Beiträge von Hans48

    Die S&W M952 wäre auch mein Favorit in 9 mm Luger, die S&W M845 in .45 ACP.

    Frage: Ist das bei diesen Sportpistolen verwendete Briley-Bushing eine Schwachstelle?

    Im DWJ Extra 8 von 2007 wird über ein Festfressen des Innenrings im Bushing einer S&W M5906 Target Champion im Test berichtet.

    Wenn das Blei der Geschosse oxidiert ist, würde ich diese Patronen nicht verwenden.

    Dadurch würden die Patronen nur mit Druck in das Patronenlager einzuführen sein, so daß eine störungsfreie Selbstladefunktion nicht gesichert wäre.

    Außerden dürfte die Oxidierung der Laufoberfläche nicht zuträglich sein.

    Ich habe diese Erfahrung mit älteren KK-Patronen gemacht. Das Geschoßblei konnte aber von einem Schwarzpulverschützen eingeschmolzen und zu neuen Geschössen gegossen werden (sozusagen Recycling).

    Es gibt aber auch ältere Patronen, die bei guter Lagerung nach langer Zeit noch zu gebrauchen sind.

    Der Katalog 2004/2005 von Frankonia führt für Eley als reine Pistolenpatronen die Standard Pistol zu 3,30 Euro pro 50 Stück, die Pistol X-tra zu 4,60 Euro und die Pistol Match EPS zu 8,90 Euro an. Als Universalpatronen werden die Club X-tra zu 4,30 Euro und die Ultimate Tenex EPS zu 14,30 Euro genannt. Die übrigen Patronen von Eley sind für KK-Büchsen bestimmt.

    Die Eley LR Pistol dürfte in den Jahren davor angeboten worden und entspricht meiner Einschätzung nach der Eley Standard Pistol.

    Die Eley Standard Pistol kostete 2004/2005 genau so viel wie die RWS Pistol Match.

    Die Qualität der vor so langer Zeit gefertigten Patronen dürfte sich aufgrund der oben genannten Aspekte zumindest geringfügig verschlechtern. Zum Training mit der Sportpistole müßte sie aufgrund das Erhaltungszustands und der vorliegenden Testergebnisse allemal reichen.

    Ich nehme an, daß das Problem mit dem Schlittenfangstück und der Schlittenfangstückfeder zusammenhängt.

    Als Erstes würde ich die Griffschalen abnehmen und die Gängigket des Schlittenfangstücks mit und ohne Magazin überprüfen.

    Dann würde ich die überprüfen, ob die linke Griffschale die Funktion des Schlittenfangstücks behindert.

    Vermutlich wird das Schlittenfangstück gegen die Schlittenfangstückfeder nach oben gedrückt, jedoch nicht - wie vorgesehen - durch den Zubringerknopf am Magazin, sondern durch eine andere Kraft, die möglicherweise über die linke Griffschale wirksam wird. Der Sitz der Griffschale und die Aussparung für das Schlittenfangstück an der Griffschale sollten daraufhin überprüft werden.

    Eine solche Munition von Eley habe ich in den 70-er Jahren verschossen, neben der Winchester X-Pert und der RWS Standard. Sie hat mit diversen Pistolen (FN 150, Hämmerli 208, Hi Standard Citation und Walther GSP) eingespannt sehr gute Ergebnisse geliefert. Damals gab es kaum etwas besseres. Diese Munition ist in der Qualität sicherlich nicht mit der heutigen Eley Tenex zu vergleichen.

    Das Wachs ist inzwischen vermutlich härter als noch vor Jahrzehnten der Herstellung. Wenn das Bleigeschoß nicht oxydiert ist, kann man die alte Munition ohne Weiteres im Training mit Pistolen verschießen. Wenn die Geschosse an manchen Stellen oxydiert sind, führt das Oxid meiner Erfahrung nach zu Zuführungsstörungen. Außerdem dürfte das Bleioxid dem Lauf der Pistole nicht zuträglich sein.

    Was ist mit den Preßluftkartuschen? Sind sie auch durch das Öl verseucht und damit schadhaft?

    Wenn die Reparatur der schadhaften Kartuschen im Kostenvoranschlag inbegriffen ist, dann ist der Preis m.E. nach gerechtfertigt.

    Der Austausch der Dichtungen, die Überprüfung der Dichtigkeit und die Neujustierung der V0 hat bei meiner LP im Februar 2022 genau 120,89 Euro gekostet.

