Für Standardpistole bringt es auch sehr viel wenn man eine Menge Zeit in das Abzugstraining widmet. Weiterhin ist besonders hier der Druck wichtig, mit dem ich die Waffe halte. Halte ich sie zu locker springt sie zu sehr und provoziert Störungen. Das Phänomen konnte ich bei einem Schützen beobachten der mit einer Vereinswaffe haufenweise Störungen hatte. Hat jemand anderes geschossen (selbe Munition und selbes Los) gab es keine Probleme. Natürlich kann auch die Munition hier ein Faktor sein. Hält man die Waffe zu fest, verkrampft man sehr schnell, was auch nicht zielführend ist und ein Verreißen aufgrund eines gewissen "Gegenhaltens" provoziert. Die Abzugsarbeit gestaltet sich hier ebenfalls sehr suboptimal. Wer das mal ausprobieren möchte, kann gerne mal probieren wieviel Feinmotorik in dem Fall noch übrig bleibt ![]()
Zusätzlich bringt das Nachhalten noch einen gewissen Schliff. Wenn man sich das beim Präzisionsschießen richtig eintrichtert und es einem in Fleisch und Blut übergegangen ist gewinnt man hier an zusätzliche Sicherheit. Die Waffe bewegt sich idealerweise wieder zurück in den Halteraum, wenn alle anderen Faktoren gestimmt haben und kann somit seine Durchführung bis hin zum Schuss auf Sauberkeit überprüfen. Im Optimalfall erkennt man sogar den eigenen Fehler und weiß wo der Schuss gelandet sein muss ohne durchs Glas schauen zu müssen. Mit etwas Erfahrung erkennt man den Fehler im Ablauf selbst, ansonsten ist es Hilfreich jemanden zu haben der nach einem schaut und Feedback geben kann. Besonders wenn der Fehler vermehrt auftritt.
Wenn man an den beiden Dingen arbeitet, baut man meiner Meinung nach schon mit die wichtigste Grundlage auf. Es gibt dann natürlich noch den äußeren Anschlag der sich von 150 und 20 bzw 10sec ein wenig ändert, sowie die Atemtechnik. Aber die Faktoren sind dann doch schon etwas individueller zu betrachten.