Beiträge von Hans48

    Hallo Hansaxel!

    Die Argumente für die zweiglasige Schießbrille sind: zum Einen sollen beide Augen geschützt werden und zum Anderen ist der Abstand bei diesen Konstruktionen zwischen den Augen und den schützenden Gläsern geringer, so daß die Wahrscheinlichkeit für das Eindrigen von Schadkörpern kleiner als bei den einglasigen Schießbrillen ist. Die Schießbrillen Modell K5 von Knobloch und das Modell Dynamic von Müller-Mannching weisen beide diese oben genannten Eigenschaften auf.

    Daß in der Sportordnung des DSB kein genau spezifizierter Augenschutz vorgeschrieben ist, entbindet den Schützen nicht von der eigenverantwortlichen Pflicht, sich mit der Wirksamkeit des von ihm verwendeten Augenschutzes zu befassen.

    Das gilt auch für die Qualität des für die Schießbrille verwendeten Glases. Ich habe mit selbständigen Optikern über die Möglichkeit zum Einbau einer zertifizierten Glassorte (Polycarbonat, Trivex) gesprochen. Die meisten dieser Optiker sind mit diesen Glassorten nicht vertraut. Sie bauen gerne das altbewährte und günstigste Kunststoffglas ein. Das ist das Glas mit dem Brechungsindex 1,5, auch CR39 genannt. Es ist nicht wesentlich teurer als Mineralglas, das bei allen optischen Vorzügen für eine Schießbrille nicht in Frage kommen sollte. Das einfache Kunststoffglas bietet zwar einen gewissen Schutz für die Augen, bildet aber im Falle eines Glasbruches scharfe Kanten. Die modernen Kunstsoffgläser mit einem höheren Brechungsindex weisen diesen Nachteil nicht auf. Sie sind aber etwas teurer als das CR39-Glas.

    Das Polycarbonat wird für die bereits oben erwähnten Korrektionsbrillen im Arbeitsschutz angeboten. Es ist auch in den meisten einfachen Schutzbrillen verbaut. Mir ist allerdings bisher kein Optiker - selbstständig oder Optikerkette - bekannt, der diese Glassorte in Sportbrillen mit Korrektionswirkung einbaut. Da muß ich wohl weiter forschen.

    Ich verfüge übrigens auch über eine einglasige Schießbrille für das LP-Schießen, das Modell K1 von Knobloch. Für das SP-Schießen habe ich mir eine zweiglasige Brille von Seiko mit einem Vollrandrahmen aus Titan und Kunstsoffgläsern von Seiko mit dem Brechungsindex 1,6 angeschafft. Das ist aber im Hinblick auf die Schutzwirkung nicht der Weisheit letzter Schluß .

    FG Hans48

    Außer Knobloch bietet auch Müller-Manching recht einfache Seitenblenden für Schießbrillen an.

    https://www.mueller-manching.de/seitenblenden/

    Wenn der Schütze zu der zweiglasigen Schießbrille und den Seitenblenden noch eine Kappe oder Baseballmütze trägt (Ein breitkrempiger Hut - wie auf dem Bild oben - muß es nicht unbedingt sein.) dürfte ein Schutz der Augen vor herumfliegenden Hülen u.a. gegeben sein. Bei einer einglasigen Schießbrille wie z.B. der K1 von Knobloch würden die Seitenblennden und die Augenabdeckung für das nichtzielende Auge nur einen eingeschränkten Schutz bieten.

    Nach den bisher vorliegenden Berichten müßte eine Schießbrille wie die K5 von Knobloch mit den Seitenblenden den Vorgaben des DSB genügen. Die Schützen, die bereits über die entprechende Ausrüstung verfügen, sind vermutlich nicht daran interessiert, daß der DSB weitergehende Anforderungen über die Sportordnung aufstellt.