    Die zwei Händler, bei denen ich meine LP`s gekauft habe, haben es mir überlassen, ob ich die LP zu ihnen bringe oder direkt an den Hersteller schicke, um die LP im Rahmen der Sachmängelhaftug reparieren zu lassen. Ich habe mich entschieden, mich direkt an den Hersteller zu wenden.

    Ob ein jeder Waffenhändler eine Reparatur in der Qualität und in der Zeit wie der Hersteller des Produktes durchführen kann, wage ich zu bezweifeln. Händler führen Produkte vieler Hersteller und können nicht für jedes der Produkte die Ersatzteile und das Fachwissen vorhalten.

    In den Fällen der Reparatur im Rahmen der Sachmängelhaftung sind mir keine Kosten entstanden. Die Reparatur ist in sehr kurzer Zeit erfolgt. (Allerdings braucht der Versand hin und zurück auch seine Zeit.)

    Bei Schäden, die nach dem Ablauf der auf zwei Jahre begrenzten kaufrechtlichen Sachmängelhaftung auftraten, habe ich mich jeweils direkt an den Hersteller gewandt. Die Kontaktaufnahme hat sich immer gelohnt. Denn nicht immer ist ein Reparaturauftrag wirtschaftlich sinnvoll. Gelegentlich ist die Information zur Mängelbehebung zielführender: z.B. Austausch einer Dichtung am Anschlußstück oder Schmierung des Kartuschengewindes.

    Möglicherweise ist der Service bei FWB etwas anders eingestellt als bei Walther.

    Wenn der Schaden an der LP innerhalb der zivilrechtlichen Mängelfrist (Rrechte des Käufers bei Mängeln) liegt, würde ich die LP an den Hersteller zur Mängelbeseitigung schicken. Den Umweg über den Händler würde ich mir sparen. Letztendlich steht der Herstelle für die Mängelbeseitigung ein.

    Ich habe bereits einige Erfahrungen mit Mängeln an der LP, innerhalb der gesetzlichen Frist und auch danach. Allerdings waren es LP`s von Walther. Der Ablauf erfolgte online über das Portal des Herstellers. Meine LP`s wurden mit DHL versandt.

    Der Reparaturauftrag kann auch bei FWB online heruntergeladen werden.

    https://www.feinwerkbau.de/de/Zubehoer/ReparaturauftragWaffe

    Ausfüllen, absenden und auf Antwort warten. Dann die LP (eventuell ohne Kartusche und Griff) einsenden und auf dir Rücksendung warten.

    Das Kowa TS-9 mit der Vergrößerung 11-33* und dem Objektivdurchmesser 50 mm ist ein sehr gutes Spektiv für die Scheibenbeobachtung auf 25 und gelegentlich auf 50 m. Ich habe mit diesem Spektiv gute Erfahrungen gemacht, sowohl mit dem Schrägeinblick als auch dem Geradeeinblick. Die Qualitätsmerkmale sind: Korpus aus Aluminium, Linsen ujnd Prismen aus geschliffenem Mineralglas, Made in Japan.

    Ein Risiko beim Kauf eines gebrauchten Spektivs besteht darin, daß die Optik durch einen Sturz dejustiert sein könnte. Diese leidvolle Erfahrung habe ich bereits gemacht. Das läßt sich auch als Laie einfach überprüfen: in das Spektiv vom Objektiv her hineinsehen. Am anderen Ende muß die Austrittspupille rund und klar umrissen erscheinen. Außerdem sollten innen keine reflektierten Lichtstrahlen sichtbar sein, die auf einen Fehler im Strahlengang hindeuten würden.

    Für den vorwiegenden Einsatz auf 50 und 100 m ist das Kowa TS-9 nicht geeignet, Dann sollte der Objektivdurchmesser mindestens 80 mm betragen und die Vergrößerung zwischen mindestens 40* und 80* liegen. Ich habe ein altes Lisenfeld 40*80, das ich beim KK-Schießen auf 25 und 50 m gebraucht habe. Das Bild ist hell und die Auflösung fein genug, um die kleinen Einschußlöcher zu lokalisieren. Für 100 m wäre die Vergrößerung zu gering. Um die Aussage zu verdeutlichen: es wäre als ob man auf eine Entferung von 2,5 m (= 100 m : 40*) ohne Glas die Einschußlöcher im Schwarzen zu lokalisieren versuchte. Bei einer Vergrößereung von 80* würde der vergleichbare Abstand zur Scheibe nur 1,25 m betragen. Das wäre dann ausreichend.

    Mir ist leider ein Kommafehler im 2. Absatz 7.Zeile unterlaufen. Statt 20 mm muß es 2,0 mm Austrittspupillendurchmesser heißen.

