Beiträge von Murmelchen

    Na na, auch vor 2003 war Kindern unter 12 Jahren nach § 36 1. WaffV (1. Verordnung zum alten WaffG) das Schießen mit Schusswaffen in Schießstätten nicht erlaubt, bzw. nur mit behördlicher Sondererlaubnis. Bis 14 auch damals nur mit Druckluft, ab 14 dann auch mit sonstigen Schusswaffen, bis 16 jeweils nur mit Einverständnis des Sorgeberechtigten oder dessen persönlicher Anwesenheit.

    Das galt damals allerdings laut Gesetz nur für das Schießen in oder auf Schießstätten. Ein explizites Verbot des Umgangs mit Schusswaffen durch Minderjährige, wie heute, gab es damals aber noch nicht. Und so war das Schießen z. Bsp. im privaten Keller mit Druckluft unter 7,5 Joule oder auf befriedetem Besitz, wenn die Geschosse das Grundstück nicht verlassen konnten, auch für Kinder unter 12 Jahren möglich, jedenfalls nicht ausdrücklich wie heute verboten.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - BTDT allerdings auch schon vor 72 mit Opa

    In der Provinz reichen oft schon 50 sogenannte Fans bei Spielen in der Kreisklasse für die Notwendigkeit der Anwesenheit einer Hundertschaft Polizei. Und selbst dann enden solche Spiele des öfteren immer noch mit Massenschlägereien.

    Hier in meiner unmittelbaren Umgebung mussten erst kürzlich wieder selbst die Sitzungen des Kreisverbandes unter Polizeischutz ablaufen. Es ging da unter anderem um gekaufte Spiele, wohl gemerkt in der Kreisklasse!


    Aber Karl, bei Dir zieht sich doch diese Beckmesserei wie ein roter Faden durch deine Beiträge. Da verwundern mich auch diese Relativierungsversuche hier nicht.


    Aber jeder darf und soll hier schreiben, was er möchte. Der geneigte Leser ist (leider) immer gezwungen, dieses zu bewerten und sich selbst eine Meinung zu bilden. Hoffentlich nicht aufgrund von Vorurteilen und Befindlichkeiten, sondern Kraft der besseren Argumente.


    Wir wissen hier alle, dass der Schießsport in erster Linie vom Mitmachen lebt, weniger vom reinen Zuschauen. Das muss auch gar nicht schlecht sein und das ändert auch nichts an der Tatsache, das gerade auch die DM in München auch ein Paradebeispiel für eine absolut friedfertige Großveranstaltung ist. Und natürlich sind die Teilnehmer dort alle bewaffnet und Zuschauer gibt es dort natürlich auch.

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Es dürfte wohl noch nie irgendwo auf dieser Welt bei einer Schießsportveranstaltung Bedarf an Polizeikräften gegeben haben, mal abgesehen von denjenigen, welche selbst teilnehmen. Selbst die oft schon alltägliche 'Kleinkriminalität' von Sachbeschädigung und Vandalismus bis hin zum Diebstahl spielt bei unseren Veranstaltungen kaum eine Rolle, obwohl sie sich ja insbesondere bezogen auf den letzten Punkt oft lohnen könnte.

    Die DM in München zählt von den Teilnehmerzahlen mit zu den größten Sportveranstaltungen in Deutschland. Alle sind bewaffnet und trotzdem braucht es dort keine Polizei, höchstens ein paar Parkplatzwächter. Aber selbst das Parken läuft dort trotz der beengten Situation in der Regel gesitteter ab als bei fast jeder anderen größeren Veranstaltung in Deutschland. Und Zuschauer finden sich dort auch ein.


    Leider ändert das nichts an unserem Problem, weil das alles ja nicht durch die Medien kommuniziert wird.


    Zum Thema Bevölkerung: Der größte Teil unserer Mitbürger hat kein Problem mit dem Schießsport, insbesondere dann nicht, wenn man auch das Stichwort Biathlon liefert. Leider kriegt aber der normale Bürger auch nicht die Kurve, wenn wieder mal von den Waffennarren die Rede ist und wenn die Sportschützen subtil mit Verbrechen in Verbindung gebracht werden. Er erkennt nicht, dass Forderungen nach Verschärfung des Waffenrechts eben in erster Linie den netten Biathleten und den Schützenbruder von nebenan betreffen, auf irgendwelche Verbrechen aber überhaupt keinen Einfluss haben. Dieses Nichtdurchschauen der Wirklichkeit und natürlich auch das Selbstverständnis des guten Menschen, der im Zweifel erst mal auch gegen Gewalt und damit natürlich auch gegen Waffen ist, ist unser größtes Problem.

