch als Hauptkriterium für eine Selektion und Nominierung zu nehmen.

    Wie muss sich wohl ein Schütze fühlen, der über einen längeren Zeitraum die klar besseren Ergebnisse (auf absolutem Weltniveau) liefert, ihm aber dann gesagt wird, man traut ihm keine Medaille zu? Und ich habe bei dieser Sache auch immer noch das ungute Gefühl, da haben auch so Sachen wie Miteinander können oder eben auch nicht so ganz doll auch noch eine Rolle gespielt.


    Ich verfolge diese Nominierungsgeschichten zur Zeit auch etwas weltweit und da zeigt sich ganz eindeutig, immer da, wo man von den objektiv messbaren Kriterien und Ergebnissen abweicht, gibt es Ärger. Und das ist auch so immer verständlich.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Königstiger,

    auf der Seite von Anschütz findet man unter Downloads / Ersatzteillisten auch eine Zeichnung vom 7002, wenn auch keine wirklich gute. Nach der Beschreibung von TAFKAS dürften die Gewindestifte (9) für diese Festsetzung zuständig sein. Ich habe aber so einen Diopter bisher auch noch nicht zerlegt und würde das auch nur jemandem empfehlen, der schon etwas Erfahrung im Umgang mit solcher Feinwerktechnik hat. Und natürlich auch über einen guten Satz passendes Werkzeug verfügt. Da kann man doch sonst recht schnell etwas vermurksen. Kann auch sein, dass da auch noch einige Schrauben mit Loctite oder ähnlichem gesichert sind.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    ob da was in der sportornung steht ist mir so egal wie in china was platzt .....


    Ach wirklich? Dann können wir uns die SpO ja am besten gleich schenken.

    das hat was mit Anstand Charakter .und sportlichkeit zu tun .....


    Und wer bestimmt nun, was Anstand, Charakter und Sportlichkeit sind? Etwa Du?


    meine Meinung dazu ein Wettkampf endet mit der Siegerehrung ....und wer nicht da ist verzichtet auf diesen Titel ....und hat auch kein anrecht sich dadurch zu der landesmeisterschaft zu qulifizieren
    bin ja mal gespannt ob sie das in London auch machen würde...


    Noch so eine Kiste. Ganz toll! Nur so nebenbei, die Bayerische ist jetzt nicht zufällig die Landesmeisterschaft, oder?

    Und zum Thema Sonja: Über das Treppchen in London braucht sie sich ja jetzt keine Gedanken mehr zu machen. Das wurde ihr ja gründlich verbaut. Jedenfalls im LG-Bereich.

    Vielleicht sollten wir auch mal den Wert eines Landes daran messen, wie es mit seinen Spitzenschützen umgeht. Und hier müssen wir uns tatsächlich auch mal an die eigene Nase packen. Das war jetzt ausnahmsweise nicht die böse Presse. Sorry, aber auch der 'Vorfall' und diese Diskussion zeigt deutlich den Schaden, welcher da angerichtet wurde. Und ich befürchte auch, es wird auch nicht gut enden. Wobei ich mir schon bewusst bin, dass ich mit einer solchen Unkerei hier auch keinen positiven Beitrag leiste.


    Zum Schluss: Wenn solche Gerüchte die Runde machen, dann wäre es doch recht und billig, die ominöse Waage mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Im Gegensatz zu den elektronischen Scheiben ist das auch ohne größeren Aufwand möglich. Oft liegt es aber auch schon an der Bedienung, denn diese Waagen sind fast alle auch etwas davon abhängig, wo die Gewichtskraft angreift. Nicht richtig flächig im Schwerpunkt platziert hüpft da die Anzeige oft munter durch die Gegend und manchmal dann auch schon mit 50g Auflösung. Da hatte Sonja mit den 10g ja sogar noch richtig Glück.

