Ja, tom_123, wie würdest Du die Zukunftsfähigkeit des DSB planen?
Wie schon angedeutet:
1. Förderung des Breitensports.
Wie man bei populäreren Sportarten sehen kann,
gewinnt man genügend Ausnahmesportler nur durch eine breite
Basis an Freizeitsportlern, die aber auch gepflegt werden will.
Weiterhin ist ein Monsterapparat wie der DSB nur durch eine breite Basis
zu finanzieren und wenn es weiter in die Richtung geht, den Breitensport auf Kosten
des Leistungssports zu vernachlässigen, werden wohl immer weniger Menschen bereit sein
das mitzutragen.
Und Gottseidank gibt es ja Alternativen.
Ich könnte meinen Sport, so wie ich ihn ausüben will auch locker nur
im BDS und im DBSV betreiben.
2. Förderung der medialen Präsenz.
Bundesschießen hatten in der Anfangszeit des deutschen Schützenbundes einmal
die Popularität heutiger Bundesligaspiele.
Was ist da über die Zeit wohl falsch gelaufen?
Wer ist den bereit, jahrelang auf Leistungssportniveau zu trainieren, wenn die Leistungen
und Erfolge außerhalb eines kleinen Kreises überhaupt nicht wahrgenommen werden?
Wenn man andererseits selbst mit einem Kneipensport wie Dart zu Weltruhm gelangen kann.
3. Die richtigen Zielgruppen ansprechen.
Das heißt vor allen die Altersgruppe Ü 30, denn:
Diese Gruppe hat sich in der Gesellschaft etabliert
und deshalb die Mittel, die Zeit und auch die nötige Ruhe für diesen Sport.
Die Erfolge der Aufgelegt-Disziplinen zeigt doch von welcher Altersgruppe
der Sport begeistert aufgenommen wird.
Aber diese Gruppe muß sich und anderen auch nichts mehr beweißen,
die betreiben den Sport meist zum Stressabbau, weil es ihnen spaß macht und
im späteren Alter eben auch weil man diesen Sport bis ins hohe Alter ausüben kann.
Sprich, sie wollen Freizeitsport betreiben und gehen dann eben auch dahin,
wo es dafür das beste Angebot gibt.
Natürlich sollte man auch den Nachwuchs nicht vernachlässigen, aber mal ehrlich,
wieviele Jugendlichen finden wohl Schießsport, wie er im DSB angeboten wird cool?
Wie viele bleiben länger dabei?
Was uns zum nächsten Punkt führt:
4. Attraktive Disziplinen schaffen.
Mal ehrlich, ich liebe meinen Sport auch in der DSB-Ausführung, aber ich gestehe mir
eben auch ein, daß Lupischießen, 'Carl Zeiss' und selbst ein WA Turnier für Zuschauer
ungefähr so spannend ist wie Farbe beim Trocknen zuzusehen.
Die B-Listen sind hier schon ein Schritt in die richtige Richtung,
Nur warum sollte ich beim DSB B-Liste bis maximal Landesmeisterschaft schießen,
wenn andere Verbände attraktive Disziplinen anbieten, die ich bis zur deutschen Meisterschaft
und meist auch International schießen kann?
Und welcher Sender überträgt wohl eine Kreismeisterschaft nach B-Liste, wenn er einen
Word Cup, und sei es nur im Luftgitarre spielen, übertragen kann?
Negativbeispiel:
Bogensport asimillieren wollen, weil die bei drei nicht auf den Bäumen waren,
und dann die attraktivste Disziplin, 3D, nicht anzubieten.
Sich dann fragen, warum Menschen diesen Spaß für die ganze Familie woanders
ausüben und auf 'die Jugend' schimpfen, weil die lieber durch den Wald laufen
als wie Hühner auf der Stange an der Schützenlinie zu stehen und WA zu trainieren.
Das sind jetzt nur so ein paar Punkte und mehr oder weniger auch nur 'Brainstorming',
aber vielleicht sind ja ein paar Anregungen dabei.
Ach ja, noch'n Punkt:
5. Ehrlichkeit!
Wenn man mir ein solches Papier vorlegt und Kohle will erwarte ich, daß klar daraus hervorgeht
wofür das Geld verwendet werden soll.
Und das ohne daß man zwischen den Zeilen lesen und Summen selbst aufaddieren muß.