Beiträge von Hans48

    Wenn die geringere Hornhautverkrümmung der Grund für das Zielen mit dem linken Auge ist, stellt sich die Frage, wie stark ist die Hornhautverkrümmung in Dioptrien auf dem rechten und dem linken Auge. Ist der Unterschied gravierend?

    Nach meiner Erfahrung tun sich manche Augenärzte und manche Brillenoptiker schwer mit der Refraktion bezüglich des Astigmatismus. Ich habe in den lwetzten Monaten mehrere Mesungen durchführen lassen. Die Ergebnisse unterschieden sich sehr stark, was die Werte des Zylinders und der Achse berifft, durch welche die Hornhautverkrümmung kompensiert werden soll. Der Zylinder wurde für das rechte -das zielende Auge - mit Werten zwischen 1,00 und 1,75 dt gemessen, die Achse mit Werten zwischen 9 und 176 Grad. Nach weiteren Messungen bin ich schließlich bei dem Zylinder von 1,00 dt und der Achse von 15 Grad gelandet. (Bei einer üblichen Schießbrille kann man die Achse korrigieren, indem man die Brillenglasfassung lockert und das Glas in kleinen Schritten in der Fassung dreht. Bei einer Lesebrille z.B. geht es nicht.)

    Was die Anpassung des Griffwinkels an die Kreuzdominanz angeht, sollte der Anschlag des Pistolenschützen (offen oder steil) unbedingt berücksichtigt werden. Die Griffe aus dem Regal (z.B. 7 Grad Schränkung bei Formgriffen von Thomas Rink) können das nur im geringem Ausmaß berücksichtigen. Insofern wäre die Anpassung eines vorhandenen Griffes die naheliegendste Lösung. Man muß nur Wissen, an welchen Stellen man Material hinzufügen und an welchen Stellen man Material wegnehmen muß. Learning by Doing geht, aber Beratung von erfahrenen Schützenkameraden hillft dabei sehr.

    Ich vermute, daß die große Streuung in den Schußbildern auf eine mangelnde Handruhe bzw. schwache Kondition des Schützen hindeuten. Deshalb würde ich ein allgemeines Konditionstraining unter besonderen Brücksichtigung der Schulter- und Armmuskulatur empfehlen. Schwimmen wäre sehr nützlich. Es hilft auch die Atemkontrolle und das Atemvolumen zu verbessern. Ein gelegenheitliches Haltetraining kann nicht schaden, aber es ist auf die Dauer zu einseitig.

    Selbstverständlich ist auch das Trockentraining von Nutzen Dabei sollte der komplette Bewegungsablauf einschließlich des Abziehens trainiert werden: zunächst in Richtung auf eine weiße Wand, später auf eine Schießscheibe. Das Trockentraining sollte möglichst täglich erfolgen. Es genügen dabei jeweils 10-15 Minuten.

    Ich kenne die Überlegungen nicht, die zu den Mindestabzugsgewichten für Pistolen im Rahmen der internationalen und nationalen Sportordungen geführt haben.

    Ich kann mir aber vorstellen, daß die Sicherheit auf dem Schießstand dabei eine Rolle gespielt haben könnte. Die bei Wettkämpfen - insbesonder Zentralfeuerpistole - eingesetzten Pistolen und Revolver waren ursprünglich Modifikationen von Gebrauchswaffen (Colt, S&W, Nagant, SIG, Benelli) für den militärischen oder polizeilichen Gebrauch. Solche Waffen haben auch aktuell einen sehr hohen Abzugswiederstand, der deutlich über 1,5 kg liegt. Für sportiliche Wettkämpfe wurden die Waffen seinerzeit in der Regel von Mechanikern modifiziert bzw. getunt. Das Mindestabzugsgewicht - sowie die sonstigen Vorgaben bezüglich der Maße und Gewichte - hatten höchstwahrscheinlich das Ziel, dem Tunen vernünftige Grenzen zu setzen.

