- Ich suche im Verein einen geistigen und körperlichen Ausgleich sowie körperliches Training, werde ich diese Dinge dort finden?
- Ich habe gehört, dass man zunächst mit Luftdruckwaffen übt, wie lange dauert es in etwa, bis man mit einer Schusswaffe schießen darf?
- Führt die Mitgliedschaft letztlich dazu, dass ich eine Waffenbesitzkarte beantragen und mir eine eigene Schusswaffe zulegen kann? Welche Beschränkungen gibt es bezüglich Pistolen und Revolvern?
- Wenn ich genug Erfahrungen gesammelt und die oben erwähnte Schusswaffe tatsächlich gekauft habe, kann ich diese dann zu den Schießzeiten zum Verein bringen (Waffe und Munition getrennt usw.) und dort mit dieser schießen?
- Welche Verpflichtungen kommen auf mich zu?
Hallo, erstmal willkommen hier bei uns im Forum.
im Folgenden versuche ich deine Fragen kurz und bündig zu beantworten. Ich möchte jedoch vorwegschicken, dass man den Schießsport in einem Verein keinesfalls mit dem Schießen auf dem Jahrmarkt oder mit einer Softairpistole im Wald vergleichen kann
- eine geistigen und körperlichen Ausgleich wirst du auf alle Fälle finden, denn Konzentration und Körperkontrolle sind sehr wichtig. Das sportliche/körperliche Training wie Laufen und Fitness musst du dir natürlich auch zu Hause selbst draufschaffen, denn je trainierter man ist, desto ruhiger kann man am Schießstand sein.
- Auch Luftdruckwaffen sind Schusswaffen, denn auch damit kann man andere verletzen und daher muss auch dabei mit Sorgfalt umgegangen werden. Wenn du aber mit größeren Kalibern schießen willst, kannst du das auch sofort machen in einem Schützenverein, der dies auch anbietet. Jedoch würde ich dir den Einstieg über die Luftdruckabteilung empfehlen, denn hier lässt sich günstiger trainieren (Munitionskosten) und du kannst die ganze Technik günstiger erlernen
- Allein die Mitgliedschaft in einem Schützenverein reicht nicht zum Erwerb einer Waffenbesitzkarte (WBK) aus. Du musst auch das sportliche Schießen nachweisen (Schießbuch über 1 Jahr führen, mind. 18 mal schießen) und auch so als zuverlässig eingestuft werden (nicht einschlägig vorbestraft oder z.B. wegen Trunkenheit am Steuer verurteilt, denn dann mangelt es an Zuverlässigkeit). Außerdem muss man die Waffensachkunde in einer Prüfung nachweisen.
Es gibt eine mengenmäßige Beschränkung an Waffen, die man erwerben darf (ich glaube max. 5 Kurzwaffen). Der sportliche Gebrauch der Waffen muss aber gegeben sein (nicht nur erwerben und dann im Schrank zu Hause haben)
Auch kostet dies alles Geld (Sachkundeprüfung, Schießen, Beantragen beim Landratsamt, Eintragung der Waffen in die Karte, usw.)
- es gibt verschiedene Arten von WBKs für Sportschützen. Die gelbe WBK für Langwaffen und einschüssige Kurzwaffen, die grüne WBK für automatische Langwaffen und mehrschüssige Kurzwaffen
- Mit der Waffe kannst du dann zu den Schießzeiten im Verein auch trainieren und an Preisschießen und Meisterschaften teilnehmen (das sollte man dann sogar). Die Waffe darf auch nur auf Schießständen benutzt werden (also kein Schießen im Wald o.ä.)
- auf dich kommt folgendes zu: Du sollst die Waffe dann auch sportlich benutzen und nicht nur im Schrank halten und natürlich verantwortungsvoll damit umgehen, sowohl in der Aufbewahrung, als auch beim sportlichen Schießen. Wir sind Sportschützen und nutzen die Waffen dann sportlich und nicht um damit zu prahlen. Daher: Mit dem Erwerben einer Waffe erhält man auch Verantwortung.
Ich hoffe dir damit geholfen zu haben und du nun ein bisschen mehr über den Schießsport weißt. Ich bin selbst auch Student (BWL) und ebenfalls in deinem Alter.