Beiträge von dingo

    Hallo Pesca,

    Wenn du beim Schießen keinen körperlichen Ausgleich findest, machst du etwas verkehrt. Man darf den Schießsport nicht nur auf das "bumm-bumm-schießen" reduzieren. Es gehört auch Lauf- und Konzentrationstrainig usw. dazu. Fußball wird ja auch nicht nur auf das "gegen den ball treten" reduziert.

    Und bei einem ordentlichen Trainig bei mir, kann ein ein- bis zweitägiger Muskelkater durchaus vorkommen.

    Probiers mal mit mehr Körperspannung beim Schießen, dann lässt sich der Anschlag leichter reproduzieren. Wichtig ist dabei die richtige Spannung, keine Verspannung! Und dann ists auch körperlich anstrengender.

    Hallo,

    gibt es dieses Jahr für den Sieger auch wieder einen Pokal? (Bin nämlich von meinen Nachwuchsschüzen gefragt worden). Eine weiter Idee wäre, Urkunden zu erstellen, die man dann für die einzelnen Schützen ausdrucken kann.
    Die Jugendlichen sind ja ganz heiß auf Urkunden und eine Trophäe.

    Übrigens: Wir haben unsere Ergebnisse schon geschossen und ich werde sie dann zeitnah zum Meldetermin bekannt geben.

    Hallo Gerhard,

    handelt es sich hierbei um den Kopp-Verlag?

    Der ist doch bekannt dafür massig Bücher für den Weltuntergang, die Wirtschaftskrise, Währungsversagen, Krankheiten, Tod und Elend zu verbreiten. Und bis jetzt sind vielleicht 1 % der puren Spekulation eingetreten. Und dann heißt es: Wir haben es gewusst. Vom restlichen Shit wird aber nicht mehr geredet.

    Daher nehme ich dies nicht ganz für voll und hoffe, dass dies auch kein anderer tut.

    Hallo,

    also die meisten Aufsichten, vor allem ab BM aufwärts sind Freiwillige und machen dies ehrenamtlich. Sie erhalten nur eine Aufwandsentschädigung, die aber keinesfalls einer gerechten Entlohnung entspricht, daher ehrenamtlich.

    Dass manche Standaufsichten über das Ziel hinausschießen, ist mir auch schon zu Ohren gekommen, aber wenn man mit denen vernünftig spricht, hat sich bis jetzt noch jedes Problem lösen lassen.


    Dass jemand disqualifiziert wird, der sein Gewehr mit geschlossenem Verschluss ablegt, ist logisch, wenn auch im Einzelfall als sehr hart angesehen. Es steht aber genau so in der Sportordnung, dass eine geladene Waffe nicht aus der Hand gelegt werden darf, da man sonst disqualifiziert wird.
    Und zur Auflage habe ich auch noch eine kleine Anmerkung: meine Gewehrablage krachte letztes Jahr auf der Bezirksmeisterschaft auch zusammen, ich konnte das Gewehr aber auch gerade noch halten. Mit geöffnetem Verschluss hatte ich dann die Waffe abgelegt, das Stativ wieder höher gemacht und richtig fest angezogen. So konnte ich weiterschießen. Leider war die Ablage dann aber zu hoch eingestellt und ich konnte es nicht mehr aufdrehen, da ich es nun extra fest gezogen hatte. Naja, so schoss ich dann halt mit meiner viel zu hohen Ablage fertig und es reichte trotzdem für die LM in München. Also auch mit einem Ausrüstungsversagen kann man noch weiterkommen.

    Ich bin dieses Jahr das erste Mal mit zwei Jugendlichen auf der LM in München. Nach euren Schilderungen werde ich meine Kleinen nochmals zu erhöhter Vorsicht auffordern. Wenn aber eine Standaufsicht meint, sie müsse meine Schützlinge schikanieren, dann wird das wohl höhere Wellen schlagen müssen. Denn jede Standaufsicht hat auch einen Vorgesetzten (Schießleiter) und bei ungerechtfertigten Entscheidungen hat der dann das letzte Wort. Und dass ein Schießleiter eine Standaufsicht "zusammenputzt" habe ich nicht nur einmal erlebt bzw. gehört.