    Allerdings bei einem Einstieg in die Disziplin "Sportpisole" und der Neuanschaffung der Ausrüstung wäre eine Alternative in Betracht zu ziehen, die eine höhere Sicherheit der Augen vor herumfliegenden Hülsen, Geschoßsplittern und glühenden Pulverresten bietet. Zumal die Alternativen aus dem Arbeitsschutz bereits erprobt und wesentlich preiswerter sein können als die Nischenprodukte für Sportschützen. Es wäre nicht schlecht, wenn die Hersteller dieser Nischenprodukte und die einschlägigen Optiker sich zu einer diesbezüglichen Erweiterung ihres Angebots entscheiden würden.

    Die Ursache der Hülsenklemmer kann an der Munition oder an der Waffe liegen.

    Ich würde zuerst die Waffe gründlich reinigen und deren kritischen Stellen inspizieren, insbesondere den Lauf und den Verschlußkopf.

    Eine erste Arbeitshypothese wäre, daß im Übergang zwischen dem Patronenlager und den Zügen sich härtere Ablagerungen angesiedelt haben. Das können Abbrandreste des Pulvers oder Bleiabschürfungen sein. Für die Erste Stufe der Reinigung werden nach dem Eiölen üblicherweise Kupfer- oder Messingbürsten empfohlen. Ich würde Kunststoffbürsten oder noch besser VFG-Reinigungdochte mit eingelagerten Messingfasern bevorzugen. Die Läufe von KK-Pistolen sind innen nicht besonders hart und sollten deshalb schonend behandelt werden.

    Die Erfahrung mit den Hülsenklemmern habe ich auch vor langer Zeit gemacht. Ein Faktor konnte damals gewesen sein, daß die betreffende KK-Pistole nur wenig und in gößeren Zeitabständen benutzt wurde. Die Reiningung erfolgte zwar nach jedem Schießen, aber nur oberflächlich.

    Ein Test des ausgebauten Laufes kann mit einer leeren Patronenhülse durchgeführt werden. DIe Hülse müßte sich mit geringem Widerstand in das Patronenlager einführen und ausziehen lassen. Eine Hülse einer abgeschossenen KK-Patrone bietet schon einen gewissen Widerstand beim Einführen in das Patronenlager, denn die Hülsen bestehen aus einem weichen Material und fransen beim Schuß am Hülsenmund ein wenig aus. Dies variiert aber nach den Fabrikaten.

    Bei der Munition könnte das Alter eine Rolle spielen. Die aufgebrachte Fettschicht wird mit der Zeit härter. Außerdem kann es zu einer Oxidierung des Bleis unmittelbar an der Hülse kommen, wo das Blei nicht von einer schützenden Fettschicht umgeben ist. Die Oxidierung führt aber eher zu Problemen bei der Zuführung in das Patronenlager als beim Ausziehen.

    Danke für die Anregung! Sie bringt mich dazu, noch etwas hinzuzufügen.

    Die für Sportschützen angebotenen zweiglasigen Schießbrillen (z.B. Knobloch Modell K5) sind unter dem Gesichtspunkt der Schutzwirkung nicht der Weisheit letzter Schluß, insbesondere was die dazu angebotenen Abdeckungen betrifft. Die Abdeckungen sitzen locker und ihr Abstand zu den Augebrauen sowie den Wangenknochen ist zu groß.

    Für Zwecke des Arbeitsschutzes werden u.a. Vollrandbrillen aus Metall mit Federscharnieren, verstellbaren Nasenauflagen und austauschbaren Bügeln als Korrektionsbrillen angeboten, für die es jeweils einen zugehörigen transparenten Seitenschutz gibt. Ein guter Seitenschutz zeichnet sich durch einen passgenauen und festen Sitz aus, d.h. der Abstand zwischen dem Seitenschutz und den Augenbrauen sowie den Wangenknochen ist sehr gering. Dadurch wird ein optimaler Schutz erreicht. Sofern diese Korrektionsschutzbrillen im Gefahrenbereich eingesetzt werden, müssen sie der diesbzüglichen europäischen Norm, der EN 166, genügen, welche die Anforderungen an den persönlichen Augenschutz im Allgemeinen beschreibt.

