Beiträge von Grumpy

    Bedürfniserhalt betrifft alle Sportschützen, auch die des DSB

    Gleiche Vorgehensweise im Vollzug des WaffG bei Bedürfnisprüfungen, Erwerb und Besitz, bundesweit, betrifft alle Sportschützen, auch die des DSB.

    Ist das wirklich so schwer zu verstehen, oder bist Du einer von denen, die anderen den legalen Waffenbesitz nich gönnen?

    Alles für den DSB, auf den wir hier in erster Linie schimpfen, besonders wichtige Themen, nach dem Motto die anderen zuerst.

    E

    Du sprichst vom DSB, ich von allen Verbänden.

    Ich sehe aber auch, dass es sinnbefreit ist, mit Dir darüber zu diskutieren, da Du augenscheinlich mit dem WaffG wie es ist, voll einverstanden und zufrieden bist.

    Ich befürchte die kennen die Wünsche nur fallen die nicht unbedingt in den Aufgabenbereich eines Sportverbands.

    Sehe ich anders.

    Wenn es z.B. um den Bedürfniserhalt und eine bundesweit einheitliche Praxis geht, dann ist das sehr wohl im Aufgabenbereich des Verbandes, oder die sinnbefreite Deckelung der Gelben WBK, oder das Thema der Magazinbegrenzungen und Dual Use Magazine.

    Das sind nur drei von vielen weiteren Themen, die absolut in den Aufgabenbereich der Verbände fallen.

    Im Fall des DSB ist nur eines wichtig und relevant, Olympia.

    Alles andere ist nur Mittel zum Zweck, für den Weg dorthin.

    Bei den anderen Verbänden verstehe ich dieses Verhalten jedoch nicht.

    Eigentlich sind sie nicht in der Position, sich derart von ihren Mitgliedern zu distanzieren, da sie bei weitem nicht groß genug sind und so viel eher in die Situation kommen, kein wirkliches Wachstum zu bekommen, was eh schon schwer für sie ist, da sie kaum eigene Schießanlagen in Besitz haben.

    Beim DSB, naja, der ist derart politisch verbandelt, dass sie kaum noch anders können und ich denke auch, wenn sie nicht in fast jedem Dorf einen Schützenverein hätten, analog den normalen Sportvereinen, dass sie kaum nich Mitglieder gewinnen würden.

    Was wollen die Mitglieder?

    Was sind die Ziele der Sportschützenverbände?

    Wo gibt es da Gemeinsamkeiten wo nicht?

    Ein Zustand mit dem sogar die Älteren, die sich noch an die gute Alte Zeit erinnern, gut leben können.

    Was die Mitglieder wollen, ist weitestgehend unbekannt, da sie nicht einbezogen werden. Und jetzt bitte nicht wieder mit, schreibt die Verbände an.

    Viele wissen nicht mal, dass eine Evaluierung geplant ist.

    Mir is es relativ egal, ob die Alten mit einem Zustand leben können, oder nicht. Das Thema der Alten, wird sich biologisch lösen.

    Das grundsätzliche Problem ist und bleibt, dass die Verbände, und damit meine ich die schießsportlichen Verbände, kein Interesse daran haben, bei ihren Mitgliedern ein Stimmungsbild zum WaffG einzuholen.

    Und damit entscheiden die Verbandsfürsten eigenmächtig was für sie wichtig ist, nicht für die Mitglieder. Ich weiß aber auch, dass Du anderer Meinung bist.

    Grundsätzlich ist es doch so:


    Das aktuelle WaffG ist Schrott in allen Ebenen.

    Verhindert das aktuelle WaffG aber die Ausübung des Schießsports in seiner Vielfältigkeit? Nein, nicht wirklich. Je nach Verbandszugehörigkeit, Geldbeutel und persönliche Ambitionen kann man schon einiges an Waffen für die sportliche Betätigung erwerben.

    Wir können weitestgehend unserem Sport nachgehen, wie wir es wollen.

    Dennoch ist das WaffG Schrott!