    Ich formuliere es mal ganz einfach. Der Schießleiter oder ein Kampfrichter (Jury) entscheidet bei einer Meisterschaft im Zweifelsfall. Das hat man dann auch so zu akzeptieren und startet nicht hinterher so eine Schmutzkampagne. Wo bleibt denn da dein überstrapazierter Anstand? Man beachte, es ging hier um 10g und wer etwas denken kann, der kennt auch die Problematik der Waagen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo franke,

    zuerst, die Art deiner Formulierung lässt stark vermuten, dass Du Dir deine Meinung zu dem Fall schon längst gebildet hast. Warum also dann hier noch nachfragen? In der Hoffnung, dass hier (bei der bisher äußerst dünnen Faktenlage) alle gleich ebenso empört aufspringen und Dir vorbehaltlos in deiner Bewertung zustimmen?

    Bei so einer Anfrage oder besser gesagt Anklage stellen sich den meisten hier sofort ein paar berechtigte Fragen. Einige wurden ja auch schon genannt und auch teilweise beantwortet.

    Zum Thema wiegen und den Waagen, welche ich bisher so bei den Waffenkontrollen gesehen habe, fallen mir jedenfalls spontan ein paar mehr als bedenkliche Sachen ein. Da werden teilweise die seltsamsten Waagen verwendet, ob Küchenwaagen oder ausrangierte Behördenteile. Der Begriff Kalibrierung ist fast allen Handenden dort völlig unbekannt und wie gesagt, es werden oft auch Waagen verwendet, welche die von Dir jetzt genannten 10g gar nicht genau messen können, auch wenn deren Anzeige so etwas anzeigen kann. Das ist teilweise hanebüchen und der Schütze, welcher regelkonform bis ans Limit geht, ist im Zweifel erst mal der Dumme. Der muss dann nämlich nachweisen, dass die Waage dort Hausnummern anzeigt. Aber wie soll er das auf die Schnelle machen? Warum gibt es hier keine Toleranzen? Warum werden keine kalibrierten Waagen vorgeschrieben?

    10g sind nichts in Bezug auf 5,5kg. Dafür braucht man nur eine Schraube oder ähnliches wegzulassen. Wer sagt Dir denn jetzt, dass das nicht auch so gemacht wurde. Ich habe z. Bsp. an meinem LG genau dafür extra ein 50g Gewicht, weil ich eben die Hampelei mit den Waagen kenne.

    Für mich ist das so also erst mal nicht viel mehr als eine Sch..ßhausparole.


    Und was hat das jetzt mit der Teilnahme an der Siegerehrung zu tun? Für ein Fernbleiben kann es immer gute Gründe geben. Kennst Du sie? Wie groß war denn der Zeitunterschied zwischen Finale und Siegerehrung? Zu dem Thema Siegerehrung und dessen Sinn könnte man jetzt sicher auch noch allgemein deutlich mehr schreiben, aber ich lasse es jetzt mal hier dabei.

    Apropos, es kann jeder nachlesen, wer 2012 Bayerische Meisterin LG Damen geworden ist, also ist diese seltsame Zurückhaltung bei gleichzeitiger negativer Wertung hier auch völlig unnötig.


    Worüber wir aber mal (allgemein) diskutieren könnten, ist die betrübliche Tatsache, dass im besagten Bewerb ca. 50 Schützinnen gar nicht erst angetreten sind.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo frank17,

    wenn ich mich jetzt nicht gewaltig täusche, dann haben die Drehknöpfe alle diesen Zwischenstrich, nur haben eben nicht alle dort auch eine Haltestelle. Wäre ja sonst auch wirklich zu einfach und würde auch nicht so hübsch aussehen. :D Und Anschütz müsste ja auch noch zweierlei Knöpfe fertigen (lassen). Ne ne, dann doch besser so.

    @wayne

    So einen Diopter mit 25er Klick habe ich auch noch. Die Zahlen gehen da von 0 bis 8 in Zweierschritten, aber jeweils mit 5 Teilstrichen. Die Bezeichnung lautet 6804/25. Gehörte mal zum LG 2001 und ist angegeben mit 0,2mm auf 10m und damit so um 1mm auf 50m. Wird aber wohl nicht mehr angeboten. Die Modelle 6805 haben wohl alle den 10er Klick. Das reicht aber normalerweise auch. Es kommt meiner Meinung nach auch nicht wirklich auf die feinste Rastung (Wegstrecke) an, sondern, ob das Teil auch wirklich reproduzierbar und wiederholgenau arbeitet. Eine Raste sollte auch wirklich immer eine Raste vom Weg her sein sein und nicht manchmal auch zwei oder keine.

