Beiträge von Tom_123

    Ja, tom_123, wie würdest Du die Zukunftsfähigkeit des DSB planen?

    Wie schon angedeutet:

    1. Förderung des Breitensports.

    Wie man bei populäreren Sportarten sehen kann,
    gewinnt man genügend Ausnahmesportler nur durch eine breite
    Basis an Freizeitsportlern, die aber auch gepflegt werden will.

    Weiterhin ist ein Monsterapparat wie der DSB nur durch eine breite Basis
    zu finanzieren und wenn es weiter in die Richtung geht, den Breitensport auf Kosten
    des Leistungssports zu vernachlässigen, werden wohl immer weniger Menschen bereit sein
    das mitzutragen.

    Und Gottseidank gibt es ja Alternativen.
    Ich könnte meinen Sport, so wie ich ihn ausüben will auch locker nur
    im BDS und im DBSV betreiben.

    2. Förderung der medialen Präsenz.

    Bundesschießen hatten in der Anfangszeit des deutschen Schützenbundes einmal
    die Popularität heutiger Bundesligaspiele.
    Was ist da über die Zeit wohl falsch gelaufen?

    Wer ist den bereit, jahrelang auf Leistungssportniveau zu trainieren, wenn die Leistungen
    und Erfolge außerhalb eines kleinen Kreises überhaupt nicht wahrgenommen werden?
    Wenn man andererseits selbst mit einem Kneipensport wie Dart zu Weltruhm gelangen kann.

    3. Die richtigen Zielgruppen ansprechen.
    Das heißt vor allen die Altersgruppe Ü 30, denn:

    Diese Gruppe hat sich in der Gesellschaft etabliert
    und deshalb die Mittel, die Zeit und auch die nötige Ruhe für diesen Sport.

    Die Erfolge der Aufgelegt-Disziplinen zeigt doch von welcher Altersgruppe
    der Sport begeistert aufgenommen wird.

    Aber diese Gruppe muß sich und anderen auch nichts mehr beweißen,
    die betreiben den Sport meist zum Stressabbau, weil es ihnen spaß macht und
    im späteren Alter eben auch weil man diesen Sport bis ins hohe Alter ausüben kann.

    Sprich, sie wollen Freizeitsport betreiben und gehen dann eben auch dahin,
    wo es dafür das beste Angebot gibt.

    Natürlich sollte man auch den Nachwuchs nicht vernachlässigen, aber mal ehrlich,
    wieviele Jugendlichen finden wohl Schießsport, wie er im DSB angeboten wird cool?
    Wie viele bleiben länger dabei?
    Was uns zum nächsten Punkt führt:

    4. Attraktive Disziplinen schaffen.

    Mal ehrlich, ich liebe meinen Sport auch in der DSB-Ausführung, aber ich gestehe mir
    eben auch ein, daß Lupischießen, 'Carl Zeiss' und selbst ein WA Turnier für Zuschauer
    ungefähr so spannend ist wie Farbe beim Trocknen zuzusehen.

    Die B-Listen sind hier schon ein Schritt in die richtige Richtung,
    Nur warum sollte ich beim DSB B-Liste bis maximal Landesmeisterschaft schießen,
    wenn andere Verbände attraktive Disziplinen anbieten, die ich bis zur deutschen Meisterschaft
    und meist auch International schießen kann?

    Und welcher Sender überträgt wohl eine Kreismeisterschaft nach B-Liste, wenn er einen
    Word Cup, und sei es nur im Luftgitarre spielen, übertragen kann?

    Negativbeispiel:
    Bogensport asimillieren wollen, weil die bei drei nicht auf den Bäumen waren,
    und dann die attraktivste Disziplin, 3D, nicht anzubieten.
    Sich dann fragen, warum Menschen diesen Spaß für die ganze Familie woanders
    ausüben und auf 'die Jugend' schimpfen, weil die lieber durch den Wald laufen
    als wie Hühner auf der Stange an der Schützenlinie zu stehen und WA zu trainieren.

