Beiträge von Murmelchen

    Und wo ich gerade schon einmal so schön in Fahrt bin:

    Ich würde den den Satz folgendermaßen abändern, dann passt das auch wenigstens.

    "Nur ein echter Schwachkopp, so wie wir den Schwachsinn vertreten, nimmt alle Umstände so hin, wie sie zum Zeitpunkt des Wettkampfes (Trainings) sind"

    Und das gleiche gilt auch für diesen 'Meisterspruch':

    Was Sinn macht ist egal. Der Schütze hat sich an die gültigen Regeln zu halten (und diese auch zu kennen)!


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Thema Atemtechnik

    Du meinst, der Schütze bekommt nach 15 Schuss Atemnot, die sich dann durch wilde Zuckungen äußert?

    Ich würde allerdings - auch unter dem Vorbehalt der Unzulänglichkeit der Ferndiagnose - viel eher vermuten, wie hier auch schon von anderen, dass da ordentlich 'Musik' im Anschlag ist, der Schütze also mit erheblichen Kräften im Anschlag arbeitet und ihm nach 15 Schuss dann die Kondition ausgeht.

    Der Krafteinsatz kann dabei schon beim Stützarm beginnen. Dieser wird dann nicht als möglichst kraftfreie Stütze verwendet, sondern das Gewehr wird zu einem mehr oder weniger großen Teil mit Muskelkraft gehalten. Dem kann sogar das relativ geringe Gewicht des Gewehres entgegenkommen, da es gut sein kann, dass dem schon relativ großen Schützen dieser Krafteinsatz so gar nicht so stark auffällt. Ich würde in diesem Zusammenhang auch mal den Aufsetzpunkt des Stützarmes kontrollieren und schauen, ob er überhaupt ein 'schönes' Plätzchen für diesen Aufsetzpunkt findet und wieweit er dafür den Hüftknochen verwenden kann.

    Die Nullstellung kann aber auch eine wichtige Rolle spielen. Wenn auch hier der Schütze auf Biegen und Brechen mit schierer Kraft versucht, in die Mitte zu kommen, und das dann auch noch in Verbindung mit den eh schon mehr oder weniger nur gehalten Gewehr, dann kann der Energieverbrauch für diese Art zu schießen, schnell erheblich werden.

    Die dritte Baustelle könnte auch noch (zusätzlich) die Abzugshand sein. Wenn dort zu fest zugepackt wird und das Gewehr dann auch dem alten Leerspruch zufolge 'in die Schulter gezogen wird', dann kann das auch zu einem weiteren unnötigen Energieverbrauch führen.


    Um zu sehen, wie ausgeprägt die Nullstellung schon ist, würde ich den Schützen mal auf eine weiße Scheibe, noch besser, eine möglichst große Fläche, wo der Schütze keine Orientierungspunkte findet und die Einschüsse auch nicht sieht, schießen lassen.

    Und natürlich noch mal den gesamten Anschlagsaufbau unter besonderer Berücksichtigung des Krafteinsatzes mit ihm durchgehen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    "Ein echter Sportler, so wie wir den Sport vertreten, nimmt alle Umstände so hin, wie sie zum Zeitpunkt des Wettkampfes (Trainings) sind"

    Ich habe schon auf den Zusammenhang zwischen zu viel heißer Sonne und weichem Keks hingewiesen.

    Es ist zwar nett, aber trotzdem nicht nötig, mit solchen Sprüchen hier auch noch den Beweis für diesen Zusammenhang antreten zu wollen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Sagt mal Sportfreunde,

    kann es sein, das einige der Herrschaften hier wirklich etwas zu oft unter der heißen Sonne geschossen haben?

    Das soll nämlich informierten Kreisen nach auch oft zu einem ziemlich weichen Keks führen.

    Diese mit Verlaub extrem dümmlichen Attitüden, die hier zur Schau gestellt werden (von wem auch immer), wonach nur 'ganz harter' Sport auch echter Sport sei, sind ja sonst kaum erklärbar.

    Und das sind dann oft auch noch die Gleichen, die andererseits selbst bei den fragwürdigsten Sicherheitsmaßnahmen wie diesen Stöpseln sofort hier schreien.


