Beiträge von Hans48

    Ich hatte den 5D-Griff für die Walther LP400 als Sonderausstattung gekauft, da ich mit dem serienmäßigen 3D-Griff nicht zurechtgekommen bin. Der 5D-Griff war für mich eine Enttäuschung. Da war das unangenehme Gefühl, das durch den Metalleinsatz sowie die Zwischerräume zwischen Holz und Metall verursacht wurde. Zwar ist der 5D-Griff von der Form fülliger als der damalige 3D-Griff, was dem Schützen mit einer etwas größeren Hand entgegenkommt. Aber selbst kleine Anpassungen lassen sich an dem 5D-Griff wegen des Metallteils nicht durchführen. Ich habe den Griff nach kurzer Zeit verkauft.

    Zunächst muß ich die oben von mir verwendete Abkürzung für Dioptrien korrigieren: Dioptrien werden mit dpt (und nicht mit dbt) abgekürzt.

    Ein mit dem Schießsport vertrauter Optiker wird dem Pistolenschützen Brillengläser mit einem Zuschlag zum vorher im Rahmen der Refraktion ermittelten Sphärenwert des zielenden Auges von 0,75, 1,00 und 1,25 dpt zum Probieren am Schießstand bzw. in einem entsprechenden Raum vorsetzen. Der Schütze wird entscheiden, mit welchem der Brillengläser er am besten zurechtkommt.

    Ich selbst habe Brillengläser sowohl mit einem Zuschlag von 0,75 dpt (einglasige Schießbrille, Knobloch K1) als auch 1,00 dpt (zweiglasige Schießbrille) beim Schießen mit der LP und der SP verwendet. Das nächste Schießbrillenglas würde ich mit einem Sphärenzuschlag von 1,00 dpt nehmen. Bei regelmäßiger Verwendung der Irisblende würde ich allerdings eher das Brillenglas mit dem Sphärenzuschlag von 0,75 dpt in Betracht ziehen, um die Visierung und die Scheibe in etwa gleich scharf zu sehen. Dieser Schießbrillenzuschlag wäre auch für das FP-Schießen wegen der hier etwas längeren Visierlinie sehr gut geeignet.

    Ein Vereinkamerad vertritt die Ansicht, daß der Zuschlag von 1,25 dpt ihn daran hindert, den Blick zu leicht auf die Scheibe zu richten. Je geringer der Schießbrillenzuschlag ist, um so schärfer erscheint dem Schützen die Scheibe.

    Danke Nullinger für die Quellenforschung! Die Strafpunkte hatte ich auch noch im Gedächtnis.

    Noch eine Bemerkung zur Klarstellung: Das Magazin darf erst nach dem Kommando "Zur Probeserie bzw. x-ten Wertungsserie Präzision bzw. Duell Laden" gefüllt werden. Für das Füllen des Magazins, das Einsetzen des Magazins in die Waffe und das Durchladen steht den Schützen die Zeit von einer Minute zur Verfügung. Nach der einen Minute erfolgt bei einer Präzisionsserie das Kommando "Start" und bei einer Duellserie das Kommando "Achtung".

    Es ist für die Schützen wichtig, daß sie die Sportordnung genau kennen, damit sie wissen, was sie im Wettkampf erwartet. Insbesondere sollten die Schützen wissen, wie sie sich bei Störungen zu verhalten haben,damit ihnen in der Anspannung eines Wettkampfs keine Fehler unterlaufen.

    Stell Dir vor, Du würdest auf eier Anlage mit elektronischer Trefferanzeige schießen. Der erste, der nicht angegebene Schuß würde automatisch als Fahrkarte gewertet, der zweite Schuß würde je nach Trefferlage gewertet und der dritte Schuß gar nicht erfaßt, d.h. mit Null Ringen gewertet.

    Bei einer Meisterschaft, bei der mit einer Drehanlage gearbeitet wird, würde die Schießleitung den nicht abgegeben Schuß als Fehler feststellen. Bei der Auswertung der Serie würde der Treffer mit der höchsten Ringzahl nicht gewertet. Also würde ich mir lieber diesen Schuß sparen.

    Jetzt muß ich nur noch nach der Stelle in der Sportordnung suchen, welche diesen Vorgang regelt.

    Bis dahin!

    Es stimmt zwar, daß man im Prinzip das Ringkorn und die Scheibe nicht gleichzeitig scharf sehen kann. Die Irisblende schafft aber eine Abhilfe, indem sie die Schärfentiefe für das Auge des Schützen vergrößert. Der Effekt entspricht der Wirkung der Blende im Objektiv eines Fotoapparates. Bei einer Blende von 1/2 ist die Schärfentiefe des erzeugten Bildes sehr gering; bei einer Blende von 1/16 ist die Schärfentiefe ceteris paribus sehr viel größer.