    Es ist dieses unheilvolle und durchaus geschickt gemachte Wechselspiel zwischen den Medien und der Politik, welches uns die Probleme verschafft. Würden die Medien nicht immer wieder diese Kampagnen fahren und selbsternannten Heilsbringern nicht immer wieder eine einseitige Plattform liefern, würden Politiker auch nicht ständig versuchen, mit Rufen nach Verschärfung zu punkten.

    Hinzu kommt dann auch noch eine überbrodelnde Verwaltung und Bürokratie, welche ja schon um ihrer Daseinsberechtigung willen kein wirkliches Interesse an einer Vereinfachung hat. Wenn man dann noch so jemanden wie den Herrn "Fremde Heere Mitte" mit seinen Phantasien mit der Ausarbeitung eines neuen Waffenrechts beauftragt, darf man sich nicht wundern, wenn dann ein Monstergesetz zu Lasten der Betroffenen dabei raus kommt.

    Wie problematisch, dabei aber völlig unnötig, solche Sachen wie der anerkannte Schießsportverband nebst Genehmigungsverfahren für Sportordnungen sind, welche ja leider auch von den Verbänden begrüßt wurden, sehen wir doch jetzt mit dem BVA und dessen Blockadehaltung nur zu deutlich.


    Nur solange es auch in unseren Reihen insbesondere unter den Funktionären Schützen gibt, welche selbst schon ein eingeimpftes Problem mit den Waffen haben und insgeheim von einer Art waffenloser Zielsport träumen, werden wir nie die nötige Geschlossenheit erreichen, den Politikern und den Medien wirksam entgegenzutreten.

    Wie war das noch bei der von Katja Triebel ins Leben gerufenen und organisierten Podiumsdiskussion. Das sah sich doch auch ausgerechnet der Präsident des DSB-Landesverbandes Berlin-Brandenburg genötigt, zu sagen, dass er mit dem aktuellen Waffengesetz leben kann und es gut findet. Müßig zu sagen, dass er selbst und seine Mitarbeiter dieses ach so gute Gesetz aber scheinbar gar nicht richtig verstehen, denn wie soll man sonst die ganzen fehlerhaften Formulierungen und Formulare auf der Seite des Verbandes erklären.

    Ja, es bleibt auch weiterhin schwierig und leider sind wir selbst für einen Teil der ganzen verfahrenen Situation auch mitverantwortlich.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo TAFKAS,

    vielen Dank für den Hinweis. Über das Verzeichnis war ich auch schon gestolpert.

    Nur so richtig hilft das ja auch nicht weiter. Denn da seht ja bisher auch weder Termin noch Ausschreibung.


    Man könnte daraus allerdings schließen, sie wollen. Oder der Admin hat diesen Bereich auch nur einfach schon mal so (aus alter Gewohnheit) angelegt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Freunde,

    auf Target Talk fragt gerade jemand nach dem IWK München 2013.

    Bisher taucht dieser Wettkampf noch nirgends in den Terminkalendern auf und auf der Seite des BSSB gibt es auch noch keine Ausschreibung.

    Findet dieser Wettkampf auch 2013 statt? Weiß jemand von euch näheres?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Tom_123,

    bei mir rührt das Unbehagen gegenüber dem Begriff "Sportgerät" unter anderem daher, dass ich darin immer die latente Gefahr der Ausgrenzung sehe bzw. auch wittere. Ein Teil der Waffen, die wir sportlich schießen, sind ja auch wirklich nur zu diesem Zweck konstruiert, optimiert und gefertigt worden. Sie taugen auch nicht wirklich als Waffe, auch wenn des Prinzip einer Schusswaffe nach wie vor gegeben ist. Bei anderen Schusswaffen, welche ja auch sportlich verwendet werden, trifft das aber so nicht zu. Eine Ordonanzwaffe war unzweifelhaft mal eine Kriegswaffe und Gebrauchspistolen oder Revolver werden auch im Sinne einer Waffe geführt.

    Ein Match-LG oder eine LP, aber auch eine FP oder die Super Match dienen tatsächlich nur einem Zweck, eben der sportlichen Verwendung, und zwar mehr oder weniger ausschließlich. Sie taugen auch nur dafür. Für andere Schusswaffen trifft das aber so nicht zu. Man kann damit auch sehr gut sportlich schießen, aber das ist nicht deren ausschließlicher Zweck bzw. war ursprünglich nicht deren Zweck.

