Beiträge von Apfelbaum

    Ich kenne keine Wettkämpfe im LG- und KK-Bereich bei denen noch mit Hand und Auge ausgewertet wird. Bei Kreis- und Bezirksmeisterschaften wird seit vielen Jahren nur noch mit Maschine ausgewertet. Selbst bei kleineren Rundenwettkämpfen (z. B. LG-Auflage) findet immer eine Maschinenauswertung statt. Sollte ein Verein tatsächlich einmal keine Auswertungsmaschine haben, wir diese ausgeliehen. Eine 1/10 Wertung dürfte daher problemlos möglich sein.

    Meiner Meinung nach geht diese Aussage am Thema vorbei. Von der Zeitverkürzung werden gerade nicht die Schützen auf internationer Ebene oder auch die nationalen Kaderschützen betroffen sein. Diese Schützen haben in der Regel einen sehr viel schnelleren Schießrythmus (Olympiasieger z. B. teilweise nur 25 bis 30 Minuten); bedingt auch durch den großen Trainingsaufwand. Ich glaube deshalb auch nicht, dass die Spitzenergebnisse im Bereich von 598 bis 600 Ringen in Zukunft niedriger liegen werden. Die "Spreu vom Weizen" trennen wird vielmehr die international geschossene 1/10 Wertung.

    Betroffen und meiner Meinung nach auch benachteiligt sein werden in Zukunft die "normalen" Sportschützen; jedenfalls die mit einem etwas langsameren Schießrythmus. Bei dem im Vergleich zu Spitzenschützen geringeren Trainingsaufwand kann auch nicht ohne weiteres umgestellt werden.

    Und es wird die Gruppe der Alters- und Seniorenschützen betroffen sein, die bei uns in der Region bei Kreis- und Bezirksmeisterschaften zahlenmäßig noch fast das größte Kontigent der Starter stellen. Im Schützenbereich dagegen sieht es - jedenfalls im Bereich KK-Liegend und KK 3 x 20 - schon ziemlich mau aus.

    Ich befürchte, dass die Alters- und Seniorenschützen, die mit der verkürzten Schießzeit nicht klarkommen, dann in der nächsten Saison aufgeben oder wie viele andere auch zu Auflage-Wettbewerben wechseln werden. Dieses dürfte aber keine gute Entwicklung für das Sportschießen sein. Es sei denn, die KK-Wettbewerbe sollen nur noch eine "Randsportart" sein.

    Aus meiner Sicht ist die ganze Verkürzungszeiten-Regelung nicht richtig durchdacht (siehe auch meinen Beitrag zur Verkürzung LG-Freihand mit 50 Minuten sowohl bei elektronischen als auch Zugscheiben und bei LP dann wieder 60 Minuten bei Zugscheiben).

    Apfelbaum

    Hallo zusammen,

    nach der neuen Sportordnung ist ja allgemein eine Zeit von 15 Minuten für die Vorbereitung und das Probeschießen vorgesehen. Nicht ganz verständlich ist für mich, welche Schießzeit jetzt für Luftgewehr mit Zuganlagen bzw. Papierscheibe/-streifen Gültigkeit hat. Bei Luftpistole wird zwischen elektronischen Anlagen und Zuganlagen unterschieden (40 Schuss ohne Probe 50 Minuten bzw. 60 Minuten). Bei Luftgewehr wird pauschal 50 Minuten angegeben. Ich kann aber keinen Grund erkennen, die Schießzeiten bei Luftgewehr (Zuganlagen) zu kürzen und bei Luftpistole aber nicht.

    Es gibt aber noch ein weitere Tabelle "Regeln für Gewehr (Teil 1, Seite 16)". Dort wird bei Luftgewehr in der Spalte max. Schusszahl/Scheibe dann 40 min/75min/105min für 20, 40 bzw. 60 Schuss angegeben. Wie muss dieses denn jetzt verstanden werden ?

    Ich habe einmal in der verschiedenen neu gefassten Ligaordnungen verschiedener Verbände für die neue Saison nachgeschaut. Dort wird vielfach zwischen elektronischen Anlagen und Zuganlagen unterschieden (also 50 bzw. 60 Minuten). Es gibt aber auch Verbände die sehen nur 50 Minuten vor. In einem Fall habe ich aber auch eine Regelung gefunden, bei der grundsätzlich 50 Minuten und nur für Luftpistole auf Zuganlagen 60 Minuten festgelegt war.

    Wer kann dazu etwas konkretes mitteilen ?

    Mit Gruß

    Der Mythos Maßmunition beim Luftgewehr ist für mich ein Käse. Klar gibt es je nach Fertigung mehr oder weniger starke Qualitätsunterschiede, hat sich aber schon einmal jemand die Mühe seine Maßmunition mal genauer zu betrachten und zu untersuchen?
    Habe vor einigen Jahren meine damalige Maßmunition von RWS über eine Glasplatte rollen lassen, weil damals einige Zimmerstutzen-Schützen von dieser Methode gescwärmt hatten. Das Ergebnis war, dass einige Diabolos auf Grund von Unebenheiten nicht losgerollt oder gehüpft sind unnd die anderen zum Teil unterschiedlich weit gerollt sind. Ich hab alle einzeln in Styropor-Packungen einzeln einsortiert und beschriftet. Beim anschließenden Austesten in der Schießmaschine kamen damals katastrophale Schussbilder mit den Schuss raus, die nicht richtig gerollt sind. Da hatte meine Maßmunition Luftgewehr plötzlich 12 mm Streukreis! Dafür schossen diejenigen, die am weitesten gerollt sind auch noch nach 20 Schuss Loch in Loch.