    Das Schießbrillenglas für einen Gewehrschützen sollte in der Regel einen Schießbrillenzuschlag von + 0,5 dpt in Bezug zu dem Glas der Fernbrille aufweisen, deren Werte als Ausgangspunkt genommen werden. Dieser Wert kommt durch die folgende Betrachtung zustande. Um das Korn scharf zu sehen, müßte der Schießbrillenglaszuschlag + 1,0 dpt betragen, wenn das Korn etwa 1 m von dem zielenden Auge entfernt ist. Um die Scheibe scharf zu sehen, müßte der Schießbrillenglaszuschlag + 0,0 dpt betragen. Der Kompromiß liegt in der Mitte: also bei dem Durchschnitt von + 0,5 dpt.

    Die Irisblende soll dem zielenden Auge erleichtern, das Korn und die Scheibe möglichst scharf zu sehen.

    Die maximale Visierlänge muß für den einzelnen Schützen nicht die optimale sein.

    Die optimale Visierlänge hängt von den Gegebenheiten im Einzelfall ab: insbesondere von dem Abstand des zielenden Auges zur Kimme und zum Korn (Anschlag und Armlänge) sowie von der Fähigkeit des Auges, Kimme und Korn gleichzeitig in etwa scharf zu sehen.

    Nehmen wir an, daß der Abstand vom zielenden Auge des Schützen zur Kimme 0,6 m und die Visierlänge 0,4 m beträgt. Der Schießbrillenzuschlag müßte rechnerisch zwischen + 1,75 dbt und + 1,00 dbt liegen. Bei einer Visierlänge von nur 0,2 m müßte er zwischen + 1,75 dbt und + 1,25 dbt. Dies bedeutet, daß das Auge bei einer Luftpistole (0,4 m Visierlänge) eine etwas größere Akkomodationsleistung erbringen muß als bei einer Sportpistole (hier 0,2 m Visierlänge). Der Unterschied von einer einviertel Dioptrie mag gering sein, aber abhängig vom Alter und der Kondition des Schützen ist er bemerkbar. In der Literatur wird gelegentlich sogar die Ansicht vertreten, daß Kimme und Korn nur bis zur einer Visierlänge von 0,2 m gleichzeitig scharf gesehen werden können.

    Hallo Shooter,

    ich würde die Dichtungsscheibe einfach bei Schiessport Billharz bestellen. Es sind dort noch einige Scheiben auf Lager.

    Daß die Dichtungsscheibe sich auflöst, hängt vermutlich mit deren Beschaffenheit zusammen. Die Ursache sind vermutlich die darin enthaltenen Weichmacher, die sich im Laufe der Zeit verflüchtigen und zu der Zerbröselung der Scheibe führen. Bei mir hat es keine 10 Jahre gedauert.

    MfG Hans

    https://www.google.com/search?client=…LM&vssid=mosaic

    Hier ein Link zur einer Seite, welche das Füllstück der Hämmerli AP40 mit den beiden Dichtungen abbildet. Der 0-Ring gehört nach hinten zur Flasche, die Dichtungsscheibe kommt vorne zur Kartusche herein. Es ist auch die Fläche teilweise zu erkennen, auf der die Dichtungsscheibe ruht. Ansonsten würde beim Einschrauben der Kartusche Metall auf Metall reiben, was zur unangenehmen Geräuschen führen würde, von der fehlenden Abdichtung ganz zu schweigen.

    Ich fasse zusammen:

    Die Preßluftflasche ist gut gefüllt. Das Ventil der Flasche funktioniert. Die Flasche ist also in Ordnung.

    Das Füllstück dichtet nach beiden Seiten ab. Die Dichtungen sind in Ordnung. (Auch die Dichtungsscheibe ist vorhanden; sie wird allerdings leicht übersehen. Im Original ist sie schwarz. Die Ersatzscheibe ist Orange.) Das Füllstück ist also auch in Ordnung.

    Diese eine Kartusche läßt sich nicht befüllen, auch wenn das Ventil der gefüllten Flasche offen ist. Ich vermute, daß das Ventil der Kartusche nicht zuverläßlich öffnet. Aus der Kartusche ragt ein kleiner dünner Pin heraus, der beim Einschrauben in das Füllstück hereingedrückt wird. Damit wird das Ventil geöffnet. Die Ursache der Fehlfunktion des Ventils läßt sich aus der Ferne aber nicht feststellen.

    Das Füllstück wird durch die Dichtungen - zum einen in Richtung Kartusche und zum anderen in Richtung Flasche - abgedichtet. Damit wird verhindert, daß Preßluft auf dem Weg aus der Flasche in die Kartusche verloren geht. Die angesprochenen Dichtungen scheinen in diesem Fall fehlerlos zu sein. (Die von mir erwähnte zerbröselte Dichtungsscheibe zur Kartusche hin habe ich durch eine neue ersetzt. Die Zerbröselung ist im Rahmen der Pflegemaßnahmen sichtbar geworden, nicht im Rahmen der Befüllung der Kartuschen.)