    Ich schrieb ja oben schon, ich sehe bei bei diesen krampfhaften Versuchen, Abstand von der (ursprünglichen) Waffe zu nehmen, auch immer die Gefahr, auszugrenzen. Und schon sind wir wieder bei unserem generellen 'Problem'. Auf der einen Seite die 'guten' Sportgeräte, auf der anderen Seite die 'bösen' Schusswaffen, deren Besitzer dann eben auch schon mal gerne als frustrierte Legalwaffenbesitzer aus dem Dunstkreis von Bürgerrechten, Eigentum und Selbstverteidigung tituliert werden.

    Am Ende ist dann der Weg hin zu den Lichtpunktdingern klar vorgezeichnet.


    Ist allerdings wohl auch keine tragfähige Lösung. Die Quartalsbetroffenen mögen diese Dinger selbst dann nicht, wenn man sie auch schön im 'Hello Kitty' Look bunt anmalt. Ja ja, ist schon tragisch, hält man sich an die Empfehlungen des Gesetzgebers bezüglich 'klar nach dem Gesamterscheinungsbild zum Spiel bestimmt', dann ist es auch wieder nicht richtig. Aber was soll man denn noch machen, wo doch schwarz schon als besonders böse gilt?

    Politiker sauer über kindgerechtes Schießen

    Es kann wohl kein Zufall sein, dass der Stuss wieder aus HB kommt.


    Aber es gibt noch Hoffnung, ob allerdings auch für Deutschland, weiß ich nicht: Dänen lügen nicht

    Und so geht es natürlich auch.


    Apropos, ich habe früher auch mal etwas anders gedacht. Zwar hat mich dieser krude Begriff 'Sportgerät' schon immer etwas irritiert, wenn gestelzt vorgetragen, aber inhaltlich habe ich meine Gewehre auch immer 'nur' als reinrassige Sportgeräte angesehen, was ja auch zutrifft. Hinsichtlich der Gewehre hat sich da auch nichts geändert, nur halte ich heute die reine Reduzierung und Einschränkung für sehr problematisch, denn in der Tat, tue ich das, so ist zumindest für mich der Weg in den waffenlosen Zielsport vorgezeichnet. Geht es nur um den Sport, dann ist ja auch wirklich schwer zu vermitteln, warum man dafür ausgerechnet im Zweifel tödlich wirkende Schusswaffen nutzen muss.

    Ich weiß, dass es auch unter uns Schützen Personen meist aus dem Bereich der Funktionäre gibt, die genau diesen Weg hin zum waffenlosen Zielsport gehen wollen. Sie träumen heimlich von einem, sagen wir mal, 'sauberen' Sport auch für 'gute' Menschen. Zugebenen wird dieses Bestreben aber zur Zeit nur hinter verschlossenen Türen und manchmal auch vor Theken.

    Aber warum nur? Unser Sport gehört zu den sichersten Sportarten überhaupt. Die Missbrauchsrate unserer Waffen ist trotz der medial extrem überzeichneten Einzelfälle verschwindend gering. Es gibt also keinen vernünftigen notwendigen Grund, außer man hat selbst durch jahrelange Medienmanipulation schräge Bilder im Kopf und sehnt sich nach dem verloren gegangenen Platz an der Seite der Gutmenschen. Denn so sieht man sich ja auch und man erträgt es nur schwer, auf einmal so ausgegrenzt zu sein in dieser Gesellschaft.

    Aber es sind eben auch diese Gutmenschen, die scheinbar überhaupt kein Problem damit haben, dass ein Teil unserer jungen Mitbürger seit vielen Jahren wieder in einen völlig sinnlosen Krieg verheizt wird, aber den Kindern schon das Vergnügen der Kirmesschießbude mit bunten Korkengewehren verwehren wollen. Aber das muss man ja auch verstehen, unsere Freiheit, wird ja jetzt auch am Hindukusch tapfer verteidigt. Wobei, welche Freiheit ist hier überhaupt gemeint?

    Das aber auch nur mal so zum Schluss zum Nachdenken. Es ist inzwischen ganz schön kalt geworden in Deutschland.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - der mit der Machtbüchse, is aber auch nur ein (olles) Schießgewehr

    Hallo Königstiger,

    ich weiß, was Du meinst, halt mich aber erst mal noch zurück.

    Er war wohl schon vor 20 Jahren damit die absolute Ausnahme.


    Haste das auch mal probiert? Ich kriege damit jedenfalls überhaupt nichts geregelt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Nur so nebenbei, ich finde den Begriff Maßmunition etwas unglücklich gewählt. Ich vermute, damit soll und wird wohl auch bei noch weniger informierten Schützen ein Sachverhalt suggeriert, der nicht den Kern trifft und leider betreiben damit auch einige Händler etwas Schindluder. Da wird dann bei den Diabolos auch gerne mal das Kopfmaß als ausschlaggebendes Kriterium ausgegeben und manchmal sogar auch nur eine bestimmte Marke.