    Also diese Sicht mit den Standaufsichten und Abschaum würde ich so nicht sagen. Das zeugt von sehr großer Arroganz bei dir bzw. deinem Bekannten, die eigentlich total fehl am Platze ist, denn diese Standaufsichten opfern ihre Freizeit und stellen sich an den Stand, damit du schießen kannst.

    Ohne sie wäre ein Ablauf auf der Schießanlage und das Durchführen von Meisterschaften gar nicht möglich. Also hier bitte ich doch um etwas Zurückhaltung für diese Spezies. (Ich bin übrigens selbst vor allem Schütze und keine Standaufsicht, bin aber sehr froh, dass es solche ehrenamtlichen Leute gibt. Die Ausbildung zur Standaufsicht habe ich aber, nutze sie aber nur vereinsintern).


    - Ich suche im Verein einen geistigen und körperlichen Ausgleich sowie körperliches Training, werde ich diese Dinge dort finden?
    - Ich habe gehört, dass man zunächst mit Luftdruckwaffen übt, wie lange dauert es in etwa, bis man mit einer Schusswaffe schießen darf?
    - Führt die Mitgliedschaft letztlich dazu, dass ich eine Waffenbesitzkarte beantragen und mir eine eigene Schusswaffe zulegen kann? Welche Beschränkungen gibt es bezüglich Pistolen und Revolvern?
    - Wenn ich genug Erfahrungen gesammelt und die oben erwähnte Schusswaffe tatsächlich gekauft habe, kann ich diese dann zu den Schießzeiten zum Verein bringen (Waffe und Munition getrennt usw.) und dort mit dieser schießen?
    - Welche Verpflichtungen kommen auf mich zu?

    Hallo, erstmal willkommen hier bei uns im Forum.

    im Folgenden versuche ich deine Fragen kurz und bündig zu beantworten. Ich möchte jedoch vorwegschicken, dass man den Schießsport in einem Verein keinesfalls mit dem Schießen auf dem Jahrmarkt oder mit einer Softairpistole im Wald vergleichen kann

    - eine geistigen und körperlichen Ausgleich wirst du auf alle Fälle finden, denn Konzentration und Körperkontrolle sind sehr wichtig. Das sportliche/körperliche Training wie Laufen und Fitness musst du dir natürlich auch zu Hause selbst draufschaffen, denn je trainierter man ist, desto ruhiger kann man am Schießstand sein.

    - Auch Luftdruckwaffen sind Schusswaffen, denn auch damit kann man andere verletzen und daher muss auch dabei mit Sorgfalt umgegangen werden. Wenn du aber mit größeren Kalibern schießen willst, kannst du das auch sofort machen in einem Schützenverein, der dies auch anbietet. Jedoch würde ich dir den Einstieg über die Luftdruckabteilung empfehlen, denn hier lässt sich günstiger trainieren (Munitionskosten) und du kannst die ganze Technik günstiger erlernen

    - Allein die Mitgliedschaft in einem Schützenverein reicht nicht zum Erwerb einer Waffenbesitzkarte (WBK) aus. Du musst auch das sportliche Schießen nachweisen (Schießbuch über 1 Jahr führen, mind. 18 mal schießen) und auch so als zuverlässig eingestuft werden (nicht einschlägig vorbestraft oder z.B. wegen Trunkenheit am Steuer verurteilt, denn dann mangelt es an Zuverlässigkeit). Außerdem muss man die Waffensachkunde in einer Prüfung nachweisen.
    Es gibt eine mengenmäßige Beschränkung an Waffen, die man erwerben darf (ich glaube max. 5 Kurzwaffen). Der sportliche Gebrauch der Waffen muss aber gegeben sein (nicht nur erwerben und dann im Schrank zu Hause haben)
    Auch kostet dies alles Geld (Sachkundeprüfung, Schießen, Beantragen beim Landratsamt, Eintragung der Waffen in die Karte, usw.)

