Zunächst muß ich die oben von mir verwendete Abkürzung für Dioptrien korrigieren: Dioptrien werden mit dpt (und nicht mit dbt) abgekürzt.
Ein mit dem Schießsport vertrauter Optiker wird dem Pistolenschützen Brillengläser mit einem Zuschlag zum vorher im Rahmen der Refraktion ermittelten Sphärenwert des zielenden Auges von 0,75, 1,00 und 1,25 dpt zum Probieren am Schießstand bzw. in einem entsprechenden Raum vorsetzen. Der Schütze wird entscheiden, mit welchem der Brillengläser er am besten zurechtkommt.
Ich selbst habe Brillengläser sowohl mit einem Zuschlag von 0,75 dpt (einglasige Schießbrille, Knobloch K1) als auch 1,00 dpt (zweiglasige Schießbrille) beim Schießen mit der LP und der SP verwendet. Das nächste Schießbrillenglas würde ich mit einem Sphärenzuschlag von 1,00 dpt nehmen. Bei regelmäßiger Verwendung der Irisblende würde ich allerdings eher das Brillenglas mit dem Sphärenzuschlag von 0,75 dpt in Betracht ziehen, um die Visierung und die Scheibe in etwa gleich scharf zu sehen. Dieser Schießbrillenzuschlag wäre auch für das FP-Schießen wegen der hier etwas längeren Visierlinie sehr gut geeignet.
Ein Vereinkamerad vertritt die Ansicht, daß der Zuschlag von 1,25 dpt ihn daran hindert, den Blick zu leicht auf die Scheibe zu richten. Je geringer der Schießbrillenzuschlag ist, um so schärfer erscheint dem Schützen die Scheibe.