    Welche Bedeutung ein Mindestabzugsgewicht für die Sicherheit spielt, läßt sich gerade bei der Freien Pistole nachvollziehen. Bei mechanischen Konstruktionen mit mehrfachen Stecherübersetztzungen genügt bisweilen ein abruptes Absetzen der Pistole, um ein Schuß auszulösen. Diesen Effekt kann man ebenso mit Luftpistolen erzielen, wenn man das Abzugsgewicht deutlich unter die 500 g reduziert. Bei Selbstladepistolen kann ein zu geringes Abzugsgewicht u.U. zu einem Feuerstoß führen.

    Ich besitze eine Walther LP400 mit dem Abzug in der zuletzt gefertigten Version. Es gab insgesamt drei Versionen des Abzugsmechanik. Ich kann über ein schwankendes Abzugsgewicht nicht berichten. Die Abzugsmechanik der Walther LP500 unterscheidet sich nur geringfügig von derjenigen der Walther LP400.

    Die Abzüge der Walther LP400 und der Walther LP500 sind nicht der Weisheit letzter Schluß. Die Abzugsmechanik der Hämmerli AP 40 Balance sowie der Walther LP300 XT sind nach m.E. besser. Besonders ungünstig ist die vergleichsweise lange Abzugsstange der Walther LP400 und der LP500, wobei der Drehpunkt der Abzugsstange je nach Einstellung sehr weit von dem Abzugszüngel entfernt liegen kann. Günstig wäre es für ein direktes, trockenes Abzugsgefühl, wenn der Drehpunkt der Abzugsstange in der Nähe des Abzugszüngels liegen würde.

    Das LIQUI MOLY M47 Langzeitfett würde ich auch nehmen. Es enthält als Festschmierstoff das Molybdändisulfid. Die Beschreibung auf der Homepage von LIQUI MOLY paßt zu dem hier beabsichtigten Einsatzzweck. Der Preis 6,49 für 100 Gramm ist in Ordnung.

    Nicht jedes Schmierfett, das Molybdändisulfid enthält, paßt zu dem beschriebenen Einsatzzweck. Zusätzliche Additive (Graphit, Keramikpartikel) und eine allzu ölige Konsistenz könnten hier kontraproduktiv sein.

    Ein Griff aus dem 3D-Drucker ist ein gute Alternative.

    Der originale Griff muß u.U. gar nicht verunstaltet werden, denn das Modell für den 3D-Drucker kann mittels einer Silikon-Griffpaste geformt werden, die sich leicht vom Griff wieder ablösen läßt.

    Dieses Verfahren eingnet sich besonders für Griffschalen von Sportpistolen. Der 3D-Drucker kann neben der äußeren auch die innere Form der Griffschalen sehr gut kopieren. Bei LP- und einteiligen SP-Griffen müßte der betreffende Griff dazu in der Mitte durchgesägt werden.

    Woran erkennt der Schütze, daß der Pistolengriff paßt?

    Maßgriffe werden bislang nicht durchgehend nach Maß - ausgenommen Griffgröße und Länge der Handkantenauflage - gefertigt, sondern im Wesentlichen nach der Methode "Trial and Error" (Versuch und Irrtum). Es wird geschliffen und gespachtelt bis die Konturen des Griffes in die Hand passen und die Pistole im Anschlag ein gestrichenes Korn aufweist. Trotzdem kann der Griff am Ende zu ballig ausfallen.

    Besondere Schwierigkeiten treten bei Griffen für Sportpistolen mit dem Magazin im Griffrahmen (wie Hämmerli 208 und Feinwerkbau AW 93), aber auch bei Pistolen mit dem Magazin vor dem Abzug (wie Walther GSP und Pardini SP) auf. Die konstruktiven Gegebenheiten setzen der freien Griffgestaltung Grenzen auf.

    Als Schütze mit einer relativ großen Hand und relativ langen Fingern müßte ich bei Walther und Pardini auf eine der Länge nach passende Handkantenauflage verzichten. Der Zeigefinger würde gegen den Magainschacht drücken. Bei der Hämmerli und der Feinwerkbau müßte ich den Griff um den Rahmen bauen, um eine passende Länge (bzw. Dicke) des Griffes nach vorne zu erreichen. Wie könnte ich mittels einer 2k-Formmasse dieses Ziel erreichen? Zu beachten ist dabei, daß der Griff aus zwei Griffschalen besteht, die seitlich befestigt werden.