    - es gibt verschiedene Arten von WBKs für Sportschützen. Die gelbe WBK für Langwaffen und einschüssige Kurzwaffen, die grüne WBK für automatische Langwaffen und mehrschüssige Kurzwaffen

    - Mit der Waffe kannst du dann zu den Schießzeiten im Verein auch trainieren und an Preisschießen und Meisterschaften teilnehmen (das sollte man dann sogar). Die Waffe darf auch nur auf Schießständen benutzt werden (also kein Schießen im Wald o.ä.)

    - auf dich kommt folgendes zu: Du sollst die Waffe dann auch sportlich benutzen und nicht nur im Schrank halten und natürlich verantwortungsvoll damit umgehen, sowohl in der Aufbewahrung, als auch beim sportlichen Schießen. Wir sind Sportschützen und nutzen die Waffen dann sportlich und nicht um damit zu prahlen. Daher: Mit dem Erwerben einer Waffe erhält man auch Verantwortung.

    Ich hoffe dir damit geholfen zu haben und du nun ein bisschen mehr über den Schießsport weißt. Ich bin selbst auch Student (BWL) und ebenfalls in deinem Alter.

    Hallo,

    es ist wirklich schade, dass auch nach über einem Jahr nach dieser schrecklichen Tat noch keine Ruhe einkehrt und man immer noch einen generellen Sündenbock in Form der Schützenwelt sucht. Es sollte einfach mal ein Schlussstrich gezogen werden, das Waffengesetz wurde verschärft und nun muss wohl an der Prävention und Betreuung von potenziell gefährdeten Jugendlichen gearbeitet werden. Nicht nur immer auf den Schützen herumhauen!!

    Was mir in der Berichterstattung über Winnenden immer etwas fehlt, ist, dass auf der Flucht der Amokläufer bereits gestellt war, am Boden kniete und Polizisten ihn eigentlich schon überwältigt hatten. Doch er entkam nochmal und erschoss weitere 2 Leute und sich selbst. Dass hier aber niemand eine Kritik an Polizisten übt, bzw. an der Ausbildung derselben verwundert mich doch etwas. So hätte man 3 weitere Menschenleben retten können, ganz ohne Gesetzesänderung bzw. -verschärfung, psychologischer Betreuung, usw.

    Hallo LDS,

    an diesem Schreiben hätte ich schon Interesse. Es fehlt einfach die Aufklärung über den Schießsport in der Bevölkerung. Die haben total falsche Ansichten davon.

    Ich bin übrigens auch in deinem Alter (bin 21) und auch Jugendleiter bei uns im Verein. Ich kann dir auch ein schönes Beispiel liefern von einer Jungschützin. Ihre Eltern wollten sie nicht schießen lassen, da sie gegen den Schießsport waren (zu viel Gewalt, sahen keinen Sinn, kein richtiger Sport waren die Argumente). Ein Bekannter und zugleich selbst Schütze konnte sie aufklären und umstimmen.
    Nun ist ihre Tochter sehr erfolgreich, zweimalige Jugendkönigin, schießt in der Auswahl und auf der Bayerischen Landesmeisterschaft und natürlich ist sie so auch öfters in der regionalen Zeitung. Nun sind die Eltern sehr stolz auf sie, sind sehr hilfsbereit und stehen mir oft als Fahrdienst für die Schützenjugend bereit, wenn ich jemanden brauche. Sie wollen sogar nach München zur Landesmeisterschaft fahren.
    Das ist doch mal ein Beispiel mit gutem Ausgang.

