Beiträge von Rakete

    Man kann es auch anders sehen; wenn man schon zB. 60 Schuss in den Knochen hat, ist es schon eine Herausforderung für die Kondition/Konzentration nochmal Höchstleistung für weitere 40 Schuss unter Wettkampfbedingung zu bringen (dann heißt es Zähne zusammenbeissen).

    Ja, so kann man es auch sehen. Und man darf das dann natürlich auch sporadisch mal so in den Trainingsablauf einbauen zum Konditionsaufbau.


    Aber im Bezug auf die Frage sollte das Hauptziel erstmal ein gefestigter Wettkampfablauf mit Zeitmanagment sein (plus dann auch ein realistisches Ergebnis). Und in einem Wettkampf hast Du eben nur 15 Minunten Probe und musst (solltest) dann ab dem ersten Schuss "voll" da sein.

    Ich habe aus diesem Grund einen alten Geschossfang montiert der extrem hell angeleuchtet wird. Gibt's keine Scheibe kein Treffer kontrollieren. Denn der Grund warum die weiße Scheibe" ist der Kontrast, den man auf den meisten Kugelfängen nicht hat.

    Und hier schließt sich dann wieder der Kreis zum Trockentraining vor der weißen Wand. Da spart man sich dann auch gleich die Munition ;)



    Beste Grüße

    Auch von mir ein herzliches Dankeschön an Joachim!


    Ich konnte heute wieder ein Vollprogramm SpoPi schießen (und das lief richtig gut bei dem schönen Wetter) und melde damit mein Ergebnis für Februar und März nach.


    SpoPi 30 Februar: P 143 D 146 = 289

    SpoPi 30 März: P 144 D 142 = 286



    Beste Grüße

    Zur Zeiteinteilung
    So über den Daumen sollte man 1 Min. pro Schuss anpeilen, dann bleibt der gewünschte Puffer übrig.

    Der gesamte Ablauf für den einzelnen Schuss (von Waffe anheben bis wieder ablegen) ist dabei ca. 30 - 40 Sek., mit der Phase: Zielen-Auslösen-Nachzielen ca. 7 - 10 Sek.. Die restliche Zeit ist eine kleine Pause und zur Vorbereitung auf den folgenden Schuss zu nutzen.

    So bringt man den einzelnen Schuss zügig raus und verteilt die Belastung auf nahezu die gesamte Wettkampfzeit.


    Zum Trainingspensum

    80 - 100 Schuss pro Trainingseinheit sind sinvoll, wie von meinen Vorrednern schon angesprochen.

    Dabei kannst Du gut in 20 Schuss-Abschnitte aufteilen und versuchen erst nach diesen zwei Serien Deinen Stand aufzulösen, wenn nötig.

    Mache hauptsächlich Techniktraining auf die speziellen Trainingsscheiben oder weiße Scheibe. Auf Ergebnis (Wettkampfscheibe) schießen reicht einmal die Woche/zwei Wochen. Dann aber auch mit richtiger Zeiteinteilung/Probezeit.

    Willst Du öfter auf Ergebnis schießen dann leg das an den Anfang der Trainingseinheit, im Wettkampf kann man nämlich auch nicht erst 30 - 40 Schuss machen um "reinzukommen" ;)


    Beste Grüße

    Habe heute die KK-Saison begonnen, daher jetzt erstmal meine Nachmeldung für Januar für Freie Pistole und SpoPi.


    FP 30 Januar: 89 81 87 = 257


    SpoPi 30 Januar: P 140 D 142 = 282



    Beste Grüße

    Hi mikki,

    zu den Grundlagen sind das hier auch ein paar gute Videos (aus Südkorea, auf Englisch): ASC E-learning Pistol 


    Generell gilt: So ein ein Technikleitbild (sei es das koreanische aus dem Link, oder das deutsche, oder ...) ist der Startpunkt aus dem man seine individuelle Technik entwickelt.

    Das ist zwar mehr was für etwas Fortgeschrittenere und nicht für den Komplettanfänger, aber ich schreib dazu trotzdem kurz was.

    Du wirst auf deinem Weg wahrscheinlich auch Ratschläge kriegen, welche zwar das gleiche Thema behandeln aber durchaus gegenteilige Antworten haben. Beide Antworten können für sich richtig sein, aber dich bringt nur eine weiter.


