Beiträge von bigboreshooter

    DuffyDuc,
    der Abstand Auge <=> Kimme ist doch bei dieser Betrachtung vollkommen außen vor. Es geht doch darum die Visierlinie Kimme - Korn - Scheibe einzujustieren.

    Und dass das keine sensible Einstellung ist, habe ich auch nicht behauptet.
    Es ging doch nur um die Betrachtung, ob das Korn im Vergleich zur Kimme stärker verstellt werden muss.
    Wenn ich von spiegelaufsitzend bei Präzi umstellen möchte auf Fleckschuss Duellscheibe, dann müsste ich in meinem Beispielfall entweder die Kimme um 0,87500 mm nach unten schrauben (was 14 Klicks entspricht) oder das Korn um 0,88375 mm anheben, um die gleiche Veränderung der Treffpunktlage zu erreichen.

    Ich glaube eine Ungereimtheit könnte hier sein, dass in den aus Deinen Überlegungen resultierenden Formeln kein Unterschied in der Entfernung von Kimme und Korn zum Ziel zu erkennen ist - das Korn ist ja immerhin 220mm näher am Ziel und muss alleine schon deshalb für eine identische Treffpunktverlagerung, die der einer Verstellung der Kimme entspricht, beim Korn ein wenig größer sein.

    Bin schon lange hier nicht mehr vorbeigekommen, drum erst jetzt meine Antwort ...

    Deine Anmerkung ist schon richtig, in der Realität geht der Fehler aber im 'Rauschen unter' - wie man so schön sagt.
    Die Distanz zwischen Kimme und Korn ist - nach meiner Rechnung - ein 1/112 (ein Einhundertzwölftel) der Distanz bis zur Scheibe oder leicht vereinfacht weniger als 1 % der Strecke. Wenn man die Kimme um 14 Klicks verstellt, entspricht das einer Verstellung von 0,875 mm an der Kimme. Eine alternative Verstellung des Korns müsste dann ca. 1 % größer sein, also statt der 0,87500 mm dann 0,88375 mm betragen. Das ist kleiner 1/100 mm (ein Hundertstel).

    Hallo!

    Was macht man bei Zuführproblemen bei der Walther GSP, Kal. .22lfB? (Seriennummer der Waffe 2356xx - gar so 'uralt' ist sie also nicht).

    Leeres Patronenlager beim 2. Schuss - Abzug wird abgeschlagen.

    Aus der Tatsache, dass der Hahn gefangen wurde (man konnte ihn ja auslösen), kann man schlussfolgern, dass der Verschluss weit genug zurückgelaufen ist.

    D.h. für mich, dass das Magazin die Patronen nicht weit genug nach oben hochgeschoben hat.

    Wer hatte das Problem schon mal und welche Maßnahme hat geholfen?

    Magazinfeder strecken oder austauschen? Zubringer austauschen? Oder beides? Oder was sonst?

    Der Zubringer zeigt jedenfalls rauhe Flächen, wohl da, wo er seitlich im Magazingehäuse geführt wird.

    Das Innenleben des Magazin reinigen + 1 Tropfen dünnflüssiges Öl auf den Zubringer tags zuvor hat jedenfalls nicht geholfen.

    Der Zubringer kostet 18 €, die Feder 8,60 €. Für lau etwas austauschen, ist nicht so meins ...

    Hallo zusammen,

    so wie Califax das beschrieben hat, so sollte das eigentlich ablaufen.

    So eine mechanische Stopp-Uhr ist noch mal ein Überlegung wert, aber 50 Euronen dafür zu investieren, das hatte ich auch nicht vor.

    @ Strindberg, 'normale' Digital-Stoppuhren piepsen mit 90%iger Wahrscheinlichkeit rum. Das kann ja nur zu Unmut und 'nem Verbot führen, es weiter zu benutzen ...

    Außerdem dürfte die Sekunden-Anzeige nur halb so groß wie bei dem von mir favorisierten Küchentimer sein. Und um die große rote Taste zu drücken, braucht man nur genau einen Finger, wenn das Ding auf der Brüstung neben den Patronen liegt.

    Hallo!

    Ich bin auf der Suche nach einem digitalen Count Down-Timer, bin aber noch nicht so richtig fündig geworden.

