Beiträge von Wilhelm

    Dan More,

    danke für die vergleichenden Fragen.

    @ Frank
    den Ansatz, den Schießsport selbstbewusst und zeitgemäß darzustellen, Veränderungen von unten, von der Basis zu erreichen, entspricht genau dem, was ich mit Öffentlichkeits- und Nachwuchsarbeit, seit 10 Monaten auch als Kreisjugendsportleiter "praktiziere". Mit neuen Ideen, guten Kontakten zur Presse, Motivation von Gleichgesinnten, professionellere Ansätze bei der Organisation, Finanzierung und Durchführung von Veranstaltungen auch für die Öffentlichkeit schaffen wir es das zu demonstrieren was wir sind: Sportler/innen, Mitbürger die aktiv das kulturelle und gesellschaftliche Leben einer Region mitgestalten, deliktfrei und mit dem Sinn für Gemeinschaft.

    Dieser Ansatz funktioniert aber nur, wenn Du neben der Bevölkerung damit auch die nächste Ebene in unseren Strukturen erreichst, bzw. sich diese erreichen lässt. Angesichts der Tatsache, dass das mit sehr viel Arbeit, Engagement und Nachhaltigkeit verbunden ist, werden - das ist meine Erfahrung - nach "das brauchen wir nicht", "wozu der Aufwand?" selbst bei eingetretenen Erfolgen die Augen geschlossen und die Stimmen stumm etwas verändern zu müssen.

    Angesichts des erreichten Alters vieler ehrenamtlichen Funktionäre kann ich auch verstehen, dass diese es physisch schon gar nicht auf Dauer schaffen, nachhaltig daran zu arbeiten und sich für neue Entwicklungen im Schützenwesen und einem geänderten Selbstbewusstsein zu motivieren.

    Da die Vereine nicht von den Kreisen und Bezirken in der von Dir angedachten Forderungen nach mehr Unterstützung, mehr Information und Aufklärung, ohne gelebtes CI unterstützt werden, fehlt auch "von oben her" die Unterstützung. Als Einzelkämpfer wollen sie mit dem Undank ihres ignorierenden Umfeldes auch nicht in die Geschichte eingehen.

    Die nächste Ebene bilden die gegenüber dem DSB autonomen Landesverbände mit bezahlten Arbeitskräften. Diese satzungsgewollte Autonomie lässt es m. E. auch nicht zu, mit einer starken Stimme DSB zu handeln und zu sprechen.

    Auf die "anderen Verbände" möchte ich gar nicht eingehen, da sie in der Vergnagenheit und auch jetzt noch, ihren Einzelinteressen nachgehen, mit Nachwuchsarbeit nichts im Sinn haben und so wenig kooperativ zum DSB auftreten. Ihre Chance sehe ich in der personellen und finanziellen Unterstützung der unabhängigen IG von prolegal.

    Um die Position eines "starken Deutschen Schützenbundes" zu stärken, dessen Abhängigkeit von Fördermitteln und Großsponsoren einzugrenzen, halte ich zudem eine Beitragserhöhung für unumgänglich.

    Hallo zusammen,

    es gibt ein Buch von Nadine Hampel
    Das Schützenfest als kultureller Sonderfall
    dargestellt am Beispiel einer westfälischen Kleinstadt - eine kulturell-phänomenologische Erörterung
    Juli 2010, Vdm Verlag Dr. Müller.

    Mit folgender Beschreibung:
    Das Buch Das Schützenfest als kultureller Sonderfall richtet sich im Besonderen an Experten aus dem Bereich Kultur und Kulturforschung, aber auch an Studenten und Wissenschaftler der Bereiche Kultur, Brauchtum, Sprache, Geschichte und Entwicklung. Neben der detaillierten Geschichte des Schützentums und dessen Bräuchen im Allgemeinen, erläutert die Autorin leicht verständlich und doch anspruchsvoll an einem besonderen Beispiel, wie sich das Schützentum, Schützenfest und dessen Brauchtümer und Bestimmungen entwickelt haben. Außerdem wird eine Tendenz zur Zukunft des Schützenwesens erarbeitet. Ein selten behandeltes und fast schon in den Schatten moderner Kulturforschung gedrängtes Thema wird hier anschaulich und unterhaltend erörtert und erwacht zu neuem Leben, wobei der wissenschaftlich-theoretische Aspekt trotzdem nicht vernachlässigt wird.
    Hat evt. jemand das Buch bereits gelesen?
    Da es 49 Euro kosten soll, würde ich vor der Investition gerne eine oder mehrere Kommentierungen dazu hören/lesen.