    Wir reden hier, zumindest so habe ich den Anfrager verstanden, von extremen Temperaturen und nicht einfach nur von warmen Sommerwetter. Wir hatten an dem besagten Wochenende Rekordwerte und dazu auch noch ohne vorherige Gewöhnungsphase. Und wir reden hier auch von regionalen Meisterschaften, dessen Teilnehmer in der Mehrheit Breitensportler und oft auch Senioren sind. Und wir reden von Sportlern, deren mentale Anspannung oft schon allein reicht, um ins Schwitzen zu kommen. Wir reden von Sportlern, die in einer angespannten Position über lange Zeit komplizierteste Bewegungsabläufe steuern sollen, die dazu noch - auch wegen der Chancengleichheit und zum Schutz - feste und dicke, in der Regel die Körpertemperatur noch weiter erhöhende Schießbekleidung tragen. Und wir reden hier oft auch noch über geschlossene oder halboffene Stände, wo in Bezug auf Hitze ungünstige Bauweisen dazu führen können, dass die Temperaturen dort noch weiter ansteigen. Und wer schon mal beim Bund war, sollte auch wissen, dass gerade das mehr oder weniger angespannte Stehen über einen längeren Zeitraum viel eher zu teils massiven Kreislaufproblemen führen kann als ein zünftiger Marsch. Und wem das immer noch nicht reicht, der kann sich ja auch mal über Nagold schlau machen.

    Schon alleine der Veranstalter steht vor diesem Hintergrund in der Pflicht, sich Gedanken zu machen, ob er es überhaupt verantworten kann, die Sportler unter solchen Bedingungen starten zu lassen. Und der kann sich dabei auch nicht so einfach nur mit dem Hinweis auf die Eingenverantwortlichkeit der Teilnehmer aus der Verantwortung stehlen. Insbesondere dann nicht, wenn das noch nicht einmal im Vorfeld auch schon so kommuniziert wurde und auf die Situation und die daraus resultierenden möglichen Probleme hingewiesen wurde.

    Stellt euch einfach mal vor, da kippt wirklich mal ein Teilnehmer unter solchen Bedingungen für immer aus den Latschen, dann stellt sich der Veranstalter bzw. der Präsident hin und erklärt "Ja selbst schuld! Wer für unseren Sport nicht hart genug ist und das nicht aushält, der darf den Sport auch nicht betreiben. Das ist schließlich ein 'echter' Sport und das muss ein 'echter' Sportler auch aushalten können und überhaupt, nur was uns nicht umbringt, macht uns auch härter und nur die ganz Harten kommen bekanntlich auch nur in den Garten".

    Auf das Presseecho wäre ich dann aber wirklich mal gespannt!


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - und für die ganz Schlauen hier, hat auch schon bei -7 Grad 3x40 geschossen, fand das aber auch damals schon nicht besonders geistreich

    Sagt mal Freunde,

    habt ihr euch überhaupt mal die Mühe gemacht, den Beitrag von @Wilhelm auch mal richtig zu lesen und zu versuchen, die darin aufgeführten Arbeitspunkte auch zu verstehen und richtig einzuordnen? Auch wenn diese Punkte sicher (und auch sinnvollerweise) etwas verkopft formuliert wurden, so kann ich darin trotz größter Mühe nun wirklich keinen Ansatz erkennen, der dazu angetan wäre, weitere bürokratische Hürden zu schaffen. Eher ist das genaue Gegenteil der Fall.

    Wer mit offen Augen unsere (sicher nicht homogene) Vereinswelt betrachtet, der sollte eigentlich auch feststellen, dass ein großer Teil der heutigen Probleme in den Vereinen darauf zurückzuführen ist, dass wir nicht mehr genug fähige Menschen finden und motivieren können, bestimmte Aufgaben in den Vereinen zu übernehmen. Blickt man dann zurück, so stellt man fest, dass es auch früher oft nur wenige Menschen waren, die bereit waren, etwas zu tun, die dann oft als Einzelkämpfer nahezu alle Aufgaben in einem Verein, in einer Abteilung, übernahmen. Diese Leute brannten dann aber auch und fanden für sich auch die nötige Bestätigung, wohl auch durch ihre Alleinstellung und Machtposition und deshalb waren sie auch bereit, ein oft erhebliches Arbeitspensum zu leisten. Sie lieferten aber oft auch wirklich gute Arbeit, was wohl auch mit den damaligen (noch vorhandenen) Wertvorstellungen in unserer Gesellschaft zu tun hatte.

