Beiträge von Rabe74

    ich habe letzten Mittwoch das erste mal mit so einer Waffe geschossen nach dem ich dem Besitzer dabei zugesehen habe wie er eine 10 nach der anderen schoss. Die Waffe sah deiner sehr ähnlich.

    Könnte mir auch gefallen.

    Also - ich kann´s dir nur raten. Ein Pulverschein ist schnell gemacht. Es ist halt ein komplett anderes Schießen, weil es eben nicht nur ums Schießen sondern eben auch ums Laden geht. Ich möcht´s nicht mehr missen...

    Ja, die ist neben der Mang sehr ordentlich gemacht. Zudem gehören die Schlosse von Pedersoli definitiv zu den Schnellsten, die man überhaupt bekommen kann. Ich hab 2 LePage, die .36er ist aus 2015, die ist perfekt. Extrem sauber gemacht, echt feine Qualität und der Lauf schießt grandios. Die .44er LePage hingegen ist ne Katastrophe. Schussleistung top, Verarbeitung echt hart an der Grenze...da darf man wirklich nicht genau hinsehen.

    Also, ganz ehrlich, Feinwerk war für mich immer die Referenz. Schon die 100/102 war echt geil. Dann die P40, P44 - echt tolle Waffen. Der Service war immer grandios. Anrufen, Sachverhalt vortragen und Lösung finden. Allein die Erreichbarkeit war für mich Grund genug, nie über einen anderen Hersteller nachzudenken - einmal Feinwerk, immer Feinwerk.

    Nur im Moment hört man echt viel Ungemach. Ewig dauernde Garantiefälle, Fehler die angeblich keine Fehler sind und so weiter und so weiter. Sowas sind ernste Sachen für einen kleinen Mittelständler, dazu ist der Wettbewerb zu heftig.

    Sehr hübsches Teil!

    Danke - ist heutzutage nicht mehr ganz so einfach, an solche Pistolen zu kommen. Andreas Baumkirchner hat ja bekanntlich aufgehört, Dedinski hat Lieferzeiten ohne Ende (bei natürlich ausgezeichneter Qualität) und was man so aus Italien bekommt, schießt zwar prächtig, aber ist eben doch recht grob gemacht. Pedersoli ist da noch der Einäugige unter den Blinden - den Rest kann man eigentlich komplett vergessen.

    Leider hat Feinwerkbau ja sein Vorderlader Programm eingestellt - die H1 war schon ein echt nettes Teil.

    Vielleicht weil der gemeine Sportschütze seine Schätzchen in den seltensten Fällen bei Frankonia kauft? Ich hab mir dort vor 18 Jahren eine P70 Alu gekauft, das erste und letzte Mal bei denen. Ich würde nicht auf die Idee kommen, bei denen aufzuschlagen wenn ich 1700€ ausgeben möchte, evtl. denken andere genauso.

    Ich habe bisher alle Waffen bei Frankonia gekauft (Filiale Hannover) und habe dort immer faire Preise und einen ausgezeichneten Service bekommen. Ich stehe aktuell ja auch vor der Wahl. Hab mir von daher ne Steyr, Walther und Feinwerk in die Filiale bestellt - alles kein Problem, ein Anruf reicht und die bestellen exakt so, wie man die Waffe haben möchte. Also Farbe, Griffgröße und so weiter - alles kein Thema. Man fährt hin, sucht sich eine aus und fährt nach Hause - besser kann ein Einkauf eigentlich nicht laufen.

    Der Grund, warum Frankonia Feinwerkbau nicht mehr gelistet hat, liegt einzig am Preis resp. an der erzielbaren Marge. Feinwerk ist denen im Einkauf zu teuer, um sich die ins Regal zu legen - auf Wunsch wird die aber natürlich auch ohne Abnahmeverpflichtung bestellt. Zu dem Youtube-Typen gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, weil der halt die Mega-Walther-Spritze im Arm hat. Bei dem ist alles irgendwie nicht so richtig, bis auf Walther, er sabbelt auch in jedem Video, wie geil er Walther findet. Kann man sich jetzt was bei denken, kann man auch lassen....

