Ich mache nach jedem Schießen ein bischen Pflege.
Druckluftwaffen
Nur äußerlich brünierte Flächen mit einem Hauch Brunox und lackierte Holzteile, z.B. Schaftbacke, mit Möbelreiniger um den Schweiß bzw. Fettfilm abzuwischen. Ein trockener Lappen würde es vermutlich auch tun. Der Griff der LP bekommt 1x im Jahr Holzöl. Verschluss und Abzug bekommen kein Öl, damit Absorber und Abzug immer gleichmäßig arbeiten.
KK Waffen
Hier ziehe ich zusätzlich den Lauf mit Filzpfropfen am Seil durch. 3-4 leicht ölig, danach zwei trockene. Vor Wettkämpfen allerdings rühre ich das Laufinnere nicht an. Der Verschluss wird mit ganz leicht öligem Lappen vom Schmauch befreit und anschließend trockengewischt.
Ordonnanzgewehr
Ganz stilecht mit Ballistol. Ungefähr 5-10 Filze bis sie hellgau bleiben. Dann bleibt der Lauf ein paar Tage ölig stehen. Das löst Tombak an und dann kommen wieder Ballistolfilze bis sie nicht mehr grünlich sind. Danach trockene Filze zum entölen. Die Metallteile außen kriegen Brunox.
Vorderlader
Die einschüssigen werden mit heißem Wasser aus dem Wasserkocher und Spülmittel (möglichst ohne Zitronensäure) durchgespült und Reinigungspatches durchgepumpt. Danach ein paar Sprühstöße Ballistol in den Lauf und mit Patch schön verteilen. Außen Brunox. Der Vorteil von Ballistol liegt hier in der Wasserlöslichkeit. Vorm Schießen wird der Lauf einfach mit heißem Spüliwasser entölt und das Ballistol ist auch dort wieder weg wo kein Reinigungspatch hinkommt, z.B. im Pulversack oder im Zündkanal.
Beim Revolver gehen Pistons und Trommel in den Ultraschall mit heißem Spüliwasser. Lauf, Mechanik und Rahmen werden mit Glasreiniger und Patches bzw. Wattestäbchen gesäubert. Alternativ kann das gute Stück ganz rustikal 30-45 Minuten im Wasser köcheln - ist bequem und wird hinreichend sauber kann aber Ärger mit der Frau einbringen. Abschließend konserviere ich mit Brunox.