    Dabei ist, genauso wie bei den KK-Patronen, wenn wir mal davon ausgehen, dass die Hersteller hier nicht schummeln, das Los, also eine bestimmte Serie innerhalb der Produktion, das entscheidende Kriterium. Das Kopfmaß kann zwar auch eine Rolle spiele, ist aber alleine auch noch keine Garantie für eine gut schießende Serie.


    Apropos, auch mit dem Begriff "einschießen" ist eigentlich etwas anderes gemeint. Wobei ja eine eingeschossene Waffe im Bereich des Sportschießens immer eine auch vom jeweiligen Schützen abhängige Sache ist.


    MarkusB

    Ich würde Dir empfehlen, Dir mal den folgenden Beitrag durchzulesen. Vielleicht überdenkst Du dann ja noch einmal deine Meinung zum Thema Munitionstest. Ohne Test bleibt die Sache immer ein reines Glücksspiel, und selbst mit Test kann man sich noch nicht einmal wirklich sicher sein, dass die so gefundene Serie auch wirklich komplett und auf Dauer konstant ist.

    https://meisterschuetzen.org/index.php?page…39548#post39548


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Der MDR hat am gestrigen Donnerstag in seiner Sendung MDR aktuell um 17:45 einen, wie ich finde, gelungenen Beitrag über einen Präzisionsschützen bzw. über das Präzisionsschießen gesendet.

    Der Beitrag ist unter dem folgenden Verweis in der MDR Mediatek zu finden.

    http://www.mdr.de/mediathek/fern…erpasst100.html

    Hier den Donnerstag auswählen und dann die Sendung MDR aktuell 17:45. Der Beitrag kommt so gegen 12:13 am Ende der Sendung.


    Zugegeben, für Verfechter der 'reinen' Sportlehre ist das sicher nichts und mit Licht funktioniert es auch nicht, aber um die Leistung richtig beurteilen zu können, sollte man bedenken, dass die Zehn der DSB- bzw. ISSF-Scheibe auf diese Distanz doppelt so groß ist.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Peter,

    meine Vorschreiber liegen mit ihrer Einschätzung bezüglich des Wertes sicher nicht ganz falsch. Aber als völlig wertlos würde ich das Gewehr jetzt auch nicht einschätzen wollen, zumal es auf den ersten Blick auch gar nicht so schlecht ausschaut. Es kommt auch etwas auf das tatsächliche Kaliber an. Sollte es sich um eine Büchse im Kaliber .22lfB handeln, das steht normalerweise auf der Waffe und auch in der Waffenbesitzkarte WBK, also das eigentliche Kleinkaliber, würde ich mal so pauschal ca. 50 EUR ohne Glas ansetzen. Mit etwas Glück und sollte der Zustand auch wirklich gut sein, könnte bei ansprechender Verkaufspräsentation mit guten Fotos und Text bei einer Auktionsplattform wie eGun vielleicht auch noch ein Huni herausspringen. Sollte die Waffe sogar ein stärkeres Kaliber wie .22 Win Mag aufweisen, das kann man so nur anhand der Bilder nur schlecht erkennen, so könnte der Erlös auch noch höher ausfallen. Noch so nebenbei, bei dem Gewehr handelt es sich aber eher um eine Schonzeitbüchse, also um eine Jagdwaffe, denn um eine Sportwaffe.

    Wichtig ist aber (zu deinen Schutz) generell die Beachtung der waffenrechtlichen Vorschriften. Der Käufer muss berechtigt sein, also entweder WBK gelb, WBK grün mit Voreintrag oder gelöster Jagdschein, und auch der eventuelle Versand der Waffe sollte von einem darauf spezialisierten Unternehmen durchgeführt werden, Stichwort persönliche Übergabe.

    Die von MichaelB vorgeschlagene Abgabe der Waffe ist angesichts des doch eher ungünstigen Verhältnisses von Aufwand zu Erlös beim Verkauf sicher auch eine Option. Aber auch dabei sind die waffenrechtlichen Vorschriften zu beachten. Auf keinen Fall würde ich Dir raten, die Waffe einfach so zu einer Behörde wie dem Landratsamt oder der Kreispolizeibehörde zu bringen. Dazu bedarf es nämlich neben anderen Bedingungen auch der Berechtigung. Sollte diese Option also für dich in Frage kommen, dann rufe dort an und bitte die Behörde, die Waffe abzuholen, möglicherweise auch durch die Polizei. Selbst wenn die Mitarbeiter Dich dort bitten, mit der Waffe vorbeizukommen, ist das mehr als wacklig. Bedenke, solche Aktionen können, wenn es dumm läuft, sehr leicht strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Reinhold,

    wenn die anhand deiner Serien so gezeigte Tendenz, also am Anfang noch halbwegs gut, dann aber abbauend, bei Dir so üblich und kein Zufall ist, dann könnte bei Dir auch eine Fehlanpassung der Brille und oder sogar weiterer Zielelemente vorliegen. Du schaffst es am Anfang noch so gerade, ein halbwegs sauberes Zielbild zu sehen, musst Dich dafür aber schon (über)anstrengen und und kannst das dann nicht bis zum Ende durchhalten.