    Noch einen Aspekt im Hinblick auf die Eignung des Spektivs für Brillenträger möchte ich bei dieser Gelegenheit hinzufügen: die Augenmuschel am Okular.

    Wenn sie verstellbar ist, kann sie von Brillenträgern eingeschoben werden, so daß der Brillenträger das volle Sichtfeld, welches das Spektiv bietet, erfassen kann. Bei der Scheibenbeobachtung spielt dieser Askekt wohl nur eine untergeordnete Rolle. Wichtiger ist, daß die Augenmuschel aus weichem Material besteht, damit ein harter Kontakt mit dem Brillenglas vermieden wird. Das oben erwähnte Kowa TS-9B hat mit dem 20*-Okular eine Augenmuschel aus weichem Gummi. Bei dem 11*-33*-Okular ist keine Augenmuschel aus Gummi vorhanden. Der Umgang mit dem einfacheren Spektiv war insgesamt gesehen unkomplizierter. Die Okulare der Kowa-Spektive der Reihen TSN-500 und TSN-600 verfügen über einschiebbare Augenmuscheln aus Gummi.

    Ob ein Spektiv in Verbindung mit einem Okular für Brillenträger besonders geeignet ist, läßt sich an dem Augenabstand und der Austrittspupille ablesen. Der Augenabstand und die Austrittspupille werden jeweils in Millimetern gemessen. Komfortabel sind ein großer Augenabstand und eine große Austrittspupille.

    Der Augenabstand des Kowa TSN-501 (Schrägeinblick) und des Kowa TSN-502 (Geradeeinsicht) liegt zwischen 14 und 12,5 mm je nach der eingestellter Vergrößerung. Die Austrittspupille liegt zwischen 2,5 und 1,3 mm. Beide Spektive haben ein fest eingebautes Okular. Die Austrittspupille läßt sich berechnen, indem der Okulardurchmesser durch die eingestellte Vergrößerung geteilt wird; z.B. Okulardurchmesser 50 mm : Vergrößerung 20* = 2,5 mm. Der Augenabstand wird durch die eingestellte Vergrößerung und die optische Konstruktion des Okulars determiniert. Sowohl die Austrittspupille als auch der Augenabstand liegen bei beiden Spektiven im sehr niedrigen Bereich. Die Spektive eignen sich deshalb nicht besonders gut für Brillenträger. Sie sind aber sehr kompakt und sehr leicht. Sie passen in einen größeren Pistolenkoffer hinein. Ich besitze das Vorgängermodell, das Kowa TS-9B mit einem Okular, das eine variable Vergrößerung 11*-33* aufweist. (Das Spektiv mit dem Okular 20* habe ich leider verkauft. Es hat eine Austrittspupille mit dem Durchmesser von 20 mm und einen Augenpupillenabstand von 7,0 mm.) Der Korpus der älteren Modelle besteht aus Aluminium. Der Korpus der neueren Modelle besteht aus Polycarbonat.

    Die Spektive Kowa TSN-601 (Schrägeinblick) und Kowa TSN-602 (Geradeeinsicht) lassen sich mit verschiedenen Okularen verbinden. Das Okular Kowa TSE-14WD ist ein Weitwinkelobjektiv, das bei beiden Spektiven eine feste Vergrößerung von 30* ergibt. Es hat einen Austrittspupillendurchmesser von 2,2 mm und einen Augenpupillenabstand von 20 mm. Das ist schon ganz angenehm, auch für Brillenträger. (Ich habe es gehabt und leider verkauft.) Noch besser ist das Okular Kowa TSE-17HD. Es bietet an diesem Spektiv nur eine Vergrößerung von 25*. Es weist einen Austrittspupillendurchmesser von 2,6 mm und einen Pupillenabstand von 32 mm auf. Das Okular trägt die englische Kurzbezechnung LER (Long Eye Relief), welche die besondere Eigenschaft des Okulars charakterisiert. Die Spektive dieser Modellreihe sind sehr gut für die Distanzen 25 m und eventuell 50 m geeignet. Sie passen gerade noch in eine größere Pistolentasche. Die Spektive der Kowa TSN-600 Reihe bieten eine sehr gute Abbildungsqualität. Der Qualitätsunterschied zu den Spektiven Zeiss Diascope 30*65 T FL ist in der Praxis kaum feststellbar.

    Im Prinzip kann ich dem Vorredner zustimmen. Die Betonung sollte aber tatsächlich auf "die preisgünstigste" liegen; damit ist nicht "die billigste" gemeint.