    Das sind jetzt nur so ein paar Punkte und mehr oder weniger auch nur 'Brainstorming',
    aber vielleicht sind ja ein paar Anregungen dabei.

    Ach ja, noch'n Punkt:

    5. Ehrlichkeit!
    Wenn man mir ein solches Papier vorlegt und Kohle will erwarte ich, daß klar daraus hervorgeht
    wofür das Geld verwendet werden soll.
    Und das ohne daß man zwischen den Zeilen lesen und Summen selbst aufaddieren muß.

    Zeigt eigentlich wieder einmal und deutlich wo die Reise hingeht.

    (Mehr) Ausgaben für olympischen Sport,
    Gesamtkosten wurden nicht addiert damit es nicht so auffällt: 215 T€

    Ausgaben für nichtolympischen Sport: 105 T€.
    Damit ist aber nicht Breitensport gemeint sondern Finanzierung
    Internationaler Wettkämpfe und das hauptsächlich für den Bogensport.

    Inklusion, damit ist wohl Behindertensport gemeint: 150 T€
    Wäre die einzige sinnvolle Ausgabe, aber auch hier geht es
    hauptsächlich um Gleichstellung der behinderten Leistungssportler.
    Per se zwar auch eine gute Sache aber der behinderte Breitensportler
    ist weiterhin auf das Engagement der Vereine angewiesen,
    die damit oft überfordert sind.
    Hilfe vom Verband? Fehlanzeige!

    113 T€ werden fällig weil auch(!) durch mangelhafte Förderung
    des Breitensports und Abwenden von der eigentlichen Kernkompetenz
    und dem Gründungszweck des DSB die Mitgliederzahlen zurückgehen.

    Zusammengefaßt:

    370 T€ für Leistungssport
    575 T€ für gestrichene Förderung von Leistungssport
    170 T€ für Bundeszentrale, die nur/zum größten Teil Leistungssportler nutzen
    150 T€ für behinderte Leistungssportler

    113 T€ für mangelnde Förderung des Breitensports und damit verbundenen Mitgliederschwund
    97 T€ wirtschaftlich bedingt
    250 T€ Rücklagen falls der Leistungssport noch mehr Mittel braucht.

    Noch Fragen?

    Ok, meine (etwas lange) Liste:

    Gewehr Typ: KK Matchgewehr
    Gewehr Modell: Anschütz 1903
    Anbau/Umbau: Diopter runter, Zielfernrohr drauf, Schaft und Backe eingestellt.

    Gewehr Typ: Unterhebelrepetierer
    Gewehr Modell: Erma EG 71
    Anbau/Umbau: Nix, wird 'out of the Box' geschossen

    Gewehr Typ: Unterhebelrepetierer
    Gewehr Modell: Winchester/Miroku M1892 Carbine
    Anbau/Umbau: Abzug überarbeitet

    Gewehr Typ: Varmint
    Gewehr Modell: Howa 1500, Kaliber .223
    Anbau/Umbau: Systembettung, Abzug überarbeitet und eingestellt,
    Zweibein dran und Zielfernrohr drauf.

    Noch neu und noch nicht viel geschossen:

    Gewehr Typ: Ordonanzgewehr
    Gewehr Modell: Odstřelovačská puška vzor 54 (tschechisches Scharfschützengewehr)
    Anbau/Umbau: Noch nichts, Vorbesitzer hat das Zielfernrohr ausgetauscht,
    wenn die Mosin Nagant Abzüge von Drittanbietern reinpassen werde ich
    ev. mal den Abzug austauschen.

    1. BDS 100m Präzisionsschießen Zielfernrohrgewehr bis 7mm

    Als ehemaliger Nur-Kurzwaffenschütze faziniert mich einfach
    die Präzision, die hier möglich ist.
    Als alter Knacker ist es schön bei einer Disziplin mal eine
    Visierung zu haben bei der man wirklich was sieht. ;)

    2. BDS - 25m Schießen (Kombi)

    Halte ich für die anspruchvollste, statische Pistolendisziplin überhaupt.
    Und man kann sie mit fast allen vorhandenen Kurzwaffen betreiben.

