Hallo No.limits,
ich habe eine Reihe von Veröffentlichungen über die Gestaltung von Pistolengriffen gesammelt, in Deutsch, Englisch und Russisch.
Das Problem der Reaktion der Handflächen auf äußere Einflüsse habe ich nicht erfunden. Es wird in einigen der Literaturquellen thematisiert.
Ich habe mir vor langer Zeit Maßschuhe und einen Maßanzug anfertigen lassen. Es war ein wenig Spinnerei dabei. Eigentlich habe ich es nicht gebraucht. Interessant dabei war die Vermessung der Füße bzw. des Körpers. Selbstverständlich wurde als eine Etappe im Prozeß ein Probeschuh bzw. vorläufig genähter Anzug angefertigt. Es ist schon ein großer Aufwand, der aber regelmäßig zum Erfolg führte. Ich habe mir vor langen Zeiten auch einen Anzug aus Maßkonfektion gegönnt. Dieses Verfahren hat mich überzeugt. Der Mehraufwand gegenüber der normalen Konfektion ist gering und der Erfolg garantiert.
Wenn ich meine Erfahrungen mit der Anfertigung von sogenannten Maßgriffen vergleiche, so habe ich den Eindruck, daß es hier relativ wenig Systematik gibt. Es wird wenig gemessen, aber viel probiert. Das Verfahren ist eine Art von "Trial and Error". Zielgerichteter wäre es meiner Ansicht nach, die Konfektionsgriffe - wie sie sie z.B. Thomas Rink anbietet - nacheinader zu probieren und an dem am besten passenden Griff Korrekturen vorzunehmen. Das wäre ein Verfahren, wie es die Maßkonfektionäre im Textilgeschäft anwenden.
Den Weltrekord und die Pistole von T.D. Smith von 1963 habe ich nur als Anektote erwähnt. Er muß eine sehr willensstarke Persönlichkeit gewesen sein, als Luftwaffenpilot und als Schütze der Nationalmannschaft. Die Präzisionsserien soll er in einem Zug ohne abzusetzen geschossen haben.
MfG Hans