    Ich möchte es als Schütze nutzen dürfen. Eine App auf einem Smartphone wäre ungünstig; denn ein Handy wäre bei einer Meisterschaft ja nicht zugelassen.

    Der Fokus der Verwendung liegt bei mir auf der einen Minute zwischen 'Laden' und 'Start' der Duell-Serien SpoPi.

    Die Bedienung sollte simpel sein, drum soll es ein 1-fach-Timer sein, und er sollte weder piepsen noch blinken und die Anzeige sollte nicht zu klein sein

    Entdeckt habe ich einen Timer bei Amazon, der eine Sekunden-Anzeige von ca. 17 mm hat. Der Timer ist abschaltbar (schon somit die Batterien) und eine Stummschaltung ist auch möglich.

    Nur das Blinken beim Count Down kann nicht abgeschaltet werden und dürfte stören. Abkleben wäre denkbar oder Aufschrauben und die LED abklemmen/zerstören, aber mit dem Risiko, dass man das nicht hinbekommt, weil der technische Aufbau das nicht zulässt. Gefunden habe ich den Timer PURSUN PS-397 nur bei Amazon als "Digitaler Küchentimer".



    Kann jemand etwas anderes empfehlen?


    Gruß, bigboreshooter

    Ich schieße selbst momentan mit einer GSP mit einem Klappkorn, das umgestellt wird über einen quer liegenden Stift. Es sieht dem Modell sehr ähnlich, das heute noch von Gehmann angeboten wird. Außer beim Klappkorn von Joniskeit kann die Höhendifferenz bei den anderen angebotenen Klappkornen nicht justiert werden.

    Das Klappkorn benutze ich aber nicht. Der fixe Höhenunterschied liegt bei 1,5 mm. Das ist aber zu viel des Guten.

    Ich habe dann mal rumgerechnet...

    Auf der Präzi-Scheibe bei 1 1/2 Ringen Kontrollweiß hätte mein Visierbild 137,5 mm Abstand vom Scheibenzentrum (5,5 x 25 mm Ringbreite).

    Auf der Duellscheibe bleibe ich geschätzt ca. 4 cm unter dem Zentrum. D.h. ich brauche eine Verstellung von rund 100 mm auf der Scheibe. Bei 7 mm pro Klick auf der Scheibe komme ich bei 14 Klicks auf 98 mm. In Rückrechnung auf die Visierung von 220 mm Visierlinienlänge zu 24,6 m Schussdistanz (der Schussarm überragt ja die Feuerlinie um ein Stück und verkürzt die Distanz) ergibt sich ein Distanz-Faktor von 112. (220 mm x 112 = 24640 mm). D.h. ein Klick läge bei 0,0625 mm Höhenverstellung (7 mm / 112). Klingt plausibel: 12 Klicks machen eine Umdrehung, d.h. die Höhenverstellschraube müsste eine Steigung von 0,75 mm haben. Bei 14 Klicks verstellt sich die Kimme in der Höhe um 0,875 mm. Das wäre auch der Höhenunterschied, den das Klappkorn mitbringen müsste. Der liegt aber bei dem Klappkorn mit 1,5 mm weit darüber.

    Man möge meine Berechnungen mal nachvollziehen. Ich hoffe es ist kein Logikfehler darin.

    Ich habe mit dem Designer des 4D-Griffs nur indirekt Kontakt gehabt; ich zitiere wörtlich:

    "Solange es (die Daumenauflage) einigermaßen in die Form des Griffes integriert ist, wäre es kein Problem."

    D.h. es bleibt schwammig. War auch nicht anders zu erwarten; die Sportordnung des DSB gibt es ja auch nicht wirklich her.

    Noch mal zu "... orthopädische Formen ...":

    Der Duden definiert 'Orthopädie' als "Wissenschaft von der Erkennung und Behandlung angeborener oder erworbener Fehler des menschlichen Bewegungsapparats". Eine 'Behandlung' der Hand dürfte aber über einen Pistolengriff niemals vorgenommen werden, so wie man das bei den Füßen über orthopädische Einlagen für Schuhe versucht.

