Beiträge von Tom_123

    Hier ist ein Bericht über die Goldmatch:

    http://www.waffen-welt.de/showthread.php?t=6016

    und hier, in Beitrag #21, meine bescheidenen, ersten Erfahrungen mit der Limited Custom:

    http://www.waffen-welt.de/showthread.php?t=6441&page=2

    Aber nimm beide Beiträge bitte als das was sie sind,
    subjektive Erfahrungen mit nur einer einzelnen Waffe.

    Die Tanfos sind auch ziemlich groß, also vorher befummeln und schauen ob
    sie dir gut in der Hand liegt.

    Müsste ich etwas an der Tanfo kritisieren, wäre es der Abzug.
    Der ist natürlich besser als bei DA-Gebrauchspistolen aber auch schlechter als
    bei den Sig X Modelen (außer der Allround) oder KK-Matchpistolen.

    Den Abzug der P210 finde ich persönlich aber auch nicht besonders gut.

    Achso du willst mir hier den Sport verbieten? Wenn du durch den Wald laufen willst gerne nur hat dann das durch den Wald laufen nichts mit meinem Sport zu tun! Auf den Baum klettern kannst du auch gerne wir wissen ja von wem der Mensch abstammt. Nur mit schießen ist dann halt auch nichts. Gabs ursprünglich ja nicht. Kannst dann Stöcke oder Steine schmeißen - ist dann artgerecht...

    Verdrehst Du hier nicht etwas die Tatsachen?

    Es ist doch gerade die Fraktion der Eksoskelett-Schützen
    die allen Anderen die Sportlichkeit aberkennt,
    Jugendliche, die nicht erst gefühlte 10 kg Kleidung zum Schießen anlegen wollen, als faul und dumm diskreditiert
    und ständig versucht die überaus erfolgreichen Auflagedisziplinen schlecht zu reden.

    Wenn eure Disziplin Nachwuchsorgen hat während das Auflageschießen
    sich fast explosionsartig verbreitet liegt es wohl nicht an den
    Menschen sondern wahrscheinlich an der Disziplin.

    Niemand hindert euch daran zu schießen wie ihr es für richtig haltet und
    ganz sicher will euch das auch niemand verbieten.
    Meinetwegen könnt ihr im Ganzkörper-Gipsverband schießen und das
    als Bodenturnen bezeichnen.
    Nur -um es mal drastisch auszudrücken- solltet ihr einfach mal die Klappe halten
    und uns Auflageschützen machen lassen, dann wird auch keiner über
    eure Disziplin herziehen. :evil:

    Ich finde diese Diskussionen immer wieder lustig.
    Besonders wenn sie mir von Schützen vorgetragen werden, die sich
    gerade in ihr 5 Kg Exoskelett zwingen und dann behaupten sie würden
    im frei stehenden Anschlag schießen.

    Ich bin der Meinung Waffen sollten auch im Sport noch halbwegs artgerecht
    geschossen werden.
    Also wenn schon freistehend, dann bitte auch in Kleidung mit der ich
    durch den Wald laufen oder auf Bäume klettern kann.

    Warum die Jugend dann weg bleibt, ist auch klar.
    Freistehend auf Wettkampfniveau nach DSB/ISSF schießen ist langweilig, uncool und teuer.

    Viele Jugendliche rodeln auch sicher gern, aber wer legt schon
    richtig Geld auf den Tisch um sich einen olympischen Rennschlitten nebst Zubehör zu leisten?
    Nur eine Minderheit eben.

    Genau das ist der Punk.
    Will ich Sport für Mindeheiten, um ein paar Menschen zu den olympischen Spielen
    schicken zu können oder will ich Sport für die Mehrheit der Menschen?

    Ersteres wollen und dann 'rummaulen daß die Mehrheit nicht
    mitmachen will ist einfach nur absurd und an der Realität vorbeigedacht.

    Wenn schon Forderungen, dann würde ich eher fordern Auflageschießen für alle
    Schützen zuzulassen und/oder Wettkämpfe einzuführen in denen wirklich
    frei stehend geschossen wird.

    Wenn einem die X-Six liegt, dürfte das wohl die beste Wahl sein,
    sofern man sich mit der Ziegelstein-Anmutung anfreunden kann. ;)

    Wegen dem Gewicht könnte man ev. einen Büchsenmacher fragen,
    vielleicht gibt es ja Möglichkeiten das Gewicht zu reduzieren.
    (Z.B. Ausfräsungen am Schlitten)

    Oder man denkt über die X-Five nach.
    Ich persönlich finde, daß die paar mm mehr Visierlänge werden eh überbewertet.

    Ein Schützenkamerad von mir schwört auf die SIG P 210 Super Target,
    ich persönlich finde die aber nicht besonders und reichlich überteuert.