    Die Debatte zwischen Sportschützen und Jägern ist eine reine Neiddebatte, auch wenn die waffenrechtlichen Unterschiede, persönliche Sichtweise, eine klare Ungleichbehandlung darstellen, zu lasten der Sportschützen.

    Die gesellschaftliche Sichtweise von Sportschützen und Jägern ist auch nicht hilfreich, da zu sehr regional abhängig.

    Dennoch gehört das WaffG überarbeitet. Meine Befürchtung ist aber, dass es nicht in unserem Sinne passieren wird.

    Zum Thema Magazinkapazitäten…ich finde es eine Frechheit zu sagen, dass diese Regelung nur eine überschaubare Zahl Schützen betrifft.

    Es ist 100% egal wie viele es betrifft, diese Regelung erhöht null komma null die Innere Sicherheit, erhöht dabei nur die Bürokratie und beschäftigt die Waffenbehördennund das BKA unnötig.

    Hinzu kommen internationale Schützen, die hier an Wettkämpfen teilnehmen, wie die gerade erfolgte WM im PPC1500 in Alsfeld, die ggf. Rechtliche Probleme bekommen können.

    Diese Regelung ist vollkommener Bullsh.t und gehört wieder zurückgedreht.

    Es gibt eine Welt abseits der fünf Schuss im DSB und das sind genauso Sportschützen in einer nicht gerade kleinen Zahl.

    Was wäre die wichtigen Forderungen an die Sportverbände?

    - Bundesweite Vereinheitlichung der Bedürfnisprüfung

    - Beseitigung redaktioneller Fehler in §14 und weiteren §§

    - Streichung der Begrenzung auf der gelben WBK

    - Streichung der Magazinbeschränkungen für Lang- und Kurzwaffen sowie bedingungslose Zulassung der Dual Use Magazine

    - Streichung der Kontingentregelung

    - Abschaffung der Besserstellung von Jägern gegenüber Sportschützen beim Waffenerwerb

    -etc., etc., pp


    Das wären sechs Punkte und es gibt auch weitere, die eben nicht der Erhöhung der Inneren Sicherheit dienen, sondern lediglich die Bürokratie und damit den Workload auf den Behörden erhöhen.

    Nur damit es nicht heißt, ist poste nichts vom VDB

    https://www.vdb-waffen.de/de/service/nac…zur_verfue.html


    Und hier das Dossier

    https://www.vdb-waffen.de/d/38k83783.pdf


    Die Verteilung an die Verbände ist auch ein neuer Weg, der Sinn macht. Ob dies auch genutzt, da sich z.B. BZL und damit die Mitgliedsverbände des BZL und der VDB sich nicht sonderlich grün sind, ist fraglich, wie auch ob der DSB sich dazu durchringen kann, das Dossier zu lesen und zu verwenden.

    Tun sie das wirklich?

    Die Frage ist viel eher: tun sie das nicht?

    Zitat

    Du bist also mit dem aktuellen Waffengesetz zufrieden?

    Das ist wieder eine eher typische Reaktion, auf etwas dass nicht gesagt wurde.

    Zitat

    Was soll den sonst, aus Sicht der Betroffenen, erreicht werden? Gerade darum geht es doch, VERBESSERUNGEN. Ein Waffengesetz, das klar formuliert ist, man sich nicht von Querverweis zu Querverweis hangeln muss, Abschaffung unsinniger Vorschriften usw.

    Und hier irrst Du! Das WaffG soll entschlackt werden, auf den Prüfstand gestellt werden, ggf. Ballast, unsinniges und ggf. überflüssiges gestrichen werden, um das WaffG einfacher und verständlicher zu gestalten. Das bisherige Flickwerk soll gerade gezogen werden.

    Das kann auch beinhalten: "Jedweder privater Waffenbesitz ist verboten."

    Der VDB wie auch seine Anhänger glauben aber, dass hier eine realistische Chance besteht, dass es zu nennenswerten Erleichterungen für uns, den Endverbraucher kommt.