    Hallo Robert,

    ich habe wahrscheinlich die Möglichkeit an diesen Wochenende beim Bundesliga-Finale mit dem ursprünglichen Designer des MEC 4D-Griffs zu sprechen . Es hieß man habe ihm vor 2 Jahren Schwierigkeit bei der DM mit der Daumenauflage des 4D-Griffs gemacht, er konnte aber wohl über den Vergleich mit anderen Serien-Schäften/Pistolengriffen eine Zulassung erreichen.

    Ich werde berichten ...

    Hallo,

    ich habe den goldenen Griff mal gedreht so wie ich das verstanden habe.

    Die obere Linie, also die Laufachse dürfte real höher liegen als hier in der Zeichnung.

    Du bist an Maximalmaße gebunden. Aktuelle Sportordnung des DSB 2019, Regel 1.5.4 und zwar die Tabelle dort:

    - Tiefster Punkt des Pistolengriffs: max. 160 mm

    - Seitliche Ausschwenkung des Pistolengriffes: max. 60 mm

    Ersteres zu messen als Abstand zur Laufmittelachse und letzeres Maß - anders als das in der SpO steht - ist zu ermitteln senkrecht gemessen auf eine gedachte Fläche, die der Laufmittelachse folgt und mittig durch das System des LGs geht.

    "Lochschaft, Handballenauflage, Fingermulden und Handstütze sind nicht erlaubt."

    "Der Pistolengriff und der Schaft dürfen keine orthopädischen Formen aufweisen.

    Material, das die Griffigkeit verbessert, darf an Vorderschaft, Pistolengriff oder am unteren Teil des Schafts nicht angebracht werden."

    Das Wort "orthopädisch" lässt einen großen Interpretationsspielraum, wird aber im Allgemeinen als Synonym für Fingerrillen und Handkantenauflage verstanden (im englischen Originaltext steht auch "anatomisch" statt "orthopädisch"). Die Übersetzer waren nicht die hellsten Kerzen auf der Torte...

    Im englischen Text der ISSF wird auch eine "Daumenauflage" (thumb rest) als verboten genannt. Ein vergleichbares Wort fehlt aber in der SpO im Kapitel Gewehr.

    MEC bietet den "4D-Griff" zum Kauf in 6 Größen und vielen Farben an - 249 Euro.

    Ich gehe davon aus, dass das was man dort sieht, aber noch nicht als Daumenauflage betrachtet wird. Aber die SpO des DSB hat die Daumenauflage ja eh nicht geächtet ...

    Die Holzschäfte der älteren Luftgewehre hatten ja auch solche Freischnitte für den Daumen; man ist deshalb den Anblick von solchen "Fast-Daumenauflagen" schon lange gewohnt.


    Können wir hier mal einzelne Punkt der SpO 2019 diskutieren?

    Regel 1.5.4 Abmessungen für Luftgewehr ... => Tabelle


    SpO 2019

    J1: "Max. Maß bei Schränkung des Hinterschaftes inkl. der Schaftkappe gemessen von der Mittellinie der Laufachse" = "70mm"

    Was ist damit gemeint? Da fehlt doch was! Und wo hat Herr F dieses Maß abgeschrieben?


    In der 2018er SpO stand unter

    J1: "Max. Breite der Schaftkappe gemessen von der Mittellinie der Laufachse" = "40 mm"


    Der Originaltext in den ISSF Rules 2017 unter Punkt 7.4.2 in der Tabelle lautet:

    J1: "Maximum distance of cheek-piece from a vertical plane through the center-line of the barrel" = "40 mm"


    In 2018 wurde "cheek piece" (richtig ohne Bindestrich) leider falsch mit "Schaftkappe" statt mit "Schaftbacke" übersetzt.

    In der 2019er SpO fehlt so ein Begriff ganz ...

    Und "Maximum distance ... from a vertical plane through the center-line of the barrel" müsste auch mit

    "Maximaler Abstand ... von einer (gedachten) vertikalen Fläche durch die Laufmittelachse" (oder so ähnlich) übersetzt werden
    (und müsste auch für J2 Anwendung finden).


    Die Schränkung findet in der SpO 2019 hier erstmals und an keiner anderen Stelle Erwähnung.

    Der Anschütz-Schaft "One for All" hat z.B. das Feature des Seitenversatzes (= Schränkung) des Hinterschafts serienmäßig.


