Beiträge von wintersried

    Hallo zusammen

    Seit längerer Zeit beklage ich mich in der KK-Liegenstellung über ein (vielleicht seltenes) Problem: Normalerweise verkantet der Liegendschütze (ich bin Rechtsschütze) sein Gewehr im Anschlag ein bisschen nach links oder hält es zumindest gerade, ich jedoch bringe das Gewehr einfach nicht in diese "normale" Lage. Stets verkante ich das Gewehr nach rechts, was im Verlauf des Trainings/Wettkampfs stets extremer wird und ich mich nicht wohlfühle, obwohl die Stabilität eigentlich gegeben ist!

    Hat jemand das gleiche Problem oder kennt ihr betroffene Schützen? Was denkt ihr, woran könnte es liegen und wie bringe ich wieder eine normale, bequeme Stellung hin?

    - Schaftlänge verändern?
    - Hackenkappe verändern?
    - rechtes Bein mehr/weniger anwinkeln?
    - etc.?

    Habe schon einige Sachen ausprobiert, bisher hat jedoch noch nichts genützt...

    Vielen Dank für eure Hilfe und eine tolle Schiesssaison :)

    wintersried

    Hallo Speedy1848, vielleicht musst du auch die Visierung deinen Leistungen und deiner Disziplin anpassen. Schiesst du nur liegend oder gar Dreistellung? Denn es muss ja nicht gerade eine Irisblende mit 10-Farbfilter plus Polarisationsfilter sein. 5 Farben reichen für den Anfang aus. Bei mehreren Stellungen würde ich zusätzlich darauf achten, dass der Diopter und auch der Korntunnel schnell verstellbar ist (ausser man verwendet dann mehrere Visierungen, was allerdings ins Geld geht).

    Ich würde mal sagen die Nominierungspraxis für internationale Titelkämpfe hat sich in der Schweiz doch bewährt. Natürlich birgt dieses System auch Nachteile. Doch was vielleicht ein ganz wichtiger Faktor ist: Auch leistungsorientiere Vereinssportler, die keinem Kader angehören (wollen), haben so die Chance, sich zu qualifizieren und so den Routiniers zusätzlich Druck zu machen. Dieses Jahr waren doch für die WM einige Nicht-Kaderschützen selektioniert worden.

    wintersried

    Ich finde es super von der ISSF, dass sie auf ihrer Homepage Fotos und Videos der Weltcups und der WM hochladen. Es ist immer wieder interessant, die Bekleidung, Gewehre und sonstige Ausrüstungsgegenstände der Sportler zu sehen. Oder um einfach auch die Stellungen zu vergleichen. Ich glaube jeder von uns kann da noch etwas lernen ;)

    @mancrazy12 Wirkt sich denn dein Training, dass auf die Kraftsteigerung und Muskelzunahme abzielt, nicht negativ auf den Schiesssport aus?

    Ich persönlich mache vor allem etwas für die Ausdauer (2xJogging, 1xBike), zusätzlich Übungen für die Rumpfmuskulatur und Gleichgewichtsübungen.

    Leider kann auch ich dir nicht weiterhelfen betreff Genehmigungslage. Ich kann jedoch die Erfahrung von konm-LGKK nur bestätigen: Obwohl ich die Pulsuhr bisher nur in ein paar Trainings getragen habe war ich erstaunt. Schon bei normaler Erregung war ich bei ca. 90 - 100 Schlägen (was ich bei leichtem Jogging ebenfalls erreiche, soll mal einer sagen Sportschiessen sei nicht fordernd!), bei einem Trainingsfinale schon klar darüber. Das Timing wird bei der Schussabgabe wichtiger, je höher der Puls ist! Aber ein gutes Resultat kriegt man auch so :)

    Übrigens habe ich das gleiche auch KK liegend durchgeführt: Wie ich im Voraus bereits angenommen hatte war mein Puls deutlich tiefer, bei höherer Erregung sprang er allerdings sehr schnell in die Höhe!

    @pepsch53

    Ich weiss zwar nicht ob du deine Frage auf mich als Diskussionsstarter beziehst oder auf Tadtoday, der ja ebenfalls mit dem elektronischem Abzug am LG400 liebäugelt: Jedenfalls habe ich mich schlussendlich für den normalen mechanischen Abzug entschieden.

    Meine Gründe:
    - Mechanischer Abzug schon x-fach bewährt und bei Walther sehr gut und gleichmässig
    - Habe keine Lust, neben der Kartusche auch immer noch denn Akku anzuschauen (obwohl man mit einer Akkuladung sehr viel schiessen kann: ca. 5000 Schuss)
    - Kann mir gut vorstellen, dass man bei Defekten am elektronischem Abzug grössere Probleme/Kosten hat als bei dergleichen am mechanischem Abzug

    Gruss wintersried

    Halo Tribun

    Ein Vereinskamerad schiesst seit es Tesro gibt mit Luftgewehren dieser Marke (gibt neuerdings ja auch KK-Waffen) und ist damit sehr zufrieden. Mir gefällt an seiner Waffe vor allem das schlanke Design, weshalb ich es dem Anschütz vorziehen würde.

