Zunächst: ich bin kein Profi, sondern ein Amateur.
Für die täglich mehrere Stunden trainierenden Profis gelten sicherlich andere Überlegungen als für die Hobbysportler, welche konditionell nicht die gleichen Voraussetzungen mitbringen.
Nun schlage ich folgendes Experiment vor. Ich halte meine ausgesteckete Hand in Richtung eines Ziels und prüfe, ob ich sie ruhig halten kann. Dann nehme ich eine kurze und leichte Sportpistole (z.B. eine Hämmerli 208 oder X-Esse) in die Hand und beobachte, ob ich sie ruhig halten kann. Schließlich nehme ich eine Luftpistole ohne Gewichte in die Hand und schaue, ob sich genauso ruhig halten kann. Als letztes wiederhole ich das Experiment mit der Luftpistole mit Laufgewichten. Ich habe festgestellt, daß ich die leichte und kurze Sportpistole am längsten ruhighalten kann. Bei dem Experiment mit der Luftpistole habe ich beobachtet, daß die Gewichte nur für eine relativ kurze Zeit von Vorteil sind. Bei einer Serie von 60 Schüssen sind sie von Nachteil. Sie beanspruchen die Muskulatur und insbesondere das Handgelenk übergebührlich.
Meine Erfahrungen basieren auf den bei mir gegebenen Voraussetzungen, insbesondere einer nur mittelmäßig trainierten Kondition. Bei einem Sportler, der regelmäßig Ausdauer- und Krafttraining betreibt, sind andere Voraussetzungen gegeben.
Meiner Ansicht nach - sind die derzeit verbreiteten Preßluftpistolen (Feinwerkbau, Steyr, Walther usw.) ausreichend vorderlastig ausbalanciert. Die Feinwerkbau 102 ist m.E. zu vorderlastig. Sie ruhig zu halten, erfordert eine sehr gute Kondition.
Letztlich entscheidet die Kondition, ob es dem Schützen gelingt, die Pistole ausreichend lange ruhig zu halten, um über eine Wettkampfdistanz nur gut kontrollierte Schüsse abzugeben .