Beiträge von Matze1965

    Hallöle,

    so wie ich das sehe ist Dir der Griff zumindest nach meinen Erfahrungen der letzten Monate schon recht gut gelungen. Du könntest Dein Augenmerk auf folgende Punkte richten und damit das ein oder andere optimieren wenn es auf Deinen Fall zu trifft.

    1) keinen (kaum) Fingerkontakt mit dem Zeigefinger zum Griff.

    2) Es scheint gelungen, aber trotzdem die Frage ob die Oberseite des Mittelfingers gleichmäßig den Griff unterstützt...??

    3) Mir scheint von den Bildern her, dass der Mittelfinger nicht komplett 90 grad zum Lauf steht. Vielleicht hat es einen Grund, aber schau bitte nach ob Du es noch optimieren könntest oder musst.

    4) Fingerlage der Fingerkuppen. Ich persönlich überlege bei mir noch was zu verändern, aber wie es bei Dir ist solltest Du für Dich fest legen. Sind die Fingerkuppen quasi Spannungsfrei ??? Also einzelne Kuppe anspannen und schaun ob sich an der Visierrichtung etwas verändert. Je nachdem solltest Du dann diese entsprechende Mulde für die Fingerkuppe aufspachteln oder einschleifen. Ist sehr individuell, verhindert aber dass beim unbewussten zugreifen (während des Abziehens) sich der Griff samt Waffe weg dreht.

    5) was natürlich nicht aus den Bildern hervorgeht, was Du aber in 3 Sekunden checken kannst, ist die Nulllage des Korns.

    Augen Schliessen, waffe heben und erst im Anschlag drüber schaun. Steht das Korn links oder rechts von der Kimme ? Mittig ist es optimal, ansonsten lohnt es sich es so zu verändern dass es mittig steht. Verhindert einfach unbewusste Zwangsbewegungen des Handgelenks im Schuss.

    Ansonsten wenn noch größere Probleme bestehen sollten wären Schussbilder (10 bis 20 auf einer Scheibe oder gar ganze Trainingseinheiten) recht hilfreich. Die Ausreisser oder "Wölkchen" um die 10 herum können Hinweise darauf geben wo es klemmt.

    Der Hinweis von Duffi ist nicht schlecht. Wäre mir beinahe durchgegangen. Nicht zu viel auftragen, auch mal was weg nehmen. Zu viel Material rechts bedeutet der Lauf kommt nach links aussermittig zu Deiner Hand. Halt schaun dass alles mittig in Deine Hand läuft sonst verkantet sich die Waffe bei Schussabgabe. Übertrieben: Du baust 2 cm rechts auf erzwingst Du im Griff ein Drehmoment. Auch wenn Absorber und Kompensator auftretende Kräfte minimieren sind sie nicht weg. Idealerweise ist die Laufseele so gelegen, dass sie direkt in die Mitte Deiner Hand läuft. Somit würden alle eventuell auftretenden Kräfte mittig in die Hand laufen und sind somit am besten zu kontrollieren.

    Viel Spass.

    Matze

    Kleiner Hinweis zum 9015 ONE.

    Das Gewehr und System mögen in Ordnung sein und gut schiessen. Problematisch ist das Einspannen des Schaftes z.B. zum Munitionstest. Durch die Karbonhülse ist das nicht so einfach und kann sehr teuer werden.

    Dann ist vom Konzept her eine Gewichtsstange an der Schaftkappe vorgesehen, die inzwischen vom Regelement her schwierigkeiten machen kann. Die Frage ist dann halt wie man das ONE entsprechend auf Gewicht bringt und in die Balance.

    Aber wie gesagt. Ich schiesse ein 9002 und mein System läuft, das 9015 ist ähnlich und wird auch laufen. Aber .. der Schaft halt.