    Nochmal: Ich habe nicht verstanden, wo das Maß "70 mm" herkommt und auch nicht wie es anzuwenden ist.

    Hi,

    gibt es eine bewährte Vorgehensweise für die Knopfmontage an einer neuen Maßjacke, bei der die Knöpfe erstmals an der Jacke angeschraubt werden müssen und man eine regelkonforme Platzierung herausfinden soll (d.h. die Knöpfe lagen nur lose dabei)? Dass es den Check mit 70 bzw. 100 mm Überlappung im Rahmen der Bekleidungskontrolle gibt, das ist mir schon klar.

    Okay, Daniel, du hast Recht. Ich habe mir noch einmal die Explosionszeichnung angesehen, das Abzugsgehäuse ist Teil des Systemgehäuses (. Gut, dafür hätte ich auch jemanden, der das darf.

    Bleibt also meine Frage: Hat das jemand schon mal machen lassen, um den Griff hinreichend gut anpassen zu können?

    Die Problematik hatte ich auch früher schon einmal bei einer K2 Junior und habe darauf verzichtet, das Metall - bearbeiten zu lassen.

    Wer war denn schon mal so konsequent und hat vom metallenen Griffzapfen einer Pistole was weggefeilt?

    Bei kleinen Händen stößt man beim Wegschleifen des Griffholzes im Bereich der Handgabelung schnell an die Grenzen des Möglichen.

    Aktuell habe ich bei einer Pardini SP dieses Problem. Der Pardini-Griffzapfen ist leider sehr breit geraten, wohl um die 23 mm.

    Eine Abrundung auf beiden Seiten an der hinteren Kante des Griffzapfens von 2 bis 3 mm wären schon hinreichend.

    Das Foto zeigt eine zwar ein K10 statt einer SP, aber als Veranschaulichung sollte es hinreichend sein.

    schmidtchens Betrachtungen sind doch sehr schlüssig, drum sage ich dir, aber auch den anderen "Vielen Dank für eure Beiträge!"

    Wenn ich meine eigenen noch einmal hinzufügen darf:

    So man den Satz, dass man eine Kartusche mit abgelaufener Nutzungsdauer nicht verwenden darf, im Kontext mit dem Satz davor betrachtet - und den Fokus darauf legt, dass man allein dafür verantwortlich ist (wobei man in Kauf nimmt, dass dieses Verhalten Schäden an Leib und Leben von anderen wie auch dem eigenen verursachen könnte), dann wird die Aussage, dass eine Kartusche mit abgelaufener Nutzungsdauer nicht verwendet werden darf, für mich zu einer Empfehlung reduziert.

    Wenn das Sportgerät im Rahmen der Waffenkontrolle vor dem Wettkampf nicht zugelassen wird, dann ist das eine Sache, eine nachträgliche Disqualifikation betrachte ich aber als für nicht haltbar. Da müssten der/die Prüfer an der Waffenkontrolle dafür sanktioniert werden, dass ihnen so ein Lapsus unterlaufen ist - was aber wohl niemals passieren wird.

    Dass es keine verpflichtende Waffenkontrolle vor der Meisterschaft gibt, das leistet sich nur der DSB bei der DM. Das kenne ich in meinem Umfeld übrigens gar nicht, weder bei den lokalen Kreis- und Bezirksmeisterschaften, noch bei den Landesmeisterschaften des WSB...

    Ich möchte hier auch noch einmal eine Risikobetrachtung hinzufügen, denn ich möchte nicht die Schublade 'leichtfertig' gesteckt werde:

    Wenn ich mich ins Auto setze und losfahre, dann ist das statistische Gefährdungspotential, dem ich meine Mitmenschen aussetze, mindestens um den Faktor 100 höher als wenn ich eine abgelaufene Kartusche einsetze - und geschätzt mindestens den Faktor 1000 höher wenn ich als Personal im Krankenhaus leichtfertig mit den Hygienevorschriften umgehe - die Anzahl der tödlich verlaufenen MRSA-Falle mit letalem Ausgang liegt aktuell immer noch um den Faktor 5 höher als die Zahl der jährlichen Verkehrsunfalltoten in Deutschland.