    Darum geht es aber nicht. Es geht darum, die Behörden zu entlasten, Kosten zu reduzieren, das WaffG besser durchsetzen zu können.

    Ich sage nicht, dass es nicht zu Erleichterungen kommen kann, es kann aber auch genauso andersherum werden.

    Zitat

    Insoweit sind also Altersgrenzen, die es so in der EU nicht gibt, die auch noch exklusiv für Sportschützen im Gesetz stehen gut? Die Verschärfung der Aufbewahrungsvorschriften, die mehr ein Konjunkturprogramm für die Tresorhersteller waren sind auch gut?

    Auch hier, das habe ich nicht gesagt, sondern das legst Du mir in den Mund.

    Zitat

    Auch auf die Gefahr hin, dass du Pickel kriegst :), der VDB war vorher dran.

    Am besten fand ich Frage 15: Stimmen sie zu, dass Sportwaffen Mordwaffen sind?

    Aber das nur zur Abrundung. Ich muss sagen, schade das der DSB sowas nicht hinbekommen hat.Ö

    Leider hast Du keinen Videolink platziert. ich erinnre mich nur an die 15 Fragen, die schriftlich an die Parteien geschickt wurden, nicht aber an ein Video vom VDB dazu.

    Ich sage auch nicht, dass der VDB untätig war oder ist. ich war Fördermitglied der ersten Stunde. Untere dreistellige Mitgliedsnummer, bis ist die Faxen dick hatte und das wahre Gesicht gesehen habe.

    Dennoch mache auch für den VDB Werbung, wenn sie gute und sinnvolle Maßnahmen ansetzen. Dafür muss ich aber kein Fördermitglied sein.

    Korrekt, es ist schade, dass der DSB solche Formate nicht hinbekommt oder nicht hinbekommen will.

    Wie will man es sonst bezeichnen, als Macht gegenüber den Mitgliedern?

    Würde es das Bedürfnisprinzip in der aktuellen Form nicht geben, würde es keine Erforderlichkeit für die schießsportlichen Verbände geben.

    Unser waffenrechtliches Bedürfnis ist der Schießsport, ohne den wir keine Waffen erwerben dürfen, legal. Ich spreche auch nicht über andere Bedürfnisgründe, wie die Jagd, wo es keinen Verbandszwang gibt, oder dem Sammeln historischer Waffen.

    Die verbände würden ihre Daseinsberechtigung ein Stückweit aufgeben, da viele Mitglieder sich ggf. vom Schießsport als solchen abwenden würden.

    In einem Video von Tactical Dad, nein ich mag ihn nicht und seine Videos auch nicht, wurden sogar Belege vorgezeigt, dass das Bedürfnisprinzip erst durch die Verbände eingeführt wurde. Ob da wirklich etwas dran ist, kann ich nicht sagen.

    Richtig, zu einer art NRA reicht es nicht und wird es auch nie reichen, da die Meinungen unter den Waffenbesitzern sich zu stark unterscheiden und sie nicht in der Lage sind sich auf den einzelnen, gemeinsamen Nenner zu einigen: Den Waffenbesitz.


    Zielgruppe Selbstschutz als Bedürfnisgrund:

    ich glaube diese Gruppe wird größentechnisch stark unterschätzt, wie auch überschätzt. Ich denke aber auch, dass viele, gerade in der aktuellen Zeit, gerne ein probates Mittel zum Selbstschutz haben wollen, die sonst keine Interesse am Schießsport haben.

    Ab und an einmal auf den Schießstand gehen, etwas üben und wieder nach Hause gehen, fertig.

    Gewerbliche Schießstände gibt es ja mittlerweile in steigender Anzahl und das würde in vielen Teilen die Schützenvereine obsolet machen. Nicht komplett, aber der Mitgliederstamm würde sinken und das liegt wiederum nicht im Interesse der Verbände.

