Regeländerungen sind wie Gesetzesänderungen im normalen Leben ja üblich. Und es wird immer Leute geben, die sich mit den Änderungen nicht anfreunden können. Das ist der Lauf jeder Entwicklung. Aber:
Zum Thema Ausrüstungen habe ich die Meinung, dass ein nationaler Verband eine Art Fürsorgepflicht für seine Mitglieder hat: Es kann von keinem Sportler verlangt werden, sich wöchentlich durch das meist englischsprachige Web zu suchen, ob mal etwas in der Planung ist. Doch im Dachverband (ISSF) sitzen mit Sicherheit auch nationale (hier:deutsche) Funktionäre, die bei solchen Dingen mitdiskutieren und -verfassen.
Das heißt: Sie sitzen an der Quelle und haben i.a. einen VIELmonatigen Informationsvorsprung. Hier erwarte ich einfach, dass in einer Art Nachrichtendienst (Newsletter, Schützenzeitung) darüber konkret berichtet wird.
Ein Sportler, der sich ein Ausrüstungsstück kaufen möchte, schaut sich bei Wettkämpfen, im bestehenden Regelwerk und bei Händlern um, entscheidet sich dann zum (oftmals teuren) Kauf. Diesem geht in vielen Familien dann auch ein Gespräch mit dem Partner voraus, um das "abzusegnen".
Und dann kommt für den Sportler völlig überraschend eine Regeländerung, bei der sich herausstellt, dass das jüngst gekaufte Zubehör oder Kleidungsstück nicht mehr zugelassen ist. Schreck,Wut, Diskussionen im Verein, im Wettkampf, zu Hause --Frustration pur....
Eine Lange-Vorab-Berichterstattung durch den DSB würde nicht nur den Sportlern helfen, sondern auch den Händlern und Produzenten, die ggf. am Ende auch auf ihren Waren sitzen bleiben (oder leider an nicht ganz regelkundige Käufer das noch weiter verkaufen, was das schlimmste ist).