    Diese Strukturen, die Wertvorstellungen und auch dieser Typus Mensch sterben aber langsam aus. Und wenn sich dann doch jüngere Menschen bereit finden, in die (vorgegebenen und ausgetretenen) Fußstapfen der Altvorderen zu treten, dann sind sie zwar für die erste Zeit oft auch sehr motiviert, sie bringen aber nur ganz selten auch die nötigen Fähigkeiten mit und wenn sie dann auch noch feststellen, mit wie viel Arbeit die Aufgabe, die Position, wirklich verbunden ist, dann wird entweder ganz schnell das Handtuch geworfen oder aber man sitzt die Sache einfach aus mit dann immer weiter abnehmender Qualität und oft bis hin zum bitteren Ende.


    Und hier kommen jetzt die Thesen und Arbeitspunkte von @Wilhelm ins Spiel. Sie zeigen einen gangbaren und nach meinen Erfahrungen auch Erfolg versprechenden Weg auf, wie Vereine aus dem oben aufgezeigten Dilemma kommen können.

    Aber um das zu erkennen, muss man sich natürlich, wie weiter oben schon geschrieben, erst mal die Mühe machen, zu verstehen, was diese Punkt überhaupt bedeuten und was sie bezwecken sollen. Einen weiteren Bürokratieaufbau jedenfalls ganz sicher nicht.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - mag auch kein Pseudogeschwätz, aber Dummschwatz noch viel weniger

    Manchmal ist es trotzdem ganz sinnvoll, auch mal den Blick über den eigenen Tellerrand zu richten.

    Mir war ja bisher bekannt, dass in einigen Landesverbänden der Schießsportleiter bzw. dessen Ausbildung auch unter Schießleiter läuft, aber Schießleiter = Standaufsicht war mir im DSB bisher neu. Das scheint mir aber - nach flüchtiger Recherche - auch eher eine Besonderheit des Gau Schrobenhausen zu sein. Auf den Seiten anderer bayerischer Kreise und Bezirke findet man dann auch die Bezeichnungen, auf die sich der 'Rest des Schießsports' geeinigt hat.

    Jetzt kommt sicher der Einwand, die Bezeichnungen sind doch egal, solange jeder weiß, was gemeint ist. Aber selbst das stimmt ja oft schon mal nicht.

    Und verwirrend und eventuell sogar problematisch wird es spätestens dann, wenn man auch mal auf diesen 'Rest des Schießsports' trifft und mit dem dann auch noch zusammen arbeiten soll.

    Stellen wir uns einfach mal vor, es werden Standaufsichten für die LM oder sogar DM benötigt und der neue Mitarbeiter aus dem Gau XYZ meint dann, er wäre dann dort der Schießleiter und artikuliert das dann auch so, weil unter dieser Bezeichnung lief ja seine Qualifizierung zur Schieß- und Standaufsicht. Dabei sollte doch eigentlich ein Blick in die SpO des DSB genügen, um zu erkennen, dass da so etwas nicht stimmen kann.

    Und das ist auch kein 'Neuland'. Schon in den Ausgaben der Sportordnung der Achtziger findet man die Definitionen.


    Zu guter Letzt: Auch die hier genannten Ausbildungen Übungsleiter F und J - Fachübungsleiter und Übungsleiter Jugend - sind so sicher keine bayerische Erfindungen. Die gab es in den anderen Landesverbänden auch und die dahinterstehenden Konzepte wurden auch damals schon in erster Linie vom DSB erarbeitet und auch unter Berücksichtigung der Konzepte anderer Sportverbände und im Hinblick auf die Integration in die Strukturen der Landessportbünde und des damaligen Deutschen Sportbundes (DSB).


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Moin,

    das Diagramm des Strukturplans unterscheidet sich an einigen Stellen in der Wortwahl vom aktuelleren und auch maßgeblicheren Qualifizierungsplan und dem auch darin enthaltenen Diagramm des Strukturplans. Sollte man bei Gelegenheit mal austauschen. :whistling:

    Direkter Verweis auf den Qualifizierungsplan

    An den Begrifflichkeiten wurde sicherlich auch gefeilt und das ist auch verständlich, nicht zuletzt auch wegen der Vorgaben des DOSB.

