Ja da sagt der Ritter mal was richtiges.
Wirklich wichtig wäre jemand der von außen drauf schaut. Es gibt vieles was sich richtig oder bequem anfühlt, aber von außen gesehen einfach nicht passt.
Gern falsch gemacht wird die Höhe der Wange und die seitliche Position. Weil,... es wird einfach nicht eingestellt.
Als kleinen Leitfaden würde ich wie folgt vorgehen:
1) Die Wangenhöhe so einstellen, dass Du wenn Du mit dem Wangenknochen (an der Backenzähnen hoch gefühlt das knöchernde Hindernis...) direkt auf der Kante oder Rundung der Wange aufliegst und der Höhe noch sofort ....nicht mit etwas rumgerutsche und gesuche sondern SOFORT durch die Visierung guggen kannst und das Ringkorn mittig hast. Das gleiche mit der seitlichen Verstellung der Wange.
Passt das alles (gerade seitlich) nicht zusammen gibt es bei Visierlinien die Möglichkeit seitlich auszulagern, oder das Gewehr doch etwas zu schränken. Das musst Du ausprobieren wie das mit Deinem Empfinden etc. zusammen passt.
2) Die Kappenhöhe so wählen, dass der untere Haken das Gewehr in der Schulter stützt, und zwar in der richtigen Höhe. Meist recht tief. Die meisten haben ihre Schaftkappe zu hoch.
3) Die Länge der Schaftkappe so wählen, dass der Abzugsarm nicht verkrampft zu dicht an der Schulter ist und nicht zu weit weg von der Schulter.....Ich würd sagen,....... Bequem und relaxed.
4) Griffposition so anpassen dass 3) erfüllt ist.
5) Züngel so einstellen, dass der Abzugsfinger am Druckpunkt ca. 90 grad zum Lauf steht.
6) Die Schaftstütze so einstellen, dass der Stand bequem und Visierliniengerecht ist.
Soderle,...das wäre das, was ich als Externer Beobachter so in 20 bis 25 Minuten trocken grob einstellen kann. Einige Feinänderungen sind da meist noch notwendig.
Dann geht es an das wichtige:
7) Die Stützhand bleibt unter der gewünschten Stelle der Schafterhöhung vom gewehr und der externe achtet drauf dass nix runter fällt. Kippt das Gewehr dabei nach hinten, ist die Balance nicht gegeben. Bedeutet: Schaftgewichte einlegen oder Laufgewichte auflegen. Hierbei nicht zu viel nach vorne aber doch vor die Stützhand. Damit wäre zwar die Balance schnell gegeben, aber man baut auch gleich ein überdimensionales Pendel. Durch die "große" Masse vorn kann man aber die Bewegungen nicht stoppen. Die laufen wie ein langes Uhrenpendel einfach durch. Daher auch gern ein waagerechtes ovales Schussbild.
Keine Angst,.. das Gewehr ist meist eh zu leicht. und mehr als 5,5 Kg darf es ja eh nicht wiegen.
Gern sind die Gewehre aber schon Kopflastig und da ist es hilfreich wenn man im Bereich der Wangenauflage oder Schaftkappe gewicht auflegen kann. Der Schwerpunkt vom Gewehr sollte etwas vor der Stützhand sein. Das hat den einfachen Grund, dass sich damit der Lauf automatisch richtung Scheibe zieht. Die Scheibe hängt bei 1,4 m, die Visierlinie ist etwas höher.....nur kleine Schützen mit einer tiefer liegenden Visierlinie haben da Probleme.
DAs Ausbalancieren und Gewichttrimmen dauert in der Regel mehrere Monate und bedarf ständiger überprüfung.....
Viel Spass
Matze