    Hallo,

    habe im World Wide Web folgendes ZF gefunden. Was haltet ihr von dem?

    Der Hersteller/Händler ist mir völlig unbekannt und was willst Du mit 24facher Vergrößerung
    und LP-Leuchtabsehen beim DSB 50m 'Carl Zeiss'??

    Ok, beim Leuchtabsehen kannst Du die Batterie entfernen, ob Du Vergrößerungen
    über 12fach irgendwie sperren darfst oder damit garnicht erst durch die Waffenprüfung kommst,
    weiß ich nicht, mußt Du in der Sportordnung schauen.

    Das LP-Absehen -wie auch alles Andere außer Ringabsehen- kostet spätestens dann Ringe wenn Du auf
    einer Meyton Anlage schießt, verstellbarer Parallaxenausgleich ist auf bekannte 50m Entfernung
    entbehrlich bis unnütz und ob ein knapp 40 cm langes Rohr, dessen Gewicht nicht genannt wird,
    auf einer KK-Matchbüchse für ideale Gewichtsferteilung sorgt, sei dahingestellt.

    Die abgebildete Montage sieht zudem unterirdisch aus.

    was ist denn der genaue Unterschied zwischen dem Simalux 3-12x44 und dem 4-12x44.

    Das güstigere hat das Absehen auf der zweiten Bildebene,
    heißt die Größe des Ringes des Absehens ändert sich mit der eingestellten Vergrößerung.

    Für's aufgelegt schießen ist das völlig ok, für freistehend müsstest Du vorher klären
    ob Du mit der dabei einzustellenden Vergrößerung zurechtkommst.
    Bei meinen Bushnell ist das ca. 7 - 8 fache Vergrößerung, was für frei stehend
    sicher schon zuviel sein könnte.

    Das teurere hat das Absehen auf der ersten Bildeben, also genau umgekehrt,
    Durchmesser des Rings im Absehen bleibt bei allen Vergrößerungen gleich.

    Weiterer Unterschied, zum günstigeren ZF gibt es Alternativen, z.B.
    das o.g. Bushnell Trophy 3-9x40 mit circle-X Absehen.
    Gefällt mir persönlich besser weil der Ring nicht so dick ist.

    Für das teurere habe ich noch kein vergleichbares alternatives ZF gefunden.

    Zitat

    trotzdem fühlt sich Otto Normalverbraucher wieder bestätigt bei solchen Beiträgen über Schusswaffen zum Ballern und Töten, ...

    Eher nicht.
    Ein 'Pazifist', (wie immer man das definieren will) der Waffen für böse hält,
    geht schießen und es macht ihm sichtlich Spaß, was er zur besten Sendezeit unumwunden zugibt.

    Bei einem gezeigten Schnupperkurs haben auch alle Spaß und es wird deutlich,
    daß legale Waffenbesitzer und Interessenten nicht zwangsläufig rechtsradikale
    Spinner oder Psychopathen sein müssen.

    Kinder werden gezeigt, die durch Schießsport ihre Konzentrationsfähigkeit verbessern.
    (darüber gibt es soweit ich weiß auch eine DSB Studie)

    Bessere Werbung für unseren Sport -im Sinne von erst mal Interesse wecken- geht nicht.
    Jedenfalls nicht heutzutage im öffentlichen TV.

    Daß auch andere Aspekte angesprochen wurden gehört zum Thema des Beitrags.
    Es ging um die Faszination von Schußwaffen und nicht um Schießsport.
    Aber auch hier fand ich den Beitrag durchaus fair und ausgewogen.

    Zitat

    wozu sonst übt man sonst in Hallen und im Freien mit großkalibrigen Waffen auf 10 und 15 Meter.

    z.B. für BDS Mehrdistanz oder IPSC.

    Beim BdMP weiß ich nicht, aber da gibt es wahrscheinlich auch vergleichbare Disziplinen.

    Im freien, blind vorm Holzbrett war jedoch in Amerika, dort herrschen andere Gegebenheiten und Waffengesetze,
    und ob die unseren grünen Waffengegnern nun gefallen kann USA und NRA ziemlich egal sein.