    Zur Feinwerk: Mich pers. stört der Klapperhebel nicht - wobei die Frage natürlich erlaubt ist, wieso das bei einer Waffe mit dem Preis überhaupt ein Thema ist Streng genommen ist sowas aber eigentlich ein Killkriterium, man kann sich durchaus vom Hersteller verarscht fühlen, wenn der eine Spitzenwaffe baut, dafür Spitzengeld haben will und dann einen echt schlechten Hebel dranschraubt. Das kann schon sehr schlimm nerven....

    Hier mal was aus der Welt der Vorderlader - und womit da so geschossen wird. Ich dachte mir, evtl. könnte das Interessant sein.

    Das abgebildete Stück ist eine kürzlich erworbene Kümmerle Billinghurst in Kaliber .36. Beim Lauf handelt es sich um einen Suhler

    Lauf, im Vakuum geglüht mit einer Endfestigkeit von 1200 N/mm² - gezogen bei Üli Eichelberger in der Schweiz, hochglanzpoliert

    und tiefschwarz brüniert.

    Der Feuerstrahl des Zündhütchens schlägt bei Billinghurst Pistolen direkt in den Pulversack und bewirkt somit eine extrem schnelle

    Schussentwicklung, Abzugsgewicht 70 Gramm, Streukreis mit .350er Kugel, 13 grn S2 und 025er Patch eingespannt auf 25 Meter:

    ca. 16 bis 18 mm, umlaufend gemessen. Vielleicht gelingt es mir ja noch, hier den ein oder anderen Schützen in die schwarze

    Zunft zu holen...8)

    Compound ist natürlich auch immer Klasse. 1998 habe ich mit einem Jagdcompound in Tarnfarben (ich meine es war ein Fred Bear) angefangen. Damals schoss kaum jemand Compound und schon garnicht als Schüler. Das sorgte auf Turnieren zuverlässig für vordere Platzierungen :D.

    Das hat bei mir eher pragmatische Gründe. Ich bin ein sehr schlechter Bogenschützen wenn ich kein Visier hab. Und in der Klasse FU ist am Compound ja quasi alles erlaubt. In den Scopes sitzen 4fache Linsen drin, große Peep´s und viel somit viel viel Licht am Auge. Gerade, wenn im 3d das Ziel dunkel gestellt ist, sieht man damit perfekt. So sitzt dann auch der Schuss auf 40 oder 50 Meter - wo er mit nem traditionellen

    Bogen (bei mir) in jedem Fall daneben gegangen wär.

    Auf 100 Meter ist .223 klar im Vorteil...die .308 kann unter gleichen Bedingungen auf diese kurze Entfernung nichts besser. Allerdings gibt es die Sabatti soweit ich weiß nur in .308

    Vorteil wär bei dem Kaliber klar die Tauglichkeit auf 300 Meter, falls das doch mal anliegen sollte. Preislich kommt es eh drauf an, ob du einen Pulverschein hast.

    Ich habe Erfahrung mit Sabatti und dem MRP. Was genau willst du wissen?

    Wie die schießt? Auf 100 Meter mit handgeladener Sierra 168 gn Loch in Loch, mit S&B Schütte fast Loch in Loch und mit PRVI Partizan aus der Plastiktüte auch fast Loch in Loch:-) Wie viel schneller die Bohne unterwegs ist? Ungefähr 30 m/s im Vergleich zu ner gleich langen Ruger.

    Meine ging einmal zum großen F, weil die Ceracote Beschichtung ziemlich lumpig gemacht war (was im Übrigen das erste und letzte mal war, dass ich eine Waffe mit dieser elendenen Beschichtung hatte) und einmal im Rahmen des Rückrufs, weil angeblich was am Schloss kaputt war. Ansonsten ist das ne durchaus schöne Büchse. Abzug ist definitiv besser, als alles was Ruger und Remingten aus der Kiste drin haben, aber natürlich schlechter als die Nachrüstteile, die man sonst so findet.