    Was mich noch interessiert: Warum hast du FWB, Walther oder auch Steyr und Pardini bereits ausgeschlossen aus deiner Entscheidung?

    Zuerst einmal ein herzliches Dankeschön an dododogge, dingo, wayne interessierts und Grüni für eure spannenden Berichte!

    Ich möchte euch kurz informieren, wie ich mich entschieden habe: Nach langem hin und her habe ich mich definitiv für das Walther LG 400 Alutec Expert entschieden (mit mechanischem Abzug, neu gibt es bei Walther ja auch den elektronischen Abzug).

    Folgende Punkte sprachen dabei für dieses Gewehr:
    - hatte in der Stellung sofort ein gutes Gefühl, mit dem 800er erreichte ich dies nicht
    - Einstellmöglichkeiten sehr vielseitig, jedoch simpel zu bedienen
    - viel und gutes Zubehör (Centra)
    - Design (sollte irgendwie auch ein bisschen passen)
    - Schussverhalten und Abzug sehr angenehm
    - Gewehr kommt leicht vom Werk, daher optimale Anpassung durch Zusatzgewichte an den Schützen

    Habe mir das Gewehr bei meinem Händler mit dem genialen Konfigurator bestellt. Dabei habe ich wie von wayne interessierts empfohlen die Visierverlagerung UP gegen eine Centra Block Club getauscht. Dazu habe ich den billigsten Diopter ausgewählt, weil ich mir hier den MEC free sight anschaffen werde, was jedoch eigentlich Luxus ist. Mit diesem kann man einfach besser vorzielen, weil er sehr kompakt gebaut ist.

    Was vielleicht noch zu erwähnen ist: Bei meiner Suche nach einem neuen Gewehr bin ich auch auf das von Olympiasieger Campriani mitentwickelte Pardini gestossen. Es ist allemal ein Test wert, ist es doch vor allem in Sachen Gewichtsverteilung sehr interessant, da es am Schaft viele Befestigungsmöglichkeiten für Zusatzgewichte hat. Zudem liegt das System nahe bei Schützen, was für das Laden im Anschlag ideal ist.

    Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

    Gruss wintersried

    Dass in der Schweiz viel lockerer mit Waffen und Munition umgegangen wird kann ich definitiv bestätigen. Jedoch ist auch hier immer mehr eine gewisse Verunsicherung bei der Bevölkerung feststellbar. Schärfere Gesetze werden verlangt und irgendwann sicher auch mal eingeführt.
    Schon beeindruckend, wenn an einem 300m-Schützenfest hunderte Ordonnanz- und Sportwaffen unbeaufsichtigt deponiert sind und es trotzdem völlig friedlich abläuft, in anderen Ländern unvorstellbar.

    Ronny: Deine Annahme bezüglich Präzision der Eley Universal kann ich nur bestätigen. Natürlich, im Wettkampf schiesse ich liegend schon mit eingeschossener Muniton (Eley Competition), deren Schussbild enger zusammenliegt. Doch im Training ist mir die zu teuer, darum benutze ich dort vielfach Eley Universal. Vielleicht hat man halt mit dieser Munition bei 100 Schuss mal eine Patrone, die nicht abgeht oder einen Ausreisser produziert, aber mit dem kann ich leben.

    Auch ich als Schweizer habe gar nicht gewusst, dass die Eley Universal nur für die Schweiz hergestellt wurde. Ich benutze diese Munition vor allem für das Stehendtraining, da die Munition sehr preiswert ist und ich mit meiner Waffe doch ein einigermassen zufriedenes Schussbild (für stehend reichts allemal) erreiche.

    Warum jedoch Eley für andere Länder unterschiedliche Munition produziert oder einfach nur deren Namen tauscht ist mir schleierhaft.

    Hallo miteinander

    Auf kommende Saison möchte ich mir ein neues Luftgewehr anschaffen (bis anhin schiesse ich ein FWB 700). Auch nachdem ich etliche Testberichte gelesen habe, bin ich mir noch immer unschlüssig, was es denn werden sollte. Habe beide Gewehre schon in der Hand gehabt und auch je ca. 20 Schuss geschossen.

    Was habt ihr für Erfahrungen mit den Gewehren gemacht? Gibt es Schwachstellen? Welches ist euer Favorit?

    Liebe Grüsse aus der Schweiz :)