    Um anschauliche Beispiele für Korrektionsbrillen aus dem Arbeitsschutz zu geben, füge ich die folgenden Links hinzu:

    https:/http://www.3M Safety Division Arbeitsschutz. Korrektionsschutzbrillen. Original. 3M Qualität. Mit Sicherheit. besser sehen. Korrektionsschutzbrillen.pdf

    https://www.forsec.de/de/metallschut…n/A208flex.html

    Das Prospekt über die Korrektionsschutzbrillen von 3M stammt aus dem Jahre 2010. Eine aktuelle Version konnte ich nicht so schnell finden.

    Ich nehme an, daß diese allgemeinen Informationen der technischen Kommission des DSB vorliegen.

    Mit einer reinen Schutzbrille aus dem Bereich des Arbeitsschutzes oder des Militärs ist Pistolenschützen nicht gedient, die optische Gläser mit einer korrigierenden Wirkung bezüglich ihrer Augenanomalien (Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Astigmatismus) benötigen.

    Zwar gibt es Schutzbrillen, die mit einem mit Korrektionsgläsern versehenen Einsatz kombiniert werden können. Diese Kombination ist aber mit optischen Nachteilen verbunden. Dazu gehört die geringere Lichtdurchlässigkeit und die Möglichkeit von visuellen Verzerrungen. Diese Kriterien sind für Schießbrillen mit Korrektionsgläsern von entscheidender Bedeutung.

    Aus der Sicht des Pistolenschützen ist eine mit Korrektionsgläsern bestückte Schießbrille, die zudem über die Augen schützende Eigenschaften verfügt, vorteilhafter. Eine unter Luftpistolenschützen weit verbreitete einglasige Schießbrille - wie Z.B. das Modell K1 von Knobloch - ist für Sportpistolenschützen unter dem Sicherheitsaspekt nicht geeignet. Vorteilhafter ist hier eine zweiglasige Brille mit einem stabilen Rahmen, an den seitlich schützende Abdeckungen angebracht werden können - wie z.B. bei dem Modell K5 von Knobloch. Ein Vorteil solcher Brillen besteht darin, daß die Gläser einen relativ geringen Abstand zu den Augen erlauben. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass es solche Brillen - insbesondere die mit einem Doppelsteg - mit großen Glashöhen und Glasbreiten gibt. Dadurch wird die Schutzwirkung verbessert. Ein Nachteil einer solchen Schießbrille könnte darin gesehen werden, daß sie auf eine geraden nach vorne gerichteten Blick hin konstruiert sind und damit nicht über die diesbezügliche Variabilität der einglasigen Schießbrillen verfügen. Ich habe aber beobachtet, dass die meisten Pistolenschützen - anders als viele Gewehrschützen - im Anschlag mit dem Gesicht direkt zur Scheibe ausgerichtet sind.

    Für die Schutzwirkung der Schießbrille ist neben der Stabilität des Rahmens und der setlichen Blenden auch die Schlagfestigkkeit und die Bruchsicherheit des optischen Glases von großer Bedeutung. Aus diesem Grunde ist Mineralglas für Schießbrillen nicht zu empfehlen. Wenn es splittert, bilden sich scharfe Kanten, die zu einer Verletzung führen können. Auch das älteste Kunststoffglas, das CR39, ist unter diesem Gesichtspunkt keine sehr gute Wahl. Ein sehr gutes Brillenglas sowohl nach optischen als auch Sicherheitskriterien wäre Trivex. Es erfüllt die hohen Sicherheitsanforderungen des American Standards Institute (ANSI). Leider gibt es sehr wenige Optiker, die mit diesem Material arbeiten. Eher wird man einen Optiker finden, der mit Polycarbonat vertraut ist. Polycarbonat wird in vielen Sicherheitsbrillen verbaut. Es erfüllt die Anforderung des ANSI. Die optischen Eigenschaften (Abbe Zahl) sind aber eher mittelmäßig.