    Wenn in der Dose gelegentlich schadhafte Diabolos auftauchen, würde ich die entsprechende Sorte aussortieren. Ich möchte nicht jedes einzelne Diabolo kontrollieren, bevor ich es lade.

    Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen den Sorten eines Herstellers besteht in der Qualitätskontrolle. Je aufwendiger die Qualitätskontrolle einer Sorte ist, desto größer ist der Ausschuß und desto teuerer ist das Endprodukt.

    Ich besitze eine Walther LP400 Alu und eine Hämmerli AP 40 Balance. Für beide LP's wurden die beigefügten Schußbilder im Werk mit Diabolos mit dem Kopfdurchmesser 4,50 mm geschossen.

    In beiden LP's lade ich derzeit die H&N Match LP mit dem Kopfdurchmesser 4,50 mm, egal ob Training oder Wettkampf.

    Bis dahin habe ich die H&N Finale Match LG mit dem Kopfdurchmesser 4,49 mm verschossen.

    Mein Eindruck ist, daß die Walther LP400 die leichten Geschosse (0,51 g) bevorzugt, die Hämmerli AP 40 dagegen die etwas schwereren (0,53 g).

    Ich schieße LP allerdings nur freihändig. Für die Disziplin "LP aufgelegt" ist angesichts der Zehntelwertung ein Munitionstest wohl eher angebracht.

    Matze1965 stellt zu Recht fest: Das Anfertigen eines passenden Griffes verspricht den größten Erfolg in einem Zusammenwirken zwischen einem erfahrenen Griffmacher und dem Schützen. Der Aufbau eines passenden Prototyps, der anschließend auf dem Stand getestet wird, kann in weniger als einer Stunde erfolgen. Der mit der Materie nicht vertraute Schütze braucht zur Erzielung eines vergleichbaren Ergebnisses sehr viel mehr Zeit: Wochen oder gar Monate.

    Die oben erwähnten (kritikwürdigen) Videos bilden genau diese Situation ab: die Zusammenarbeit zwischen dem Griffmacher und dem Schützen.

    Ein Kurs zur Griffanpassung mit 6 bis 8 Personen kann nur so effektiv sein, wie ein Training mit 6 bis 8 Schützen. Das effektivste Training ist dasjenige mit einem Schützen pro Trainer. Nur in dieser Konstellation kann der Trainer die Ursache und die Wirkung aufmerksam beobachten, mit dem Schützen besprechen und Korrekturen erzielen. Das Optimum läßt sich auch hier nicht in einer Stunde erzielen.

    Die Grundlagen des Griffbaus ließen sich sicherlich in einem Aufsatz oder einem Video darstellen; sozusagen als Anleitung zum Do It Yourself.

    Zitat: "One of the biggest questions asked in shooting is how a grip should feel and what to look for in a grip. Every shooter will hold his or her grip a little differently and will have a differing opinion on what constitutes a well-fitting grip. If you look at the commercial ergonomic grip makers like Morini, Rink, Vitarbo and Hoffman, you’ll notice they all have common lines that fit every person’s hand. These lines should be the same for everyone. They are just in different places on the grip. A lot of people think that only a grip maker or wood worker can fit a grip, but with some knowledge on what to look for, even the novice shooter can get his or her grip to fit better." aus: Grip Fitting, AirForce Shooting

    Die Hinweise, welche auf der Homepage von Thomas Rink in Hinsicht auf die Griffgestaltung enthalten sind, sowie das Video zur Anfertigung eines Maßgriffes, das über diese Homepage zu erreichen ist, enthalten weitere nützliche Ratschläge zur Vorgehensweise.

    Der Vorgang des Maßnehmens bei Thomas Rink ließe sich auch als Seminar zur Griffanpassung auffassen. Er nimmt als Ausgangspunkt einen stark abgeschliffenen Griff, der am Anfang zu dünn und zu kurz ist, und baut schrittweise durch kleine Materialzugaben bzw. -wegnahmen ein personalisiertes Modell für den Maßgriff auf. Es ist ein Trial-and-Error-Verfahren, bei dem laufend eine Überprüfung der Ausrichtung der Pistole und des Handgefühls des Schützen erfolgt. Natürlich erfordert es etwas Überwindung, einen in etwa der Größe nach passenden und gut verarbeiteten Seriengriff so zu maltretieren.

    Der WR 25m Pistole Frauen Qualifikation (594 Ringe) ist 1994 in Mailand von Diana Iorgova (Bulgarien) aufgestellt worden.

    Im Jahre 2002 ist er von Luna Tao (China) in München egalisiert worden.

    In 2023 hat Doreen Vennekamp (Deutschland) in Bhutan diesen WR egalisiert.