    Ansonsten sieht man hier am häufigsten getunte CZs.
    Ich selbst schieße eine Tangfoglio Limited Custom mit 5 zoll Lauf.
    (1276 g)

    @ Roschi
    Als Ausnahme kannst Du beim BDS Kombi und Präz in der freien Klasse schießen,
    da gibt es keine Gewichtsbeschränkungen.

    Dilemma ist es auch keines, da außer der SIG fast alle Pistolen
    die Anforderungen erfüllen.

    Der schwarze Peter liegt eher bei SIG.
    Wenn ich schon eine Sportpistole entwickle, sollte ich mir vielleicht
    vorher mal die Anforderungen anschauen, die die Verbände stellen.

    In Stein gemeißelte Anleitung wie bei den ISSF Diziplinen oder
    gute Bücher gibt es meines Wissens nicht.
    Hier ist ein wenig Pionierarbeit gefragt.

    Mein 'Technikleitbild' habe ich mir aus YouTube Videos und Beobachtung
    von guten Schützen zusammengebastelt.
    Gib bei YouTube mal "Pistol shooting" o.ä. ein, da finden sich viele Anleitungen.
    Allerdings mußt Du selbst entscheiden was für die DSB Disziplinen nützlich oder
    eher nicht angebracht ist.
    Eine kleine Auswahl:

    Pistole richtig halten:

    [media]https://www.youtube.com/watch?v=SGM0nT5yKos[/media]

    Tutorial:

    http://www.bsv1864.de/index.php/mediathek/tutorials

    Was den Stand betrifft, finde ich das hier für mich aber geeigneter:

    [media]https://www.youtube.com/watch?v=Fp_2EC…6A967E&index=21[/media]

    Zu Schießbrille:
    Ist eigentlich klar, wenn Du den Anschlag änderst, muß Du die Brille neu einstellen.
    Da Du beim zweihändigen Anschlag eh mittig zum Ziel stehst, könntest Du
    aber ev. auch eine normale Brille nutzen.

    Ja gelesen hab ich das schon, dann sind Brillenträger jetzt disqualifiziert und schiessen dann beim BDS! Auch gut!

    1. Besteht beim BDS Kurzwaffenschießen generell Schutzbrillenpflicht.
    Was ich übrigens befürworte, denn taub kann ich noch gucken und schießen,
    blind nicht mehr.
    Bei Kamikaze-Mentalität also besser den Gehörschutz weglassen. ;)

    2. Für Brillenträger gibt es bei DSB und BDS mehrere Lösungen:

    a) Seitenblenden an den Brillenbügeln. (beim BDS nicht erf. soweit ich weiß)
    b) Es gibt Schutzbrillen, die über der Brille getragen werden können.
    c) Schießbrille, ggfls. mit Seitenblenden.
    d) Schutzbrille mit an die Sehschwäche angepassten Gläsern. (Teuer)

    Du kannst da aber sehen dass hier völlig unterschiedliche Ansichten und auch Anforderungen aufeinander treffen. In einem Verband schafft nicht mal ein LM die Qualifikation nach Hochbrück und bei dem anderen Verband schaffen es über 10 % der Mitglieder auf die DM.

    Ja gut, aber es geht doch hier um Leistungssport vs. Breitensport, bzw. wieviel Mittel für was verwendet werden sollen.
    Oder auch darum, wie man Breitensport fördern kann.

    Wenn man Breitensport nur als Vorstufe zum Leistungssport sieht, jeden Spaß von vorherein ausschließt und
    als 'nicht sportlich' abqualifiziert, wird es schwer Antworten und Lösungen in einer sich stetig änderten Gesellschaft zu finden.

    Breitensport kann doch nicht heißen Beitrage für den Leistungssport zu zahlen und gnädigerweise auch an deren Wettkämpfen teilnehmen zu dürfen.

    Es gibt doch auch Menschen die einfach nur Spaß haben wollen, ihrer Freizeit nicht nur vor der Glotze verbringen wollen
    oder Ausgleich zum Berufsstress suchen.
    Die wollen nicht krampfhaft Erfolge, die haben sie meist schon im Beruf und müssen niemanden mehr etwas beweisen.
    Wenn man diese, relativ große Gruppe, für ein stures Festhalten am 'einzig echten Sport' vernachlässigt,
    wird's schwer mit der Zukunft.

    Zu welchem Zweck soll ich Mitglied in einem Dachverband sein, wenn ich erstmal schießen will?

    Für Menschen denen Vereine ein Graus sind? ;)

    Hier im LV 1 hat der BDS eigene Schießstätten und auch Leihwaffen.
    Und als Gastschütze ist man sowieso bei den meisten Vereinen willkommen.
    Da ist man nicht unbedingt auf Vereine angewiesen um zu schießen oder um an Meisterschaften teilzunehmen.

