Das hab ich auch gesehen, war irgendein intern. Wettkampf, EM/WM oder ISSF World Cup. Ich weiß auch nicht mehr obs ne Polin oder Inderin war, das Gewehr war das LG400-E Anatomic. Der Fehler hier lag aber nicht am Gewehr bzw Prinzip des E-Abzugs (ja, mit mechanisch wär das nicht passiert, das ist klar), sondern am Versäumnis der Schützin selbst bzw Trainer. Zitat aus der Anleitung:
"Akkuladezustand: Wird der Abzug solange gezogen bis die LED dauerhaft leuchtet, zeigt die LED nach Loslassen des Abzugs die Anzahl der möglichen Auslösungen in Tausend an. Blinkt die LED viermal kurz hintereinander mit anschließender Pause zeigt dies einen extrem niedrigen Ladezu-stand des Akkus an."
Also vor so wichtigen Wettkämpfen lade ich entweder sicherheitshalber vorher nochmal auf und/oder kontrolliere einige Stunden vorher, was die Ladezustandanzeige erzählt, einen unmittelbar vor dem totalen Leerzustand befindlichen Akku hätte man so erkennen können. Auch anderwo gibts Elektronik, die Mechanik verdrängt:; im Rennradbereich z.B. haben wir mittlerweile auch viele elektronische Schaltungen, wo ohne Saft im Akku nix mehr geht, habe da selbst zwei versch. Systeme (Ultegra 11fach mit einer großen Stabbatterie im Rahmen und SRAM Force AXS mit je einem angeklipsten Akku an Umwerfer und Schaltwerk). Hier hat man aber den Komfort, dass man sich den Akkustand am Garmin- oder Wahoo-Computer anzeigen lassen kann, man ist also jederzeit informiert, wann Nachladen mal angebracht wäre. Die Panne bei diesem Wettkampf war schlicht und einfach Schlamperei - wenn man einen E-Abzug hat, muss man auch den Ladezustand der Batterien im Auge behalten. Wer dazu keinen Nerv hat, ist mit einer mechanischen Lösung sicher besser beraten, zumal die heutzutage ja auch nicht zwingend schlechter sein müssen.