Hallo Chross,
m. W. gibt es keine, bzw. mir nicht bekannte Befragungen/Studien zum Image des Schützenwesens in der Gesellschaft.
In der Arbeitsgemeinschaft DSB/DosB „Projekt Mitgliederentwicklung“ / „Ziel im Visier“ wurde anfangs im Ankündigungs-Anschreiben der DOSB-Mitarbeiter an die Vereine nur festgestellt, dass es "vielschichtige Gründe für rückläufige Mitgliederzahlen" gibt. Man hat sich im Projektverlauf nur mit den abgefragten Innenansichten beschäftigt. Eine Befragung nach dem Image von Schuetzenvereinen in der Bevölkerung hat nicht stattgefunden:
„Da die Gründe für die rückläufigen Mitgliederzahlen sehr vielschichtig sind, möchten wir gerne verschiedene Sichtweisen beleuchten, so z.B. die des Deutschen Schützenbundes, der Landesverbände, der Vereine und der einzelnen Vereinsmitglieder. Die Perspektive der Vereine und der einzelnen Vereinsmitglieder spielt dabei für uns eine herausragende Rolle. Um noch mehr Informationen und Daten zu der Thematik der Mitgliederentwicklung aus Sicht der Vereine und der einzelnen Vereinsmitglieder zu erhalten, haben wir gemeinsam mit dem Deutschen Schützenbund bundesweit zehn Vereine ausgewählt, die wir näher beleuchten wollen. Ihr Verein ist dabei von Ihrem Landesverband vorgeschlagen worden und wir möchten Sie bitten, uns bei dieser Untersuchung zu unterstützen."
Themen zur Mitgliederentwicklung und dem Projekt Ziel im Visier gibt es hier:
https://meisterschuetzen.org/thread/1842-mi…-schuetzenbund/
https://meisterschuetzen.org/thread/3449-zi…ten-beispielen/
https://meisterschuetzen.org/thread/2052-ma…chuetzenverein/
https://meisterschuetzen.org/thread/2051-te…chuetzenverein/
https://meisterschuetzen.org/thread/372-auf…wuchsgewinnung/
... und natürlich auch beim DSB http://www.ziel-im-visier.de/ „… Gemeinsam wollen wir bis zum Jahr 2018 eine Mitgliederzahl von mehr als 1,5 Millionen erreichen, während wir Anfang 2012 erst bei knapp 1,4 Millionen Mitgliedern standen.„
ist man vom Ziel der Projektarbeit weit entfernt Mitgliederstand 31.12.2015:
http://www.dsb.de/media/PDF/Mitglieder/2015/Mitgliederstatistik_per_31.12.2015_Mitgliederstand_im_Vergleich-1.pdf ist man mit 1,3 Mio Mitgliedern weit entfernt.
Das in der Bevölkerung, bzw. auch nur in bestimmten Kreisen „gepflegte“ negative Image des Schuetzenwesens hat viele Gesichter:
Tradition und Brauchtum: rückständig, passt nicht mehr in die heutige schnelllebige Zeit, ablehnende Haltung durch z. T. militärische Bräuche, konservative Vereinsführungen, Überalterung der Aktiven, kein Angebot für Kinder und Jugendliche
Schützenfeste: Erscheinungsbild durch alkoholisierte Teilnehmer/innen negativ, abnehmende Resonanz in der Bevölkerung, geschlossene Gesellschaften, nicht mehr zeitgemäß, fehlende Bezüge /Wissen zur geschichtlichen Entwicklung des Schützenwesens
Sport: vollständige Ablehnung vom Gebrauch von Waffen, Verbindung zu Amokläufen, mangelnde Medienpräsenz, Unkenntnis von den vielen verschiedenen Disziplinen
Verbandswesen: unterschiedliche Ausrichtung der Verbände, keine Geschlossenheit gegenüber Gesetzgeber und aktiven Schießsportgegnern, Abgrenzungen und Polarisierungen untereinander, Unterfinanzierung, wirtschaftlich unbedeutend, abnehmende Kompetenzen in der Vereins- und Verbandsführung,