    Was meine ich damit?

    Das geht mit den durchgedrückten Knien los; durchgedrückt ja oder nein? Wie stelle ich mich zur Scheibe; seitlich zugewandt, frontal zugewandt, irgendwas dazwischen? Die Atmung... Einfach- oder besser Doppelatmung? In welchen Schritten hebe und senke ich den Arm? ... und so weiter =O

    Das sollte dich jetzt nicht verwirren, aber aufzeigen das es im Ablauf viele Stellschrauben gibt. Und noch ebensoviele beim Einstellen der Waffe ;)


    Dein Ziel sollte schlussendlich sein, die Mündung der Waffe bewegungslos zu halten (nicht möglich) wenn der Schuss auslöst. Da jeder Mensch unterschiedlich in seinen Anlagen ist, muss dazu eben auch die Technik/der Anschlag individuell sein um das zu erreichen.

    Finde heraus wie das für dich sein muss. Durch Training, durch Tipps von anderen Schützen, durch Texte/Videos.

    Probiere unterschiedliche Dinge aus und analysiere ob es dich deinem Ziel näherbringt, oder nicht.


    Und wenn Du fragen hast, bist Du hier im Forum schon recht gut aufgehoben.


    Besten Gruß

    Moin zusammen,


    ich wollte schonmal für LuPi bis Mai vormelden, denn jetzt werde ich mich erstmal verstärkt auf KK konzentrieren.

    Mein März-Ergebnis steht schon in Beitrag #115, aber der besseren Übersicht wegen führe ich es nochmal mit auf.


    LP40 März: 94 96 94 96 = 380

    LP40 April: 92 97 95 96 = 380

    LP40 Mai: 95 95 92 96 = 378


    Beste Grüße

    Bei der LP ist diese Diskussion eigentlich fast überflüssig, bzw. ist die Halteruhe und das korrekte ausführen der Schießtechnik ein, um Größenordnungen, entscheidenderer Faktor.

    Macht einen Munitionstest (mit Kontrolle der V0) und nehmt das Los welches das beste Ergebnis ergeben hat, fertig. Dann hat die Psyche ruhe (sollte sie zumindest). Und fangt dann bloß nicht an euch über das Herumgeschüttel, der Diabolos in einer halbleeren Dose, gedanken zu machen ;)


    Ich verwende übrigens (nach Test, zum zweiten Mal) die blauen JSB (heavy weight).

    Und die auch fast nur im Wettkampf für den Seelenfrieden. In den Trainigsergebnissen spiegelt sich eher die körperliche Tagesform wieder und nicht ob die billige Topshot oder die ausgesuchte Präzisionsmunition verwendet wurde.


    Beste Grüße

    Hey mikki-


    ich mache mal eine kleine Aufstellung (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).

    Das versuche ich so objektiv wie möglich, aber hoffe das vielleicht auch andere noch ihre Meinung beisteuern.

    Vorweg; no.limits   Strindberg und Matze1965 haben grad schon gute Tipps gegeben. Beherzige die.


    Generell würde ich Dir Lupi-Bereich von allem abraten was nicht mit vorkomprimierter Luft oder mit Pressluft arbeitet. Sprich Federdruck und CO2.

    Eigentlich ist alles außer Pressluft nicht mehr zeitgemäß, aber LP's mit vorkomprimierter Luft sind vom Schussverhalten nicht unbedingt viel schlechter und man macht damit um die ganze Kartuschenthematik einen Bogen. Zweitens sind die Vorkomprimierer meist günstiger zu haben, da älter.


    LP's mit vorkomprimierter Luft


    Feinwerkbau 100er Serie (100, 102, 103): grundsätzlich gute Waffen, sieht man noch recht häufig bei RWK, Ersatzteile meist noch zu bekommen.

    Die Gebrauchtpreise sind aber zu hoch.


    Walther LPM1: gleiches Prinzip wie Feinwerkbau, aber gebraucht deutlich günstiger. Nichtmehr so verbreitet. Leider kann ich zur Ersatzteilsituation nichts sagen, aber die ist bei älteren Waltherprodukten oftmals etwas schwierig.