    Danke kruemelgirl.

    Das ist aber schlecht.
    Wenn das Limit so bleibt, hätte ich mich (gerade mal so) für 50m ZF Auflage qualifiziert,
    hab aber vergessen anzukreuzen daß ich nicht teilnehmen will.
    Das gibt wieder Mecker vom Sportwart, aber wer rechnet denn auch mit sowas. *seufz*

    @GroMar

    Zitat

    Hui Karamba ... wenn man Eure Beiträge liest, Murmelchen und Tom, muss man ja den Eindruck gewinnen, dass wir in einer wahren Bananenrepublik leben.

    Schön, daß auch Du erkannt hast, daß sich unser Staat immer
    mehr in diese Richtung entwickelt. ;)

    Zitat

    Das ist sicher ein Aspekt des Waffengesetzes unter vielen. ...

    Nein das ist DER Aspekt der den Gesetzgeber zur Änderung des WaffG
    veranlaßt hat und das hat er auch so vermittelt .
    Und wenn der Gesetzgeber -aus welchen Gründen auch immer- ausdrücklich
    die Lagerung von Waffen und Munition im gleichen Behältnis gestattet,
    muß ich ja geradezu davon ausgehen, daß ich die Waffe auch geladen lagern darf.

    Zitat


    Das Waffengesetzt verdonnert aber den Waffenbesitzer auch zu einem sorgfältigen und vorsichtigen Umgang (§5 WaffenG).

    Auch mit geladenen Waffen kann man sorgfältig und vorsichtig umgehen.
    Wäre das nicht der Fall, würde jeder Streifenpolizist -der eine geladene Waffe ja sogar führt-
    ein erhöhtes Sicherheitsrisiko darstellen.

    Man setzt sich und andere durch die Aufbewahrung einer Waffe im geladenen Zustand
    einem höheren Risiko aus.
    Das ist zwar dämlich aber per se nicht strafbar.
    Auch beim Autofahren tut man das und dort passiert dabei erheblich mehr.

    Nochmal, es geht hier nicht um einen Dödel, dem wahrscheinlich zu Recht
    die Zuverlässigkeit aberkannt wurde.
    Es geht um Rechtstaatlichkeit und die ist in diesem Urteil nicht gegeben.

    Und mal ehrlich, lieber nehme ich solche Dödel in Kauf als irgendwann
    in einem Staat zu leben in dem ich ohne gesetzliche Grundlage
    auf Grund von "gesunden Menschenverstand" jederzeit willkürlich
    verurteilt werden kann.

    Übrigens, es entsprach auch schon mal dem "gesunden Menschenverstand"
    Hexen zu verbrennen oder Menschen umzubringen weil sie einer anderen
    Religion angehörten oder meinten daß sich die Erde um die Sonne dreht.
    Deshalb wäre ich mit Rechtsentscheidungen auf Grund von
    "gesunden Menschenverstand" äußerst vorsichtig.

    @GroMar

    Das mag ja alles sein, und wenn er gegen das Waffengesetzt verstoßen hat,
    soll er halt dafür verurteilt werden.

    Und natürlich ist es unverantwortlicher Unsinn eine geladene Waffe zu lagern,
    aber es ist nicht verboten und deshalb kann man auch niemanden dafür verurteilen.

    Andere mögen es für gefährlichen Unsinn halten mit 300 km/h über
    die Autobahn zu fahren oder einen Laien mit einer Kettensäge hantieren zu lassen,
    aber auch das ist nicht verboten.

    Man sollte auch nicht danach urteilen, ob einen die Nase des Angeklagten paßt.
    klar wer Frauen schlägt ist Abschaum, aber in einen Rechtsstaat hat eben auch Abschaum
    das Recht auf einen fairen Prozeß und das ist auch gut so.
    Oder möchtest Du irgendwann mal Opfer einer solchen Justizwillkür werden,
    nur weil einem Richter deine Haarfarbe oder deine Nase nicht gefällt?