    Teilnahmen aus ' Sportwarts Gnaden' und nur nach Teilnahme an Vereinsmeisterschaften, wie beim SVBB,
    gibt es hier im BDS LV1 auch nicht.
    Wer will, meldet sich selbst zur Landesmeisterschaft an, bei zu großen Andrang in den populären Disziplinen
    (hier meist 'Kombi' und Fallscheibe) wird eine Bezirksmeisterschaft vorgeshaltet
    und man muß dann eben die Qualifikation zur LM schaffen.

    4500 Starts nur bei den Standard-Disziplinen ( von Western, Silhouette IPSC, Field Target, Perkussion und Steel Challenge garnicht zu sprechen) zeigen dass du falsch liegst. Aber dies wusstest du ja bereits ...

    Axel

    Vorsichtig geschätzt kannst Du da noch mal 1000 bis 2000 dazurechnen,
    die zwar die Qualifikation geschafft haben, aber keine Zeit, Lust oder Mittel haben
    um quer durch die Republik zur DM zu fahren.

    @ Königstiger

    So so, wer sich für Waffen interessiert und gern damit schießt betreibt also keinen Sport?
    Und damit es Sport wird, muß man zur DM wollen?
    Interessante Ansicht.

    Mitglied in einem Schützenverein braucht man dank BDS übrigens nicht zu sein.
    Wer Vereine nicht mag, wird dort eben Einzelmitglied im Landesverband.

    Auf der anderen Seite kenne ich auch Viele, die zwar regelmäßig im Verein sind,
    sich aber selten auf dem Schießstand blicken lassen und ein eher gestörtes
    Verhältnis zu Schußwaffen haben.
    Sind das jetzt die 'wahren Sportler'?

    Warum hängt der Breitensport denn vom Anschlag ab? Praktiziert man etwa sofort Leistungssport, wenn man Stehend schießt?

    Hängt natürlich nicht von Anschlag ab, aber Leistungssport beding nun mal auch internationale Wettbewerbe.
    Den zweiten Aspekt hast Du Dir schon selbst beantwortet:

    Zitat

    Zudem muss man sich Stehend auch erst einmal ein gewisses Niveau erarbeiten, während es normalerweise auch einem eher
    untalentierten Einsteiger leicht fällt, aufgelegt auch vermeintlich halbwegs akzeptable Ergebnisse zu schießen.

    Was Du hier so negativ darstellst ist ein Aspekt des Breitensports.
    Da geht es um Spaß, schnelle 'Belieferung' des Belohnungszentrums im Hirn oder
    auch nur darum, Couchpotatos mal von der Glotze/PlayStation wegzubekommen.

    Wenn man sich erst jahrelang quälen muß, nur eine Chance hat, wenn man an den üblichen
    Materialschlachten teilnimmt und sein Leben am Sport ausrichtet, dann ist's Leistungssport.


    Hinzu kommt noch, dass so langsam auch das Wissen in den Vereinen um die Anschläge und das Wissen, wie man diese vermittelt und auch trainiert, verloren geht.

    Nun übertreibst Du aber.
    Freistehender Anschlag ist nach wie vor olympische Disziplin und mit (teils sehr guter) Literatur
    zum Stehendanschlag kann ich Dich zuwerfen.
    Anders sieht es da schon bei Aufgelegt und 'wirklich' freien Anschlägen aus.
    Da muß man schon mal auf YouTube Filme zurückgreifen, erfahrene Schützen fragen
    oder selbst experimentieren.
    Aber das weckt den Pioniergeist und sorgt für zusätzlichen Spaß.

    Außerdem verdeutlichst Du eines der Probleme des DSB:
    Wenn vielen Menschen die angebotenen Disziplinen keinen Spaß (mehr) machen,
    sind daran nicht die Menschen schuld, die ihrer Freizeit anders verbringen wollen.
    Zielführend ist dann eher mal über die Disziplinen nachzudenken.

    So nebenbei, schon mal mit Schießbekleidung geschossen? Ich vermute nein, denn einen anderen Schluss lassen deine obigen Äußerungen eigentlich nicht zu.

    Rate mal, warum ich erst vor einem guten Jahr mit Gewehrschießen angefangen habe.
    Weil ich eben keinen Bock auf Schießanzüge hatte.

    Und wie oben schon gesagt wurde, aufgelegt Schießen war durchaus gängige Praxis bei
    vielen Vereinen, bevor der deutsche Schützenbund kam.
    Und besondere Schießkleidung war auch in der Anfangszeit des deutschen Schützenbundes
    verpönt, wenn nicht gar verboten.
    Man schoß im Straßenanzug und mit Kopfbedeckung.
    Sakko beim Schießen ausziehen war auch nicht geduldet. ;)

    Das ist nämlich bei den DM des DSB noch etwas anders, da kommt nicht jeder mal eben so hin.