    Du bist doch glaube ich auch schon ein Altersschütze und gerade in dem Alter verändert sich unsere Sehkraft. Vielleicht hast Du ja die Möglichkeit, Dir mal so eine Diopteroptik nebst Filtern auszuleihen. Gerade bei Kurzsichtigkeit ohne zusätzliche Hornhautverkrümmung kann man damit ganz gut experimentieren. Vielleicht kann so ein Teil sogar deine Brille ersetzen. Du musst Dich damit aber auf jeden Fall ausgiebig beschäftigen. Fokus auf das Korn und eher ein etwas größeres Ringkorn wählen und nie zu lange zielen. Wenn die Nullstellung stimmt, schon beim letzten Einatmen den Druckpunkt nehmen und dann beim Ausatmen, wenn das Korn schön gerade ins Ziel hoch geht, zügig, aber sauber auslösen.

    Durch mangelnde spezielle Kondition könnte es, sollte die oben angedeutete Tendenz bei Dir so zutreffen, auch noch generell zu einem Abbau der Leistung kommen. Man fühlt sich dann wie ein 'nasser Sack' und das wichtige Feingefühl für den Anschlag geht verloren. Da könnten dann auch noch so Bereiche wie Kreislauf und Unterzuckerung eine Rolle spielen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Thor,

    schaue Dir mal die Schützengesellschaft Winterberg an. Die liegen zwar in NRW und gehören damit auch dem WSB an, erfüllen aber deine Vorstellungen bezüglich der Stände. Da das dort aber Grenzgebiet ist, musst Du bei den Meisterschaften mit etwas weiteren Wegen rechen. Die Gegend dort, das Sauerland, ist zwar eine traditionelle Schützenhochburg, aber mit dem Schießsport sieht es dort trotzdem oft etwas mau aus, ohne despektierlich sein zu wollen.

    Wie die Winterberger allerdings so drauf sind und wie dort der Schießbetrieb abläuft kann ich Dir mangels fehlender persönlicher Kontakte und Eindrücke nicht sagen. Schau halt einfach mal vorbei.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo happyschooter,

    es gab hier im Forum schon etliche Diskussionsstränge zum Thema Munitionstest, unter anderem auch in dem folgenden:

    An alle LG-Schützen: Welche Munition bevorzugt Ihr? - Gewehr - Meisterschützen

    Die von frank17 beigefügten Schussbilder LG sprechen auch eine sehr deutliche Sprache. Diese Schussbilder sind auch, ähnlich wie deine, durchaus realistisch. Walther hat auf seiner Seite auch einen (wohlwollenden) Testbericht aus der DSZ über das neue LG400, wo auch von einem Streukreis von 12mm bei einem bestimmten Los die Rede ist

    Aber auch damals gab es einige Schützen, die trotz dieser eindeutigen Belege die Auffassung vertraten, dass mit diesen Tests würde trotzdem überbewertet und so weiter und sofort. Ich kann solche Auffassungen zwar nur schwer nachvollziehen, aber gut, jeder soll ja nach seiner Fasson glücklich werden. Ein bisschen problematisch finde ich nur, wenn dann so ein vermeintlich alter Hase diese Weisheiten dann auch für allgemeingültig erklärt und dieses dann auch so den schon etwas fortgeschrittenen Einsteigern oder dem Nachwuchs verklickert.


    Eine interessante Frage ist hingegen, warum das mit der Munition so ist und ob nicht die Hersteller dabei sogar auch schon mal etwas schummeln. Auch die Frage, wie reproduzierbar und aussagekräftig solche Tests wirklich sind und wie weit die einzelnen Testaufbauten, Schraubstock, Schießmaschine, unterschiedliche Konstruktionen usw. wirklich auch dem realen Schießverhalten aus der Schulter nahe kommen und wie groß die verbleibenden Fehler sind. Aber da verlässt man ähnlich wie beim Thema Reinigung des Laufes auch schon sehr schnell den Bereich der gesicherten Ekenntnisse.