    Ich habe sowohl in meine einglasige als auch in die zweiglasige Schießbrille moderne Kunststoffgläser mit dem Brechungsindex 1,6 einbauen lassen. Die optischen Eigenschaften dieses Glases sind hervorragend. Unter dem Sicherheitsaspekt läßt sich nur sagen, dass das Glas bei einem Bruch keine scharfe Kanten bildet.

    Ich war mit dem Seriengriff meiner Walther LP400 compact sehr unzufrieden. Nach einem Wettkampf hatte ich die Gelegenheit eine Steyr LP10 mit einem Standardgriff von Rink in die Hand zu nehmen. Der Griff hatte die richtgen Parameter (L,R,b,0,d) und passte mir sehr gut. Leider habe ich nicht den entsprechenden Griff für die Walther LP400 bestellt, sondern mich für einen Maßgriff entschieden. Der Mehrpreis gegenüber dem Standardgriff war damals relativ gering.

    Das Ergebnis war ernüchternd. Der zugesandte Grif hatte nicht die Form, die das in der Werkstatt angefertigte Modell hatte. Während ich in der Werkstatt die LP lange bequem im Anschlag halten konnte, konnte ich den Maßgriff nur kurz ohne Schmerzen im Anschlag halten. Ich mußte viel Kraft aufwenden, um den ganzflächigen Kontakt der Hand mit der Oberfläche des Griffes beizubehalten. Eine Nachbesserung brachte eine geringfügige Erleichterung. Nachdem der sehr schön gemaserte Griff durch den Spachtel bereits verunstaltet war, habe ich mich zu einer weiteren Bearbeitung durchgerungen. Inzwischen komme ich mit dem Griff sehr gut zurecht. Hier sind die Bilder der LP vor und nach den Änderungen. Die dunkle Epoxitpaste ist von Herrn Rink aufgetragen worden, die hellere von mir selbst.

    Der Maßgriff paßte von vornherein an den Stellen, an denen tatsächlich Maß genommen wurde: Größe der Hand, Länge der Handkantenauflage und Länge der oberen Auflage. Ich vermute, daß sich bei der Digitalisierung des Modells oder beim maschinellen Kopieren Abweichungen eingeschlichen haben.

    Schießbrillengläser sollen dem Pistolenschützen helfen mit entspannten Auge die Visierung scharf zu sehen. Die Zielscheibe darf dagegen als leicht verschwommen wahrgenommen werden. Dadurch wird das Ergebnis des Schießens nur unwesetlich beeinflußt.

    Das Auge ist entspannt, wenn der Mensch in die Ferne blickt. Um weit enfernte Objekte mit entspannten Augen scharf wahrzunehmen, benötigen kurzsichtige und weitsichtige Menschen Brillen mit die entsprechenden Sehschwächen korrigierenden Gläsern: die Kursichtigen mit negativen Sphärenwerten, die Weitsichtigen mit positiven Sphärenwerten. Den Ausgangspunkt für Stärke eines Schießbrillenglases bildet ein Dioptrienzuschlag zu dem Sphärenwert für die Fernsicht. Das Brillenglas in der Stärke der Sphäre in Höhe der Summe aus Sphäre bei Fernsicht plus Zuschlag bewirkt, dass der Pistolenschütze das Korn scharf sehen kann. Nun ist die Entfernung des Korns vom Auge unterschiedlich. Sie ist vom Anschlag des Schützen, von der Länge des Armes und von der Waffe abhängig.