    Zitat

    Ob es einem jetzt gefällt oder nicht, sind Gerichte nun mal dafür da, Gesetze auch dem Sinn nach auszulegen

    Erstens sind Gerichte genau dafür nicht da, denn die Gewaltenteilung ist
    Grundvoraussetzung und Grundprinzip für einen Rechtsstaat.

    Für 'Sinn' haben wir Gesetzgeber, die gefälligst klar zu definieren haben was verboten ist.
    Und alles was sie nicht verboten haben -und das ist wenig genug- ist erlaubt.

    Zweitens ist die Auslegung eines Gesetztestextes eine Sache, sich seinen eigenen Sinn
    zusammenzubasteln der aus dem Text des Gesetztes so nicht hervorgeht ist eine ganz
    andere Sache, die ich eben zu recht Willkür und Rechtsbeugung nenne.

    Und drittens ist der Sinn dieses Gesetztes die Zugänglichkeit gelagerter Waffen
    durch Unbefugte zu verhindern.
    Dies ist auch bei geladenen aber ansonsten ornungsgemäß verstauten Waffen gegeben.

    Ich schieße aufgelegt und auch alles Andere in den Klamotten
    in denen ich auch sonst 'rumlaufe.

    Das gilt jetzt für den SVBB bis Landesmeisterschaft, nachgelesen habe ich das nicht.
    Aber da extra Schießkleidung ja einen Vorteil für den Schützen
    bringen soll, kann ich mir nicht vorstellen, daß es gegen
    die Regeln verstößt auf diesen Vorteil zu verzichten.

    Zitat

    Klarstellung oder wieder ein hinterhältiger Angriff auf den Waffenbesitz?

    Klarstellung kann ich da keine erkennen.

    Erstens stimme ich da einigen Komentaren unter dem Artikel zu.
    Was nicht verboten ist, kann nicht bestraft werden.
    Oder kann mir jemand ein entsprechendes Verbot im Waffengesetz zeigen?

    Zweitens, klargestellt wird gar nichts, nicht einmal wann eine
    Waffe als geladen gilt.
    OK, daß wir uns langsam aber sicher von unserem Rechtsstaat
    verabschieden wird deutlich klargestellt.
    Für mich ist das ein Fall von Rechtsbeugung und verfassungswidrig.

    Das kommt halt dabei heraus, wenn man auf Druck einiger Öko-Nazis
    Gesetze ohne jede Sachkenntnis zusammenschustert und Richter dann verfassungswidrig
    aber zwangsläufig die Aufgaben des Gesetzgebers wahrnehmen sollen.

    Weiß das mit den Wettkämpfen unser SB nur nicht? Ich war bisher der Meinung dass die besondere Qualifikation nur bei Zweit- oder Drittwaffen für eine Disziplin gefordert wird.
    Ich bin bei der Fragestellung eigentlich davon ausgegangen dass ein Anfänger erstmal Waffen für verschiedene Diszipline, also Revolver .357 und Pistole .45 usw. kaufen wird.

    Ich kann Dir nur sagen wie das hier in Berlin, bzw. bei mir gehandhabt wird/wurde.

    Für alles was über das Grundkontingent hinausgeht
    -also mehr als 2 Kurzwaffen oder 3 Selbstladebüchsen- brauchst Du
    eine Bestätigung des Verbandes, daß Du an Wettkämpfen teilnimmst.

    Der BDS will dafür neben den üblichen Unterlagen auch einen
    Nachweis über bestrittene Wettkämpfe, mindestens auf Bezirksebene sehen.
    Anerkannt werden dabei nur die Meisterschaften. (Pokalschießen u.ä. gelten nicht)
    Ergebniss ist dabei Wurst, nur die Teilnahme zählt.

    SVVB schreibt auf seiner Seite noch was von 'gewissen Ringzahlen'
    genaues weiß ich da nicht, denn mein Leben ist auch ohne
    betteln um Bestätigungen beim SVBB spannend genug.