    Hallo Karl,

    m. W. gibt es dazu keine Kurzfassung. Ich habe mir beim Lesen auch Zeit gelassen. Auch habe ich die zitierten Gesetzesstellen noch nicht nachvollzogen. Ich finde das ganze Urteil jedoch lesenswert, weil die Sicht des BVA gut rüberkommt und deutlich macht, dass professioneller Einsatz erforderlich ist, um alle Anforderungen des Gesetzgebers zu erfüllen. Emotionen und nur halb oder nicht erfüllte Anforderungen - aus Halbwissen? - reichen nicht, um eine Sportordnung vom BVA genehmigt zu bekommen.

    Wer in diesen Tagen davon träumt, im kommenden Jahr einen neuen Verband für Schießsporttreibende zu gründen, mit der „Zielsetzung "Schießsport für jung und alt - für jeden etwas - Schießsport aller Art unter einem Dach“ oder so ähnlich, sollte sich mit dem Urteil urteil_zum_prozess_genehmigung_sportordnung_111110.pdf
    befassen, welches der FSD-Verband „Freie Schützen in Deutschland e.V. „erstritten“ hat, im Zuge der Genehmigung einer Schießsportordnung fsd_schiesssportordnung_entwurf_2010.pdf

    Auch wenn es aus Schützensicht nicht positiv aussieht, kann man aus den Argumentationen des BVA etwas lernen.

    Hallo,

    finanziell war von vornherein gesagt worden, dass es eng wird. Es wurde aber auch gesagt, dass ein Darlehn aufgenommen wird um alles fertig zu bekommen. Ich finde, es ist schon viel geleistet worden und es war kein Fehler es so zu machen. Als man sich entschloss das Zentrum zu bauen, war auch ich sehr skeptisch zumal es ja auch an unseren Geldbeutel ging. Aber ich glaube mit den Elan wie die dabei sind wird es schon laufen.

    Gruß Kogge

    Hallo Kogge,

    das bisher Geschaffene ist das Ergebnis von vielen fleißigen Arbeitern und Helfern, sicherlich auch von den verbandsseitig Beauftragten Ehrenamtlichen und Angestellten. Denen gilt meine hohe Anerkennung. Auch ich gehöre grundsätzlich zu den Befürwortern des LLZ bzw. Investitionen in die Zukunftsfähigkeit. Das setzt jedoch Sruktur- und Planungsarbeit, Transparenz für die Mitglieder voraus. Letzteres erfolgt m. E. selbst auf Nachfrage nicht.

    Die mittlerweile drei Info-Blätter sind eher nichtssagend.

    Was am Ende das LLZ ausmacht wird wohl auch erst dann, wenn alle Umbau und Erweiterungsbauten erledigt sind, feststehen. M. E.befindet sich der Verband und damit natürlich auch die angeschlossenen Bezirke, Kreise und Vereine mit einer über dem Bundesschnitt abnehmenden Mitgliederzahl auf sehr dünnem Eis. Nachdem jetzt die Eigenmittel verbraucht wurden (ca. 1 Mio.) ist der Fortgang der Arbeiten abhängig von den auf 20 Jahre gestreckten jährlichen Sonderzahlungen der Mitglieder in Höhe von 1,50 €. Der notwendige Kredit von ca. 1,5 Mio € war nach Auskunft im August noch nicht unterschriftsreif abgeschlossen. Es wird auch zunehmend schwieriger werden, einen Kredit zu günstigen Konditionen für eine vom Kreditgeber eigentlich nicht verwertbare Immobilie (wer würde schon ein altes Werksgelände mit energieaufwändigen Hallen aus einer Sicherungsmasse erwerben wollen?) im Zustand einer drittel- oder halbfertigen Bebauung als LLZ für Sportschützen zu erhalten. Mit den Finanzmitteln aus dem Kredit wäre es dann wohl möglich, ein funktionsgerechtes LLZ bis 2013 zu erstellen. Ich hoffe nur, dass sich die Planungsfehler und notgedrungenen Korrekturen in der Vergangenheit nicht weiter negativ auswirken. Von Anträgen und Fördermitteln über den Fachverband SBN/LSB Niedersachsen hört man ebensowenig wie über Sponsorenverträge, Standnutzungen usw.