    Probe schiessen und Wettkampf sind in der Regel nicht vergleichbar. Ich sehe viele Schützen die in der Probe quasi 100 Ringe schiessen und dann bereits zum Ende des Probeschiessens mit ihrer Kondition am Ende sind. Daher mache ich mir zwar einen Eindruck über die Möglichkeiten des Gegners,....aber abgerechnet wird mit dem letzten Schuss.

    Es gibt auch die Fraktion die bei Probe und der ersten Serie nix ins schwarze bekommen und ab der 2. Serie nur noch 93er Serien machen.

    Daher......

    Ich hab meinen Scheibensatz und der Gegner seinen.......Ich höre mir zwar im Wettkampf die Serien an, muss aber sagen dass ich mich gefühlt nicht wirklich davon beeindrucken lasse, zumal ich auch recht gute Serien kann. Auch im Wettkampf.

    Die Kunst ist, beim eigenen Wettstreit "Zuschauer" zu bleiben..........

    Das stimmt schon dass die Klinkenüberschneidung quasi überall erklärt wird,......

    Allerdings steht auch überall dass man nix dran drehen sollte. Wer will kann immer,....das ist klar.

    Bei Walther muss nach einigen Jahren auch in der Regel die Klinkenüberschneidung nachjustiert werden. Warum auch immer,....Macht sich meistens dadurch bemerkbar dass sich ein Schuss löst beim schliessen des Verschlusses.....und das unregelmäßig.

    Hab mal mit Walther drüber gesprochen und das Ergebnis ist, dass der Abzug dann nicht kaputt oder verschlissen ist, sondern nur nachjustiert werden muss. Wahrscheinlich haben sich dann sämtliche Grate und Unebenheiten aus der Produktion glatt geschliffen und erlauben der Mechanik etwas mehr Spiel. ......

    Die Klinken halten den Abzug überhaupt erst. Egal ob lektrisch betrieben oder mechanisch. In der Regel sind das die Teile die getauscht werden wenn der Abzug verschlissen ist.

    Klinkenüberschneidung selber bestimmen und einstellen,...mutig mutig,.....

    Nicht umsonst ist normalerweise eine Lackplombe drauf. Ist die Überschneidung zu gering verschleisst der Abzug schneller oder hält nicht gleichmäßig, zu groß dürfte etwas andere Eigenschaften bedeuten.....

    Aber berichte mal.... zur not komm ich im Januar vorbei und schiess mal Probe........

    das mit dem testen ist das wichtigste.

    In der regel.....grad bei gewehr wird ja nur geschraubt......

    Bei Griffen und pistolen kanns schon komplizierter werden mit dem testen. Da gikt halt dax Prinzip der kleinen schritte an denen man tendenzen erkennen kann und das risiko etwas minimieren.

    Hab grad wieder nen gewehrschützen der 10 bis 15 ring mehr schiesst mit meinen Anordnungen,...sich aber nicht traut in der Saison etwas zeit zu investieren und gewichte und Balance zu testen....

    horch80 .... ich glaube da ist Dein unbändiges Know how gefragt. Endlich mal ein Thema bei dem Du Deine Fach- und Sachkenntnisse so richtig heraus hängen lassen kannst und auch endlich mal jemandem weiter helfen kannst anstatt sinnlos durch die Gegend zu prügeln.

    Also ran an den Speck ... da benötigt ein Jungschütze Deine Hilfe.

    Matze

    Die Waffen sind quasi "Baugleich".....

    Nur die Ansteuerung des Schlagbolzens durch das Abzugszüngel und Stecher sind mechanisch anders gelöst, von der Funktion aber absolut identisch.

    Die FP 60 hat halt ein Paar Dinge die nett sind, so z.B. die Griffneigung einstellbar. Und sie ist weniger Kopflastig, was mir persönlich entgegen kommt. Die Gehäuseschrauben sollte man regelmäßig checken. Meine waren schon mal locker.....Die 150 hatte da einen Rahmen, was aber auch die Wartung etwas schwieriger machte (Stecher ausbauen etc....).