    Ob zwei Kurzwaffen für die gleiche Disziplin möglich sind weiß ich auch nicht.
    (Habe ich noch nicht gebraucht)
    Im Antrag ist ja nur von 'Teilnahme am Wettkampf' und 'zusätzliche Disziplinen' die Rede.

    Für den Threadstarter heißt das wahrscheinlich, 2x GK Kurzwaffe ist
    für die Behörde ok, soweit der Verband mitmacht und eine Bestätigung vorliegt.

    Die dritte Kurzwaffe gibts erst nach Bestätigung über bestrittene Wettkämpfe.
    Welche Auflagen der zuständige Verband und die Waffenbehörde bei ihm zusätzlich noch machen,
    ob Wettkämpfe mit nicht erlaubnispflichtigen Waffen anerkannt werden, usw.
    kann ich natürlich nicht sagen.
    Deshalb mein Rat, das mit denen vorab zu klären.

    Den besten Rat den man Dir in diesem Fall geben kann:

    Sprich das Vorgehen mit Deinem Sachbearbeiter der Waffenbehörde und
    Deinem Verband durch.
    Was nützten Dir 15 Meinungen von 10 Forumsteilnehmern, wenn
    Dein Sachbearbeiter dann die 16. Meinung vertritt und der Verband
    wegen GK rumzickt?

    Ansonsten sehe ich den Vorgang so:

    Voreintrag KK Pistole streichen lassen,
    Neuen Voreintrag für GK Pistole und Revolver.
    Bedürfnis für dritte Kurzwaffe durch Teilnahme an Wettkämpfen nachweisen
    und dann auch dafür einen Voreintrag abholen.

    Oder eben schauen ob Du gleich eine Bedürfnisbescheinigung für die
    Dritte Kurzwaffe bekommst.
    Ev brauchst Du dann aber auch eine Fristverlängerung für eine Waffe
    wegen der 2/6 Regelung.

    Ob Dein Verband bei der Bescheinigung für die dritten Kurzwaffe mitspielt,
    weiß ich nicht und Dir sollte klar sein, daß Du dann auch an wettkämpfen
    mindestens auf Landesebene teilnehmen mußt.
    Und daß wird von der Behörde auch durchaus kontrolliert.

    Wenn ihr schon den alten Thread wieder ans Tageslicht holt,
    mache ich mal ein Update:

    Kurzwaffen:
    LP - Steyr (zuvor Feinwerkbau)
    KK - Erma (ein Jammer das es die nicht mehr gibt)
    Revolver .357 - Smith & Wesson
    Pistole 9mm - Tanfoglio

    Langwaffen:
    Unterhebler - Winchester/Miroku
    Unterhebler KK - Erma
    KK Gewehr - Anschütz
    GK Gewehr - Howa

    Wunschzettel:
    Selbstlader - CSA (Czech Small Arms)
    Selbstlader KK - Ruger
    Unterhebler - Browning/Miroku
    GK Gewehr - Sako

    Sonstiges:
    Bogen - Hoyt
    Bogen - PSE
    Armbrust - Darton
    Darts - Harrows ;)

    Die gewünschten Informationen kannst Du Dir ganz leicht im Netz besorgen.
    Eine gute Übersicht über erhältliche Fabrikmunition bietet der Frankonia Onlineshop.
    Bei einigen Sorten sind bereits die E0 angegben, wenn nicht, findest Du das
    meist auf den Herstellerseiten.
    Ich schieße 'nur'.357, da ist meist die S&B Munition etwas schärfer geladen.
    Keine Ahnung ob das auch für die .44er gilt.

    Gibt es überhaupt so Verrückte da draußen die wie ich an so was spaß haben?

    Ab und zu schon, aber mit zunehmenden Alter der Waffe und des Teils dahinter
    immer seltener.
    Für richtig Bums nehme ich lieber Langwaffen.

    Zitat

    Auch in vielen anderen Bundesländern würde ein derartiges Verbot nichts ändern, denn wo nichts vorhanden ist läuft ein Verbot nun mal ins leere.

