Hallo Wilhelm,
was ihr (wir) dringend braucht, wäre eine kleine Anfrage an die Bremer Regierung analog zu Berlin, wie viele erteilte waffenrechtliche Erlaubnisse an Privatpersonen in den letzten Jahren, sagen wir ab 2003, wegen Missbrauch widerrufen wurden, am besten noch mit genauer Angabe des Grundes. Ich könnte mir gut vorstellen, dass dabei ähnlich niedrige Zahlen wie in Berlin herauskommen könnten. Zur Erinnerung, in Berlin waren es im Zeitraum von 2003 - 2011 genau sieben Fälle, diese Zahl sollte man sich mal durch den Kopf gehen lassen. Dann hätte man ein schlagkräftiges Argument gegen diesen ganzen Wahn. Habt ihr da denn keinen Politiker mit geeignetem Rückgrat für?
Der von Dir verlinkte Artikel spricht ja auch schon wieder Bände: Amok in Lüttich, zu viele Waffen im Umlauf, Entwaffnung, Verbot GK-Kurz, Biometrisierung* usw.
Zu deiner Frage: Hat sich der NWDSB überhaupt schon in der Sache geäußert? Vielleicht möchte er das ja gar nicht oder fühlt sich irgendwie nicht richtig zuständig. Auf der Internetseite findet man dazu jedenfalls nichts. Vielleicht denken die ja, soll der Kohlheim doch alleine machen. Du hast ja sicher schon mitgekriegt, dass es hier auch einige Foristi gibt, bei denen gerade der Präsident des NWDSB nicht immer für totale Begeisterungsausbrüche sorgt.
Mit bestem Schützengruß
Frank
* Die Firma, dessen Name nicht genannt werden darf, ist wohl auch schon wieder aktiv
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Hallo Frank,
Du hast natürlich vollkommen Recht. Wir ( !!! wer sind wir eigentlich) sollten offiziell die Bremer Regierung zu einer Stellungnahme und Antworten auf unsere Fragen auffordern. Das wäre z. B. eine der vordringlichsten satzungsgemäßen Aufgaben des zuständigen Verbandes NWDSB.
Dass der Angriff auf das Schützenwesen nach dem misslungenen Versuch in Stuttgart jetzt im Norden stattfindet, kann auch aus der Überlegung erfolgen, dass die hier vertretenen Verbände verbandspolitisch eher als "schwach" (meine persönliche Meinung) einzuschätzen sind, die Durchsetzung hier für wahrscheinlicher gehalten wird, auch wenn es den Anschein hat, dass es sich bei den Initiatoren um "Profilfinder" in der eigenen Parteienszene handelt.
Ich halte die Situation mittlerweile für unerträglich. In welchem Land lebe ich?
Meine Fragen an die SPD-Fraktion der SPD Bremen vom 4.12.2011 - per EMail - blieben bisher unbeantwortet:
Sehr geehrte Damen und Herren,
meine ehrenamtliche Arbeit gilt dem Schießsport, insbesondere der Nachwuchsarbeit. Die Verlautbarungen der SPD, zur Absicht, eine Waffensteuer in Bremen einzuführen, irritieren die Schützen in ganz Deutschland, denn damit würde der EXODUS des Schützenwesens in Deutschland nicht nur aus dem Sport sondern auch aus der Gesellschaft eingeleitet oder fortgesetzt werden.
Bitte teilen Sie mir mit, wie Sie mit der Abschaffung der Sportwaffen in den Privathaushalten über eine gewillkürte Steuerlast für Sportschützen/innen die Entwicklung der Schützenvereine in Ihrer Region bis zum 31.12.2015 sehen?
Wird sich der Mitgliederrückgang (LSB Bremen 2004: 3.704 – 2010: 3181 >>> -9,4%) beschleunigen?
Werden die Mitgliedsbeiträge aufgrund der hohen Investitionen für die in den Schützenhäusern angedachte zentrale Aufbewahrung von Sportgeräten steigen?
Werden Schützenvereine sich aus den Vereinsregistern abmelden müssen und sich die SPD damit zum „Totengräber“ des Schützenwesens „empfehlen“?
Warum loben Sie (wie auch ihre politischen Gegner) immer wieder bei öffentlichen Auftritten die “großen sportlichen, sozialen und gesellschaftlichen Leistungen“ der Schützen, wenn Sie mit der Waffensteuer den Schützen sozusagen das legal erworbene und sicher aufbewahrte Sportgerät, welches keinerlei Deliktrelevanz besitzt, indirekt das Sportgerät enteignen und somit auch die freie Entfaltung des Bürgers bei dessen Sportausübung einschränken?
Welche Kosten insgesamt und bezogen auf den Einzelfall entstehen der Verwaltung tatsächlich für die Ausübung des Waffenrechts?
Halten Sie es angesichts der Gewaltausbrüche, Körperverletzungen und Eigentumsverletzungen und deren Verhinderung durch den Einsatz immer größerer Polizeieinsätze vor, während und nach Fußballspielen diese Einsätze nicht für sehr kostenintensiv und im Ergebnis volkswirtschaftlich ungedeckt?
Halten sie die Zahl von 18.300 Waffen in der Hand von ca. 2800 Schützen/innen ab 21 Jahre (Lt. LSB-Statistik auf den 1.1.2010) für realistisch?
Würde die angedachte jährliche Waffensteuer-Einnahme von 5 Mio. Euro nur kurzfristig erzielbar sein?
Welchen Grund gibt es dafür, den Kindern pädagogisch wertvollen Konzentrationssport zum Beispiel auch mit den Lichtgewehren und -pistolen zu untersagen?
Für eine Beantwortung meiner Fragen t wäre ich Ihnen sehr dankbar. Für Rückfragen stehe ich Ihnen auch gerne unter xxx yyyyyyyyy zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Wilhelm Schwaberau
Referent für Öffentlichkeits- und Nachwuchsarbeit
Kreisjugendsportleiter
im
Schützenkreis Bleckede