Beiträge von dingo

    Hallo pustefix,

    das allgemeine "mit der Waffe schießt man dieses Munitionsfabrikat" kann man so nicht gelten lassen. Ich war erst vor ein paar Tagen bei einem Munitionstest und habe da ziemlich lange getestet, Eigenmarken, paar Exoten, RWS, Schönebeck (also Lapua) und auch eley. (KK-Munition für ein Anschütz KK-Gewehr)

    Und was kam dabei raus? Von allen Marken gab es Munition die gut und welche die schlecht schoss.

    Beispiel RWS: Mit der Rifle Match konnte ich mit einem Los nicht einmal die 8 auf der 50 Meter KK-Gewehrscheibe halten, mit der Rifle Match S, der Target Rifle und der R50 lief es bedeutend besser (war aber auch von Los zu Los unterschiedlich)
    Schlussendlich wurden es zwei Eigenmarken des Ausrüsters, die aber von RWS gefertigt wurden und vom Ausrüster ausgesucht wurden. Es handelt sich dabei um eine R 50 (für den Wettkampf) und eine Target Rifle (fürs Training).
    Hätte mir nun einer gesagt RWS passt gut auf dein Gewehr, hätte ich unter Umständen auch kräftig in den "Mist" fassen können. Daher musst du solche Aussagen immer mit Vorsicht genießen.

    Gibts einen Trick, wie man diese Kugeln abbekommt, denn ich habs schon bei meinem Anschütz-Verschluss versucht und ich bekomm die einfach nicht runter? (habs mit abschrauben versucht)

    Aber jetzt entfernen wir uns wieder vom Thema, daher ein kleiner Schwenk: Die KK-Gewehre im 2. Weltkrieg hatten noch keine solchen abschraubbaren farbigen Kugeln ;)

    Geht ganz einfach: In der heutigen Zeit wird der Verschluss häufig außerhalb der Waffe transportiert (Waffe ist somit nicht schussbereit). Läufts ganz blöde und man nimmt z.B. mal eine andere Gewehrtasche und der Verschluss ist noch in der anderen Tasche, fährt man evtl. ohne Verschluss zum Wettkampf. Und du hast recht: Das ist verdammt peinlich und vor allem auch ärgerlich. (ist mir aber noch nicht passiert)

    Zum Thema nummerngleich: Ich kenne das von den K98-Karabinern, die im 2. Weltkrieg zum Einsatz kamen. Angenommen man ist im Krieg und seine Waffe hat einen Defekt am Verschluss, aber ein Gewehr vom gefallenen Kameraden hat noch einen guten Verschluss, dann wird einfach dieser Verschluss eingesetzt und das Gewehr ist somit nicht mehr nummerngleich. Das ist zum einen für Sammler interessant, aber auch für Schützen selbst, da nicht-nummerngleiche Systeme i.d.R. auch nicht so gut aufeinander abgestimmt sind und deshalb auch die Präzision darunter leiden kann.
    Die Nummer steht auf dem Gewehr meist oben vor dem Patronenlager oder seitlich in der Nähe des Patronenlagers. Wo die Nummer am Verschluss steht, hängt von der jeweiligen Waffe ab.

    Ich habe ein solches "Schützenfest" mal im Fernsehen gesehen, da wurde es reichlich negativ dargestellt als das von pustefix beschriebene dreitägige Saufgelage.

    Solch Saufgelage-Schützenfeste habe ich bei uns im südlichen Bayern noch nicht gesehen, aber interessant wäre es schon einmal einem solchen mehrtägigen "Spektakel" beizuwohnen und sich selbst ein Bild davon zu machen. Bisher ist mein Bild davon leider etwas negativ geprägt.

    Jetzt hört doch bitte hier das Jammern auf und freut euch darüber, dass dieses Jahr wenigstens wieder KK geschossen wurde. Im letzten Jahr wurde dort mit Lichtgewehren geschossen, das hat sich nicht durchgesetzt. Anstatt jetzt über die Sicherheit zu jammern (wir sind die Schützen, das machen doch eh schon genug Antis!!), freut euch doch, dass wieder "wirklich" geschossen wird und das Lichtschießen das echte Schießen bei weitem nicht ersetzen kann.

    In Ruhpolding sind die Zuschauer übrigens nur hinter den Schützen, nicht seitlich.

    Hallo Mattl,

    ja ich kann mich dir nur anschließen. Nach meiner Mann-gegen-Mann-Schmach habe ich am nächsten Tag gleich beim Gaukadertrainingslager geschossen, um halb zwei in der Nacht mit Rockmusik und es wurden 389 Ringe!! Somit kann ich mit einem guten Gefühl ins Jahr 2012 starten.

    Und so einen guten Start wünsche ich natürlich auch noch allen anderen hier im Forum!!

    Das Problem sitzt in der Politik. Solange die Anti-Schießsport-Parteien "Die Grünen", "Die Linke" und die "Spd" so massiv gewählt werden, schlittern wir wohl geradewegs ins Unglück. Hier muss Aufklärung betrieben werden, dass solche Parteien in Deutschland nie zu mächtig werden. Leider habe ich aber das Gefühl, dass sich das bereits bei der nächsten Bundestagswahl drehen wird.
    Wo bist du denn in Bayern, P.O. Ackley, denn bei uns in Süd-Ostbayern ist die Welt an sich auch noch in Ordnung.