    Was nach der Fertigstellung mit welchen Konzepten und Kalkulationsrechnungen geplant ist, wurde bisher noch nicht öffentlich. Vielleicht gibt es dazu auch noch nichts verwertbares.

    Als Optimist hoffe und wünsche ich mir vom Verband mehr Initiative und Transparenz, damit er seine Mitglieder wieder erreicht und ihm am Ende nicht nur das Geld für Beitragserhöhungen fehlt sondern auch die Zeit davon läuft.

    ... vielleicht weil Zabbbi denkt wir könnten meinen, sie sei abgehoben. Falsch!
    Zabbbi, du bist da wo dur bist schon unglaublich gut und selbstbewusst.
    Du wirst Deine Ziele alle schaffen.
    Ich drücke Dir die Daumen - falls das helfen sollte.

    Wir hören weihnachtliche Musik "Weihnacht" von Quadro Nuevo.

    Erinnerungen an die eigene Kindheit. Klänge der freudigen Erwartung setzt Quadro Nuevo für die Menschen , die auf der Suche nach Trost , Licht und Liebe sind musikalisch um. :)

    Allen Meisterschützen und ihren Familien, Freunden wünsche ich ein schönes Weihnachtsfest und für das Jahr 2012 bereits jetzt alles Gute, vor allem Gesundheit. Mögen Eure Wünsche alle in Erfüllung gehen.

    Denen, die uns das Forum überhaupt ermöglichen, möchte ich für deren Arbeit herzlich danken, ebenso denen, die diese Plattform zum Meinungsaustausch – ja auch zur Weiterbildung – mit ihren Beiträgen – so unterschiedlich sie auch sind – bereichern. Mit Toleranz und in die Tat umgesetztes Pflichtgefühl für unseren Sport und den gesellschaftlichen Werten, die das Schützenwesen entwickelt hat, werden wir in 2012 zwar vor einer großen Herausforderung stehen – am Ende aber gewinnen.

    Schützenhilfe kommt aus Bayern

    Die Bedrohung des gesamten deutschen Schützenwesens durch weite Teile der Presse- und Politikvertreter hat bei den Schützen bundesweit die Schützenhäuser und Verbandsgrößen erreicht.

    Im Editorial der Dezember-Ausgabe der Bayerischen Schützenzeitung geht Wolfgang Kink, 1. Landesschützenmeister des BSSB, auf die Bedenklichen Entwicklungen im Norden der Republik ein:

    "Die Hansestadt Bremen plant, eine Waffensteuer einzuführen. Und bestimmte politische Kräfte drängen auf ein Verbot von KK-Halbautomaten. Ich darf Euch versichern, wir werden alle unsere Verbindungen zu unseren Volksvertretern auf Landes- und Bundesebene nutzen, diesem Unfug ein Ende zu machen, denn Sportschützen sind weder eine Melkkuh, auf deren Kosten klamme Senatskassen aufgebessert werden können, noch unmündige Staatsbürger, denen so einfach das Sportgerät genommen werden kann. Mit KK-Halbautomaten wird anspruchsvoller Sport betrieben, und die Statistiken beweisen eindeutig, dass von diesen Sportgeräten mitnichten eine Gefahr für die innere Sicherheit ausgeht. Wir werden nicht hinnehmen, dass unser Sport wegen populistischer Vorwahlkampf-Parolen noch stärker beschnitten wird.“

    Die Aussage vom BSSB-LSM bedeutet für mich ein klares Zeichen, dass die momentan eskalierende Gefahr für die Existenz des Schützenwesens im wichtigsten Landesverband innerhalb des DSB erkannt wurde und für die Nordlichter und Freunde des Schießsports mit Halbautomaten mit Hilfe aus dem Süden gerechnet werden kann.

    Hallo Frank,

    Du hast natürlich vollkommen Recht. Wir ( !!! wer sind wir eigentlich) sollten offiziell die Bremer Regierung zu einer Stellungnahme und Antworten auf unsere Fragen auffordern. Das wäre z. B. eine der vordringlichsten satzungsgemäßen Aufgaben des zuständigen Verbandes NWDSB.