    Ob es tatsächlich so sein würde, wissen nur die Sterne. Aber in anderen Ländern, auch in der EU, ist das genauso. Da ist der Schießsport zwar vorhanden, aber nicht die treibende Kraft hinter dem Waffenbesitz, sondern das eher liberal ausgerichtete Waffengesetz, bei dem Selbstschutz als Besitzgrund anerkannt ist.

    Ein Arbeitskollege aus unserem Büro in Warschau hat zufällig mitbekommen, dass ich Schieße und auch Waffen besitze und so sind wir ins Gespräch gekommen. Zuerst davon ausgehend, dass er schießsportlich unterwegs ist, wurde ich eines besseren belehrt. Schießen an sich interessiert ihn nicht sonderlich. er hat die Waffe zum Selbstschutz und zum Schutz seiner Familie und geht hin und wieder zum Üben auf einen Stand.

    Und genau diese Klientel sollte man nicht unterschätzen, sind aber beim aktuellen WaffG nicht vorgesehen, weshalb auch z.B. beim kleinen Waffenschein und den SRS Waffen immer mehr Kritik aus den Reihen der Politik und der Polizei kommt. Und jetzt bitte nicht das Thema Sylvesternacht und so anführen. Die wenigsten Täter werden einen KWS in Besitz gehabt haben.

    Der Artikel entstand aber in Zusammenarbeit mit dem BDMP

    Der DSB hat mit diesen Artikel nicht viel zu tun.

    X/

    Ja und Nein. In einer Pressemitteilung des BDMP zu dem Artikel, liest es sich etwas anders.

    Da geht es nicht um die Unterstützung im Kampf, sondern im Handwerk, Ärzte, usw. usf.

    https://www.bdmp.de/aktuelles/neui…erstuetzung-an/

    Zitat

    Für einen Verband, der das Wort „Militär“ im Namen trägt, ist es selbstverständlich, den Kameraden bei der Bundeswehr zu helfen, wenn unsere Hilfe gewünscht wird, etwa durch Informationen für unsere Mitglieder zur Personalwerbung, durch gegenseitiges Kennenlernen und den regelmäßigen Austausch, durch gemeinsame Reservistenschießen und auch die Aufnahme neuer Mitglieder in unsere Reihen.

    40.000 Mitglieder, das sind 40.000 Berufe, von Ärzten über Hubschrauberpiloten und Handwerksmeister bis zu Studenten, 40.000 zuverlässige und rechtstreue Menschen aus der Mitte unserer freiheitlichen Demokratie und als solche wollen wir als Verband auch wahrgenommen werden. Dazu gehört nun auch, dass wir zurückkehren zu unseren Wurzeln und den Austausch intensivieren werden, gemeinsam dem Schießsport nachgehen, über die Sportförderung der Bundeswehr für das Großkaliberschießen sprechen wollen und Interessierten bei der Reservistenarbeit helfen wollen, hier gegenseitigen Anschluss zu finden.

    Das die Medien daraus wieder etwas anderes gemacht haben, ist nicht wirklich etwas Neues.

    Zitat

    Mich ärgert hier nur das Wort "Sportschützen" (also wieder wir alle)

    Wenn sich die Mitglieder des BDMP gern die Birne wegblasen lassen wollen, ist es mir komplett egal.

    Die scheißen sich im Ernstfall eh alle in die Hose.

    Diesen Teil hättest Du dir wirklich ersparen sollen. Auch wir BDMP Mitglieder sind Sportschützen, ob Dir das nun gefällt oder nicht. Und Deinen abschließenden Satz, der ist einmal voll daneben, ganz ehrlich.

    ...

    Jetzt fragt der Stänkerer wieder: ist der Verband Sportverband oder Organisation für maximalen Waffenbesitz?

    Sagen wir es einmal so: Würde das Bedürfnisprinzip in der aktuellen Form fallen, was einigen Waffenbesitzern durchaus gefallen würde, würden die schießsportlichen Verbände ein wenig ihrer Macht gegenüber ihren Mitgliedern verlieren. Sie wären nicht mehr der Herr über die Bedürfnisse, sondern die Menschen könnten sich Waffen einfach kaufen, ohne z.B. ein schießsportliches Bedürfnis nachweisen zu müssen.