    Der Zuschlag in einer der folgenden in Betracht kommenden Dioptrienstärke bewirkt, dass das Korn auf die entsprechnde Entfernung entspannt fixiert werden kann:

    +1,25 Dioptrien entspricht 0,8 m

    +1,00 Dioptrien entspricht 1,0 m

    +0,75 Dioptrien entspricht 1,33 m

    +0,50 Dioptrien entspricht 2,0 m

    +0,25 Dioptrien entspricht 4,0 m

    Die theoretisch optimale Stärke des Schießbrillenglases wird berechnet, in dem der Dioptrienzuschlag zu dem Sphärenwert bei Fernsicht addiert wird. Dadurch wird die Korrekturstärke des Brillenglases bei Weitsichtigen erhöht, bei Kurzsichtigen dagegen vermindert.

    Die Zuschlagswerte bilden den Ausgangspunkt für die Ermittlung der für den Schützen als optimal empfunndenen Stärke des Brillenglases. Sie wird am besten auf dem Schießstand bzw. unter vergleichbaren Raumverhältnissen durch einen Vergleich der vom Optiker zur Verfügung gestellten Brillengläser in den verschieden berechneten Stärken ermittelt. Der Schütze muß selbst den für ihn optimalen Kompromiß zwischen der Schärfe der Wahrnehmung der Visierung und der Zielscheibe aussuchen. Meistens wird ein Brillenglas in der Stärke gewählt, bei welcher der Bereich des scharfen Sehens etwas vor dem Korn in Richtung Scheibe liegt.

    Natürlich sollte man den Augenarzt zuerst aufsuchen, wenn Sehstörungen vorliegen.

    Einen Augenarzt in der Nähe zu finden, der zudem aktiver Sportschütze ist, dürfte aber nicht leicht sein. Ich war jahrelang Patient eines Augenarztes, von dem ich erst nach seinem Eintritt in den Ruhestand zufällig erfahren habe, daß er aktiver Sportschütze ist.

    Der Augenarzt kann selbstverständlich auch die Augenwerte bestimmen. Es geht in der Regel sehr schnell, da es nicht seine Hauptaufgabe ist.

    Der Optiker überprüft die Werte des Augenarztes schon aus eigenem Interesse, weil der Kunde die Brille bzw. die Gläser im Falle von Mängeln nicht annehmen muß. Der Optiker nimmt sich deshalb mehr Zeit für die genaue Bestimmung der Augen- und Brillenglaswerte.

    Eine Brillenverordnung enthält für das linke und das rechte Auge jeweils drei Werte bezogen auf die Fernsicht und eventuell auf die Nahsicht: Sphäre in Dioptrien (plus oder minus), Cylinder in Dioptrien (plus oder minus) und Achse in Winkelgraden. Die Werte der Sphäre unterscheiden sich bei der Fernsicht und der Nahsicht. Die Werte des Cylinders und der Achse sind davon unabhängig. Diese beiden Werte beschreiben das Ausmaß und die Ausrichtung der Hornhautverkrümmung. Das bedeutet das der oben erwähnte Dioptrien-Zuschlag bei einem Schießbrillenglas für Pistolenschützen nur auf den Wert der Sphäre erfolgt.

    Der Besuch beim Optiker sollte möglichst am Vormittag erfolgen. Die Augen sollten bei der Vermessung der Augenwerte und Anpassung des Schießbrillenglases an die Bedürfnisse des Pistolenschützen ausgeruht sein.

    Eine unzulängliche Korrektur des Astigmatismus bei einer Schießbrille macht sich z.B. daran bemerkbar, dass der schwarze Scheibenspiegel nicht kreisrund erscheint, sondern oval. Die Visierung erscheint an einigen Stellen unscharf oder schief zu sein. Eine Überprüfung des Glases kann zu Hause anhand von Testbildern erfolgen. Bei einer Schießbrille läßt sich das Glas in der Halterung nach dem Lösen einer Schraube drehen. Damit kann ein falscher Wert für die Achse selbst korrigiert werden.