    Dass der Angriff auf das Schützenwesen nach dem misslungenen Versuch in Stuttgart jetzt im Norden stattfindet, kann auch aus der Überlegung erfolgen, dass die hier vertretenen Verbände verbandspolitisch eher als "schwach" (meine persönliche Meinung) einzuschätzen sind, die Durchsetzung hier für wahrscheinlicher gehalten wird, auch wenn es den Anschein hat, dass es sich bei den Initiatoren um "Profilfinder" in der eigenen Parteienszene handelt.

    Ich halte die Situation mittlerweile für unerträglich. In welchem Land lebe ich?

    Meine Fragen an die SPD-Fraktion der SPD Bremen vom 4.12.2011 - per EMail - blieben bisher unbeantwortet:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    meine ehrenamtliche Arbeit gilt dem Schießsport, insbesondere der Nachwuchsarbeit. Die Verlautbarungen der SPD, zur Absicht, eine Waffensteuer in Bremen einzuführen, irritieren die Schützen in ganz Deutschland, denn damit würde der EXODUS des Schützenwesens in Deutschland nicht nur aus dem Sport sondern auch aus der Gesellschaft eingeleitet oder fortgesetzt werden.

    Bitte teilen Sie mir mit, wie Sie mit der Abschaffung der Sportwaffen in den Privathaushalten über eine gewillkürte Steuerlast für Sportschützen/innen die Entwicklung der Schützenvereine in Ihrer Region bis zum 31.12.2015 sehen?

    Wird sich der Mitgliederrückgang (LSB Bremen 2004: 3.704 – 2010: 3181 >>> -9,4%) beschleunigen?

    Werden die Mitgliedsbeiträge aufgrund der hohen Investitionen für die in den Schützenhäusern angedachte zentrale Aufbewahrung von Sportgeräten steigen?

    Werden Schützenvereine sich aus den Vereinsregistern abmelden müssen und sich die SPD damit zum „Totengräber“ des Schützenwesens „empfehlen“?

    Warum loben Sie (wie auch ihre politischen Gegner) immer wieder bei öffentlichen Auftritten die “großen sportlichen, sozialen und gesellschaftlichen Leistungen“ der Schützen, wenn Sie mit der Waffensteuer den Schützen sozusagen das legal erworbene und sicher aufbewahrte Sportgerät, welches keinerlei Deliktrelevanz besitzt, indirekt das Sportgerät enteignen und somit auch die freie Entfaltung des Bürgers bei dessen Sportausübung einschränken?

    Welche Kosten insgesamt und bezogen auf den Einzelfall entstehen der Verwaltung tatsächlich für die Ausübung des Waffenrechts?

    Halten Sie es angesichts der Gewaltausbrüche, Körperverletzungen und Eigentumsverletzungen und deren Verhinderung durch den Einsatz immer größerer Polizeieinsätze vor, während und nach Fußballspielen diese Einsätze nicht für sehr kostenintensiv und im Ergebnis volkswirtschaftlich ungedeckt?

    Halten sie die Zahl von 18.300 Waffen in der Hand von ca. 2800 Schützen/innen ab 21 Jahre (Lt. LSB-Statistik auf den 1.1.2010) für realistisch?

    Würde die angedachte jährliche Waffensteuer-Einnahme von 5 Mio. Euro nur kurzfristig erzielbar sein?

    Welchen Grund gibt es dafür, den Kindern pädagogisch wertvollen Konzentrationssport zum Beispiel auch mit den Lichtgewehren und -pistolen zu untersagen?

    Für eine Beantwortung meiner Fragen t wäre ich Ihnen sehr dankbar. Für Rückfragen stehe ich Ihnen auch gerne unter xxx yyyyyyyyy zur Verfügung.


    Mit freundlichen Grüßen
    Wilhelm Schwaberau


    Referent für Öffentlichkeits- und Nachwuchsarbeit
    Kreisjugendsportleiter
    im
    Schützenkreis Bleckede

    Zitat

    Von Minimag
    Zitat von »Wilhelm« Die Startgelder des WSB liegen einschl. der Mehrwertsteuer danach tendenziell etwas über denen des NWDSB.


    Wieso Mehrwersteuer? Startgelder sind steuerlich MwSt-frei.

    Minimag,

    unter der Voraussetzung, dass die Startgelder eines Vereins für Meisterschaftsteilnahmen ausschließlich dem ideellen Vereinszweck zugeordnet werden können, ist Dein Einwand berechtigt.