    Früher war da der Hämmerli das Maß aller Dinge. Aber der 7002, egal ob jetzt mit 10er oder 20er Klick, sollte dem auch nicht nachstehen. Ein Vorteil ist sicher auch der Verkantungsausgleich.


    Apropos, die angegeben Wegstrecken pro Raste sind oft in Millimetern nur Nährwerte, da die verwendeten Schrauben keine metrischen Steigungen haben. Also entweder imperiale Maße und / oder es hängt mit der im Ausland üblichen Winkelminute (MOA - minute of angle (arc)) zusammen. Eine MOA entspricht ca. einem inch auf 100 yards.

    Hämmerli gibt z. Bsp. 2,5mm auf 50m an. Es sind aber in Wirklichkeit ca. 2,2mm. Also genauso wie der Weg bei Anschütz pro 10er Klick.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Huch, guter Hinweis. Stimmt, in der SpO steht "im olympischen Teil der DM". Allerdings steht unter 0.7.1.1.3 in Klammern auch allgemein "nationaler Bereich".

    Gut, sollte es so sein, dann sollte es aber im obigen Fall (bei kompletter Hochschreibung) auch möglich sein, bis einschließlich LM in der Schützenklasse zu starten und dann, sollte die Quali für Junioren A dann erreicht worden sein, bei der DM eben auch in der Klasse zu starten.

    Ob das auch wirklich so im Sinne des Erfinders ist? Egal, ich befürchte allerdings, das so eine Konstellation nicht wenige der Ausrichter erst mal klar überfordern wird. Möglicherweise wird sich ein Landesverband (die zuständigen Mitarbeiter) sogar auch (erst mal) weigern, das auch so zu akzeptieren und ihn auch nicht weitermelden.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Wayne,

    wenn ich mich jetzt nicht täusche, kann man das so direkt äußerlich gar nicht erkennen. Der 20er hat eben noch zwischen den normalen Rasten eine Zwischenrastung. Die Drehknöpfe sind aber auch nur normal von 0 bis 9 beschriftet. Ob da der (vollständige) Produktname auch noch irgendwo aufgedruckt oder graviert ist, weiß ich jetzt so aus dem Stehgreif nicht. Hab selbst neben den älteren Dioptern von Anschütz nur noch Hämmerli.

    Aber der Verkäufer braucht ja einfach nur mal eine volle Umdrehung zu machen und dabei die Rastungen zu zählen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Erzwo,

    wenn ich die Sportordnung jetzt nicht falsch interpretiere, dann kann er sich als Junior A zwar hochschreiben lassen, muss dann aber in den olympischen Disziplinen, also eben auch LG, trotzdem in der Juniorenklasse A starten, da diese Klassen nach SpO ja fest vorgeschrieben sind. Oder liege ich da jetzt falsch?

    Damit würde sich dann ja auch die Diskussion hier erübrigen. Wobei man darüber generell schon diskutieren kann und auch darf. Nur sollte man es besser auch nicht zu verbissen und persönlich sehen.


    100m ist übrigens ein guter Tipp. Da ist der Start ja auch völlig unproblematisch möglich.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hier noch zwei Publikationen zum Thema "Schießen in den Wind" ;)

    Leider zwar nur in englischer Sprache verfasst, aber vermutlich doch für den einen oder anderen ganz brauchbar. Und das schöne Thema Mirage wird (am Rande) auch noch behandelt. Schützen mit einem leichten Hang zu Vorurteilen sollten sich allerdings durch das Wörtchen NRA nicht gleich von der Lektüre abhalten lassen. Es lohnt sich (trotzdem).

    http://www.nxtbook.com/nxtbooks/nra/ssusa_201103/#/18

    Das PDF ist hingegen völlig stubenrein. Der Mann hat sogar schon erfolgreich Paralympics-Schützen trainiert.