    Hallo LDS,

    ich komme auch aus Bayern und leider gibt es in unseren Gefilden keine solchen Schützenfeste wie weiter nördlich der Republik. Ich denke, dass ist fast mit einer Fahnenweihe bei uns zu vergleichen.

    Wir haben halt eher Beteiligungen an Festen, wie z.B. Kirta (=Kirmes) im Ort, Preisschießen oder Feierlichkeiten innerhalb des Vereins. Große Schützenfeste sind bei uns eher unüblich.

    Hallo,

    ich denke, dass man für diesen Preis einfach ein paar Abstriche machen muss. Aber für den Preis ist es das Gewehr allemal wert. Dass man es nicht mit einem Anschütz 9003 oder einem FWB P700 vergleichen kann, dürfte bei diesem Preis wohl jedem einleuchten.

    Mein Tipp: Kauft euch doch ein 10 Jahre altes FWB P70 oder ein Anschütz 2002 bei eGun. Die gibts für 800-1100 Euro. Man muss nur ein wenig suchen und da hat man dann wirklich ein top Gewehr. Und was sind schon 10 Jahre bei so einem Gerät? Wir/Ich hatte noch kein größeres Problem damit. Einfach hi und da warten lassen. Macht man ja mit seinem PKW auch so.

    Das Lichtschießen ist schön und gut und ist als Einstieg in den Schießsport sicherlich ganz gut. Aber als dauerhafte Einrichtung, ja damit sogar noch den kompletten Schießsport abzulösen geht mir deutlich zu weit. Es fehlt damit die ganze Dynamik beim Schießen, der Rückstoß des Gewehres, Verreißer etc. sind so nicht möglich. Es würden die typischen Dinge des Schießens mit Munition verloren gehen.

    Das wäre so als würde man bei der Formel 1 nur noch mit Elektroautos fahren. Das wäre ja auch möglich, aber es wäre nicht mehr die typische Formel 1. Es würden die Motorengeräusche fehlen, die ganze Technik eines Verbrennungsmotors, einfach das, was typisch dafür ist, würde verloren gehen

    Hallo Erzwo,

    dein Beispiel klingt sehr schön und ist in einer Großstadt sicherlich auch zu realisieren, doch bei uns auf dem Land mit ca.2000-3000 Einwohnern schlicht unmöglich. Wir haben Mitglieder aus einem Umkreis von 20-30 Kilometern, da wir 50 und 100 Meter Stände haben und das nicht so häufig ist. Diese Mitglieder würden von dieser Betreuung usw. nicht profitieren und daher höchstwahrscheinlich austreten. Dies sind aber kein Nörgler oder sonstiges, sondern fleißige und erfolgreiche Schützen, die auch mal mithelfen wenn jemand gebraucht wird.
    Außerdem sind z.B. die Kids aus meinem Verein nicht nur bei den Schützen, sondern auch bei der Wasserwacht, dem Kirchenchor, Fußballverein, Trachtenverein, spielen Musik und gehen zur Schule und ins Schwimmbad. Daher sind sie eh schon sehr gut ausgebucht und haben fast die ganze Woche zu tun. Wann würden sie dann Zeit finden, um die zusätzlichen Angebote im Schützenverein zu nutzen?

    Also wie gesagt: Schöne, idealtypische Idee, die evtl großstadttauglich ist, aber für uns Dorfvereine nicht umsetzbar ist.

    Hallo,

    natürlich kann ich euch nur zustimmen, dass jeder seine eigene Größe finden muss. Das gilt aber nur für bessere Schützen, denn ein Anfänger hat da noch andere Probleme.

    Daher meine Frage: Wie groß sollten die Ringkorne in Vereins- und Jugendgewehren ungefähr sein, damit sich Anfänger und Kids, die ja auch gerade erst in den Schießsport einsteigen, noch wohl fühlen damit. Wir haben zwischen 3,5 und 4,2 alles bunt gemischt drin.