    Hingegen darüber diskutieren zu wollen, ob solche Tests denn überhaupt nötig und sinnvoll sind, halte ich angesichts der auch hier und auch überall anderswo gezeigten Schussbilder für müßig.


    Noch eine Anmerkung für unsere Mitleser: Der happyshooter besitzt ja mit seiner Bleiker mit Lilja-Lauf ein Gewehr, dass sicher vom Material her zur Zeit mit das Optimum darstellt. Wenn aber auch so ein Schütze mit so einem Gewehr sagt, das Tests nötig sind und das sich bei diesen Tests auch noch deutliche Unterschiede ergeben, dann kann man das schon ruhig glauben.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Wer sagt denn das die Munition immer zum schlechten hin streut?


    Ich, und nicht nur ich. Es ist einfach eine beweisbare Tatsache.

    So könnte doch aus einer 9,9 auch eine 10,0 werden.


    Natürlich könnte auch aus einer 9,9 eine 10,0 werden. Nur ist die Wahrscheinlichkeit dafür eben deutlich geringer als für den umgekehrten Fall. Streuen ist ein statistischer Prozess. Deshalb muss man mit Wahrscheinlichkeiten operieren, um zu vernünftigen Aussagen zu kommen.Streng genommen sind dafür auch schon diese 10 Schuss, auf die wir uns da bei den Tests so gerne verlassen, eine viel zu kleine Probe. Würfel einfach mal nur zehn Wurf und vergleiche die Verteilung mit 100 oder gar 1000 Wurf.

    Aber veranschaulichen wir uns die Sache (noch einmal) etwas mehr. Lege einen Kreis, dessen Durchmesser dem Streuen unserer Munitionsserie entspricht, an eine beliebige Stelle auf die jeweilige Scheibe. Alle Schüsse sollen jetzt ohne Fehler des Schützen in diesem Kreis landen. Wo dabei die einzelnen Schüsse genau liegen werden, ist Zufall. Aber bei einer genügend großen Anzahl ist - lassen wir jetzt mal systematische Fehler weg - davon auszugehen, dass sie sich gleichmäßig über diese Fläche verteilen. Der Teil der Fläche mit einem besseren Ergebnis ist dabei aber immer deutlich kleiner als der Bereich mit einem schlechteren Ergebnis. Dabei ist es auch egal, ob ein Treffer genau in die Mitte dieses Kreises jetzt eine 10,0 oder eine 5,0 ergibt. Es wird sich immer ein bestimmtes Verhältnis zwischen besseren und schlechteren Ringwerten einstellen, aber eben auch immer mit einer deutlichen Überzahl schlechterer Werte. Selbst wenn wir diesen Streukreis genau in die Mitte der Scheibe legen - perfekter Schütze - so werden eben je nach nach Größe des Streukreises Schüsse nicht nur in der 10,9 Fläche liegen, sondern auch in der 10,8 Fläche, in der 10,7 Fläche und so weiter.

    Zur Verdeutlichung: Nehmen wir mal an, ein KK Munitionstest ergibt bei einem guten, aber nicht überragenden Los ein umschlossenes Schussbild von 13,0mm. Das entspricht dann in etwa einem Finalergebnis von 106 Ringen. Mehr ist dann mit dieser Munition nicht drin. Der Schütze kann also gar nicht das theoretisch mögliche Maximum erreichen, niemals, egal wie gut er auch ist.


    An dieser Stelle könnte man jetzt wieder sagen, dass das Thema doch nur für Spitzenschützen von Bedeutung sei. Aber das stimmt einfach nicht. Oft führen halt nicht ausgesuchte Patronen oder auch sogar Diabolos dazu, dass Schüsse auch weit in der Neun landen. Ohne Berücksichtigung dieser Problematik werden gerade auch etwas fortgeschrittene Einsteiger die Fehler bei sich selbst vermuten und damit erheblich verunsichert. Die Lernerfolge stagnieren, weil eben eigene Fehler vermutet werden, wo keine sind.


    Aber genug der Worte. Schützen mit festgefügter Meinung kann ich eh nicht überzeugen. Nur wie passt es zu einem modernen Sport und Trainerbild, wenn schon solche lange bekannten Tatsachen nicht wirklich akzeptiert werden und man stattdessen lieber mit wirren Vermutungen arbeitet?