    Ohne die Leistung meiner Kameraden schmälern zu wollen, aber selbst ich habe
    die Qualifikation zur DM nur um einen Ring verfehlt.
    Mit viermal Training zuvor, einem uralten, ehemaligen Vereinsgewehr,
    Standardmunition und in Straßenkleidung und Halbschuhen.

    Um auf der DM 'mitreden' zu können, braucht es natürlich etwas mehr Aufwand,
    aber der ist auch noch für ambitionierte Freizeitsportler machbar.

    Nur müssen wir darauf achten es bei dem Weg back to the roots nicht übertreiben, denn nur mit dem GK-Vorderlader könnte es auch wieder problematisch werden.
    Meins wäre die Stinkerei nicht.

    Meins auch nicht, aber Vorderlader sind hier bei uns auch sehr beliebt,
    es gibt sogar Diziplinen für Modelkanonen. ;)
    Wenn man sieht mit wieviel Begeisterung und Spaß diese Leutchen bei der Sachen sind,
    ist es doch eine Gute Sache.
    Und Tradition im Schützenwesen war es, wie eben heute auch, immer das Neueste und Beste zu wollen.
    Kaum gab es Hinterlader, wurden sie auch schon geschossen.
    Also keine Angst. ;)

    Zweifellos kommen diese Diszipline gut an, offensichtlich sogar besser als die tollen dynamischen Diszipline anderer Verbände, nur sollte man halt nicht vergessen dass man mit dem Ausbau dieser mal für ältere Mitglieder gedachten Diszipline dem Leistungssport das Wasser abgräbt und dem Sport in die Bedeutungslosigkeit führt.

    Da wird ein einziges Mal etwas für den Breitensport getan, sogar etwas richtig gut Durchdachtes,
    unter Berücksichtigung der Alterstrukturen und mit riesigem Erfolg und schon gräbt
    man dem Leistungssport das Wasser ab?
    Wie das denn?

    Die Rentner bewachen doch nicht die Stände und lassen keinen mehr frei stehend schießen?
    Wobei 'freistehend' angesichts der zugelassenen Ausrüstung ja auch eher relativ zu sehen ist.
    Wenn ich mich in meinen Outfit nur noch mit Mühe hinsetzen kann und keine lägere Strecken mehr laufen,
    ist das für mich nicht freistehend sondern Schießen mit Exoskelett.

    Und warum sollte aufgelegt Schießen nicht auch irgend wann einmal Leistungssport werden?
    Andere Länder haben ja auch keinen Jungbrunnen, da wären internationale Wettkämpfe
    doch gar keine so schlechte Idee, oder?

    Der DSB ist aber nun mal nach der Struktur für den Spitzensport zuständig und die Landesverbände und Vereine eben für den Breitensport, schon da sie aus organisatorischen Gründen näher an der Basis sind. Warum soll ein Euro den der Verein oder Kreis braucht erst zum DSB und von dort kostenschaffend wieder zurückverwaltet werden.
    Sind wir uns in der Diskussion überhaupt klar dass es um einen Beitrag von unter 5€ an den DSB geht, oder bin ich da falsch informiert?

    Das sehe ich allerdings anders.
    Auch auf Verbandsebene kann -und muß- man sich um Freizeit- und Breitensport kümmern.
    Sei es durch Anpassen unsinniger Regelungen in der Sportordnung, Anregung neuer Diziplinen,
    oder eben Hilfestellungen und Beratung für die Landesverbände.
    Ansonsten bräuchte man ja dort auch keinen extra Apparat für Trendsportarten.
    (Welche sollen das denn übrigens sein??)

    Um den Euro geht's mir nicht, sondern um das falsche Signal, daß damit impliziert wird.


    An welche Zustände hättest Du da gedacht?

    Der Zustand in dem der SVBB vorschreibt, was 'richtiger Schießsport' ist wo man
    mangels Vereinen der anderen Verbände praktisch nichts anderes als das SVBB Angebot hatte.

    Ein Dachverband aller Schützen unter Federführung des DSB ist deshalb für mich eher Alptraum
    als wünschenswerter Fortschritt.


    Mit dem aufgelegten Schießen meinst Du hoffentlich nicht die in den letzten Jahren geschaffenen Diszipline.

