Beiträge von Matze1965

    Hallo Kietze,

    bei der LP Auflage sind sämtliche Kräfteverhältnisse anders als bei Freihand LP.

    1) Die Auflage dient als Drehpunkt .

    2) während bei Freihand die Lupi aus ihrem Eigengewicht heraus "selbstkompensierend" ist plus der netten kleinen Gimmiks wie Absorber und so (je nach Hersteller) verändert sich der Hebel zwischen Handwiderlager und dem Lauf doch erheblich. Anzusetzen ist bei Auflage die gesamte Höhe zwischen Laufachse und Auflage und das auch nur mit einem Bruchtel des Ursprungsgewichts. Die Folge ist ein überraschendes Hochschlagen der Waffe im Schuss.

    Dieses wird gern durch viel Gewicht (am besten in Laufhöhe ) kompensiert.

    3) Der Auflagepunkt des Keiles ist eingeschränkt. und hat einen immensen Einfluss auf das Verhalten der Waffe. Je weiter vorn am Keil aufgelegt wird desto ruhiger liegt die Waffe in der Theorie. Je weiter hinten desto unruhiger liegt die Waffe.

    4) Wenn der Schütze in seiner gewohnten Haltung steht, kompensiert er seine eigene Pendelei völlig automatisch. Diese Pendelei übernimmt man automatisch in den Aufgelegtanschlag. Bedeutet dass man eine erhöhte re li Ausbeute auf der Scheibe hat. In der Regel empfiehlt es sich sich frontal vor die Scheibe zu stellen. Hierbei "pendelt" der Schütze "nur" nach vorn und hinten. Das bedarf dann etwas Übung wie die Kräfte aufgeteilt werden um das Pendeln zu minimieren.

    Das ist nur was mir so auf die Schnelle so eingefallen ist.

    Also... Lg putze ich quasi innen... Nie.... Vielleicht mal nach Gefühl ein mal im Jahr wenn überhaupt einmal ein paar Filzproppen durch ziehen. Filzproppen durch schießen kann den Nachteil haben dass sich Filzfasern im Lauf oder Kompensator ablagern und die Strömungsmechanik verändern. Messing oder Bronze Bürste ist in der Regel völlig übertrieben. Durchschiessen von Filz ist auch relativ unproduktiv. Es wird kaum Blei rausgelöst

    Das ZLO mit Vergrößerung hat den Nachteil, dass es vergrößert...dafür benötigt man aber nicht unbedingt ein größeres Ringkorn.

    Die Vergrößerung im ZLO bewirkt, dass man bei einigen Dioptern Abschattungen bekommt weil man in das Diopter seitlich schaut. Die Vergrößerung ist wie ein Weitwinkel und bei zu viel Abschattung durch das Diopter gibts eventuell Probleme.Ich kam damit irgendwann nicht mehr klar und bin normal auf Adlerauge und Monocle umgestiegen. Das muss aber jeder für sich selber heraus finden. Gibt viele Leuts wo es gut funktioniert.

    Ich hatte die Kombination allerdings ohne das ZLO...also nur Irisblende mit Dioptrinausgleich und Vergrößerung. Cylinder war nicht das Thema....

    Bei uns hat die Feuerwehr die Flaschen früher gefüllt....durfte dann nicht mehr. Daraufhin gings immer 50 Km fahren,...abliefern und mit Glück eine Woche später wieder abholen können. Mindestens 4 h verlorene Zeit plus Sprit. Jetzt haben wir einen Kompressor und füllen die Nachbarvereine und Privatabnehmer (gegen kleine Gebühr) mit ab. Kompressor über Fördergelder und Spenden finanziert......Läuft.

    Die stehende Welle wird nicht der wirklich interessante Teil der Messung sein, eher der langwellige Teil der sich ständig ändert..... Durch das schnelle Projektil im Rohr ändern sich ständig die Parameter und der ständig kürzer werdende Lauf wackelt übertrieben wie ein Feuerwehrschlauch der nicht gehalten wird. Wichtig ist unterm Strich nur die Mündungsbewegung. Die Laufbewegung hilft nur das ganze zu verstehen.

    Hey Andreasj, so ein Projektil liegt von der Geschwindigkeit zwischen 280 m/s und 400 m/s.... Die Frequenz... Phu.... Kei Ahnung. Dehnmessstreifen würde ich eher nicht verwenden.... Eher Beschleunigungssensoren.... Die frage wäre.... Idealerweise welche die nicht auf den Lauf montiert werden müssen..... Also... Kontaktlos. Auf den Lauf geklemmt würde ihr Gewicht bereits das Schwing verhalten verändern.....