    Es ist auch nicht so, wie Du behauptest, dass die Landesverbände dem DSB hier in irgendeiner Art voraus wären. Der Qualifizierungsplan ist die verbindliche Antwort sowohl auf die Vorgaben und Forderungen des Gesetzgebers in Sachen Waffenrecht - Anerkannter Schießsportverband - und auch auf die des DOSB. Er ist mehr als nur der Versuch, die Ausbildung im DSB endlich zu vereinheitlichen und damit auch einen gewissen Qualitätsstandard zu schaffen, der bisher so nicht gegeben ist. Ersteres - Gesetzgeber und DOSB - muss man auch nicht unbedingt gut finden, letzteres ist aber auf jeden Fall zu begrüßen, und sicher nicht nur wegen solcher Stilblüten wie Schießleiter = Standaufsicht oder (weniger schlimm) Vereinsübungsleiter = Schießsportleiter.


    „Zuerst verwirren sich die Worte, dann verwirren sich die Begriffe, und schließlich verwirren sich die Sachen.“
    Chinesische Weisheit


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hi Calli,

    ich habe zugegebenermaßen bewusst etwas doof nachgefragt. Aber was ist ein eigentlich verbindliches Ausbildungskonzept wert, wenn selbst die elementarsten Begrifflichkeiten ständig durcheinander gewürfelt werden und von Landesverband zu Landesverband ganz unterschiedlich besetzt werden?

    Nach den Vorstellungen des DSB soll der Schießsportleiter den sportlichen Betrieb im Verein organisieren. Dieser Teil der Ausbildung wird als Basisqualifikation bezeichnet.

    Die Qualifikation zur Schieß- und Standaufsicht ggf. in Verbindung mit der Waffensachkunde soll hingegen noch vor dieser Basisqualifikation als sogenannte Vorstufenqualifikation vermittelt werden.

    Mein Verband zieht das auch schon länger so durch.


    Der Schießleiter nach DSB (SpO) ist der Leiter einer Meisterschaft und dafür gibt es keine eigenständige Ausbildung. Und wenn ich mich jetzt nicht täusche, wird der Begriff beim BDS laut Sporthandbuch auch so definiert. Allerdings gibt es dort eben auch die Ausbildung zum Schießleiter.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Kurze Zwischenfrage:

    Wer sagt eigentlich, dass so Sachen wie Triathlon oder Marathon auch wirklich gesund sind?

    Ich vermute jedenfalls, würde unser Sport regelmäßig die gleiche Anzahl Toter produzieren, dann hätten wir schon längst einpacken müssen.


    Und noch eine Frage: Wie sieht es denn überhaupt mit der Chancengleichheit aus, wenn bei solchen Extremtemperaturen eine LM durchgezogen wird? Ist ja immerhin ein Qualifikationswettkampf.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Letzlich ist Aggresion per se auch nichts Schlechtes und m.M.n.

    Jau, wir müssen aggressiver in die Zweikämpfe gehen, hört man recht oft, wenn es um andere Sportarten geht. Und niemand nimmt Anstoß daran. Obwohl die Folgen da oft recht unschön sind, um es mal etwas verharmlosend auszudrücken.

    Wir müssen jetzt aggressiver auf die Zehn gehen, funktioniert hingegen definitiv nicht.


    Ich bin ja nun auch schon seit 40 Jahren im 'Geschäft' und habe noch nie aggressiven Schützennachwuchs erlebt. Es mögen wohl einige "Aggressive" von diesem Sport träumen, wohl auch dank der Qualitätspresse, aber diejenigen, die dann auch wirklich zu diesem Sport finden und ihn auch betreiben, sind nicht aggressiv. Das Gegenteil ist der Fall. Die Schützen sind eher ein bisschen introvertiert, aber auch ausgeglichen und entspannt. Anders wird man in diesem Sport auch keinen Erfolg haben.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo HaJoxyz,

    erst mal vielen Dank für deine Beiträge. Es freut mich, dass wir jetzt wenigstens schon mal die Parallelverschiebung zumindest so halbwegs im Griff haben.