    Eben diese.
    Und du wirst sicher nicht bestreiten, daß gerade beim Aufgelegtschießen
    hohe Beteiligungen an den Meisterschaften und eine hohe Leistungsdichte herrscht.
    Zu dem ist es eine Perspektive für ältere Menschen, die noch aktiv Sport treiben wollen.
    Über Details kann man sicher streiten, aber das war m.M.n. ein gewaltiger Schritt
    in die Richtige Richtung.
    Nur scheint man das auf Verbandsseite nicht zu erkennen und für die Mitgliederwerbung zu nutzen.

    Die Größe/Mitgliederzahl des DSB wurde ja schon vielfach angesprochen. Das ist seine Stärke und zugleich eine Schwäche.

    Sehe ich auch so.
    Das führt auch oft dazu, daß vom DSB als Dachverband Dinge gefordert werden, daß er gar nicht leisten kann.
    Er kann ja eigentlich nur die Richtung vorgeben, umsetzten müssen das dann die Landesverbände.
    Allerdings ist eben so eine Beitragserhöhung, die nur dem Leistungssport dient,
    genau ein Signal in die falsche Richtung.
    Jedenfalls meiner Bescheidenen Meinung nach.

    Was helfen Argumente wenn Du schon deine Meinung hast.

    Was hilft es mich vom falschen Weg zu überzeugen? ;)

    Ich habe mir meine kleine Enklave für meine Freizeitaktivitäten zusammengebastelt und bin damit zufrieden.
    Und solange ich noch eine Waffe halten kann, wird sich für mich nicht ändern.

    Ich sehe eben nur -wieder einmal- Fehlentwicklungen in einen meiner Verbände und spreche das an.
    Wenn die, die vielleicht in einigen Jahrzehnten die Suppe auslöffeln müssen meinen, der DSB sei auf dem richtigen Weg, nur zu.

    Ich werde nur sauer und aktiv bei Bestrebungen, die Zustände wie vor
    zwanzig Jahren wieder herzustellen.
    Denn das betrifft dann meine Freizeitgestalltung direkt.


    hr erzählt immer von irgendwelchen anderen Verbänden. In welchen soll ich denn gehen als begeisteter Gewehr und Pistolenschütze ?
    Etwa zum BDS, ist doch lächerlich. Ich bin da eingetreten um vielleicht noch etwas mehr 300 Meter zu schießen. Eine Landesmeisterschaft gibt's nicht, eine Einladung zur Deutschen gabs nicht

    Da scheint in Deinem Landesverband aber einiges im Argen zu liegen.
    Ok, 300m Stände sind auch hier ein knappes Gut, aber Landesmeisterschaften werden bei uns (LV1) natürlich abgehalten.
    Einladungen zur DM gibt es auch bei uns nicht.
    Wir haben hier ein (m.M.n. geniales) Online-Meldesystem, da machst du ein Häckchen wenn Du zur DM willst
    und wirst automatisch weitergemeldet, wenn Du die Qualifikation geschafft hast.


    Und ich bitte um Verzeihung, dieser Film vom letzten Jahr hat mit dem Schützensport der seit 1896 Olympisch ist, wirklich absolut nix zu tun.

    Und das ist auch gut so. ;)
    So bekommen wir neue und teilweise auch anspruchsvollere Disziplinen.
    Oder eben Disziplinen die mehr Spaß machen als auf einen A...kalten Stand
    zwei Stunden lang freie Pistole zu schießen.

    Und wenn Du schon historisch wirst: ;)
    Wurzel und Ziel des Schützenwesens in Deutschland war nie Oplympia.
    Der Deutsche Schützenbund wurde gegründet um das Schießen mit Großkaliberwaffen zu fördern
    und einheitliche Regeln dafür zu schaffen.
    Letzeres begann er übrigens gleich mit einen Fehlgriff, in dem er das vielerorts übliche
    aufgelegte Schießen abschaffte und den freistehenden Anschlag forderte....
    Nun ja, wenigstens hier hat er dazugelernt und auch Erfolg damit. ;)

    Wenn ich die "Liste B" des DSB unter "breitensportliches Angebot" sehe, dort landesspezifisch in Summe 254 Seiten gefüllt werden, nehme ich an, dass der DSB auch damit gut aufgestellt ist, er an dieser Stelle auch dafür arbeitet und Beitragsteile aller Beitragszahler dafür verwendet werden.

    Vielleicht sollten wir erst einmal definieren, was wir mit den Begriffen
    'Breitensport' und 'Freizeitsport' eigentlich meinen und darüber dann ev.
    auch in einen eigenen Thread diskutieren.
    Die in Deinem Link dargestellen Aktivitäten haben z.B. nach meiner Definition
    wenig mit Breitensport zu tun.

    Die Mängel der B-Listen habe ich schon angesprochen.
    Der Name sagt es schon, man ist dann halt auch nur B-Landesmeister,
    von denen, die 'richtigen' Sport betreiben belächelt und ohne Chance
    auf weitere Wettkämpfe auf Verbands- oder internationaler Ebene.