    Nicht wenige von uns Schützen erneuern regelmäßig ihre Ausrüstung. Oft scheint dabei nur das Teuerste und Modernste gerade gut genug. Zusätzlich werden oft für weiteres teures Geld die wildesten Zubehörteile erworben, teilweise von objektiv eher fragwürdigem Nutzen und oft ohne deren Sinn wirklich verstanden zu haben, aber immer in der wagen Hoffnung, sie mögen die eigne Leistung steigern. Ach ja, es soll ja sogar Schützen geben, welche sich bunte Armbändchen für teures Geld kaufen, wo es doch auch die gute alte Hasenpfote genauso gut täte. ;)

    Nur bei der Mun mutiert der Schütze dann oft wieder zur Krämerseele und zum Pfennigfuchser. Dabei kostet so ein Test nicht wirklich viel und die ausgewählte Mun ist auch nicht teurer als nicht ausgesuchte Munition. So ein Test gibt aber zumindest etwas Sicherheit und die Wahrscheinlichkeit, dass man durch die so erworbene Mun auch seine Ergebnisse verbessern kann, ist recht hoch. Einfacher kann man das sonst als Schütze jedenfalls nicht tun.

    Vereinsgewehre sollten bei diesen Überlegungen auch nicht außen vor bleiben. Auch dort sollte man (auch schon) im Interesse der eigenen Schützlinge zumindest mal schauen, ob da keine groben Ausrutscher dabei sind. Moderne LG und LP kann man dabei sicher auch auf dem heimischen Stand testen, da dafür schon eine ordentliche Einspannung im Schraubstock reicht. Den besseren Schützen zu wichtigen Wettkämpfen einfach ungetestete R50 oder Finale Match zu geben, ist oft zwar gut gemeint, aber auf Grund des weiter oben Gesagten doch völliger Blödsinn.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Erzwo,

    die Vorgabe solcher Zahlen und insbesondere deiner Zahlen halte ich aber für gewagt.

    Vorweg, jedes Streuen verringert das Ergebnis. In welchen Umfang, hängt vom Streukeis, aber auch von den jeweiligen Scheiben, sprich Disziplinen ab. KK ist auf jeden Fall kritischer als FP oder Lupi.

    Aber vom Prinzip her ist es egal, ob ein Schütze nun am Maximum schießt, oder nur einen Achter-Schnitt, das Ergebnis wird durch das Streuen immer schlechter als möglich ausfallen. So Vermutungen, wonach ein selbst streuender Schütze das Streuen von Mun/Lauf ja ausgleichen könne, sind jedenfalls nicht haltbar. Das Streuen ist eben ein statistischer Prozess und bedingt durch unsere konzentrischen Scheiben ist die Fläche mit dem niedrigeren Ringwert immer größer.

    Jetzt aber zu deinen Vorgaben. Ich habe selbst schon mal einem Test beigewohnt, wo eine R50 aus einem sonst recht guten Lauf (1913) aus der Maschine nur 95 Ringe brachte. Mit so einer Kombination, welche bei KK also durchaus auch schon mal vorkommen kann, würde selbst ein Sergei Martynov keine 570 mehr treffen können. Gerade im Bereich KK-Gewehr würde ich daher auch fast jedem nur etwas ambitionierten Schützen zu einem Test raten, um solche zwar schon krassen, aber doch möglichen Fehlerquellen auszuschließen.

    Für das LG gilt ähnliches. In der DSZ gab es einen (wie immer wohlwollenden) Test über das neue Walther LG400. Dort wurde neben guten Streukreisen auch einer von 12mm erwähnt. Auch mit so einer Kombination kommt man nicht wirklich weit, es sind dann im Zweifel bei 380 auch nicht nur ein paar Ringe, die da drin bleiben, auch der Schütze verzweifelt an seinen Fähigkeiten. 100m (und auch FP) ist hingegen nicht ganz so dramatisch, da die Zehn dort halt 50mm misst.

    Aber generell, warum sollte man überhaupt solche Vorgaben mit bestimmten Ringzahlen machen? Das Ergebnis wird durch streuende Mun immer verschlechtert und nach oben hin gibt es sogar einen Ringdurchschnitt, der dann gar nicht mehr erreicht werden kann. Dieser Durchschnitt kann sogar schon bei 9,5 oder noch tiefer liegen, wenn man eine ganz unglückliche Kombination erwischt. Und wir reden hier nicht von Klapperbüchsen und CCI oder so. Siehe das Beispiel oben. Wer noch nie einem Munitionstest bewohnen durfte, der kann sich ja auch mal die Bilder in "Wege des Gewehrs" dazu anschauen. Das sind absolut realistische Schussbilder, für welche durchaus höherwertige Munition und ordentliche Match-Büchsen verwendet wurden.


