Beiträge von Strindberg

    - einfach so kann man nicht jedes System in jeden Schaft einbauen

    - da so etwas recht schnell recht umfangreich werden kann, insbesondere wenn es danach dann auch noch sehr gut aussehen soll, würde ich als Anfänger nicht sofort auf der Ebene loslegen

    - etwas anderes wären reine Schraub- und Komponententauscharbeiten, wenn also der Jagdschaft des Anschütz 1452 Mehrladers gegen den des ich nenne ihn mal Sportschafts getauscht werden soll

    - und da nachhaltig und ansehnlich machen lassen meist richtig Geld kostet, würde ich an Deiner Stelle lieber die meiner Erfahrung nach günstigste und überschaubarste Variante wählen und lieber suchen, bis Du eine Waffe in der gewünschten Konfiguration findest

    - das Zielfernrohr kannst Du Dir denke ich auch vorher kaufen und ausprobieren wie Du damit zurechtkommst - auf welchem KK-Repetierer es montiert ist dürfte hierbei unerheblich sein

    - die CZ 452 schießt auf 50 m mit RWS Rifle Match dann doch Loch in Loch (4 Schuss ca. 8 mm) und dann einen doch daneben (Mitte fünfter Schuss ca. 2 cm von der Mitte der anderen 4 entfernt), das lag aber an mir, da ich gemerkt habe dass der Schuss undank mir schief abgekommen ist). Man muss sich bei dem kriechenden Abzug für das Abziehen gefühlt ewig Zeit lassen.

    Vielleicht einfach bis sich die gewünschte Waffe findet den tuning-Druckpunktabzug (?) der CZ 455 kaufen und einbauen?

    https://www.frankonia.de/p/cz/sportabzug-für-455/191779

    Laut Frankonia kann man das als Sportabzug vermarktete Teil, das für das tuning der CZ455 gedacht ist, auch in die „letzte Baureihe“ der CZ452 einbauen.

    Die Mitarbeiter für die Betreuung des CZ-webshop in Tschechien mit denen ich 2018 zu tun hatte sind leider vollkommen unqualifizierte Leute und hätte ich deren Empfehlungen (ich hatte sogar nochmal angefragt ob die das ernst meinen) umgesetzt, wäre einer meiner Waffen reif für den Stahlschrott gewesen.

    Daher würde ich bei Interesse Frankonia und nicht den Hersteller fragen ob in Dein konkretes Modell der Sportabzug der CZ 455 eingesetzt werden kann. Es kann natürlich sein, dass Frankonia dazu keine Aussage treffen kann und nur eine Garantie übernimmt, wenn einer von deren Büchsenmachern den Abzug einbaut.

    Das dürfte aber eigentlich nicht erforderlich sein, da man mit ein wenig überschaubarem Werkzeug den neuen Abzug einsetzen kann.

    Einzig am Schaft der CZ452 ist so wie ich das verstanden habe ein wenig Holz abzunehmen, damit der Abzug auch dort passt. Am System etc. muss man nichts bearbeiten - wenn der Sportabzug denn grundsätzlich passen sollte.

    Vielleicht kann man den Abzug vorher mal irgendwo testen?

    Unfassbare Preise für einen recoil buffer. 19 Euro für ein Stück Gummi oder Weichplastik oder aus was auch immer das gefertigt ist.

    Ok, sowas gibt es immer wieder, dass für Pfennigartikel unverschämte Preise genommen werden, aber da müsste doch Abhilfe möglich sein, oder?

    Wie wäre es mit einem aus Schlüsselanhängern gefertigten Ersatz?

    https://www.bullseyeforum.net/t1453-benelli-…uffer-free#7325

    Oder etwas aus dem 3D-Drucker? Da müsste man natürlich selber etwas entwerfen.

    Aber es gibt schon Leute die etwas für eure Pistole erstellt haben -> https://www.thingiverse.com/thing:2741210

    Und wer dann keinen eigenen 3D-Drucker oder Zugriff darauf hat, bemüht eine Fachfirma.

    https://www.trinckle.com/info_materials.php

    Das war nur eine Idee von einem nicht-Benelli-Schützen...

