Wenn die geringere Hornhautverkrümmung der Grund für das Zielen mit dem linken Auge ist, stellt sich die Frage, wie stark ist die Hornhautverkrümmung in Dioptrien auf dem rechten und dem linken Auge. Ist der Unterschied gravierend?
Nach meiner Erfahrung tun sich manche Augenärzte und manche Brillenoptiker schwer mit der Refraktion bezüglich des Astigmatismus. Ich habe in den lwetzten Monaten mehrere Mesungen durchführen lassen. Die Ergebnisse unterschieden sich sehr stark, was die Werte des Zylinders und der Achse berifft, durch welche die Hornhautverkrümmung kompensiert werden soll. Der Zylinder wurde für das rechte -das zielende Auge - mit Werten zwischen 1,00 und 1,75 dt gemessen, die Achse mit Werten zwischen 9 und 176 Grad. Nach weiteren Messungen bin ich schließlich bei dem Zylinder von 1,00 dt und der Achse von 15 Grad gelandet. (Bei einer üblichen Schießbrille kann man die Achse korrigieren, indem man die Brillenglasfassung lockert und das Glas in kleinen Schritten in der Fassung dreht. Bei einer Lesebrille z.B. geht es nicht.)
Was die Anpassung des Griffwinkels an die Kreuzdominanz angeht, sollte der Anschlag des Pistolenschützen (offen oder steil) unbedingt berücksichtigt werden. Die Griffe aus dem Regal (z.B. 7 Grad Schränkung bei Formgriffen von Thomas Rink) können das nur im geringem Ausmaß berücksichtigen. Insofern wäre die Anpassung eines vorhandenen Griffes die naheliegendste Lösung. Man muß nur Wissen, an welchen Stellen man Material hinzufügen und an welchen Stellen man Material wegnehmen muß. Learning by Doing geht, aber Beratung von erfahrenen Schützenkameraden hillft dabei sehr.