    Das wird nicht passieren und ob das tatsächlich wünschenswert wäre, ist auch ein anderes Thema, aber so könnte man schon die Meinung vertreten, dass ein restriktives WaffG, bei dem die Verbände quasi Beihelfer der Behörden sind (Bedürfnisprinzip), liegt im Interesse der Verbände.

    Genauso bei einem gern geforderten Punkt: Selbstschutz als Bedürfnisgrund anzuerkennen. Auch dieser Aspekt würde sich eher gegen die Verbände und deren Macht richten.

    Je restriktiver das WaffG, desto mehr Macht bekommen auch die Verbände gegenüber den Mitgliedern. So meine Meinung.

    Zitat

    Ich hatte bisher den Eindruck das der gewünschte "Waffen ADAC " trotz einiger Versuche hier nur wenig Zuspruch fand.

    Rein als Interessensgemeinschaft betrachtet, hat der VDB mehr Fördermitglieder als alle anderen bisherigen IG´s zusammenbekommen. Sie liegen aktuell bei etwa 20.000 Fördermitgliedern zzgl. die Vollmitglieder, die aber im vierstelligen Bereich liegen.

    Das BZL (ehemals FWR) hat zwar weniger Fördermitglieder, vertritt aber letztlich mehr Waffenbesitzer durch die Mitgliedschaft der Vollmitglieder.

    BDMP mit etwa 36.000 Mitgliedern die er vertritt, BDS mit etwa 100.000 die er vertritt, der ebenfalls im BZL organisierte BHDS vertritt etwa 400.000 Mitglieder und der DJV etwa 250.000 Mitglieder.

    Der BZL vertritt also ca. 786.000 Waffenbesitzer, was deutlich mehr ist, als der VDB. Das werte ich aber weder positiv, noch negativ, sondern ist nur eine Feststellung.

    Quelle: https://bzl.net/der-verband/

    Der einzige Unterschied, abseits der Anzahl Waffenbesitzer die vertreten werden, ist die Vorgehensweise der beiden.

    Der VDB geht z.B. deutlich offener in der Kommunikation vor, als das BZL es macht. Der VDB macht Umfragen unter den Waffenbesitzern, egal ob Mitglied oder nicht, und holt sich damit durchaus Stimmungsbilder ein, die in den Stellungnahmen mit einfließen.

    Es tummeln sich aber auch einige Hardcore 2nd Amendment Vertreter unter den Mitgliedern, die eben genau die oben erwähnten Veränderungen im WaffG fordern. Kann man befürworten, oder auch nicht.

    Das die Luftdruckschützen weniger oder gar nicht betroffen sind, von den Veränderungen im WaffG, naja, dem kann man geteilter Meinung sein, wenn man die gerade erst schlampige Änderung des WaffG betrachtet, wo je nach Lesart des Gesetzes alle Freien Waffen mit F im Fünfeck vor dem Stichtag zu erlaubnispflichtigen Waffen geworden sind. Wie gesagt, je nach Lesart.

    Wenn sich ein Richter rein an den Gesetzestext hält, könnte das durchaus für den ein oder anderen Luftdruckschützen blöd enden, wenn es mal vor Gericht gehen sollte. Wie gesagt, könnte!

    Und genau hier liegt der Konflikt.

    Die schießsportlichen Verbände vertreten unsere Interessen gegenüber der Politik, im Einklang mit der jeweiligen Verbandssatzung. Ob das nun das ist, was einzelne Mitglieder erwarten, steht auf einem anderen Blatt. Der VDB ist ebenfalls ein Verband, aber für die Händler, Büchsenmacher und Hersteller und deren Interessen werden in erster Linie vom VDB auch vertreten. Diese können, müssen aber nicht die gleichen sein, wie für die Waffenbesitzer. Das muss verstanden werden.

