Wenn ich passende Muni gefunden habe gilt der Satz: Never touch a running system.
Bei LG sind die Laufschwingungen nicht wirklich relevant, da muss das Projektil zum Lauf passen (und den eingestellten Geschwindigkeiten) und eine möglichst gleichmäßige Form haben. Am besten 500 geclonte Zwillinge......
Bei KK schaut das ganze anders aus. Da bekommt der Lauf durch den hohen Druck, die Temperatur und den "Stahlfasern" die von der Produktion her rühren eine Schwingung, die wir mit bloßem Auge nicht wahr nehmen können. Dadurch bekommt das Projektil in der Laufmündung allerdings einen Schlag in seitlicher Richtung. Dieser Schlag vergrößert den Trefferradius. Somit beeinflusse ich durch Veränderung des Schwingungsverhaltens die Treffergenauigkeit zum guten oder auch zum Schlechten. Eine Tube kann also die Visierung verbessern, das Trefferbild aber verschlechtern. Diese Laufeigenschaften sind von Lauf zu Lauf verschieden, denn trotz Massenfertigung ist jeder Lauf einzigartig. Hier sind oft wenige Gramm sehr Wirkungsvoll.
Ich konnte einem Superschützen mal zuschaun und der hat nur eine Art Gummiband um die Laufmündung gemacht. Die Schussbilder bei seinem Liegendanschlag (normal 600 von 600 mit Übungsmuni) mit und ohne Gummi waren recht unterschiedlich. Und wir reden hier nur von einem Gummiband.
Da ist KK sehr sehr speziell.
Mit Schwingungsdämpfung könnte es sein, dass mit jeder Munition die ein rundes Schussbild erzeugt und passender Dämpfung der Laufmündung der Trefferradius verringert werden kann. Einfach nur deshalb, weil die Mündung im richtigen Augenblick 90 grad zur Scheibe steht und nicht eine seitliche Bewegung macht.
Ziel von HDR ist es diese Laufschwingungen zu beobachten, zu Kategorisieren und Dämpfer oder Dämpfungssysteme zu entwickeln. Im Idealfall einfach nur ein paar abgestimmte Laufgewichte an den richtigen Stellen. Somit könnte der Faktor Lauf in Zukunft beim Schussbild eine kleinere Rolle spielen als bisher.