    Das ist ein Waffenfett, das auf dem Molybdänsufid basiert. Die Beschriftung der Dose weist darauf hin, wozu es geeignet ist: Schmierung von Abzügen, Verschlüssen und Zündungsmechanik. Molybdänsufid bildet auf Metallteilen eine Gitterstruktur und wird unter Druck nicht einfach weggeschert.

    Ich habe zwei LP aus dem Hause Carl Walther GmbH gekauft und habe mittels eier elektronischen Abzugswaage die Werkseinstellung der Abzüge überprüft. In beiden Fällen war die Einstellung in Ordnung: Vorzug etwas über 350 und Nachzug etwa knapp 200 Gramm. Ich hätte es selbst nicht anders eingestellt. Die Einstellung der Lage des Abzugszüngels sollte individuell erfolgen.

    Die Visierung (Kornbreite, Breite und Tiefe des Kimmeneinschnitts) sollte individuell angepaßt werden. Das hängt von der Länge des Armes und der Körperstellung im Anschlag ab. Wie das Zielbild aussehen sollte, dazu gibt es Unterlagen.

    Ich habe mir zu den LP's jeweis eine Ersatzkartusche dazugekauft. Der Grund war, daß ich häufig zu Wettkämpfen unterwegs gewesen bin und die Kartuschen nur im Verein auffüllen konnte. Später habe ich miir eine Preßluftflasche angeschafft, so daß eine zweite Kartusche eigentlich überflüssig wurde. Nach Ablauf der 10-jährigen Nutzungsdauer habe ich nur jeweis eine Kartusche ersetzt.

    Die führenden Hersteller (Feinwerkbau, Steyr) haben seit Langem die LP's mit zwei Kartuschen ausgeliefert. Walther hat seine Angebotpolitik in dieser Hinsicht mehrfach geändert. Bei der LP 500 ist eine zweite Kartusche eigentlich sinnvoll, da es sich um Kompaktkartuschen mit einem relativ geringen Volumen (Inhalt 140 Schuß gegen 180 Schuß bei der LP400) handelt.

    Eine Änderung der Achslage als Folge einer Änderunderung der Kopfhaltung dürfte m.E. nur im Zusammenhang mit einem Monokel auftreten. Bei einer Schießbrille kann dieser Effekt im Prinzip nicht auftreten, da das Glas im Bezug auf den Kopf fixiert ist.

    Die Schießbrillengläser dürften tatsächlich in der Regel rund sein. Dazu kommt, daß die Durchmesservarianten überschaubar sind. Vermutlich werden nur Gläser einer Sorte auf Lager sein. Trotzdem muß das Lager von der Anzahl der verfügbaren Gläser sehr groß sein. Wenn alle Abstufungen in 1/4 Dioptrien für jede Kombination von Sphäre von (z.B. - 3,0 dt bis +3,0 dt) und Zylinder (z.B. -3,0 dt bis +3,0 dt) vorgehalten werden. Die Lösung des Rätsels könnte sein, daß in der etwas längeren Kaffepause das Brillenglas mittels eines Automaten aus einem Rohling geschliffen wir. Das Vorhalten von Glasrohligen wäre dann kein derart großes logistisches Problem.

    Ich schätze, daß das Gun Grase LT2 von Abbey genau so gut für diese Schmierung geeignet ist. Es basiert auf dem Molybdänsulfid und hat genau die gleiche grau-schwarze Farbe wie das im Video gezeigte Produkt. Eine Dose kostet etwa 8,00 Euro. Ich verwende dieses Schmierfett seit Längerem schon für die Schmierung von Pistolen- und Revolverabzügen.

    Es überrascht mich, daß ein Optiker einen so großen Lagerbestand hat, der den individuellen optischen Anforderungen (Sphäre, Zylinder, Achse) und den möglichen Glassorten (Kunsstoff, Polycarbonat, Trivex jeweils mit Brechindex 1,5, Brechindex 1,6 usw.) Rechnung trägt. Sogar die größten Optikerketten bestellen die Rohlinge nach den individuell ermittelten Refraktionswerten und den Anforderungen des Kunden an das Glas. Deshalb gibt es Wartezeiten, auch wenn dei Rohlinge im Hause geschliffen werden.. Es kann aber sein, daß es sich hier um ein Glückstreffer handelte.

