Du kannst bei deinem Abzug den Vorzug wegmachen. Dann hast du den Druckpunkt gleich vorne.
Vorteil: Du musst keinen Teil deiner Konzentration mehr darauf verwenden, den Druckpunkt zu halten (das geschieht unmerklich, macht aber trotzdem was aus), sondern kannst mit 100% (oder mit der maximal möglichen) Konzentration zielen; dadurch verreißt man die Schüsse weniger. Ich hab mich immer geärgert, wenn ich eigentlich in der Mitte angedrückt habe, aber es trotzdem kein 10er war. Mit Direktabzug kann man ziemlich gut vorraussagen, wo der Schuss landet.
Nachteil: Ist am Anfang gewöhnungsbedürftig, da eventuelles "Reinreißen" der Schüsse in den 10er-Bereich nicht mehr möglich ist.
Bei mir hats nen sofortigen Schub von ca. 10 Ringen bedeutet (!). Ich hab immer so Mitte 360 geschossen, Rekord 376. Dann hat der Jürgen Wallowsky, mein Waffenhändler und selbst Bundesligaschütze, mir geraten, umzustellen, was er persönlich gemacht hat. Erstes Training danach 350, weil ich mich daran gwöhnen musste (erste Serie 84, letzte 94); nächsten Trainingseinheiten: 384 und 382 (neuer Rekord!); heute war ich richtig schlecht und hatte immernoch 371; normalerweiße wären das auch unter 360 gewesen.
Probiers einfach mal aus, aber mit Vorsicht genießen, nicht jeder Schütze mag sowas.