    Die Fördermitglieder sind eher ein Beiwerk, um Geld in die Kassen zu spülen, Vertreten werden aber in erster Linie die Interessen der Vollmitglieder.

    Fakt ist, was aber einfach nicht kapieren wollen, auch wenn wir in Deutschland ein sehr restriktives WaffG haben, es hindert uns nicht an der recht freien Entfaltung unserer schießsportlichen Gelüste. Wir können nach Erfüllung der gesetzliche Anforderungen unsere Sportgeräte erwerben und mit ihnen Schießen gehen.
    Einschränkend sind viel eher die Verbände und deren individuellen Sportordnungen, die mal mehr und mal weniger Freiraum für Neuerwerbe zulassen.

    Gibt es Verbesserungspotential im WaffG? Natürlich, ob dies aber Ziel der Evaluierung des WaffG ist, ist ein anderes Thema.

    Für den VDB aber, sind die für Herstellung, Produktion, Verbringung und Verkauf von Waffen die Themen die Themen, die sie laut Satzung gegenüber ihren Vollmitgliedern vertreten müssen.

    Die schießsportlichen Interessen werden von den schießsportlichen Verbänden vertreten werden.

    In einem recht interessanten Video auf dem Kanal bdmp.info, fand ein Gespräch zwischenDavid Brandenburger, Präsident des BDMP und Mark Henrichmann, CDU Innenexperte, statt, wo Henrichmann genau die primären Painpoints aus politischer Sicht aufgezeigt hat.

    Es waren sogar zwei Vidoes:


    https://youtu.be/si7s-3Mpk-c?si=rW0JgmpmMEArhSbF

    https://youtu.be/QcpJ_6bu6NQ?si=S-RzeMDAL5VxcY38

    Und nur nebenbei, ich habe von anderen Verbänden keine solche Formate mit Politikern bislang vernommen…….

    Warum plötzlich so aggressiv, wo ist da die immer eingeforderte Toleranz der Waffenbesitzer?

    Hat nichts mit Aggressivität oder fehlender Toleranz zu tun. Nur in nahezu jedem Beitrag dieses Fadens durch den TE auf den VDB zu verweisen, ist etwas viel.

    Zitat

    Dann tut was dagegen und erklärt nicht nur anderen was sie für dich machen müssten.

    Ich habe nicht gesagt, dass keiner etwas machen soll oder man auch selber nichts macht, sondern lediglich eine Bestandsaufnahme aufgeführt.

    Zitat

    Dafür wurden sie gewählt.

    Auch hier hat keiner etwas anderes behauptet. Es wäre nur wünschenswert, auch im Sinne seiner Mitglieder und im Sinne der Waffenbesitzer, wenn die Verbände sich Vorab, Zeit hatten sie mehr als genug dafür, gemeinsam abstimmen und die gemeinsamen Painpoints identifizieren würden. Das würde gegenüber der Politik in meinen Augen mehr Gewicht haben, als jeder für sich.

    Zitat

    Mag sein daß sie sich nicht betroffen sehen oder sogar damit umgehen können.

    Das sehe ich tatsächlich anders. Wir sind alle, egal welche Art Sportschütze man ist, von den Verschärfungen des WaffG betroffen und wir haben auch das recht die Infos zu erhalten.

    Keine Ahnung wie die Informationskette im DSB vom DSB zu den angeschlossenen Verbänden, zu den Kreisen/Gauen/Bezirken, zu den Vereinen so läuft, wenn überhaupt. Bei uns im BDMP, was ich ebenfalls für zu wenig halte, wird in der Verbandszeitschrift im Vorwort des Präsidenten meist etwas zur aktuellen Situation geschrieben. Ab und an, gibt es einen längeren Artikel. Gelegentlich finden sich auf der Webseite ein paar Infos, aber wenig bis nichts, was der Verband selber macht.

    Das Du anderer Auffassung bist, wissen wir alle und das Du gegen alles Argumentierst, was andere zu diesem Thema denken, wissen wir auch alle. Ist aber ok, nennt sich auch Meinungsfreiheit.

    Leider ist es aber so, dass diese anstehende Evaluierung eine 50:50 Chance beinhaltet, etwas positives für uns zu erzielen, aber auch etwas negatives.

    Der Politik ist es mittlerweile aufgefallen, dass das WaffG zu kompliziert geworden ist, zu überladen ist und dass es im Vollzug des Gesetzes und der behördlich übergreifenden Kommunikation massive Probleme gibt, was die allermeisten Zwischenfälle der letzten paar Jahre leider gezeigt haben.

    Das ist der primäre Aufhänger für die Evaluierung.

    Manche verwechseln aber diese Evaluierung mit direkt mit einer Verschärfung des WaffG, oder auch eine Chance das Bedürfnisprinzip zu streichen, Schalldämpfer für Sportschützen zugelassen zu bekommen, o.ä.

    Das sind maximal Randthemen, die eben bei der Umfrage des VDB herausgekommen sind, was so bislang bekannt wurde.

    Wir haben aber ganz andere Themen, die in meinen Augen viel wichtiger sind, wie eine bundesweit einheitliche Vorgehensweise bei Bedürfnisprüfungen, oder Themen wie der Aufbewahrung von Waffenschrankschlüsseln, o.ä.

    Genauso wie die Entlastung der Waffenbehörden, damit sie wieder ihrer Hauptaufgabe nachkommen können, Beseitigung von unnützen Regelungen im WaffG, die nicht der inneren Sicherheit dienen und das gesamte WaffG gehört entschlackt und die Verwaltungsvorschriften auf einen aktuellen Stand gebracht.



    Unter dem Strich ist doch der VDB der einzige Verband der seine Forderungen öffentlich macht. Während unsere Verbände nichts davon halten (für alle Besserwisser, das hab ich schriftlich) man lieber in vertraulichen Gesprächen versucht auf die Politik einzuwirken. Hinterher aber auch nicht sagt was oder ob man was gefordert hat.

    Insoweit bin ich der Auffassung, nur wenn die Basis, also wir, was sagt wird auch was passieren.

    Über eines müssen wir uns klar sein, mit einem Lasergewehr/-pistole könnten wir auch auf Scheiben schießen.

    Ich denke Deine Werbung für den VDB kannst Du langsam zurückfahren, ich denke die meisten werden verstanden haben, dass Du den Laden toll findest. Ich tu es nicht. Das Gegenteil ist der Fall!

    Evaluierung bedeutet das WaffG soll überprüft werden. Es drückt im WaffG an vielen Ecken und Kanten.

    Der DSB wird, wie immer, alleine mit seinen angeschlossenen Verbänden etwas machen, BDMP und BDS werden gemeinsam mit dem BZL ihre Stellungnahme abgeben.

    In keinen der genannten Fälle werden die Mitglieder tatsächlich aktiv mit einbezogen und damit meine ich nicht, was Hansaxel meint, dass das ein oder andere Mitglied dem Verband proaktiv etwas mitteilt, sondern ich meine, dass die Verbände einmal aktiv auf ihre Mitglieder zugehen.

    Traurige Tatsache ist leider, dass die wenigsten Mitglieder überhaupt etwas von der Evaluierung wissen werden und dass sie nun beginnen soll.

    Hmmm….es geht um die geplante Evaluierung des WaffG, wie es im Koalitionsvertrag vereinbart wurde.


    Soweit ich mich erinnern kann, hat der VDB vor einiger Zeit eine Umfrage unter den Waffenbesitzern gemacht, um die kritischsten Punkte für die Stellungnahme zu finden.

    Das hat meiner Kenntnis nach noch keiner der Schießsportlichen Verbände bei ihren Mitgliedern gemacht. Die Mitglieder werden auch nich einbezogen, sondern am Ende nur vor vollendete Tatsachen gestellt.


    Ob aber der VDB der richtige Vertreter ist, keine Ahnung. Ich bin als Fördermitglied ausgetreten.