    Magical-Mystery-Tour-of-Wind-Shooting.pdf


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Das stimmt natürlich. Und noch schlimmer bei diesen weichen Matten ist, das da oft auch noch die Problematik besteht, das der Ellenbogen da wandern kann. Oft sogar ganz unmerklich. Welche Kräfte da teilweise bei manchen Anschlägen wirken, kann man auch gut in Dortmund sehen. Da ist bei fast allen kleinen Matten eine Seite mittlerweile total verschlissen und wird daher auch nicht mehr genutzt.

    Aber oft sind schon oder nur die Grundmatten zu weich. Da kann dann so eine kleine zusätzliche Matte auch helfen. Meine ist jedenfalls recht dünn, aber fest und formstabil und auch ziemlich rutschfest. Gibt oder gab es mal bei Stelljes.

    Hinzu kommt ja auch noch das Problem, wonach der Böden vieler Stände heutzutage wegen der Pulverproblematik mit einem glatten, wischfesten Belag versehen wurden. Da muss die Matte auch auf der Unterseite von der Rutschfestigkeit her mit dem Bodenbelag harmonieren. Mit den früher oft verwendeten Teppichstücken kommt man da heute oft auf keinen grünen Zweig mehr.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Dan,

    Du scheinst die verheerende subtile Wirkung, welche diese permanente Manipulation auch und gerade beim uninformierten und auch im Prinzip uninteressierten Leser, der den Artikel nur überfliegt, oft sogar nur die Überschrift und die Bilder auf sich einwirken lässt, bewirkt, zu unterschätzen.

    "Schwere Mängel bei der Waffenkontrolle in NRW"

    Wie wirkt so eine Schlagzeile wohl auf einen mit der ganzen Thematik nicht vertrauten Leser? Das Vertrauen in unsere 'Qualitätspresse' ist leider nach wie vor sehr groß. So nach dem Motto "Es steht ja in der Zeitung. Also muss es auch stimmen."


    Das Klima in diesem unseren Lande hat sich dadurch in den letzten Jahren massiv verändert, und nur dadurch.

    Noch viel schlimmer ist aber, diese Art der manipulierenden Berichterstattung wirkt sich auch sehr stark auf die Politik und damit auch auf den Gesetzgeber aus. Man braucht sich dazu nur mal den gestern von frank17 hier im Forum veröffentlichten Beitrag durchzulesen. Geht man davon aus, dass die teilweise zwischen den Zeilen zu lesenden Aussagen auch nur halbwegs authentisch sind, so kann man dort klar lesen, die Politiker (zumindest der gemäßigten Parteien) sehen selbst kein wirkliches Problem mit einer Liberalisierung der den Schießsport und dem damit verbunden privaten Waffenbesitz betreffenden Gesetze, trauen sich aber nicht, weil sie befürchten, dann von der Presse sofort zerrissen zu werden. Der politische Gegner hat hier klar die besseren Karten.


    Will man ein Problem lösen, so muss man die Ursache kennen.

    Und die Presse mit diesen permanenten Kampagnen, gesteuert und und immer wieder angestachelt durch eine kleine Gruppierung mit ganz eigenen Interessen, ist hier die alleinige Ursache, der Verursacher.


    Mit Geschlossenheit könnten wir Schützen hier ganz sicher auch Einfluss nehmen, zumindest auf regionaler Ebene. Nur müssten wir uns dazu erst mal auch einig sein und eben auch das wirkliche Problem erkennen. Du glaubst doch wohl selbst nicht, dass hier Ignorieren und Aussitzen die richtige Strategie sein kann.