    Bei meiner o.g. Aussage habe ich jedoch die Startgelder dem Zweckbetrieb zugeordnet, so wie es reinersierra schon vermutet hat.


    Umsatzsteuer kann bei einem gemeinnützigen Verein – also auch Verband – nur anfallen, soweit er unternehmerisch tätig ist. Bezogen auf die vorgegebenen Tätigkeitsbereiche eines Vereins :
    1. Ideeller Bereich (=nichtunternehmerische Bereich),
    2. Zweckbetrieb,
    3. Vermögensverwaltung und
    4. Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb

    ist lediglich der ideelle Bereich von der Umsatzsteuer ausgenommen. Alle übrigen Bereiche unterliegen grundsätzlich der Umsatzsteuer – aufgrund seiner Gemeinnützigkeit im Zweckbetrieb und der Vermögensverwaltung i.d.R. nur mit dem ermäßigten Steuersatz von 7 %. Im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb ist der Schützenverein als Teilnehmer des allgemeinen Wirtschaftsverkehrs nicht gemeinnützigen Unternehmen gleichgestellt und muss den Regelsteuersatz von 19 % an das Finanzamt abführen.

    Von der Erhebung der Umsatzsteuer kann jedoch wiederum abgesehen werden, wenn im gesamten unternehmerischen Bereich die steuerpflichtigen Bruttoeinnahmen (inkl. USt) im vorangegangenen Kalenderjahr die Grenze von 17.500 EUR nicht überstiegen haben und im laufenden Jahr voraussichtlich 50.000 EUR nicht übersteigen werden (Kleinunternehmerregel, § 19 UStG).

    Der Schützenverein hat jedoch die Möglichkeit auf die Kleinunternehmerregelung zu verzichten und bewusst alle seine Umsätze der Umsatzsteuer unterwerfen. Diesen Vorteil nutzen die Vereine dadurch, dass sie Vorsteuern geltend machen können (z. B. aus 19%) und diese höher sind als die auf die Umsätze anfallende Umsatzsteuer (aus z.B. 7%). Die Option auf den Verzicht auf die Kleinunternehmerregel macht allerdings nur Sinn, wenn dieser „Vorsteuerüberschuss“ den Mehraufwand rechtfertigt und auf Dauer von fünf Jahren gesehen wird, denn so lange ist dieser Verzicht für den Verein bindend (§ 19 Abs. 2 UStG).

    Ob der Verein bei Überschreiten oder Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung eine Jahreserklärung oder USt-Voranmeldungen abzugeben hat richtet sich nach der festgesetzten
    USt des Vorjahres (§ 18 Abs. 2 UStG))
    1.) Jahreserklärung: USt für Vj nicht mehr als 1.000 EUR
    2.) Vierteljähliche USt-Voranmeldungen : USt für Vj: 1.000,01 bis 7.500,00 EUR
    3.) Monatliche USt-Voranmeldungen: USt für Vj ab 7.500,01 EUR


    Ich vermute, dass Vereine/Verbände ihren umsatzsteuerlichen Status genau analysiert haben und kleinere Vereine umsatzsteuerlich unter die Kleinunternehmerregelung fallen. Nur die Vereine, "Umsatz-Größere" Vereine/Verbände liegen vermutlich über der Grenze (Einnahmen ab 17.500,01 EUR). Nur wenige Vereine nuzen das Optionsrecht.

    Natürlich ist es Zielführend, dass Sportschützen/innen in wichtigen Gremien der Sport- und Politiklandschaft vertreten sind und wir mit Sitz und Stimme unsere Interessen aktiv wahrnehmen.

    Nur sind unsere Interessen sehr vielseitig. Es kommt deshalb „bei unseren Vertretern/innen“ also sehr darauf an, diesen Anspruch der Vielseitigkeit umzusetzen.

    Die Gefahr, wie sie von Michael gesehen wird, sehe ich ebenfalls. Die Initiative Ziel im Visier setzt – weil es vielleicht so einfacher ist – seinen Fokus auf das Bogenschießen. Das Kugelschießen ist dort m. E. in den Hintergrund getreten.

    Ich behaupte sogar, dass es im Bogenbereich keinen Mitgliederrückgang gibt – Im Gegenteil.