    Ich finde es aber eine bodenlose Frechheit, dass immer gegen die Schützen gewettert wird, sogar ohne jeglichen Grund und dass man uns im gleichen Atemzug mit solchen Idioten wie Neonazis nennt. Wo ist denn hier die Gerechtigkeit? Wo ist hier der Gleichstellungsbeauftragte? Ja, auch wir Schützen sind Menschen und die meisten sogar noch sehr gute!!

    Ich finde das eine Frechheit. Verstößt solch eine Diffamierung der Sportschützen nicht gegen geltendes Recht? Schule sollte doch ein Politik-freier Raum sein und diese Diskussion ist ganz klar politisch motiviert. villa_carlotta, weißt du da näheres, vielleicht könnte man diesen A--- ja ans Bein pinkeln?

    Schade, dass solche Vorträge nicht bei uns in der Schule gehalten wurden, ich hätte diesem Möchtegern-Superprof mal gern meine Meinung gesagt.
    Naja, aber bei uns in Bayern ist die Stimmung (noch) relativ positiv. Da schießt sogar der Zahnarzt gegen die Kindergärtnerin, der Elektriker gegen den Banker - und dabei sind alle gleich. Das ist für mich Schützengemeinschaft!! Das sollte mal transportiert werden!!

    Im übrigen habe ich zu Schulzeiten auch ein Referat über Sportschießen gehalten, genauso wie schon zig meiner Schützlinge im Verein. Und alle hatten Einser, höchstens mal einen Zweier. Die 5 finde ich aber schon eine Frechheit, vor allem mit der oben genannten Begründung!!

    Michael Kuhn:

    Was wärn denn da für Pröbchen drin und wie viel Euronen müssen auf den Rückumschlag geklebt werden?

    Ich habe bisher ein Tetra Gun Waffenöl im Verein in Gebrauch, das aber schon älter ist. Negativ daran ist, dass es riecht, als würde man das Gewehr mit Jauche "einölen". Ist das normal oder liegt das evtl am Alter, bzw. kann man dagegen etwas machen? (das Ballistol riecht ja schön nach Wald und Wiese, schmiert aber nicht so schön wie Tetra Gun)
    Und ein Waffenfett in der Tube habe ich von Tetra Gun. Damit möchte ich die Verschlüsse der Gewehre "schmieren".

    Was sind denn sonst noch Must-Haves für die Waffenpflege oder reicht das eh schon? (Achja: QuickClean-Schnüre habe ich noch zum Durchziehen der Läufe)

    Hallo,

    wenn du sagst, es liegt wohl am Ansetzen an der Schaftbacke, kann auch noch etwas viel einfacheres helfen: Lege deine Backe immer sauber mit dem Wangenknochen auf die Schaftbacke ohne viel "Fleisch" von der Backe mitzunehmen. So kannst du deinen Anschlag am besten immer wieder genau wiederholen.

    Vielleicht rutscht du auch etwas auf der Schaftbacke? Hier würde ich dir eine Auflage für die Schaftbacke aus z.B. Moosgummi empfehlen. Sie verhindert, dass du mit einer etwas verschwitzten Backe abrutscht. Kostet nur ca. 5 Euro und hilft dir vielleicht auch weiter.

    Was kosten dann eigentlich diese Baur-Schuhe? Werden bestimmt nicht billig sein, wenn es sich um "Maßanfertigungen" handelt.

    @Kruemel: Ich schieße auch mit Unterwäsche von X-Bionic bzw. X-Socks und bin sehr zufrieden. Wobei - dafür haben wir schon mal einen eigenen Thread aufgemacht.

    Eine sehr interessante Übersicht, danke Zebo.

    Was mich interessieren würde: Wieso ist Feinwerkbau im LG-Sektor im Vergleich zu z.B. Anschütz so dermaßen stark? Bis vor ein paar Jahren war Anschütz noch immer gut dabei (z.B. Olympiasieg von Katerina Emmons 2008 mit dem Anschütz 2002). Auch die neuen 9003er sind an sich Top-Gewehre. Macht Feinwerkbau hier nur die bessere Promo oder was ist daran wirklich so viel besser?
    Walther ist auf dem aufsteigenden Ast und hat mit der neuen 400er Reihe im neuen Jahr bestimmt noch die ein oder andere Medaille mehr.
    Und dass Anschütz bei den KK-Gewehren sehr stark ist, ist schon traditionell immer so gewesen. Wobei sich hier ebenfalls die Frage aufdrängt: Ist hier Feinwerkbau wirklich so viel "schlechter"?

    Leider kenne ich dir Baur Schuhe auch nur vom Namen her. Somit kann ich dir darüber nichts berichten. Tut mir leid.