    Das Schloss ist ok, die Verarbeitung in Schulnoten (je nachdem, wie pingelig man ist) ne schlechte 2 bis ne gute 3. Der Lauf wurde seiner Zeit von Sabatti (gemeinsam mit Bravo) für Bleifrei entwickelt. Das ist kein reiner Matchlauf - es ging bei der Entwicklung vornehmlich darum, einen präzisen L

    auf zu haben, der Bleifrei sehr gut und sehr schnell verschießen kann und lange sauber bleibt - Aussage eines Sabatti Mitarbeiters am Stand auf der IWA. Dadurch, das das Geschoss nur gedrückt und nicht geschnitten wird, wird der Lauf weniger beansprucht und es findet weniger Abrieb statt. Also: Kurzer Lauf = Platz für Schalldämpfer (Gewinde ist dran) und trotzdem schöne E0 mit .308 und bleifrei. Ideales Gewehr für den Jäger. Allerdings erfindet auch Sabatti das Rad nicht neu - meine 20 Jahre ältere Remington Varmint konnte im selben Kaliber (bis auf Bleifrei) mindestens alles genau so gut - ist allerdings deutlich länger. Wenn du reiner Sportschütze bist, fällt der Schalli-Vorteil natürlich weg.

    Ich hab die seiner Zeit nur verkauft, weil mir was von Holland & Holland aus ner Inso vor die Füße viel, was ich mir sonst nie hätte leisten können. Wär das nicht passiert, würde ich die jagdlich immer noch führen....zu der von dir genannten reinen Sportvariante speziell kann ich nichts sagen.

    Ich schieße nur Alu und Carbon :) Ein Freund hat so ein Ding, der ist wirklich total begeistert. Der schießt auf seinen Pfeilen ziemlich aufwändige Feder/Wrap Kombis - da geht richtig Arbeit und Geld in die Pfeile. Gerne kommt er auch mit zum 3d, dann meist mit nem Satori. Wer den schon mal geschossen hat, weiß das Hoyt ziemlich schnelle Arme baut und ein 50# Hoyt Bogen mit nem Holzpfeil schnell mal kurzen Prozess macht, wenn das Ziel nicht wirklich butterweich ist.

    Deshalb hat er jetzt auf Vorschaft umgestellt - und das funktioniert perfekt. Wo die Pfeile früher in den Müll gingen, werden die jetzt einfach mit nem neuen Vorschaft versehen und fertig. Spart nicht nur Kohle sondern auch Zeit - und eröffnet natürlich auch die Möglichkeit, Hölzer wie Zwetschge oder Olive mit einzubauen.

    Genau es macht bei 80 oder 60 Bar wie auch immer der Vorkammerdruck eingestellt ist dicht. D.h. das Ventil schliesst sich. Da kann es den Federn egal sein ob 200 oder 300 oder 100 Bar in der Kartusche sind. Es muss nur gegen die 80 bzw. 60 Bar Druck gegen halten, damit das Ventil geschlossen bleibt.

    Puh - ich tu mich ja echt schwer mit solchen Diskussionen, aber mach dich bitte noch mal mit der Funktionsweise der entsprechenden Druckminderer vertraut. Die DM sind nicht direkt über Membran, sondern über Bypass angesteuert. Das bedeutet, dass der Druckminderer nicht nur einen Regeldruck von ca. 80 bar aus der Kammer benötigt, um zu schließen - sondern auch, dass er diesen Regeldruck mindestens braucht, um schließen und dicht halten zu können - da er gegen 200 bar andrücken muss, die aus der Kartusche drücken.

    Ist der Druck in der Kartusche nun deutlich höher, fließt über den Bypass Luft nach und steigert den Druck in der Vorkammer, welche diesen dann wiederrum auf den Regelkolben und damit auf´s Federpaket weiter gibt. Der Druckminderer schließt natürlich, aber nicht mehr bei 80 bar, weil deutlich mehr Energie im System vorhanden ist. Das können die Tellerfedern aber nicht ab, da sie in Ihrer Lage auf 200 bar gestapelt sind - die werden überdehnt und regeln so nicht mehr korrekt. Das führt dann, gerade im Bereich unter 150 bar, zu einem unsauberen Regelverhalten und einer Schwankung der V0. Man darf hierbei nicht vergessen, dass alle Druckminderer in sicherheitsrelevanten, gewerblichen Anwendungen zwingend über Überdruckventile verfügen müssen, die genau in dem Fall auslösen. Das dient dann dem Schutz des Druckminderers und es Systems, welches geregelt wird.