    Die Kompetenz von MM möchte ich jedoch keineswegs in Zweifel ziehen. Nicht alle Optikermeister verfügen über das zur Anfertigung von Schießbrillen benötigte Hintergrundwissen. Die Refraktion der Augen sollten aber grundsätzlich alle beherrschen.

    Ich habe als Pistolenschütze eine Knoblochschießbrille K1 und eine Pilotenbrille mit für das Pistolenschießen angepaßten Brillengläsern. Die Knoblochschießbrille verwende ich für das LP-Schießen. Sie verfügt über eine Blende für das nichtzielende Auge, die bei dem ca. einstündigen LP-Programm von Vorteil ist. Die Irisblende habe ich zwar ausprobiert. ich setze sie aber nicht immer ein. Die zweiglasige Pilotenbrille benutze ich für die 25 m- Disziplinen. Hier ist der Schutz der Augen von besonderer Bedeutung.

    Zuletzt habe ich mir wegen Veränderungen der Augenwerte ein neues Brillenglas für die Knoblochschießbrille anferigen lassen müssen. Die Gläser für die Pilotenbrille mußten danach ebenfalls neu gemacht werden. Bei dem Brillenglas für die S-Brille habe ich mit den Markierungen, welche der Optiker an dem Glas mit farbigen Stiften gamacht hat, die passenden Achswerte aus mehreren Messungen ermittelt. Der Vorteil der Schießbrille besteht darin, daß das Glas nach Lösungen der Glashalterschraube gedreht werden kann. So kann die Achse des Zylinders gegebenfalls angepaßt werden. Die Schützen sind im Hinblick auf die präzise Ermittlung der Zylinderwerte und Achswerte der Brillengläser angewiesen. Bei Lesebrillen spielen diesbezügliche kleine Differenzen keine so große Rolle. Der Augenoptiker sollte bei der Anfertigung eines Schießbrillenglases dazu geeignete Testbilder verwenden.

    Die Gewehrschützen benötigen eine Schiebrille, bei der die Lage des Schiebrillenhalters nach Höhe, Seite und Winkel einstellbar ist. Das Schießbrillenglas sollte nach Sphäre (Kurz- bzw. -Weitsichtigkeit) sowie Zylinder und Achse (Astigmatismus, Hornhautverkrümmung) vom Augenoptikker speziell an das Gewehrschießen angepaßt sein.

    Die Pistolenschützen sind in der Regel nicht ganz so anspruchsvoll. Sie halten den Kopf aufrecht und richten ihn geradeaus auf die Scheibe. Das bedeutet, daß für das Pistolenschießen in der Regel ein normales Brillengestell ausreicht. Nur wenn der Schütze eine Irisblende benötigt, ist eine Schießbrille angebracht, an dessen Gleáshalter die Irisblennde befestigt werden kann. Das Schießbrillenglas für das Pistolenschießen hat einen anderen Sphärenwert (größer) als dasjenige für das Gewehrschießen. Der Zylinder und die Achse sind gleich.

    Die Umrüstung eines Schießbrillengestells vom Gewehrschießen auf das Pistolenschießen ist zwar möglich, aber auf die Dauer zeitraubend, besonders wenn man es sehr genau haben will.

    Bei dem Kauf einer Neuware (LG oder LP) haftet zwar der Verkäufer unmittelbar für die Mängel innerhalb der zweijährigen Frist. Letzendlich steht aber der Hersteller für die Mängel ein. Der Händler kann die Ware an den Hersteller zur Beseitigung des Mangels einsenden oder es dem Käufer überlassen, sich direkt an den Hersteller zu wenden.

    Ich habe den Händler beim ersten Kauf gefragt, was ihm lieber ist. Es war ihm egal. Beim zweiten Kauf habe ich mich direkt an die Carl Walther GmbH gewandt. Der Ablauf zur Beseitigung des Mangels war einfach und zügig: Reparaturschein von der Homepage des Herstellers herunterladen und ausgefüllt einschicken.

    Mir wäre es nicht recht, wenn der Händler selbst an der LP herumbasteln würde.