    Ich hatte vor meinen Corami-Schuhen auch Anschütz ahg Schuhe (keine Meindl). Diese hatte ich ca. 10 Jahre und sie verrichteten auch zuverlässig ihren Dienst. Doch mit den Corami habe ich einen noch etwas besseren Stand.

    Bei uns schießen einige Jungschützen die billigsten Schuhe von Holme. Diese haben zwar keine so große Steifigkeit, aber für Einsteiger reichen die auch aus.
    Mein Vater schießt übrigens auch Meindl-Schuhe und ist, anders als der Blacky, auch zufrieden damit.

    Da du leider keine Möglichkeit hast, sie vor Ort mal zu testen, würde ich dir folgendes raten: Probier doch mal Sauer-Schuhe von deinen Kollegen, sodass du deine ungefähre Größe weißt und bestell dir dann solche und schau mal, wie du damit zurechtkommst. Falls du dir Corami bestellen willst, bestell dir auch das Anpassungsset mit dazu, denn das brauchst du, um ein angenehmes Fußbett zu "formen". Achja: Bei mir fallen die Corami eher größer aus. Also wenn du keine dicken Socken drunter anziehst, eher bisschen kleiner bestellen.

    Hallo Kruemel,

    erstmal Willkommen bei den Meisterschützen von einem weiteren Linksschützen.

    Ich kann dir aktuell von 3 Schießschuh-Modellen berichten:

    Ich selbst schieße die Corami-Schießschuhe. Es gibt ein Anpassungsset und erst nach mehrmaligem Ausprobieren fand ich die "richtigen" Einlagen sodass ich ohne Schmerzen schießen konnte. Die Erfahrung, dass am Anfang die Füße schmerzen, kann ich bestätigen. Dafür tragen sie sich jetzt wirklich hervorragend und ich kann sie nur weiterempfehlen.

    Eine Schützenkollegin hat die Sauer Schießschuhe (aktuelles Modell). Sie sind sehr formstabil, vermitteln einen guten Halt, kurzum: Auch sie empfiehlt diese Schuhe weiter.

    Meine Mutter schießt ein etwas "günstigeres" neues Modell von Anschütz ahg (ca. 140-150 Euro). Auch diese Schuhe vermitteln ihr einen guten Halt und sie ist sehr zufrieden damit.

    Im Grunde hilft wieder mal nur probieren, wobei man bei Schießschuhen nicht allzu viel verkehrt machen kann. Wichtig ist halt, dass sie gut passen und dass man gute und vor allem immer die gleichen Socken drunter hat.

    Hallo Birgitt und herzlich willkommen bei den Meisterschützen.

    Steyr-Gewehre sind in der Regel ganz gut und auch zuverlässig. Ich würde das Gewehr einfach ein paar Mal testen und schauen, wie es dir liegt und wie du damit klar kommst.

    Normalerweise dürfte das LG 20 bereits einen Stabilisator haben, sodass dies schon eine ruhigere Schussabgabe im Vergleich zum 601er geben dürfte. Das LG 20 ist ein Pressluftgewehr, oder (gabs das auch noch als Seitenspanner?)?
    Du musst auch darauf achten, wie alt die Kartusche ist, denn sie darf nicht älter wie 10 Jahre sein. Ansonsten musst du dir eine neue besorgen (ca. 150 Euro) oder sie Tüven lassen, wenn es eine Stahlkartusche ist. (ca. 50-60 Euro bei Steyr)
    Somit würde ich sagen: Das Gewehr darf max. 600-700 Euro kosten, je nach Zustand. Sollte die Kartusche bereits abgelaufen sein, würde ich den Betrag, der für das erneute tüven der Kartusche fällig wird, noch abziehen.

    Wie ist das Gewehr in Schuss? Hast du evtl. Bilder davon? Und erzähl dann doch mal wie das Gewehr so liegt und wie es dir damit ergeht.

    Hallo und zuerst einmal Frohe Weihnachten auch von meiner Seite.

    Und nun zur eigentlichen Frage: Hat wer von euch Schießsportausrüstung oder evtl. sogar eine Waffe zu Weihnachten bekommen oder verschenkt?

    Ich habe neue Schießschuhe verschenkt (Mutter) und fahre die nächsten Tage noch zum Schießsportausrüster. Da lässt sich fürs Weihnachtsgeld bestimmt noch etwas finden!!

    Auch bei meinen Jungschützen sind solche Geschenke zu Weihnachten immer beliebt, denn so können sie sich die Ausrüstung vervollständigen.

    Ich wollte keine Schärfe hineinbringen, habe die Ausrufezeichen unbewusst gesetzt und ohne Bedeutung.

    Wenn das so im Norden gehandhabt wird, finde ich das auch OK, ich habe es in der Süd-Bundesliga einfach schon anders mitbekommen.

    Im übrigen bringe ich meinen Nachwuchsschützen auch bei, das Gewehr nicht lose auf dem Stativ liegen zu lassen, aus dem einfachen Grund, dass es herunterfallen kann.
    Natürlich macht das Herunternehmen Sinn, der Punkt ist aber, dass es keine Regel dafür gibt (was ein Veranstalter vorschreibt, ist wieder eine andere Sache).