    Vereine, die aus dem DSB-Verband austreten um nach eigenen "Spielregeln T" - wie Tradition - ebenfalls separieren und damit das gemeinsame Fundament Schützenwesen weiter untergraben?

    Der nächste Punkt, den ich anders sehe.
    Ein gemeinsames Fundament für alle Schützen?
    Gerne, aber dann als übergeordnete Institution aller(!) Schießsportverbände
    und nicht als Monopolbetrieb des DSB.
    Ich möchte keinesfalls(!) in die Zustände wie vor zwanzig Jahren zurück,
    als der DSB faktisch (zumindest hier in Berlin) der einzige Schießsportverband war.

    Im Sport- und Alltagsgeschäft sollte der DSB endlich begreifen, daß er in
    Konkurenz zu anderen Schießsportverbänden steht.
    Er mag noch der größte Vrband sein aber eine zukunftsichere Ausrichtung
    bedeutet hier, sich auf die Konkurenzsituation einzustellen.
    Auf Dauer geht das nur mit attraktiven Freizeitangeboten die von möglichst
    vielen Menschen auch angenommen werden.


    Ich wiederhole mich an dieser Stelle gerne, wenn ich sogar 2 Euro Beitragserhöhung unterstütze, wenn damit die ÖA verbessert wird. D. h. es gibt eine Stelle, die das Profil des DSB schärft und auch kritische Themen aktuell und mit Nachdruck behandelt, wie zum Beispiel der erneute politische Vorstoß der Grünen den Schießsport in seiner Vielfalt zu verbieten und uns Schützen via schlechtem Sensationsjournalismus gesellschaftlich in einem irrealen Bild darzustellen.

    D'accord, mein Euro wäre Dir sicher.
    Dazu müsste man aber auch die Phobien gegen unsere 'Sportgeräte',
    die von viele Funktionären gepflegen werden, erst mal ablegen.

    Arbeite mit mach es besser.

    Ich hätte kein Problem damit wenn es den DSB nicht mehr gäbe und ich bei anderen Verbänden schießen könnte.

    Karl

    Ich komme schon auf Vereinsebenen nicht sehr weit mit meinen Vorschlägen
    und da habe ich es zum größten Teil mit gestandenen Schußwaffenschützen
    zu tun.
    Da kann ich mir ungefähr vorstellen was ich auf Landesverbandsebene
    erreiche, wenn ich zusätzlich noch Bogenschützen, Sportverhinderer und
    Vogelkönige überzeugen muß.
    Da lebe ich wohl nicht mehr lange genug um da auch nur ansatzweise
    etwas zu erreichen.
    Beharrlich meine Meinung kundtun, Trends aufzeigen und warnen tue ich auf
    allen erreichbaren Ebenen eh schon.

    Ich persönlich kann mit dem jetzigen Status Quo auch gut leben
    und das Fehlen von BDS und DBSV würden mir erheblich mehr weh tun
    als das Fehlen des DSB.

    Aber den ältesten deutschen Schützenverband zu verlieren -oder in die Bedeutungslosigkeit
    abgleiten zu sehen- und das weil man sich dort in der Sicherheit eines Monopols wähnt,
    daß es so nicht mehr gibt und deshalb die Zeichen der Zeit und die Trends
    in der Gesellschaft verpennt, ist auch keine schöne Vorstellung.

    Wenn die anderen soviel besser wären würden sie ja in kürze den DSB überholen, oder was meinst Du warum es den DSB überhaupt noch gibt?

    Wenn der DSB so weiter macht, werden die Anderen ihn auch überholen.
    Zwar nicht heute oder morgen aber sicher mittelfristig und in der Summe.
    Wer sich nicht bewegt, stirbt eben.

    Warum es den DSB noch gibt?
    Schau dir mal die Altersstruktur an und auch die Mitgliederstruktur.

    Ich hoffe daß ich in zehn Jahren die Frage nicht wie folgt beantworten muß:

    "weil kein anderer Verband ein paar Rentner haben will, die einmal im Jahr auf
    einen Holzvogel schießen und ansonsten nur Skat spielen und Umzüge veranstalten."