    Ach ja, auch gewerkschaftlich organisierte Polizeibeamte könnten mal ihren gewählten Vertreter klar machen, was Sache ist.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    lest bitte selbst. Hier die Verweise zu den Beiträgen. Sie geben einfach keine Ruhe. Und sie haben jetzt auch schon ein neues Wort gelernt, 'Hobbyschütze'.

    http://www.derwesten.de/politik/land-u…-id6829001.html

    http://www.derwesten.de/incoming/viel-…-id6828820.html

    http://www.derwesten.de/politik/schwer…-id6828809.html


    Man beachte nur die letzte Überschrift. Und dieser Frank Richter scheint ja auch ein ganz besonderer Spezialist zu sein. Der Typ scheint sich wohl den Herrn Pfeiffer (mit drei F) zum Vorbild genommen zu haben. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass er nicht die Position der Bundes-GdP vertritt.


    http://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/polizei-entkraeftet-kritik-an-waffenkontrollen-id6836208.html'

    Und hier erfolgt dann das 'große' Zurückrudern. Scheint wohl doch etwas Mecker gegeben zu haben. Nur ändern solche halbgaren Richtigstellungen eben nichts mehr daran, dass vorher eben doch wieder mal die Sau durchs Dorf getrieben wurde. Und irgendwas bleibt leider immer hängen.


    Mit betrübtem Schützengruß

    Frank - wenigstens funktioniert der Presseclub (noch) so halbwegs

    Hallo knappe,

    das mit der zweiten Matte geht meistens schon. Auf vielen Ständen wie auch in Dortmund bekommt man ja auch schon zwei Matten, also eine Grundmatte und eben das Teil für die Arme, gestellt. Auf anderen Ständen bekommt man hingegen nur eine Grundmatte und manchmal sogar auch noch nicht mal die gestellt. Dann ist es (auch nach SpO) zulässig, (zusätzlich) eine eigene (in den Maßen regelkonforme) Matte zu verwenden. Das kann auch abgesehen von dem Höhengewinn Vorteile haben, wenn die Schießjacke bezüglich rutschen nicht so ganz mit dem vorhanden Untergrund harmonieren will. Ich habe jedenfalls immer so eine kleine Matte dabei, gebrauche sie aber eher selten.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Karl,

    ich will das auch gar nicht verabsolutieren. Michael liegt ja auch gar nicht so falsch. Nur Liegend war ein eher schlechtes Beispiel. Es hat in der Zeit gerade im Bereich Stehend (auch KK und GK) auch allgemein eine beachtliche Leistungssteigerung gegeben und da spielt sicher auch das Material, die Ausrüstung und auch bessere Trainingskonzepte und Erkenntnisse über den optimalen Anschlag eine Rolle.

    Nur geht es hier hauptsächlich um den technischen Fortschritt der Luftgewehre und den kann man einfach nicht wegdiskutieren. Es ist schlicht falsch, zu behaupten, man (hier in der Bedeutung von allgemein) könne mit einer FWB 600 genauso leicht (oder schwer) ein Top-Ergebnis schießen wie mit den modernen Pressluftgewehren. Und auch diese heutigen Pressluftgewehre unterscheiden sich. Nicht in der Leistung, aber in der Charakteristik von der Schussabgabe her und natürlich auch von der jeweiligen Schäftung.

    Wer die Möglichkeit hat, kann ja mal folgendes Experiment machen. Man nehme mehrere moderne LGs, stelle die Kappen möglichst neutral ein, schraube ein SCATT drunter und lege dann die Gewehre so auf ein Podest oder ähnliches, dass diese nach hinten nicht weg können, also z. Bsp. begrenzt durch einen senkrecht stehenden fixierten Gegenstand (Brett, Kiste), gegen den die Kappen dann stoßen und löse dann mal sehr sauber ein paar Schüsse aus. Dann schaut mal, was das SCATT so anzeigt. Ihr werdet dann wohl bei (fast) allen Gewehren noch einen kleinen Ausschlag zu sehen bekommen. Ich gehe selbst bei der Steyr davon aus. Dann nehmt mal zum Vergleich eine FWB 600 oder 601. Ganz Mutige können dann auch noch eine FWB 300 zum Vergleich heranziehen.