    Pressluft LP's


    Wie Matze schon schrieb kommt da eigentlich immer noch eine Kartusche für ca. 120€ obendrauf. Falls man keine Wettkämpfe schießen will, kann man auf eigene Gefahr auch mit abgelaufenen Kartuschen arbeiten.


    Die üblichen verdächtigen von Steyr, Feinwerkbau, Morini, Walther und Pardini. Da macht man eigentlich mit keiner was verkehrt. Aber preislich wirst Du damit kaum unter 600 € kommen, eher um 800 bis 1000 € (gilt für eGun; Schnapper gibts oft direkt von älteren Schützenkameraden, s.o. bei Strindberg).


    Steyr: LP1 (das spätere Modell mit verstellbarer Kimmengröße); Vorgänger der LP10 (kein Absorber und Laufbohrungen), durch das alter relativ günstig zu bekommen

    LP2, abgespeckte LP10 was Ausstattung und Gewicht angeht.

    LP10, Top LP, kann alles, Gebrauchtpreise nicht mehr so exorbitant seit Vorstellung der LP10 Evo


    Feinwerkbau: P34 oder P44, sehr gute Waffen, Preise unter denen von Steyr


    Morini: CM162 EI oder MI, immernoch Top LP's (nachfolger ist angekündigt), mechanische Version selten, elektonischer Abzug ist Top (aber hier keine Griffschwenkmöglichkeit vohanden, kleines minus)


    Walther: LP300 oder LP400, LP300 gut und günstig (am unteren Ende der genannten Preisspanne), LP400 teilweise mit Problemen und damit eigentlich zu teuer


    Pardini: K12, auch eine Top LP, aber nicht so verbreitet und in dem Segment wie CM162 EI ohne Griffschwenkmöglichkeit ein kleines minus, sonst sehr gut



    Ich hoffe das hilft Dir etwas.

    Meiner Meinung nach wärst Du mit einer Steyr LP1 ganz gut bedient. Von der Ausstattung, dem Preis/Leistungsverhälnis und der Ersatzteilversorgung her.



    Beste Grüße

    Hey mikki-


    deine grundsätzlichen Überlegungen gehen, meiner Meinung nach, genau in die richtige Richtung - wenn dein Vereinsvorstand da mitzieht, bzw. überhaupt mitziehen kann (auch ein Verein hat, wie schon erwähnt, kein unbegrenztes Bedürfnis).


    Falls Du also deinem Verein eine Waffe spenden darfst (welche Du dann das erste Jahr exklusiv benutzen kannst), würde ich Dir, ebenso wie @nolimits und aus den selben Gründen zu einer GSP raten.


    Falls nicht, besorg Dir einen eigenen, passenden Griff für die Vereins-GSP. Das löst zwar noch nicht die Probleme mit der verstellten Visierung, aber immerhin hast Du so immer das gleiche Griffgefühl (und die neueren Seriengriffe sind gar nicht schlecht von der Grundform).

    Bezüglich der Visierverstellung würde ich so vorgehen, dass der erfahrendste Schütze von den Benutzern die Waffe auf sich einstellt. Das wäre die Grundeinstellung. Danach der nächste und die gestellten Klicks aufschreiben; im Anschluss wieder zurück auf die Grundeinstellung. Dann der dritte genauso.

    Das ist bei weitem nicht optimal, aber so ist relativ abgesichert gleich eine passende Einstellung zu haben. Das funktioniert natürlich nur solange die anderen beiden zuverlässig zurückstellen und/oder eine neue "Grundeinstellung" kommunizieren.


    Auch das gilt uneingeschränkt.

    Die Grundlagen des statischen Pistolenschießens (Präzision) trainiert man am besten mit der Lupi, aus og. genannten Gründen. Die Abläufe sind dabei auch vollkommen übertragbar auf die Spopi. Die Lupi verzeiht nichts, überdeckt aber auch Schützenfehler nicht durch Rückstoss. Von den laufenden Kosten mal ganz abgesehen.