    Wiviele von den 1,5 Mio Mitgliedern betreiben denn noch Sport mit Schußwaffen im DSB?
    Wieviele davon mit Großkaliberwaffen, der Sportart die der deutsche Schützenbund
    einst fördern wollte und zwar ausschließlich.
    (Kleinkaliberschützen und alles was man sonst noch so über die Zeit zusammengekapert hat,
    hatten damals eigene Verbände)

    Klar ist es für kleine und auch spezialisierte Verbände schwer gegenüber einen
    gewachsenen Mosterverband mit sicher 80% 'Marktanteil' überhaupt wahrgenommen zu werden.
    Aber wenn der DSB deshalb meint sich zurücklehenen zu können,
    den Breitensport weiter sträflich vernachlässigen zu dürfen und die Lücken durch
    Assimilation von immer mehr sportfremden Verbänden stopfen zu können ist er sicher
    auf dem falschen Weg.

    Die Zeiten ändern sich, Vereinsleben ist nicht mehr 'angesagt'.
    Der Verein wird zunehmend Mittel um das tun zu können, was man nur in
    einer Gruppe realisieren kann.
    Sei es wegen der bestehenden Waffengesetze oder der finanziellen Möglichkeiten.

    Und wer gern eine Walther PPK oder eine Desert Eagle schießen würde,
    wird sich eben in Zukunft den Verband und Verein suchen, der das anbietet.
    Wer einmal mit der Familie auf einen 3d Parcour war, wird danach sicher nicht
    zum DSB gehen um Bogenschießen in seiner ödesten Form zu trainieren.

    Mir täte es übrigens leid, den Verband, bei dem ich mit dem Schießsport angefangen habe,
    wegen Unfähigkeit, Starrsinn und falscher Einschätzungen der
    gesellschaftlichen Entwicklung untergehen zu sehen.

    Aus genau diesen Gründen sind fast alle unserer Nachwuchsschützen neben dem DSB auch noch im BDS - und werden auch in eher dynamischen Disziplinen trainiert:
    Fallscheibe, Speed ...

    Ich will aber gar nicht auf DSB kontra BDS oder statisch kontra dynamisch hinaus.
    Sondern eher auf den verknöcherten bürokratischen Umgang mit dem Breitensport.
    Man hat ja kaum die Möglichkeit Disziplinen zu etablieren die nicht von ISSF, IOC oder WA
    abgesegnet sind, da geht schon im Ansatz viel Pioniergeist und Spaß am Sport verloren.

    Fast alle attraktiven, neueren Disziplinen werden ausschließlich
    von den kleineren Verbänden angeboten.
    Von IPSC, über Field Target, F-Klasse, Ordonanz-Kurzwaffen, Westernschießen
    bis zum leidigen Thema 3d Turniere für Bogenschützen.
    Da fragt man sich halt was der extra bestellte Beauftragte für Trendsportarten eigentlich macht.


    BTW: 1 Euro pro Jahr mehr ... also bitte! Das ist eine Kugel Eis!
    Für einen ordentlich geförderten BREITENsport würde ich gern persönlich auch tiefer in die Tasche greifen.

    Ditto,
    Um Geld geht es mir auch nicht, mit den Betrag kann ich mit den meisten meiner Waffen nicht mal
    den Munitionsbedarf für eine Fünferserie abdecken.
    Aber der Trend geht halt dahin, daß immer weniger Breitensportler immer häufiger für den Leistungssport
    zur Kasse gebeten werden während der Breitensport zunehmend vernachlässigt wird, was wiederum zu
    Rückgängen bei den Mitgliederzahlen führt.
    Ein Kreislauf der wohl nicht viel mit zukunftssichernder Planung zu tun hat.

    Noch etwas, es fällt hier in einigen Beiträgen öfter der Begriff „Attraktive Disziplinen“. Ich nehme an daß es sich dabei um Disziplinen des B.. bzw. B… handelt. Wenn ich mir jetzt die Starterzahlen der 2013er DM`s ansehe -teilweise nur max. 10 oder gar nur 5 Starter(!) in einer Disziplin- kann es mit der „Attraktivität“ nicht so weit her sein.

    Keine Ahnung wer B..ist, aber gerade in den kleineren Verbänden wird eben
    Pionierarbeit geleistet, die Teilnehmerzahlen sind dann in manchen Disziplinen
    halt noch gering.
    In anderen Verbänden ist die Struktur der Disziplinen auch anders.
    Beim BDS z.B. werden die Disziplinen nach Altersstruktur und der
    verwendeten Waffe gegliedert.
    D.h. in einer Disziplin gibt es noch Klassen für zig Waffen.
    Den Nachteil -wenn es denn einer ist-, daß bei einigen exotischeren
    Waffen die Beteiligung an Wettkämpfen geringer ausfällt, nehme ich gern in Kauf,
    wenn ich im Gegenzug mit dem Gerät Sport betreiben kann, daß mir am meisten zusagt.


    Richtig, nur sind hier die meisten Stände von Vereinen die dem DSB angehören mit Fördermitteln die es nur wegen der Verbandszugehörigkeit gab gebaut worden.