    Was soll denn auf der zweiten Seite des pdf stehen?:/ *Satire*

    Da wurde annahmsweise noch auf die schnelle etwas für die Zulassung für Luftpistolen dazugeschrieben und dadurch sind wahrscheinlich Zeichen der Seitenformatierung so weit nach unten geschoben worden, dass automatisch eine zweite, leere Seite auf der DSB-info zu Mündungsschonern/-schutzkappen dazugekommen ist.

    Bin dann nebenbei gespannt wann Holme das neue Sicherheitsding für Pistolen rausgibt.

    Um davon zu erfahren muss man wohl die Firma Holme direkt fragen. Die website finde ich nicht so prall und erwarte da in den kommenden Jahren nichts neues.

    Ja, das war nicht nett, aber ein Laden der jetzt noch A+B Tresore als nach §36 des deutschen Waffengesetz zugelassene Waffenschränke anbietet, der hat freundlich gesagt schon längerfristig eine sehr ungepflegte website.

    https://holme-onlineshop.de/waffenzubehoer…kwt-410-it.html

    Die Version des 1451 mit Sportschaft ist aber anscheinend meist das Einzelladermodell.

    Wenn man natürlich ein bischen handwerkliches Geschick besitzt könnte man sich, wenn die Version mit Sportschaft dünn gesäht ist, das 1451 D als Mehrlader mit sozusagen Jägerschaft holen und in einen Sportschaft einsetzen (den Sportschaft gibt es derzeit für 100 Euro bei egun), an dem man mehr oder weniger elegant den Magzinschacht einarbeitet.

    Aber erfahrungsgemäß gibt es Komplettwaffen erheblich günstiger als sich die Komponenten einzeln anzuschaffen. Da muss man sich wohl in Geduld üben.

    Das Simalux 3-12x 44 gibt es bei einschlägigen Händlern für um die 300 Euro.

    Simalux selber bietet das 3-12x 44 für ca. 240 Euro mit leichten äußerlichen Fehlern an (B-Ware).

    Für 200 Euro dürfte es sich um ein neues, falsch deklariertes 4-12x 44 handeln das aber einen gänzlich anderen Aufbau hat (z.B. Mittelrohrdurchmesser25,4 mm (1“) vs. 30 mm beim 3-12x 44).

    Ein solches unzutreffendes, inkonsistentes Angebot (Bilder des 4-12x 44, Text zum 3-12x 44) habe ich auf die schnelle bei ebay gefunden.

    Bei den 3-12x 44 wäre auch noch darauf zu achten, dass es sich dann bitte um das neue Modell von 2018 mit einer Klickverstellung von 1/8 MOA handelt. Das Modell mit 1/4 MOA wird zwischendurch auch noch angeboten, aber bei einem Ringabsehen, wo man nicht mal eben einen anderen Haltepunkt wählen kann, macht eine feinere Einstellung (1/8 MOA) definitiv Sinn.

    Beim Zielfernrohr glaube ich wird es das Simalux 3-12x44 werden.

    Das Zielfernrohr hat das Absehen in der 1. Bildebene und ist somit wahrscheinlich die bessere Wahl, da man dort die Vergrößerung wählen kann ohne dass das für den Treffpunkt unschädlich wäre - das Simalux von mir mit dem Absehen in der 2. Bildebene ist ja dann doch eher ein billiges Produkt, bei dem man nicht erwarten kann, dass man an der Vergrößerung dreht und keine Treffpunktverlagerung stattfinden könnte (siehe https://www.deutscher-jagdblog.de/absehenlage/ ).

    Da ich das Simalux 4-12x 44 aber auf 50m fix mit ungefähr 8 facher Vergrößerung verwende, habe ich jedoch bislang an dem billigeren Zielfernrohr noch nichts vermisst - ausser dem fehlenden Fadenkreuz ;)

    Da Du aber Präzisionsschießen betreiben möchtest, ist das Ringabsehen vielleicht (zugegeben, ich weiss es nicht) im Vergleich zu einem Fadenkreuz dann doch die schlechtere Wahl?

    Bei 3 Sekunden pro Schuss, so wie ich das Zielfernrohr nutze, ist für mich das Ringabsehen eine klasse Sache zur schnellen Zielerfassung (ausatmen, (r)einatmen).

    In meiner Vorstellung könnte aber wie gesagt ein Fadenkreuz bei 1,5 Minuten pro Schuss noch ein Quentchen an Vorteil gegenüber dem Ringabsehen bieten?

    Meine momentane Waffe ist eine CZ 452 in der Standardausführung.

    Ich hatte vor ein paar Tagen das Vergnügen abwechselnd mit einer CZ 452 mit einem wunderschönen Hertel&Reuss und einer Mauser ES350 (Mehrlader) mit Zeiss Zielvier schießen zu dürfen. Beide hatten als Absehen einen Zielstachel.

    Schneller und dabei präziser war man mit der Mauser.

    Die CZ452 war im Trefferbild fast so gut wie die Mauser, aber im Gegensatz zur CZ war der Druckpunktabzug der Mauser ein Traum.

    Kontinuierlich gut wurde und wird mit einer solchen Mauser geschossen und nicht mit dem Direktabzug der CZ.

    Aber vielleicht lag es auch daran, dass alle die mitgeschossen haben, üblicherweise mit Druckpunktabzügen schießen :)

    Bin mir auch nicht sicher ob die 1451 das richtige Gewehr für diese Disziplin ist.

    Ich kenne das Gewehr nicht und habe gerade mal bei Anschütz nachgesehen: das 1451 hatte den Druckpunktabzug und das 1451 D den Direktabzug. Das 1451 könnte also durchaus im Vergleich zur CZ452 die bessere Wahl sein.

    Die Parallaxe beschreibt hier einen Zielfehler der bereits durch einen minimal schrägen Einblick in das Zielfernrohr auftreten kann und dann zu einer unerwünschten Treffpunktverlagerung führt.

    Hintergrund ist, das die tatsächliche und scheinbare Position von Ziel und Absehen bei nicht 100% direktem Einblick zueinander versetzt sind, wenn die für das Linsensystem gewählte oder Voreingestellte Entfernung, in der das System parallaxefrei ist, nicht stimmt (das soweit aus meiner Erinnerung - wenn es nicht zutreffend oder irreführend beschrieben ist, bitte ich um Korrektur).

    Aber selbst wenn es nun der Schütze schafft, einer Parallaxe durch 100% geraden Einblick in das Zielfernrohr ein Schnippchen zu schlagen, bekommt er/sie Absehen und Ziel nicht gleichzeitig scharf zu sehen, was für präzise Schüsse mit Zielfernrohren abträglich ist.

    Besitzt das Zielfernrohr einen Parallaxeausgleich, dreht man daran, bis Ziel und Absehen gleichzeitig scharf zu sehen sind und beseitigt dabei gleichzeitig die Parallaxe und damit Zielfehler falls man doch einmal schräg in das Zielfernrohr blickt.

    Ich denke für Jäger ist der Parallaxeausgleich auch noch deshalb interessant, weil, wenn die Verstellung für den Parallaxeausgleich noch eine Angabe in Meter besitzt, man daran die Entfernung zum Ziel ablesen und den Haltepunkt entsprechend wählen kann.

    Und dass die Ruger Precision Rimfire noch nicht so lange (Anfang 2018 ?) auf dem Markt ist, dürfte in Zeiten des Internets zumindest für eine Einschätzung der Funktionalität kaum mehr von Belang sein.

    In Bezug auf die Qualität kann man sich, denke ich, darauf verlassen, was Ruger dort üblicherweise bietet. Mich haben Präzision und Zuverlässigkeit bei Waffen von Ruger bislang durchgehend positiv überzeugt. Und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen ist auch gegenen. Bei manchen Waffen auch eine erstaunliche Um- und Ausbaufähigkeit, was die Ruger Precision Rimfire potentiell sicherlich auch bedient.

    Hier mal eine kurzweilige Betrachtung in einem Video in Englisch:

    https://www.youtube.com/watch?v=vpvT4Yzi8Fs&app=desktop

    Auf z.B. der BDS-Pistolenscheibe mit den weissen Innenringen hatte ich weder auf 25 noch 50 m Probleme. Die weisse Mitte hat sogar geholfen auf 25 m noch zielen zu können, was bei der DSB-Pistolenscheibe nicht mehr richtig klappt.

    Da bei dem Modell egal bei welcher Vergrößerung das Ringabsehen seine fixe Größe beibehält, kann man auch den Scheibenspiegel dieser BDS-Scheibe in das Ringabsehen hineinziehen.

    Die kleinen Präzisionsgewehrscheiben des BDS auf 50m (Durchmesser des Scheibenspiegels ~38 mm) sind tatsächlich etwas zu klein um dort den Ring eng um den Scheibenspiegel zu legen. Der liegt dann wie beim Schießen auf Schusspflaster weit darum herum.

    Aber ich dachte hier ging es um die DSB-Gewehrscheibe auf 50 m? Da passt das Simalux wie die Faust auf's Auge.

    Das Simalux dürfte auf 50 m je nach gewählter Vergrößerung Spiegelgrößen von schätzungsweise 9 - 28 cm umschließen.

    Um bei den BDS Präzisionsgewehr-Wettbewerben konkurrenzfähig mitschießen zu können muss man in eine Materialschlacht einsteigen, bei der man sich tatsächlich besser ein Zielfernrohr mit anderem Absehen anschafft.

    Da man dafür dann aber auch wieder eine spezielle, andere Waffe als für den stehend-Auflage-Wettbewerb braucht, und man sinnvollerweise nicht dauernd die Optik umbaut, kann man sich da ja dann wieder ein anderes Zielfernrohr kaufen.

    120€ "Asien-Glas" gekauft von und bei Simalux, 4-12x 44mm mit Ringabsehen. Zum schnellen Scheibenschießen auf 50m, also für die schnelle und intuitive Zielaufnahme (Spiegel bei ca. 8x vom Ring mit etwas Licht dazwischen umschlossen) gefällt mir das bislang sehr gut.

    Es kommt zwar nicht ganz aber doch recht nah an die Helligkeit meines Kahles 6x42 heran.

    Hier das Simalux (nein, kein Summilux ;) auf der Herstellerseite:

    https://www.simalux-onlineshop.de/startseite/zie…-simalux-kk-50/

    Gekauft hatte ich es als B-Ware direkt vom Hersteller, aber an dem originalverpackten ZF waren für mich keinerlei Macken zu finden.

    Ein echter Zielstachel oder ein Fadenkreuz ist natürlich variabler als das Ringabsehen der aktuellen Modelle.

    Die ersten Simalux-ZF mit Ringabsehen hatten noch einen winzigen, praktischen Zielpunkt in der Mitte des Rings. Den aktuellen Modellen fehlt dieser Zielpunkt.

    Die aktuellen Modelle haben aber eine Verstellung von 1/8 statt "nur" 1/4 MOA wie früher, aber zugegeben, gerade bei einem Ringabsehen macht die feinere Einstellung Sinn.

    Das Gefasel der Verkäufer und des Herstellers "Es lässt sich nur die Vergrößerung von 9x bis 11x benutzen" ist darin begründet, dass man in dem Vergrößerungsbereich den Ring am nächsten um den Scheibenspiegel legen kann.

    Wenn es einem gefällt und liegt, kann man aber auch mit 4 facher Vergrösserung zielen - und treffen.

    Ein Redfield Revolution, Vortex Crossfire oder ähnliches günstiges macht sich sicherlich auch gut.

    Bei billigeren Gläsern wird man sich eventuell irgendwann über die Haltbarkeit der Verstellung etc. ärgern - irgendwo werden auch z.B. chinesische Hersteller sparen müssen, wenn die Gläser sehr billig werden und trotzdem noch viele davon Leben müssen und am Ende auch noch ein Gewinn erwirtschaft werden soll.

    Leider wird in meinen Augen die EU oft genug missbraucht, um missliebige Themen, die in nationalen Parlamenten nicht oder nur unter Gesichtsverlust durchgebracht werden können, umzusetzen.

    Gab es z.B. seitens der CDU/CSU in Bezug auf strengere Waffengesetze in Deutschland eine eher ablehnende Haltung hat der Großteil der CDU/CSU-Mitglieder der EVP-Fraktion trotzdem der letzten EU-Feuerwaffenrichtlinie zugestimmt, die auch in der letzten Überarbeitung schlicht als inakzeptabel hätte abgelehnt werden müssen, da die vorgeblichen Ziele, wie z.B. die Terrorismusbekämpfung, weder nach oberflächlicher noch eingehender Betrachtung durch die Richtlinie erreicht werden konnten.

    Erfreulicherweise engagierten sich Jäger, Schützen und andere Waffenbesitzer gegen die Ursprungsfassung der Feuerwaffenrichtlinie, leider wurde sie aber nicht komplett gekippt aber immerhin einiger Unfug geändert oder gestrichen.

    Das wird diesmal mit der Richtlinie zum Urheberrecht hoffentlich wieder in ähnlicher Weise gelingen, aber grundsätzlich verworfen wird dieses unsägliche Werk wohl leider nicht, da die auf nationaler Ebene durchaus vorhandenen NROs, die sich dagegenstellen, auf EU-Ebene im Gegensatz zu den Wirtschaftsverbänden noch nicht optimal organisiert sind. Aber wen wunderts, dass in einer eher Wirtschaftsunion (die trotz Demokratiedefiziten auch umfassende Allgemeinpolitik betreibt) vorrangig die Wirtschaft gut organisiert ist.

    Bitter aber verständlich fand ich, als die Briten abstimmten, dass sie die EU verlassen wollen. Aber statt dass die EU daraus ableitete, zu hinterfragen, warum die Mehrheit der Bürger Großbritanniens sich gegen die EU entschieden hat und welchen Anteil die EU an der Motivation trägt und wie man die Briten durch Reformen umstimmen könnte, wurde genau das faktisch nicht hinterfragt, dem Großteil der britischen Wähler in meinen Augen Europafeindlichkeit nachgesagt und bislang vorrangig versucht ein Exempel zu statuieren, um weitere Staaten vom Ausscheren aus der EU abzuhalten.

    Das ist echt ein Trauerspiel.

    Dass die in der DDR üblichen Mehrlader wie das Modell KK V, Brno Mod.2 oder ähnliches zuverlässig die 10 (Durchmesser 10,4 mm) der 50m Gewehrscheibe halten, wage ich zu bezweifeln bzw. schaffen das diese Waffen (!) wohl gerade so. Das soll keine ketzerische Aussage sein, weil mir gerade das Aussehen solch klassischer Modelle besonders zusagt, aber wenn da nun jemand die gebotenen Möglichkeiten nutzt und mit einem Gerät antritt, das Loch an Loch, also sag ich mal einer Streuung im Durchmesser der 10 antritt und dabei auch noch einen um Längen besseren Abzug nutzt als ihn all diese ich nenne sie mal Sportkarabiner haben, holt man sich mit etwas Übung den Titel des Landesmeisters.

    Wie gesagt, mit einem Ruger 10/22 Target mit passender Munition habe ich aufgelegt Loch an Loch geschossen.

    Mit einem CZ452 habe ich das bislang nicht geschafft, und dabei war wohl weder das Zielfernrohr noch die Munition der limitierende Faktor, da das CZ452 in über 40 Jahren mit unterschiedlichsten Munitionssorten nicht unter 20mm Streukreis kam und als ich das ZF von der CZ452 auf die Ruger 10/22 umgebaut habe diese Waffen mit der 3. Sorte Loch an Loch schoss.

    Die Frage wäre, was denn in dem Verband üblicherweise in der Disziplin geschossen wird. Hochgezüchtetes Material oder war die Intention eher besagte Sportkarabiner zu nutzen?

    In Auflagedisziplinen wird wohl sonst, wenn ich mir hier die Ergebnisse des Stammschießens ansehe, in Teilern gerechnet, da sehr gute Schützen sowieso die volle Ringzahl erreichen sollten.

    Bei so etwas wäre man mit Sportkarabinern zuverlässig auf den letzten Plätzen und das macht dann auf Dauer vielleicht doch nicht so viel Freude.

    So, nun war ich extrem neugierig und habe mal nachgesehen, wo es so einen Wettbewerb gibt und wie da die Landesrekorde sind.

    Seit 2013 liegt der Rekord in Mecklenburg-Vorpommern für die Disziplin „1.45.2MV Kleinkaliber-Gewehr Mehrlader mit Zielfernrohr„ bei 291 Ringe.

    Das dürften dann wohl die besagten Sportkarabiner sein, mit denen da geschossen wird, da die zur Verfügung stehende Zeit und die Anschlagsart in meinen Augen andere Ergebnisse zulassen würden.

    Sehr schön, es freut mich, dass da nicht bereits Teiler gezählt werden und man wahrscheinlich auch ohne Schießjacke und -hose noch konkurrenzfähig mitschießen kann.

    Mein Favorit wäre bei so einem Wettkampf eine klassische Mehrlader (!) Scheibengewehr (kein KK-Karabiner-Trainer) KK-Mauser aus den späten 20er oder den 30er Jahren, wie z.B. ein ES350. Hach, genug geschwärmt ...

    Ich drehe den Spieß mal um:

    ich rate bei Präzision 50 m vom Norinco Mehrlader TU 33/40 ab.

    Er ist günstig, trifft und arbeitet zuverlässig, aber: Loch an Loch schießt er leider nicht.

    Ob das immer so ist, weiss ich nicht, aber so kenne ich es.

    Die in Bezug auf das System baugleichen Norinco-Modelle JW25A, JW15 oder KKW dürften im Mittel vergleichbar sein. Ich denke Ausnahmen bestätigen da höchstens die (vermutete) Regel.

    Die CZ452, die dem Norinco als Vorbild diente, ist im Vergleich dazu präzise, obwohl auch sie zumindest in meinen Versuchen Wünsche offen lässt. Aufgelegt auf 50 m mit RWS Rifle Match einen Streukreis von ca. 2 cm ist schon sehr schön aber das geht mit anderen Waffen, selbst mit Selbstladern wie einem Ruger 10/22 mit schwerem Matchlauf noch erheblich besser.

    Vielleicht ergänzend zu Deiner Auswahl noch die CZ455 mit Lochschaft?

    Um frei stehend, kniend oder liegend mit Meisterschützen mithalten zu können, wird man, nehme ich an, nicht um z.B. eine verstellbare Schaftkappe herumkommen.

    Treten die Mitbewerber nicht in Schießjacke und Hose an, könnte aber eventuell auch weniger der sonst üblichen „Materialschlacht“ ausreichend sein und vielleicht tatsächlich ein präziser, klassischerer Repetierer mit einstellbarem Abzug ausreichen um bei den vorderen Plätzen mitzumischen.

    Soweit jedenfalls meine Einschätzung - als gelegentlich Gewehr schießender Pistolenschütze bin ich da keinesfalls der beste Ratgeber.

    Vielleicht nennst Du uns noch Details zu der Disziplin (Ablauf, Waffe etc.)

    Echt, das kann ich mir gerade gar nicht vorstellen, da man so oder so doch an derselben Stelle trifft, und dafür muss die Waffe in einem bestimmten Winkel ausgerichtet sein, egal ob Präzision oder Duell oder ob die richtige Zielerfassung durch die Höhe des Korns oder Verstellen der Kimme erreicht wurde.

    Ich glaube eine Ungereimtheit könnte hier sein, dass in den aus Deinen Überlegungen resultierenden Formeln kein Unterschied in der Entfernung von Kimme und Korn zum Ziel zu erkennen ist - das Korn ist ja immerhin 220mm näher am Ziel und muss alleine schon deshalb für eine identische Treffpunktverlagerung, die der einer Verstellung der Kimme entspricht, beim Korn ein wenig größer sein.

    Aus der Berechnung der erforderlichen Verstellung des Korns würde ich aus dem Gesamtsystem den Schützen/in weitestgehend ausklammern und in dem System, das sich meiner Meinung nach mit Hilfe des Strahlensatz berechnen lässt, die Zielachse zwischen Kimme und Scheibe festlegen.

    Aus dem Wikipedia-Artikel zum Strahlensatz habe ich mir mal zur Veranschaulichung folgendes Bild kopiert:(https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Thales_theorem_7.png)

    Für unsere Rechnung (als Werte in mm habe ich Deine genommen):

    A = Höhe des Korns

    B = Visierlänge zwischen Kimme und Korn

    C = Distanz von der Kimme zur Scheibe

    D = Verschiebung der Trefferlage

    D*B /C = A

    100 mm * 220 mm /24640 = 0,89 mm (gerundet)

    Ich finde das entspricht auffällig dem Maß des Drehkorns der AW93 mit der ich Schieße - für Duell (ich halte in etwa Fleck an) ist das Korn ca. 1 mm höher als für Präzision.

    Da es hier ja nur um einen kleinen Millimeter geht, kann man da nicht einfach für Duell auf das Korn einen Neodym-Magneten aufsetzen (bzw. das Korn damit magnetisieren und ein 1 mm dickes Stückchen Stahl auf das Korn auflegen)?

    In meiner Vorstellung dürfte der nicht abfallen und wenn er noch (vielleicht im weniger sichtbaren Bereich) eine Führung bekommt, verrutscht da auch nichts mehr.

    90 Euro und mehr für einfache Klappkörner empfinde ich doch als relativ happig.

    P.S. Ist Dein Korn für Duell tatsächlich 1,5 mm höher?

    Kein Problem, man muss ja nun nicht alle Pistolen auf dem Schirm haben, die irgendwann einmal für ZF entworfen wurden :)

    Da die ZF-Disziplin in den Ausschreibungen oft auf Wadcutter-Geschosse beschränkt sind, sind ausgerechnet Revolver bis 9mm dafür prädestiniert.

    Sind die wirklich so wichtig?

    Da gibt es verschiedene Ergebnisse.

    Getestet wurde soweit ich mich erinnere in den beiden folgenden Beispielen, ob und wie sich die Präzision eines Revolvers ändert, wenn dessen Lauf Schritt für Schritt gekürzt wird.

    Ergebnis 1.: keine Änderung (laut verlinkter website ein Test von Wiley Clap, veröffentlicht im WAFFEN DIGEST 1993)

    https://cernunninsel.wordpress.com/2015/01/24/die…irklich-besser/

    Ergebnis 2.: erhebliche Änderung (Bruno Brukner, Faustfeuerwaffen - Technik und Schiesslehre, Motorbuch-Verlag, Melsungen 1983)

    Was nun stimmt? Ich selbst habe es nicht getestet.

    [...] Aus der Tatsache, dass der Hahn gefangen wurde (man konnte ihn ja auslösen), kann man schlussfolgern, dass der Verschluss weit genug zurückgelaufen ist. [...]

    Das kann so sein, muss es aber nicht.

    Es gibt bei der GSP die mir vorliegt einen Punkt, an dem der Verschluss beim Zurücklaufen den Hammer bereits so weit nach hinten/unten geschoben hat, dass er einrastet aber die Patrone noch nicht unter dem Verschluss hervorgeruscht ist und von diesem bei einer anschließenden Vorwärtsbewegung mitgenommen werden würde.

    Bliebe also neben dem bereits gesagten z.B. eine etwas zu schwache Patrone als Ursache. In meiner GSP arbeiten auch Gewehrsorten wie eine RWS Target Rifle oder SK Rifle Match zuverlässig, aber einwandfreie Funktion kann man wohl für das Modell durchgehend eher mit Pistolenmunition mit höherer v0 erwarten, die, wenn man sich Tests betrachtet, bei dem kurzen Lauf auch die präziseren Sorten stellen.

    Auch CCI Standard denke ich hätte (und hat es meiner Erfahrung nach auch) den etwas stärkeren Anfangsimpuls, der die GSP zuverlässig repetieren lässt, wenn auch die Präzision nicht so gut ist wie bei einer SK Pistol Match.