    Hallo Pistoletti,

    die Silikonpaste kann m.E. bei der Modellierung von Pistolengriffen eine wichtige Rolle spielen. Ich selbst werde sie bei meinem nächsten Vorhaben dazu einsetzen, mir ein Bild über den notwendigen Materialauftrag an dem vorhandenen Griff zu erarbeiten. Gleich mit dem Auftragen des Epoxidharzes zu beginnen, scheint mir nach den bisherigen Erfahrungen aus Gründen der Prozeßökonomie nicht sinnvoll.

    Für die endgültige Modifikation des Griffes würde ich das Epoxidharz dem Polyesterharz vorziehen. Das Epoxidharz ist härter, es haftet besser, es schrumpft nicht so stark wie ein Polyesterharz und es enthält keine giftigen Lösungsmittel.

    Die Frage, vor der ich stehe, lautet, wie gestalte ich den Übergang vom Modell zum Endprodukt. Die Beauftragung einer Kopie des Modells scheint mir inzwischen als zu kostspielig. Möglicherweise würden Fotographien und Zeichnungen des Griffmodells weiterhelfen.

    (Aus dem Bild Deines LP-Griffes mit dem Auftrag einer Silikonpaste geht hervor, daß der relativ geringe Auftrag im Bereich des Handballens erfolgt ist. In diesem Bereich (Rundungen, weiches Handgewebe) werden keine starken Kräfte wirksam.)

    Ich will nicht leugnen, daß man mit einem Griff große sportliche Leistungen erzielen kann, der mit einer Silikon-Griffpaste individualisiert worden ist. Ein großer Vorteil dieses Materials besteht darin, daß sich die Silikonpaste leicht entfernen läßt, ohne den originalen Griff zu verunstalten.

    Andererseits verfügen Epoxidharze sowie Polyesterharze über eine größere Härte und Haftfähigkkeit als Silikonpasten, was sie für die Ausformung von Holzgriffen prädestiniert.

    Auf den Verpackungen wird darauf hingewiesen, beim Mischen der Komponenten zum Gesundheitsschutz Handschuhe zu tragen. Beim Ausformen von Epoxidharzen genügt es die Hände mit Wasser anzufeuchten. Bei Polyesterharzen ist durchweg wegen der von Lösungsmitteln verursachten Dämpfe zusätzlich auf eine gute Lüftung zu achten. Nach der Aushärtung sind Epoxidharze sowie Polyesterharze gesundheitlich unbedenklich.

    (Es gibt tatsächlich auch Silikonharze. Die in der Zahnmedizin und der Orthopädietechnik verwendeten Silikone gehören jedoch nicht zu dieser Produktgruppe, sondern zu den Silikonkautschuk und-elastomeren.)

    Die Griffanpassung mit dem 2K-Silikon kann doch nur ein Provisorium sein. Letztendlich muß das Material durch ein Kunstharz ersetzt werden.

    Die Anpassung nach dem Verfahren - erst Material auftragen und dann die Hand darauf drücken, bis das Material aushärtet - wird nicht immer zu Erfolg führen. Ich habe es im Kleinen probiert. Das Material wird an Stellen weggedrückt, an denen es eigentlich Halt geben sollte. Ich vermute, daß das Vorgehen in kleinen Schritten eher Erfolg verspricht. Zuerst: Pistole in die Hand nehmen und fühlen, wo der Griff zu eng, zu schmall oder zu kurz ist. Dann: Etwas Material an den betreffenden Stellen auftragen und nach einiger Aushärtung entweder nochmals etwas Material auftragen oder etwas abschleifen. M.a.W.: Trial and Error. So läuft es bei der Anfertigung eines Griffmodells im Rahmen einer Maßanfertigung.

    Möglicherweise könnte ein Schuhmacher eine Abhilfe für die zu engen Schuhe bieten. Die meisten Schuhmacher, die Schuhe anfertigen können, verfügen über Werkzeuge zum Weiten von Schuhen. Diese Werkzeuge werden zum Weiten von normalen Schuhen genutzt, deren Obermaterial aus Leder besteht. Wieso soll es nicht auch bei entsprechenden Schießschuhen gehen?