    Wenn das Gewehr verkantet wird, dann verschiebt eine Parallelverschiebung denn Lauf nicht nur nach unten, sondern in Abhängigkeit vom Verkantungswinkel auch zur Seite. Das Resultat sieht man dann auch auf der Scheibe. Diese Verschiebung kann ich durch den Diopter korrigieren, indem ich nur die Höhenverstellung benutze. Das geht aber auch nur deshalb so, weil ja auch der Diopter verkantet auf dem Gewehr sitzt. Die Höhenschraube bewirkt jetzt keine rein senkrechte Korrektur mehr, sondern eine Korrektur auf der um den Verkantungswinkel gedrehten senkrechten Linie.

    Die 7 Grad sind für mich jetzt nicht so anschaulich, da ich als Stehend-Schütze deutlich stärker verkante. Aber wenn ich eine Korrektur meiner Trefferlage vornehmen will, dann muss ich die Verkantung bei der Justierung berücksichtigen. Die Korrekturen wirken dann nicht mehr senkrecht und waagerecht, sondern auf den um den Winkel gedrehten Achsen. Will ich z. Bsp. nur tiefer, dann muss ich auch etwas bei Rechts drehen, ansonsten bewirkt die Korrektur nur über die Höhenschraube auch eine Verlagerung nach rechts. Möchte man das nicht, muss man einen Diopter mit Verkantungsausgleich verwenden.


    Apropos, die Auswirkungen durch diese Parallelverschiebungen werden um so deutlicher, je kürzer die Entfernung zum Ziel ist. Die Korrekturwinkel sind dann einfach größer, die Trefferabweichungen größer und ich muss schlicht mehr am Diopter drehen. Bei der Umstellung von 50 auf 100m macht sich hingegen die ballistische Kurve der 22er schon deutlich stärker bemerkbar. Wie ich schon schrieb, bei mir sind das ca. 50 Rasten und ca. 100 Rasten bei dem Diopter mit 20er Klick. Passt ja auch ganz gut zu deinen Werten.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Claus-Dieter,

    vielen Dank für deinen Beitrag.

    Aber wenn Du nach Erhöhung der Visierlinie um vorne und hinten jeweils den gleichen Betrag einen Hochschuss und dazu noch leicht nach rechts bekommst, dann stimmt da aber was nicht.

    Theoretisch sollte sich die Trefferlage nach unten verschieben, und zwar um den Betrag, der auch auch der Änderung der VLE entspricht. Und zumindest bei mir zeigte sich dieses Verhalten auch bisher in der Praxis.

    Also bei 10mm auch 10mm nach unten, bei 20mm auch 20mm nach unten und bei 60mm eben auch 60mm nach unten. Und eine Verkantung (nach links), welche das Ergebnis ja etwas verfälscht, sollte dazu führen, dass die Trefferlage dabei auch etwas nach rechts wandert, aber eben nach unten und nicht nach oben.

    Ich vermute mal, bei Verstellung der VLE wird vorne etwas mehr Höhe hinzugegeben, was dann dazu führt, dass die Verschiebung nach unten nicht nur kompensiert, sondern sogar etwas überkompensiert wird. Möglicherweise wurde das von FWB sogar bewusst so konstruiert, um die Justierung des Diopters nach Änderung der VLE möglichst gering zu halten. Das würde aber immer noch nicht die Abweichung nach rechts erklären. Die Abweichung sollte dann leicht nach links oben gehen.

    Ist auf jeden Fall alles recht interessant. Und eines sollten wir auch nicht vergessen, das ganze Thema ist für die meisten Schützen eh ein Buch mit sieben Siegeln. Man schießt halt, und wenn die Trefferlage nicht stimmt, dreht man am Diopter. Und gar nicht so selten dabei sogar erst mal in die falsche Richtung. ;)


    Man könnte sich der Sache ja auch noch von der anderen Seite nähren. Also das Gewehr einspannen und exakt auf die Scheibe ausrichten. Dann eine möglichst große VLE montieren, dabei aber darauf achten, dass die Visierlinie auch wirklich vorne und hinten um den exakt gleichen Betrag angehoben wird. Dann sollte die Visierung, also der Zielpunkt, oberhalb der Scheibenmitte liegen und der Abstand davon sollte auch mit den obigen Aussagen korrelieren.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Reinhold,

    beim Schießen mit dem KK-Gewehr ist es immer wichtig, den Verkantungswinkel zu beachten und da kann eine Wasserwaage sicher helfen. Schon Abweichungen von knapp 4 Grad führen bei Beibehaltung sonstiger Parameter zu einer Neun.