    Wenn die Luft aus der Kartusche in die Flasche fließt, dann könnte es an dem geringeren Druck in der Flasche liegen. (Hinweis von Jader35)

    Leider läßt sich der Druck der Flasche nicht ohne weiteres zuhause feststellen. Die FWF hat mich über Jahre mit bester Preßluft versorgt. Beim Befüllen der Flasche konnte ich jedesmal den Restdruck in der Flasche anblesen.

    Ein Test könnte aber zuhause mit einer zweiten Kartusche erfolgen oder mit einem Anschlußstück und einer Kartusche zu einer anderen LP.

    Hallo Califax,

    der Fülladapter meiner Hämmerli AP 40 verfügt nicht über ein Rändelrad zur Entlüftung. Das Abschrauben der Kartusche vom Füllstück verläuft weniger spektakulär als von Dir geschildert. Es tritt lediglich ein Zischen beim Abschrauben der Kartusche vom Füllstück auf. Übrigens nicht anders als bei dem Befüllen der Kartusche meiner Walther LP400 mit dem zugehörigen Füllstück.

    Auf der Homepage der Carl Walther GmbH ist das Füllstück der Hämmerli AP 40 unter Zubehör abgebildet.

    Liegt hier eine Verwechslung vor?

    MfG Hans

    Ich muß zu meiner letzten Bemerkung einen Widerruf machen: Sehr wohl kann auch ein Fehler in dem Füllstück auftreten. Das ist mir vor längerer Zeit passiert.

    Selbstverständlich müssen die Dichtungen kontrolliert und gepflegt werden. Bei dem Füllstück zur Hämmerli AP 40 Balance gibt es zwei Dichtungen: eine zur Flasche hin und eine zur Kartusche hin. Die Dichtung zur Flasche hin ist ein großer 0-Ring, der zum Teil in einer Aussparrung ruht. Die Dichtung zur Kartusche hin ist nur zu sehen, wenn man tief in das entsprechende Gewinde schaut. Sie liegt auf dem Boden des Gewindes und wird seitlich durch eine Vertiefung am Ende des Gewindes festgehalten. Diese Dichtung wird beim Aufschrauben der Kartusche zusammengepreßt. Bei mir war sie nach etwa 10 Jahren regen Gebrauchs zerbröselt. Ich habe sie durch eine neue Dichtung ersetzen müssen.

    Hallo Shooter,

    beim Befüllen der Kartusche aus der Preßluftflasche sollte zuerst das Füllstück an die Flasche geschraubt werden. Danach kann die Kartusche an das Füllstück geschraubt werden. Schließlich darf das Ventil der Flasche geöffnet werden und die Luft kann fließen. Nach etwa einer Minute Ruhezeit zur Abkühlung der durch die Befüllung erwärmten Kartusche sollte das Ventil an der Flasche zugemacht werden. Erst dann darf die Kartusche von dem Adapter abgeschraubt werden. Zuletzt wird der Adapter von der Flasche abgeschraubt.

    Ich habe schon mehrfach gesehen, daß selbst erfahrene Schützen diese Reihenfolge nicht einhalten und zu deren Schrecken die Preßluft unter lauten Zischen ins Freie entweicht.

    Wenn als erstes das Füllstück an die Kartusche geschraubt wird, entweicht normalerweise die Luft aus der Kartusche.

    Es kann vorkommen, daß die Kartusche nicht dicht ist, z.B. durch Verschmutzung oder Aulösung des 0-Rings. Dann entleert sie sich von selbst, schon bevor sie an das Füllstück geschraubt wird. Das kann nach einer längeren Betriebsdauer schon passieren.

    Daß der Adapter defekt ist, wäre ungewöhnlich.

    MfG Hans

    Guten Morgen Stefan,

    das geschilderte Phänomen kenne ich auch. Es tritt bei mir meistens erst nach etlichen Schüssen auf.

    Ich vermute, daß es mit der Blickführung des Schützen, der Ermüdung der Augen und deren nachlassenden Akkomodationsfähigkeit zusammenhängt. Der Schütze sollte es vermeiden, den Blick zu häufig von der Visierung auf die Scheibe zu richten. Optimal wäre es, beim Senken des Arms in den Zielraum die Visierung bis zm Auslösen des Schusses im Fokus zu behalten. Die optimale Blickführung beginnt mit dem entspannten Blick in den Raum beim Start des Prozesses, geht über Handrücken der Hand beim Absenken und endet im Visierbild beim Erreichen des oberen Scheibenrandes. Nur wenn es die Kondition erlaubt, ist ein Kontrollblick zur Scheibe sinnvoll. Andernfalls ist nach kurzer Entspannung ein Neustart des Prozesses geraten.

    Wichtig dabei ist, daß die Schießbrille einen entspannten Blick auf die Visierung erlaubt.auchdaß die

    MfG Hans