    Grundsätzlich musst Du erstmal Vertrauen in deine "Schießkünste" entwickeln (Stichwort: Treffer ansagen können). Das Ziel sollte dabei erstmal ein enges Schussbild sein. Dieses dann über das Visier an die richtige Stelle zu bekommen geht fix und dann geht übrigens auch das Einstellen der Trefferlage einer unbekannten Waffe sehr zügig,

    Da Du ja schriebst Druckluftwaffe ist eher nicht so deins, Du aber leistungsorientiert bist und auch dein Schießbuch voll werden soll, trainiere am besten Lupi und Spopi parallel. Ob eine eigene Lupi dabei sein muss lassen wir mal dahingestellt. Besser wäre allemal, aber die kosten dafür sind eben auch nicht unerheblich.


    Und egal ob Lupi oder Spopi, versuche wann immer moglich Waffen (auch gleiche Modelle) von anderen Schützen zu testen. Alleine um mal verschieden Eindrücke von unterschiedlichen Einstellungen zu bekommen.



    Beste Grüße



    EDIT: Da war ich wohl etwas spät, lasse den Beitrag aber trotzdem mal stehen. Du fährst mit deiner Entscheidung, meiner Meinung nach, aber richtig.

    Hey HUNTER-LuPi,


    dann leg ich mal los... Achtung Ferndiagnose!


    fast5 und Matze1965 haben es in den ersten Beiträgen schon auf den Punkt gebracht wo (vermutlich) der Hase im Pfeffer liegt.

    Ich kann Dir nur Raten: Begib dich nicht in den Kaninchenbau "Es liegt an der Waffe/Griff/Zubehör", da wirst Du sonst echte Euros an Lehrgeld bezahlen. Auf deinem momentanen Niveau solltest Du an einem korrekten äußerem und innerem Anschlag, sowie am Schussablauf insgesamt arbeiten.


    Nach deinen Schussbildern zu urteilen, vermute ich ein Problem mit der Halteruhe, bzw. Handgelenkfixierung.

    Und Du hast das unbewusste Abziehen noch nicht verinnerlicht, bringst also im Moment des Schussauslösens Unruhe in das ganze System.


    Grundsätzlich gilt: Die Mündung muss möglichst ruhig sein wenn das Geschoss den Lauf verlässt. Ist das Visierbild dabei korrekt haben wir den gewünschten Treffer.

    Ja, ja, das weiß doch jeder, oder?! Wahrscheinlich schon, aber umgesetzt wird es eben oft nicht (in dem Maße, welches einem Menschen möglich ist; wir sind ja alle keine Schraubstöcke).


    Wir müssen also die Mündung - für uns das Korn - ruhig bekommen und halten. Stichworte: Unbewusstes Abziehen und Nachzielen.


    den Rest dann ziemlich schnell auf die Reise geschickt.

    Dieser Halbsatz ist, meiner Meinung nach, der Entscheidende.


    Ich vermute Du versuchst sonst "zu gut" zu schießen. Du jagst das optimale Zielbild und versuchst im "richtigen" Moment abzudrücken. Das kann nicht funktionieren! Du bist allein durch die Biologie (Nervenleitgeschwindigkeit, Singnalverarbeitung im Gehirn, Ansprechzeit der Muskeln) immer ein paar Zehntelsekunden zu spät dran. Die Angst vor einem schlechten Schuss führt zu einem schlechten Schuss. Wenn Du dann schnell schießt hast Du wenig/keine Dir darüber Gedanken zu machen. Außerdem wirkt sich ein Konditionsdefizit auch nicht so doll aus.


    Versuche das korrekte Zielbild aufzunehmen, bring das ganze in den Halteraum und verstärke den Druck auf den Abzug langsam und stetig bis der Schuss überraschend bricht. Dieser Vorgang dauert 7-9 Sekunden und währenddessen wird das Korn so ruhig gehalten wie es eben geht. Der Schuss bricht dabei ca. 2 Sekunden bevor wir die Konzentration auflösen (Nachzielen ist echtes Zielen!).


    Das ganze kann sehr gut zuhause mit Trockentraining vor der weißen Wand geübt werden. Dabei wird auch die Halteruhe trainiert.



    PS: Beim Bild der elektronischen Anzeige stimmen die numerischen Werte nicht mit den Angezeigten Schüssen überein.


    Besten Gruß