    Der Stecher sollte nicht das Problem sein ......der hat nur ein Problem beim Spannen soweit ich das richtig im Kopf habe. Da ist der Verschleiss etwas größer. Aber da gibts nen Kniff wie man den Stecher schont .....

    Bei der Hämmerli 150 und meiner FP 60 weiss ich dass es ohne Probleme geht. Da halt nur den Stecher spannen und nicht gleich den Schlagbolzen mit. Dann geht Trockentraining .....

    Interessant wirds bei Lupi. Druckpunkt nehmen und damit "spielen" ohne dass der Schuss bricht. Darum gehts eigentlich sich den Vordruck und die ganze Charakteristik des Abzugs einzuspeichern. Man konzentriert sich dann nur auf das Vorzugs oder Abzugsgewicht und bei 100 bis 200 Trockenabschlägen spart man sich die ein oder andere Stunde auf dem Stand. Gerade wenn man etwas umgestellt oder verändert hat. Das Gedächnis ist oft besser als andere es einem Bescheinigen.

    Einfach mit nem Drehmomentschlüssel auf 5 Nm anziehen,.... das kann jeder der weiss wie rum man die Schrauben drehen muss.....

    Aber bitte darauf achten ob der Platz für den Abzug ausreichend bemessen wurde .....Da bin ich mal bei einem Fremdfabrikat auf die Nase gefallen und hab damit die Systemhülse verdreht. War etwas tricki das alles sauber auszufräsen.

    Der KK 300 Aluschaft wird angeblich nicht mehr hergestellt. Könnte mir aber vorstellen, dass es noch Möglichkeiten gibt. So unterscheiden sich die Schäfte nur um die Aussparung für den Kammerstengel.

    Also wäre das wichtigste der Adapter für Anschütz. Und ansonsten rumfragen wer seinen Aluschaft auf Seite gelegt hat.

    Was mit dem Anatomic Schaft ist kann ich nicht sagen. Da wusste ich nicht mal dass der passend für Anschütz gefertigt wurde.

    Die Frage ist doch, worauf Du den Fokus legst .....

    Ich habe auch diverse mal bei Schnee oder minusgraden FP Trainiert. Das Problem war eher die Hand aus dem Griff zu bekommen......

    Ergebnis im Winter.....??? Wofür....

    Wer jetzt FP schiesst macht es wegen der Kondition und Hand Auge Koordination. Und,... wer eh mehrere Disziplinen schiesst hat bei jeder Waffe ein anderes Abzugsgewicht. Dauert dann halt ein paar Schuss länger sich dran zu gewöhnen......

    Ich würde gern die Möglichkeit nutzen auch im Winter FP zu schiessen... und wenns statt 100 Schuss nur 30 oder 50 sind.....Ich habs auch schon mal abgebrochen weil es einfach nicht mehr auszuhalten war,......

    Und Stecher trainieren geht abends auf dem Sofa beim Krimi guggen. Stecher spannen und Trockenschuss,......100 stück oder so und gut......

    Geh ruhig zu MEC wegen der Schießbrille. Die Augen altern mit den Jahren, und so kann es sein dass etwa was lang funktionierte schleichend nicht mehr funktioniert.

    Du kannst Dich für eine Brille entscheiden, oder überlegen ob Du mit einem Monocle schiesst. Nachteil beim Monocle ist, dass nur ein Auge korrigiert wird. Die Frage was machst mit dem überflüssigen Auge.... Kontaktlinse ?? Oder nix..?

    Das gleiche Problem wirst mit ner Brille haben. An sich nur für das zielende Auge ausgelegt. Was machst mit dem linken Auge...? Auch da .. Kontaktlinse ?? oder ein linkes Glas ...??

    Da gibts gerade bei Deiner Glasbaustärke schon das ein oder andere zu bedenken.