    Aber eine Visierlinienerhöhung vergrößert diesen Fehler nicht.

    Erklärungen dazu findest Du auch hier Forum.


    Ansonsten stimme ich Dir aber komplett zu.

    580 sind schon ganz gut und oft sind es dann auch nur ganz kleine Veränderungen im Anschlag, welche dazu führen, dass die eine Serie gut wird, man bei der nächsten aber wieder wild in der Neun rum stochert. Und das wirklich blöde daran ist, man nimmt diese Veränderungen meistens gar nicht wahr. Und selbst Spitzenschützen haben damit oft zu kämpfen. Auch bei denen sehen die Serien nicht immer alle gleich gut aus. Im Grunde hilft nur Training und, so traurig das auch ist, wir können auch nicht alle Spitzenschützen werden.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Hallo Claus-Dieter,

    schön, dass Du der Sache experimentell auf den Grund gehen willst.

    Ideal wäre es, wenn Dir für den Versuch eine oder mehrere gleichstarke Klötzchen zur Verfügung sehen würden, z. Bsp. drei dieser 20mm Erhöhungen. Benutzt Du die am FWB angebaute Verstellmöglichkeit, dann musst Du ja erst auch wieder die Ausgangsbasis oder die Verstelldifferenz messen oder Dich auf die Angaben des Herstellers verlassen. Es ist bei dem Versuch auch egal oder kann sogar wegen der besseren Anschaulichkeit hilfreich sein, ob bzw. wenn dabei auch die 60mm Absolutmaß nach SpO von Laufmitte zur Kornmitte überschritten werden. Und beim KK gilt diese 60mm Grenze ja eh nicht und wie man ja auch anhand der Fotos sehen kann, einige Schützen packen da inzwischen ja auch ganz ordentlich drauf. Und um diese großen Erhöhungen geht es mir auch, nicht um Erhöhungen von 4 oder 8mm. Ich habe aber auch nichts anderes behauptet. Bei 4mm sind es in der Tat nur ein paar Rasten, bei 60mm aber definitiv nicht mehr nur. Und kommt dann auch noch eine Tube oder ein anderer Korntunnel hinzu, dann kann es schon eng werden. ;)

    Wichtig für die Aussagekraft des Versuches ist auch, dass die Veränderungen auch wirklich immer um diese festen Beträge von z. Bsp. jeweils 20mm vorgenommen werden und diese nicht z. Bsp. schon durch unterschiedliche Klemmungen verfälscht werden. Bei manchen Herstellern entsprechen die Angaben auch nicht immer der Wirklichkeit. Und gerade im vorderen Bereich können da auch schon recht kleine Abweichungen von ein paar Millimetern recht große Abweichungen der Trefferlage nach sich ziehen, wie Du ja auch schon festgestellt hast. Ich hatte auch mal vor einem 100m Wettkampf den Korntunnel gewechselt, mir das aber nicht gemerkt, den Diopter dann auf 100m eingestellt (50 Rasten Hämmerli und ein bisschen seitlich wegen der Verkantung) und mich dann gewundert, dass ich nicht mal mehr auf der Scheibe lag. Habe auch erst gedacht, der Diopter ist hinüber. Dabei betrug der Höhenversatz zwischen den beiden Korntunneln nur ein paar Millimeter. Das gleiche gilt übrigens auch für Abweichungen, welche durch diese Tubes verursacht werden können.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

    Die Reaktionen hat man ja auch hier schon gesehen.

    Wo?

    Ich habe hier bisher noch von keiner moralischen Keule lesen können.

    Diejenigen, die annehmen, dass Du authentisch bist, haben Dir doch alle recht gute Ratschläge und Tipps gegeben, ohne zu moralisieren oder auf Gutmensch zu machen. Du hast sogar von einem echten Fachmann den Hinweis bekommen, dass da gar nichts passiert, wenn ansonsten mit Dir alles in Ordnung ist, Du die sonstigen Voraussetzungen erfüllst und einen Antrag stellst.

    Ich allerdings vermute, Du bist nicht authentisch und erzählst uns hier eine Märchengeschichte. Warum auch immer.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank