Wie und mit welchen Schusswaffen Du startest, hängt in Deinem Fall, da Du keine besitzt, ganz klar vom Verein ab.
Gesetzliche Einschränkungen gibt es da üblicherweise nur für Personen unter 18 Jahre.
Dass da mehr geht, da konntest Du ja schon wegen Deiner Begleitung reinschnuppern, die Waffen mitgebracht hat, weshalb Du auch noch anderes Material ausprobieren konntest - auch Schützen zeigen gerne was sie besitzen, wenn sie etwas Vertrauen gewonnen haben.
Man muss nicht unbedingt vorab wissen, ob man eine WBK (Waffenbesitzkarte für erlaubnispflichtige Waffen) anstrebt.
Ich rate mal, dass in etwa die Hälfte der Anfänger ab 18 erstmal nur schauen will ob und was Spaß macht.
Es gibt verschiedene Schützenverbände, und der nach Anzahl der Mitglieder größte ist der DSB, über den Sportschützen auch an Olympischen Spielen teilnehmen können.
Je nachdem welchem Verband der lokal ansässige bzw. von Dir gewählte Verein angehört wird man vom Verein bei diesem Verband als mittelbares Mitglied gemeldet. Manche Vereine bieten auch mehrere Verbandsmitgliedschaften an, wobei das nicht heißen muss, dass das besser oder schlechter ist. Es kommt halt auch immer darauf an was man (in dem Fall dann Vorstand und Mitglieder) daraus machen.
All das kostet Geld. Die Vereine sind abgesehen vom Beitrag zum Verband in der Gestaltung ihrer Mitgliedsbeiträge frei.
Regional nehmen sich die Vereine aber selten etwas und pendeln sich auf ähnliche Beiträge ein.
Man sollte sich aber nicht scheuen nach den Beträgen im einzelnen zu fragen, bevor man da irgendein Aufnahmegesuch unterschreibt.
Da gibt es nämlich z.B. immense Unterschiede bei der Aufnahmegebühr. Teilweise kostet es nichts (verdächtig, da wird möglicherweise aus irgendeinem Grund händeringend nach Mitgliedern gesucht). Teilweise zwischen 20-100 Euro. Manche verlangen auch 250 oder 500 oder mehr. Interessant sind auch Varianten wo man keine Aufnahmegebühr sondern die ersten 2 Jahre einen höheren Mitgliedsbeitrag zahlt.
Wie gesagt, da sind manche Vereine sehr kreativ. Blöd bis unverschämt ist es, wenn Vereine relativ passable Beiträge nennen, dann aber herauskommt, dass der Verein keinen eigenen Stand besitzt und er sich woanders einmietet - das muss man dann noch extra zahlen. Oder der Verein hat sogar eigene Stände und auch als Mitglied muss man den vollen Betrag eines Gastschützen zahlen. Da hat man nichts gewonnen.
Der Großteil der Vereine, insbesondere in ländlichen Gegenden, ist aber bei den Beiträgen erfreulich moderat.
Klingt komplex, ist es aber eigentlich nicht. Ich versuche nur mal vorher die möglichen Fallstricke aufzuzeigen.
Ok, meiner Erfahrung nach findet sich bei den sportlich orientierten Vereinen jemand, der Dich an die Hand nimmt und mit Dir üblicherweise anhand von Druckluftwaffen ersteinmal auslotet, ob Du Lang- oder Kurzwaffe schießen würdest.
Wenn Du da schon Ideen hast, umso besser. Aber lass Dir zeigen was es so gibt und was geht. Da kann man dann auch unverblümt und freundlich nach Feuerwaffen fragen, falls man möchte, dass die Reise auch (!) dort hingeht.
Würde die freundliche Frage danach gleich abschlägig beschieden, weiss man bescheid. Das muss übrigens nicht per se eine schlechte Antwort sein, wenn Feuerwaffen (erstmal?) abschlägig beschieden werden. Der Ton macht wie immer die Musik.
Ich hab mich z.B. obwohl ich wusste, dass es ganz klar Feuerwaffen werden sollen, ersteinmal ausgiebigst mit Druckluftwaffen und dann speziell mit Luftpistolen beschäftigt. Das übt und macht Laune, und immernoch ist ganz klar Luftpistole mein Favorit - das liegt vielleicht auch daran, dass ich da die besseren Möglichkeiten zum Schießen habe ![]()
Mit der Technik bei Druckluftwaffen kann man sich jedenfalls schon ordentlich austoben. Feuerwaffen eröffnen dann nochmal weitere technische Apekte und sind eine ganz neue bzw. andere Herausforderung beim Schießen, man profitiert aber auch dort ganz klar von den Erfahrungen die man beim Schießen mit Druckluftwaffen gesammelt hat.
Anders gesagt, Druckluftwaffen schießen ist keine vertane Zeit, selbst wenn die Reise zu Feuerwaffen gehen soll.