    Das ist aber nicht der Punkt.
    Für mich ist der Punkt eher, daß hier eine -und zwar meine-
    Sportart diskriminiert wird und eben auch der Umgang mit Waffen als etwas
    böses und nicht mit den Lehrmeinung vertretbares dargestellt wird.
    (Soweit man das im Schulsport möglichen Gerät als Waffen bezeichnen möchte)

    Schulen in einer freien Gesellschaft sollten sich jedoch
    aus Meinungsmache und Probagande heraushalten und Wissen vermitteln.

    Und solange der DSB meint eine Randnotiz auf seiner Webseite sei eine angemessene Antwort
    auf ein solches Verbot, wird sich daran auch nicht viel ändern.

    Zitat

    Oberflächlichkeit hilft auch hier nicht weiter.

    Hallo Wilhelm, doch!
    Im gewissen Maße hilft hier Oberflächlichkeit weiter und ich erkläre Dir auch gern warum.
    In unserer Gesellschaft kannst Du keine noch so beliebige Tätigkeit ausüben, ohne daß
    Irgendeiner mit großer Studie und Gedöns sie als gesundheitsgefährdend einstuft.

    Komischerweise steigt trotz all dieser Gefahren unsere Lebenserwartung stetig.
    Ich habe früher auf Ständen geschossen die keinerlei Abzugsanlagen hatten und auf
    denen nur Bleigeschosse zugelasen waren, Seite an Seite mit Vorderladerschützen
    und anderen 'Dreckspatzen' die auch schon mal eine Modelkanone ausgepackt haben.

    Ich trinke, ich rauche, ich esse das ach so gefährliche Grillfleisch und Pommes,
    meine Wohnung gleicht einem Strahleninferno wegen dem zahlreichen Elektronik-Schnickschnack
    und stell Dir vor, ich lebe immer noch.

    Ich bin es einfach leid Woche für Woche über gefühlte hundert Sachen zu hören,
    die mich angeblich umbringen, nur damit sich ein paar weitere Ärzte und Apotheker
    Doktor nennen dürfen, Medien was zu schreiben haben und eine gewisse Lobby
    den Verkauf ihrer vermeintlich unbedenklichen Waren fördern kann.

    Wir reden hier von einem Hobby, daß jeder von uns freiwillig ausübt.
    Wem ein Stand bedenklich erscheint, geht halt nicht hin.
    Wem die Knallerei stört -auch das habe ich von Schützen schon gehört- macht halt etwas Leiseres.

    So einfach und oberflächlich das für dich klingen mag, es ist die einzige Möglichkeit
    um nicht mittelfristig in einem Wust von Vorschriften zu ersticken unter denen
    kein Sport und keine andere Tätigkeit mehr vernünftig durchgeführt werden kann.

    Wie gesagt, ich beziehe mich hier auf die Studie/Doktorarbeit und nicht auf den
    genannten Einzelfall.
    Was dort zu machen ist oder nicht ist deren Sache und da ich ohnehin nicht alle Fakten
    kenne halte ich mich da raus.

    Zitat

    Wie würdest Du das Bemühen des Vereins, seine zur Zeit gesundheitsgefährdenden
    Anlagen zu modernisieren, unterstützen?

    Gibt es bei uns schon lange nicht mehr.
    Alle Stände auf denen ich derzeit schieße wurden schon vor langer Zeit mit
    Abzugsanlagen ausgestattet, auch die Offenen.
    Ohne wird man hier auch kaum mehr eine Zulassung bekommen.

    Rein theoretisch würde es halt laufen wie immer,
    Kredit aufnehmen, Beiträge und Standgebühren erhöhen und möglichst viel in
    Eigenleistung machen um die Kosten zu senken.

    @Karl

    Ja gut, aber ich bezog mich jetzt auf die Studie und nicht
    auf Beobachtungen Einzelner, die man sowieso nicht verallgemeinern sollte.

    Und das eine solche Studie nun ausgerechnet von unseren DSB Funktionär hier
    vorgestellt wird gibt schon zu denken.

    Über die Einzelfälle und ihre moralische oder juristische Bewertung
    möchte ich mich eher nicht auslassen.