    Die Problematik ist jedenfalls real und man sollte deshalb auch immer im Hinterkopf haben, das selbst so krasse Streuungen wie oben geschildert, welche ja das Ergebnis von echten Tests sind, durchaus auch öfter mal vorkommen können. Ein Schütze, welcher ahnungslos mit einer solchen Kombination schießt, wird selbst bei 'nur' einem Neuner-Schnitt irgendwann verzweifeln, stagnieren und sich selbst das nötige Talent absprechen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Katja,

    damit hier kein falscher Eindruck entsteht, meine Anmerkung und vermutlich auch die von BBF bezog sich allgemein auf dieses "Ich habe ja nichts zu verbergen", nicht aber auf die Studie und auch nicht direkt auf das Interview und war deshalb an dieser Stelle vermutlich auch etwas ungünstig platziert.

    Jürgen Kohlhein ist immer mehr als redlich bemüht und er kriegt auch fast immer die Kurve. In dem Zusammenhang kann man das mit dem 'verbergen' so auch stehenlassen, ungeachtet der allgemeinen Problematik und des damit sonst fast immer zum Ausdruck gebrachten Selbstverständnisses.

    Wir sind uns sicher einig, dass eine Aussage wie "Wir begrüßen das NWR, wir haben ja schließlich nichts zu verbergen" eine ganz andere Baustelle ist.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Wie ich diesen "Wir haben nichts zu verbergen" Spruch hasse.


    Dieser dämliche Spruch zeigt sehr deutlich die völlig unreflektierte, aber leider weit verbreitete Denkweise vieler unserer Zeitgenossen.

    So ähnlich ist das auch mit diesen unsäglichen "Ich entschuldige mich". Da geht mir auch immer das Mützchen hoch. Aber wenn so etwas selbst von unseren selbsternannten Eliten ständig vorgeplappert wird, dann muss Fritzchen ja annehmen, das ginge auch so und wäre so auch richtig.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Kogge,

    das liegt aber auch daran, dass etliche von uns Schützen scheinbar das Bedürfnis haben, sich bzw. ihr Tun permanent rechtfertigen zu müssen. Das führt dann auch zu so Stilblüten wie dem berühmt, berüchtigten Sportgerät und noch schlimmer, zu ständigen Distanzierungen und Abgrenzungen. Aus- und Abgrenzungen, die dann sogar dazu führen, dass selbst die eigene Sportart in gute und 'böse' Disziplinen unterteilt wird. Und der Graben, welcher auch von einigen von uns zwischen den Sportlern und den Traditionellen gezogen wird, ist auch so eine dämliche Sache. Dabei sieht sich doch selbst unser Dachverband schon nicht ausschließlich als reiner Sportverband. Warum wohl nicht?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - Schütze, manchmal auch sportlich

    Sagen wir es mal so, der Informationsgehalt ist (oder war zumindest mal) hier im Forum deutlich höher. Hat aber natürlich auch den Nachteil, dass man hier stellenweise viel lesen und noch übler, auch sortieren und ganz wichtig, auch verstehen muss. ;)

    Nur eine Anmerkung: Obwohl diese Constanze ja auch eine sehr gute Liegendschützin ist, so können doch ein paar ihrer Anmerkungen, die sie dazu so von sich gibt, ziemlich missverstanden werden, wohlwollend ausgedrückt. Ich denke da besonders an die Korrektur mit dem Stützarm bzw. der Stützhand. Es mag ja Schützen geben, die das so drauf haben. Aber für die meisten von uns und insbesondere auch Einsteiger dürfte das so wohl eher ziemlich in die Hose gehen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo lauki,

    von der Schussleistung her bestehen zwischen den runden und eckigen Systemen normalerweise keine wirklich merk- oder messbaren Unterschiede. Die von Anschütz sowohl in den runden als auch in den eckigen Systemen eingesetzten Läufe schießen meisten auch recht ordentlich. Nur bei den Kurzläufen ist es sinnvoll, da etwas genauer hin zuschauen, auch wenn es auch Systeme mit Kurzläufen gab, die auch ganz hervorragend schossen bzw. schießen.

    Die runden Systeme haben aber den Vorteil, dass man dafür deutlich mehr passende Schäfte findet, sollte man später mal wechseln wollen. So ein rundes System passt eben (mit, wenn überhaupt, nur minimalen Anpassungen) in alle alten Anschütz-Schäfte (Match 54) und mit Adapter auch in alle modernen für das eckige System. Das eckige System passt hingen nur in die auch dafür vorgesehenen Schäfte.


    Sollte dieser Aspekt für Dich nicht so wichtig sein, so orientiere Dich am Gesamtzustand der Gewehre und am jeweiligen Preis, oder kaufe einfach das Gewehr, welches Dir besser gefällt. Solltest Du in deiner Nähe die Möglichkeit zu einem Munitionstest haben, wäre auch das noch eine Überlegung wert.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank