Generelle Regeln sind immer schwierig, dann fühlen sich ein paar Leute wieder benachteiligt...."Warum darf der und ich nicht ??"
Aber irgendwie muss man das ja Transparent halten, deswegen denke ich, dass es am Besten ist, wenn man den Vorstand entscheiden lässt wer es wird (nach "Arbeit" für den Verein).
Grüße
Gerade wenn der Vorstand entscheidet wer geehrt wird, ohne dass eine definierte Grundlage existiert, wird es undurchsichtig finde ich. Wenn sich im Anschluss einer Ehrung ein Mitglied beschwert, hat man nichts worauf man sich bei der Diskussion berufen kann. Ich denke gerade dann entstehen Missverständnisse und Ärger.
Wenn vorab zumindest möglichst objektive Kriterien festgelegt wurden (wobei das zugegebenermaßen sehr schwierig ist) kann man relativ rational argumentieren.
Folgendes Beispiel: Erforderlich für eine Ehrung sind 10 Jahre Mitgliedschaft in der Vorstandschaft.
Mitglied A war 9 Jahre 1. Schützenmeister, danach ausgeschieden, allerdings weiterhin aktiv im Verein.
Mitglied B war 10 Jahre Beisitzer, weder in dieser Zeit noch danach übermäßig aktiv im Dienst.
Laut der Kriterien bekäme nur Mitglied B eine Ehrung. Das ist möglicherweise unfair. Aber der Vorstand hat eine objektive Grundlage, um die Ehrung zu verargumentieren.
Um die Ungerechtigkeit etwas rauszunehmen, könnte man die Voraussetzung wie folgt formulieren:
Erforderlich für eine Ehrung sind 10 Jahre Mitgliedschaft in der Vorstandschaft und darüber hinaus eine aktive Teilnahme am Vereinsleben.
Die Konsequenz wäre, dass weder Mitglied A noch Mitglied B eine Ehrung erhalten würden.
Diskutieren müsste man jedoch was "eine aktive Teilnahme am Vereinsleben" bedeutet. Denn das ist nicht direkt greifbar.
Dennoch denke ich, dass es zur Bewertung und Verleihung von Ehrungen besser ist, einen gewissen Rahmen zu stecken, der mit Zahlen und Fakten hinterlegt werden kann. Zusätzlich ist es sicher sinnvoll, weiche Faktoren einfließen zu lassen.