    @MichaelB

    Zu deinem Vergleich LG zu KK. Vergleiche mal die V0 und die Schussauslösezeit der jeweiligen Waffen. Genau deshalb ist es auch (allgemein) schwerer, mit einer Match-Armbrust zu treffen, obwohl die von der Präzision einem LG sicher nicht nachsteht. Deshalb beurteilen auch nicht wenige Liegend-Schützen das Schießen mit einem GK Match-Gewehr als etwas leichter im Vergleich zum KK, trotz größerem Impuls und Rückschlag. Das kann man übrigens auch schon in dem Russen-Buch aus den Fünfzigern und Sechzigern so nachlesen. Ist also nicht nur auf meinem Mist gewachsen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Ein ganz wichtiger Aspekt! Manchmal muss man das Faktische auch mal ganz einfach akzeptieren.

    Man kann sich heutzutage als Politiker sehr leicht und ohne Befürchtung vor einem Imageverlust gegen den privaten Waffenbesitz positionieren. Sich aber gegen die olympischen Spiele und damit auch gegen den Sport an sich zu stellen, ist dagegen schon eine ganz andere Nummer und auch viel risikoreicher.


    Wobei ich mir auch ziemlich sicher bin, das auch gerade jemand wie Carcano den Schießsport nicht ausschließlich auf den olympischen Aspekt reduziert oder reduziert haben möchte.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Zum Thema Entwicklung der Ergebnisse der letzten 30 Jahre ist aus meiner Sicht folgendes anzumerken: Es haben sich nicht nur die Gewehre, sondern auch die Jacken, Hosen, Munition und Anschläge stark verändert und aus meiner Sicht auch verbesstert. Komisch, dass sich aber nicht in allen Disziplinen die Ergebnisse zwangsläufig verbessert. Ein Blick auf die Ergebnisse im Liegend bei der Olympiade 1972 sprechen da ein eindeutiges Bild. Ist aber auch nicht Luftgewehr und hat somit hier in diesem Thread nichts verloren.


    Worüber reden wir denn hier, lieber Michael? Du bestätigst mir doch, das speziell im Bereich LG die Ergebnisse in den letzten Jahrzehnten stark angestiegen sind, sowohl in der Breite als auch in der Spitze und gleichzeitig willst Du es dann doch anders sehen? ?( Würde deine Anmerkung bezüglich der Jacken usw. wirklich so stark zutreffen, müsste dann nicht auch in den anderen Gewehrdisziplinen ein so deutlicher Anstieg wie bei LG stattgefunden haben?

    Liegend wurden auch schon in den Sechzigern Ergebnisse am Maximum geschossen. Aber da hat sich die Technik der Gewehre auch nicht verbessert, wenn man mal von den Schäften absieht, welche es eben heutzutage mehr Schützen ermöglichen, hohe Ergebnisse zu schießen.

    Aber vergessen wir auch nicht, auch die KK-Scheiben wurden in der Zeit mehrfach verkleinert. Gerade Liegend hat das auch viel ausgemacht. WM Suhl 1986 - noch die alten Scheiben. Schau Dir da mal die Liegend-Ergebnisse an. Silvia Sperber hat 1988 in Seoul im Vorkampf 393 Ringe mit dem LG geschossen. Mit gutem Finale reichte das dann für Silber. Aber mit dem KK hat sie 590 Ringe im Vorkampf für Gold geschossen. Beim LG war da übrigens die Zehn auch noch 1mm groß. So nebenbei, aut ISSF-Datenbank wurde Silvia zwar erst 1965 geboren, aber sie hat schon 1900 mit dem Schießsport angefangen. 8)


    Zu Thema KK: Du müsstest es doch eigentlich besser wissen. Ein Gewehr mit Holzschaft schießt sich etwas anders als ein Gewehr mit Metallschaft. Manche Schützen nehmen das überhaupt nicht wahr, für andere kann es aber den Ausschlag für gute oder weniger gute Ergebnisse bedeuten. Zwar ist das auch stark Kopfsache, aber eben auch nicht nur.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank