Nein, nein, nicht mit den Langlaufschuhen, sondern mit Straßenschuhen in Turnschuhoptik (so nenne ich das jetzt einfach mal).
Aber sonst mit den Alltagsklamotten, die ich auch im Büro trage.
Zwischendurch heimgehen und umziehen kostet Zeit. Trainingsklamotten (auch für untendrunter) müßte ich erst kaufen.
Und ich bin an einem Punkt, wo ich mir genau überlegen muß, was ich wann mit welchem Geld mache, weil in den letzten Monaten immer irgendwas liegenblieb.
Ich bin am Donnerstag - nachdem ich noch eine Weile mit den Vereinskollegen herumsaß und mich schlußendlich nicht des Eindrucks erwehren konnte, das Rumsitzen und Quatschen danach sei wichtiger als das Training selbst - blöderweise in die gerade einfahrende S-Bahn gesprungen (ich war recht knapp losgegangen), was mich jetzt vierzig Mäuse kosten wird. Ich hatte einfach um kurz vor zehn keine Lust, die 5-6 km (geschätzt) zu laufen. (Ich bin keine Studentin mehr, kann also seit Anfang des Monats nicht mehr kostenlos den Nahverkehr im Umkreis benutzen. Am Donnerstag hatte ich jemanden gefunden, der mich mitnimmt; allerdings sehe ich das nicht als Dauerlösung, die 15-20 Minuten Fußweg vor dem Training waren mir schon auch wichtig.)
Leider hängt in unserem Verein auch etwas der Haussegen schief, auch deswegen war regelmäßiges Training nicht immer möglich.
Und ich will nicht in Zukunft Verantwortung für irgendwas übernehmen, weil ich denke, daß ich schlichtweg kein Vorbild bin, und weil es für mich persönlich einfach der falsche Zeitpunkt für mehrstündiges Engagement pro Woche ist. Ich bin, da ich mehrere Hobbys pflege, auch noch in anderen Vereinen und Gruppen engagiert.
Alles zusammen ist einfach zuviel.
Ich habe Spaß am Schießsport, aber das Drumherum stimmt halt überhaupt nicht. Nicht mein eigenes, nicht das im Verein.
Ich habe Alternativen gesucht, um woanders zu trainieren, aber da diese auch nicht besser, sondern teilweise sogar schlechter zu erreichen sind, sind es keine wirklichen Alternativen.
Und da der Auslöser für mein generelles Interesse am Schießsport eine inzwischen verflossene Liebe war, mit deren (vielmehr: dessen ;)) Umfeld ich auch immer weniger klarkomme (ein Burnout ließ grüßen), denke ich einfach, daß ich jetzt einen Schlußstrich ziehen sollte. Denn ich schreibe auch deshalb hier unter Pseudonym und habe bei Sisc nur unvollständige Daten angegeben, weil ich aus einer pazifistischen Familie komme, bei der das Fleisch im Supermarkt wächst. 
Ich glaube, weiter kann ich meine Hosen jetzt wirklich nicht mehr hinunterziehen.
LG
"Pesca"