    Wir hatten für die Lupi-Halle von SVBB einen Kredit bekommen, das war's.
    Den Feuerwaffenstand haben wir über einen Bankkredit finanziert.
    Das hier bei irgendeinen Stand Zuschüsse vom DSB/SVBB geflossen sind, wäre mir neu.
    Früher gab es ab und zu Zuschüsse von den Sportämtern (Bezirk/Senat)
    Aber seit Rot/Grün und leeren Kassen ist das heutzutage eher die Ausnahme.

    Aber um fair zu sein, wir hatten hier natürlich auch das Glück daß durch deutsche Einheit
    und Abzug der Besatzer viele Objekte umgenutzt werden konnten.
    Der erste Feuerwaffestand, den mein Verein mit genutzt hat,
    war z.B. ein ehemaliger Schießstand der DDR Grenztruppen.

    Ob es nicht doch öfters nur der Zugang zum Stand ist?

    Hier in Berlin/Brandenburg sicher nicht, bei mir schon gar nicht.
    Der BDS hat genügend eigene Stände, es gibt einige 'nur BDS' Vereine mit eigenen Ständen,
    Vereine in denen man wählen kann welchen Verband man angehören will und Stände die
    vom Senat (mit) finanziert werden und auf denen alle interessierten Vereine trainieren können.
    Außerdem gibt's noch die DEVA, die auch Stände anbietet.

    Als Gastschütze bist Du auf 99% der Stände willkommen und kannst schießen was die Standordnung hergibt.
    Gefragt wird nach der WBK und ev. nach dem Aufsichtsausweiß, Verbandszugehörigkeit
    ist da eher Wurst.

    Und um dieses ewige "der DSB hat die Stände gebaut" mal aus dem Weg zu räumen.
    Der DSB hat garnichts gebaut. Der SVBB hat allenfalls ein Leistungszentrum gebaut,
    das aber gerade abgewickelt wird.
    Alles andere Stände hier haben engagierte Sportschützen teils mit erheblichen Eigenleistungen
    und unsere ehemaligen Besatzer gebaut.
    Die alten Stände sicherlich hauptsächlich damalige(!) DSB Mitglieder, weil es eben
    zu dieser Zeit keine anderen Verbände gab.
    Hätten wir auf Stände vom DSB gewartet, würden wir heute noch ausschließlich Trockentraining betreiben.
    Oder falls Du unser Leistungszentrum dem DSB zurechnen willst, würden wir bald wieder nur
    Trockentraining betreiben.

    2. Förderung der medialen Präsenz.


    Was hilft die Formel eins dem Motorsport als Breitensport oder wo kann ich Biathlon als Hobbysportler betreiben?

    Die Frage wo ich wohl Biathlon als Hobby betreiben kann, zeigt doch die ganze Misere, oder nicht?
    Der DBSV bietet hier zumindest Bogenrennen an, und der DSB?

    Ich könnte auch fragen wo ich OSB als Hobby betreiben kann.
    Auch hier muß ich magels geeignerer Stände auf Alternativen des BDS, wie Speed oder Fallscheibe zurückgreifen.

    Bundesschießen hatten in der Anfangszeit des deutschen Schützenbundes einmal
    die Popularität heutiger Bundesligaspiele.
    Was ist da über die Zeit wohl falsch gelaufen?


    Möchtest Du sie zurück, ich nicht.
    Die Zeiten ändern sich nunmal und gesellschaftliche Ereignisse wie die früheren Bundesschießen finden halt auf anderen Ebenen statt.

    Ich schon, warum kann ein Wettkampf nicht im Rahmen einer Festlichkeit stattfinden?
    Warum können keine Preise ausgelobt werden?
    Warum zeigt man sich ausschließlich mit Traditionsveranstaltungen werbewirksam in der Öffentlichkeit,
    während Wettkämpfe im Verborgenen und mit der Anmutung einer Matheprüfung stattzufinden?


    1. Weil er der Älteste ist.
    2. Weil er jede Disziplin und jede Sportart, die nicht bei drei auf dem Baum ist, versucht zu assimilieren.
    Das mag zum mittelfristigen Überleben und zum Abschöpfen von Fördermitteln eine geeignete Strategie sein,
    eine langfristige und zukunftsichere Planung ist das allerdings in meinen Augen nicht.
    3. Weil er sich rechtzeitig die Vertretung der ISSF und WA Disziplinen gesichert hat.
    Auch das geht nur so lange gut, wie diese Disziplinen noch ein gewisses Interesse in der Öffentlichkeit wecken
    und Einschaltquoten bringen.
    4. Weil man irgendwie doch noch an ihm hängt, hofft daß sich etwas ändert und deswegen
    auch Doppelmitgliedschaften in Kauf nimmt. ;)