    Außerdem gibt es mehrere Frequenzen..... Die eine ist der der hörbare Ton des reinen Eisens..... Das andere ist die Schwing frequenz des... Stabes....

    Wenn ich passende Muni gefunden habe gilt der Satz: Never touch a running system.

    Bei LG sind die Laufschwingungen nicht wirklich relevant, da muss das Projektil zum Lauf passen (und den eingestellten Geschwindigkeiten) und eine möglichst gleichmäßige Form haben. Am besten 500 geclonte Zwillinge......

    Bei KK schaut das ganze anders aus. Da bekommt der Lauf durch den hohen Druck, die Temperatur und den "Stahlfasern" die von der Produktion her rühren eine Schwingung, die wir mit bloßem Auge nicht wahr nehmen können. Dadurch bekommt das Projektil in der Laufmündung allerdings einen Schlag in seitlicher Richtung. Dieser Schlag vergrößert den Trefferradius. Somit beeinflusse ich durch Veränderung des Schwingungsverhaltens die Treffergenauigkeit zum guten oder auch zum Schlechten. Eine Tube kann also die Visierung verbessern, das Trefferbild aber verschlechtern. Diese Laufeigenschaften sind von Lauf zu Lauf verschieden, denn trotz Massenfertigung ist jeder Lauf einzigartig. Hier sind oft wenige Gramm sehr Wirkungsvoll.

    Ich konnte einem Superschützen mal zuschaun und der hat nur eine Art Gummiband um die Laufmündung gemacht. Die Schussbilder bei seinem Liegendanschlag (normal 600 von 600 mit Übungsmuni) mit und ohne Gummi waren recht unterschiedlich. Und wir reden hier nur von einem Gummiband.

    Da ist KK sehr sehr speziell.

    Mit Schwingungsdämpfung könnte es sein, dass mit jeder Munition die ein rundes Schussbild erzeugt und passender Dämpfung der Laufmündung der Trefferradius verringert werden kann. Einfach nur deshalb, weil die Mündung im richtigen Augenblick 90 grad zur Scheibe steht und nicht eine seitliche Bewegung macht.

    Ziel von HDR ist es diese Laufschwingungen zu beobachten, zu Kategorisieren und Dämpfer oder Dämpfungssysteme zu entwickeln. Im Idealfall einfach nur ein paar abgestimmte Laufgewichte an den richtigen Stellen. Somit könnte der Faktor Lauf in Zukunft beim Schussbild eine kleinere Rolle spielen als bisher.

    Es geht auch um Laufschwingungen und nicht um Halteübungen. Insbesonders geht es um die Schwingung der Laufmündung . Diese hat in Verbindung mit der Projektilgeschwindigkeit und dessen "Fehlerhaftigkeit" Auswirkungen auf die Trefferlage.

    Da hat das "Halten" eines Gewehres und die grobe Bewegung des Schützen ist hier nicht gefragt......

    Mit nur einem Sensor können verschiedene Frequenzmuster des Laufes das gleiche Abbild geben. Es funktioniert nur mit mehreren Sensoren die eventuell durch ein Körperschallmikro gestartet werden.... mit einem Taktgenerator alle im Gleichtakt ihre Werte nehmen und mit der Lichtschranke plus Zeit X die Messung beenden. Das Schwingen eines Laufes beginnt mit dem Zünden der Patrone. Die Zeit bis Laufende ist genau so interessant (Weil das Projektil ja noch in der Laufmündung steckt) wie die Zeit beim / kurz nach des Verlassens des Laufes.

    Durch einen Taktgenerator werden die Zeiten vergleichbar. Jeder Sensor bräuchte halt seinen Speicherlog der dann parallel mit den anderen ausgelesen wird. Wenn der Arduino nicht Zeitstabil arbeitet, könnten doch eine Serie von Meßschreibern die Werte aufzeichnen. Es muss nur sicher gestellt werden, dass die Messungen zeitgleich starten und zur gleichen Zeit gespeichert werden. Somit sind alle Messwerte vergleichbar. So kann der Lauf ja schon schwingen wenn das Projektil grad mal einen Teil des Laufes passiert hat. Das blockieren oder unterstützen der Schwingung während das Projektil durch den Lauf saust ist genau so interessant wenn nicht sogar interessanter als die "Nachwehen", die nur "Rückschlüsse" zulassen.