    Die primäre Aufgabe des Augenarztes besteht in der Diagnose und Therapie von Erkrankungen der Augen.

    Für die Anpassung einer die Augenanomalien korrigierenden Brille ist der Augenoptiker der geeignete Fachmann. Dies gilt sowohl für Lese-, Fernsicht und Gleitsichtbrillen, aber auch für Schießbrillen. Durch eine Brille können eine Kurzsichtigkeit, eine Weitsichtigkeit und ein Astigmatismus kompensiert werden.

    Der Astigmatismus ist wird durch eine ungleichmäßige Krümmung der Hornhaut verursacht. Sie verändert sich in jungen Jahren. Bei Erwachsenen sind die Veränderungn im Laufe der Lebensjahre sehr gering. Eine Veränderung Hornhautkrümmung durch Ermüdung des Auges während eines Tages ist im Prinzip ausgeschlossen.

    Wenn jemand eine Veränderung des Sehbildes in relativ kurzer Zeitspanne wahrnimmt, so liegt es höchstwahrscheinlich an einer schlecht angepassten Brille. Das Auge kann zwar in begrenztem Ausmaß Sehschwächen kompensieren. Es kann auch die Mängel der Brille kurzzeitig ausgleichen. Es ermüdet aber dadurch sehr schnell. Die trifft insbesondere beim Sportschießen zu, bei dem der gleiche Ablauf bis zu 60 mal und mehr wiederholt wird.

    Um einen so langen Wettkampf gut zu bestehen, sollten die Augen möglichst wenig angestrengt werden. Die geringste Belastung der Augen erfolgt bei der Sicht auf weit entfernte Objekte. Das Problem beim Pistolenschießen besteht darin, dass der Schütze sowohl die Visierung als auch die Scheibe scharf sehen möchte. Das ist im Prinzip nicht möglich. Es muß ein Kompomiß gefunden werden. Es gibt in der Praxix zumndest zwei Faustformeln. Bei der ersten Faustformel wird das Glas für das zielende Auge auf das Korn eingestellt. Es erfolgt ein entsprechender Dioptrien-Zuschlag in Bezug auf das Brillenglas für die Fernsicht, so dass das zielende Auge beim Fixieren der Visierung entspannt ist. Bei der zweiten Fausformel wird für den Dioptrien-Zuschlag auf den Durchschnitt der Distanz zwischen Korn und Scheibe abgestellt. Welcher Zuschlag vom Schützen als angenehm empfunden wird, sollte am besten auf dem Schießstand bzw. ersatzweise in entsprechen großen Räumen des Optikers ermittelt werden. Der Dioptrien-Zuschlag liegt bei Pistolenschützen üblicherweise zwischen +1,0, +0,75 und +0,5 Dioptrien.

    Wenn auch bei gut angepasster Schießbrille die Akkomodation zwischen Visierung und Scheibe schwer fällt, kommt eine Irisblende in Betracht. Durch sie wird der Bereich vergrößert, in dem die Objekte als scharf wahrgenommen werden.

    Das nichtzielende Auge wird meistens durch eine Blende an der Schießbrille abgedeckt.

    Ich habe mehrere Brillen (Lese- , Comuter- Fernbrillen) bei verschiedenen Augenoptikern anfertigen lassen. Die Ergebnisse der Messungen - insbesondere was den Astigmatismus angeht - waren sehr unterschiedlich. Für die Schießbrille habe ich mir im Verlauf der letzten Zeit zwei Gläser anfertigen lassen. Zuletzt bei einem auch im Bereich der hiesigen Schützen tätigen Optiker. Davor bei einer sehr bekannten Optikerkette. Ich habe dazu meine LP mitgenommen. Die Optikerin hat in einem langen Korridor die Messungen vorgenommen. Das Glas war gelungen. Der Preis im Bezug auf die Glasqualität günstig.