Wenn der Durchschnittsschütze jetzt den Pappstreifen sieht und das Diabolo nicht durchfällt und das Schussbild so schön klein ist, dann ist das für ihn weitaus befriedigender, als wenn er die Realität sieht.
Pappschussbilder im Handbuch sind denke ich auch mal billiger zu machen im Vergleich dazu, was sie für einen Eindruck vermitteln.
Klar, wird das so sein.
Dennoch, wenn bei einigen Munitionen schon bei drei Schuß eine deutliche Abweichung zu sehen ist dann ist die Munition bei der keine Abweichung zu sehen ist besser!
Wenn du dann mit einer Munition 10 Schuß auf eine Papierscheibe machst und du nicht unterscheiden kannst ob das ein Schuß oder 10 sind dann ist das schon mal sehr gut und stellt sich als optimal da!
Jetzt könnte man natürlich die Scheibe nach einem Schuß vermessen lassen und nach 10 und würde dann evtl. eine Größenänderung im 1/100 Bereich sehen können.
Dann kommen wir relativ schnell zu dem Satz "wer viel misst, misst viel misst!"
Ein Problem an Papier ist es ja nun mal, dass es flexibel ist.
Ein zweites bei der Vermessung von Papier, dass es in Abhängigkeit von Temperatur und Luftfeuchtigkeit "arbeitet".
Jetzt kommt die Elektronik ins Spiel!
Wenn ich es richtig im Kopf habe dann arbeiten die Meßrahmen mit senkrechten und waagerechten Strahlen die auf der gegenüberliegenden Seite mittels Sensoren erfasst werden.
Fliegt ein Objekt durch diesen "Lichtvorhang" dann wird das von der Sensorleiste erfasst.
Wenn wir von diesem Aufbau ausgehen dann erfasst der waagerechte Sensor eine Strecke die unterbrochen ist und der senkrechte Sensor eine Strecke.
Weil der Controller weiß, dass wir grundsätzlich mit runder Munition schießen errechnet er eine runde Fläche.
Im Grunde könnte man aber auch einen kleinen Holzwürfen durchwerfen und er würde eine runde Fläche auf dem Bildschirm anzeigen. Das werde ich demnächst auch mal testen!
Wenn wir bei der Genauigkeit von 1/100mm sprechen dann genügt dabei schon eine leichte Verschutzung des Objektes und die Elektronik würde eine falsche Position des Geschosses berechnen obwohl das auf 1/100 genau im Zentrum liegt.
Wenn wir dabei sind dann würde auch die geringe Verformung des Diabolo im Lauf eine Rolle spielen und die gemessene Position verfälschen!
Und zum Schluß ist es so, dass es nie zwei Diabolos geben kann die exakt genau gleich sind. Die Frage ist immer nur wie genau man was misst! Wenn das so ist dann kann es keine zwei Schüße geben die exakt am gleichen Punkt landen!
Immer nur eine Frage wie genau man misst!
Bitte berichtigt mich wenn ich falsch liege.
Vielleicht haben wir einen Entwickler dieser Meßrahmen hier?
LG
Wolfgang