    Ich habe für mein Walther Anatomic 300 vor einigen Monaten nach einem Munitionstest JSB 4,48 mm als beste Munition bekommen. Ich habe den Munitionstest jetzt wiederholt, weil ich das Gefühl hatte, dass Abweichungen zwischen dem Abkommen bei der Schussabgabe und dem Treffer auf der Scheibe vorlagen. Dieser Test hat mich dann doch überrascht. Einmal habe ich die Munition 10 Schuss direkt aus der Schachtel genommen (Streukreis recht groß mit bis zu 9 mm; beim ersten Test deutlich kleiner). Dann habe - wie vorstehend beschrieben - Diabolos nach Rollen auf einem Spiegel sortiert und die Munition mit dem längeren Rollen für den Test verwendet (Streukreis nur noch ca. 5,5 mm). Das bedeutet doch, wenn der Schütze nicht hundertprozentig schießende Diabolos mit einem sehr kleinen Streukreis verwendet, dass diese Rollmethode den Streukreis deutlich verkleinert. Ich werde aber bei einem weiteren Munitionstest noch eine andere Munitionssorte suchen.

    Hallo,

    ich habe gerade in der Programmübersicht gesehen, dass heute Abend um 22.45 Uhr eine Sendung mit dem Titel "Waffen sind mein Leben" kommen soll. In der Fernsehzeitung steht dazu: "Die Waffenlobby in Deutschland scheint übermächtig. Wie gelingt es ihr durchzusetzen, dass es weiterhin rund zehn Millionen Waffen im Privatbesitz gibt ?"

    Ich könnte mir vorstellen, dass hier wieder negativ über Waffenbesitzer und auch Sportschützen berichtet wird. Warten wir die Sendung einmal ab.

    Mit Gruß

    Apfelbaum

    Jetzt habe ich noch eine Antwort von Walther per E-Mail erhalten. Dort steht u. a.:

    "Mit einem Adapter können die Systeme im Anatomic-Schaft befestigt werden. Die Kammerstengel beim Anschützsystem und bei uns liegen aber an unterschiedlichen Stellen und die Ausfräsungen für die Adapter sind auch unterschiedlich. Der Anatomic-Schaft fürs KK 200/300 ist für ein eckiges System gefräst und der Anschütz-Schaft für ein rundes System. Passt also leider nicht."

    Also muss ich mich wohl damit abfinden, dass der Schaft nicht für beide Systeme gleichzeitig geeignet ist. Eigentlich schade.

    Ich schieße seit einiger Zeit das LG Walther 300 Anatomic. Da mir der Schaft wirklich gut gefällt, habe ich mit dem Gedanken gespielt, mir diesen Anatomic-Schaft auch für KK-Läufe (Walther KK 200 und Anschütz Super-Match 1813) sowie Anschütz-Zimmerstutzen zuzulegen.

    Von der Firma Walther habe ich aber telefonisch die Auskunft erhalten, dass ich den Schaft entweder nur für einen Walther-Lauf oder aber für Anschütz-Läufe erhalten könnte. Grund soll die nicht passende Fräsung sein. Mir ist aber bekannt, dass bei älteren Walther-Schäften mit einem Adapter ein Einsetzen beider Systeme möglich war.

    Kann hier jemand weiterhelfen ? Ist es evtl. möglich, dass ein Büchsenmachermeister eine Anpassung vornimmt ? Oder kann ich mich tatsächlich nur für ein System - also entweder Walther oder Anschütz - entscheiden ? Das würde die Durchtauschbarkeit der Läufe mit ein und demselben Schaft natürlich erheblich einschränken.

    Schöne Grüße aus Norddeutschland

    Hallo wayne interessierts,

    schönen Dank für den Hinweis auf Tec-Hro. Diese Hülse war mir noch nicht bekannt. Gut ist auch die Beschreibung auf der Internetseite. Hier ein Teil der Beschreibung:


    ....wurde bei der Entwicklung auf die Beeinflussung von Länge, Durchmesser und Gewicht auf das Schussbild gelegt. Hierbei ist sehr deutlich geworden, dass die Schussbilder sich ab einer gewissen Länge der Hülse verbessern und nach einer gewissen Länge jedoch deutlich wieder verschlechtern. ....... Bislang gab es bei einer Hülse nur "hop oder top". Entweder das Gewehr schoss besser damit oder eben schlechter. Die Vorteile einer Hülse wie z. B. günstigeres Sprungverhalten oder längere Visierlinie helfen nichts, wenn die Schussleistung darunter leidet. ....... Durch die variable Längeneinstellung der TEC-HRO Blaster gehört dies nun der Vergangenheit an. ...... Das Eigengewicht einer Hülse spielt ebenfalls eine maßgebliche Rolle bezüglich der Größe der Schussbilder. ...... Dadurch ist die "TEC-HRO blaster" leichter (= 255 g) als die meisten Konkurrenzprodukte und wird nicht zur "Last" beim Schiessen!!


    Vor allem die Aussagen zu dem Gewicht mit einer möglich "Last" für die linke Hand und den linken Arm sowie die Möglichkeit der variablen Längeneinstellung finde ich interessant. Vielleicht sollte ich die Hülse mit in die engere Auswahl nehmen.

    Mit Gruß

    Apfelbaum

    Ich bin in diesem Jahr Seniorenschütze geworden und schieße seit mehreren Jahrzehnten KK-Liegend (System Anschütz-Supermatch 1813, Schaft Alu/Holz RS 2000). Leistungsniveau etwa 580 - 590 Ringe. Als Altersschütze fast jedes Jahr Teilnahme an der "Deutschen".

    Ich beschäftige mich schon länger mit dem Thema "Laufhülse" für mein KK-Gewehr. Mir ist aufgefallen, dass viele Liegendschützen der Alters- und Seniorenklasse eine solche Laufhülse verwenden. Neben einem besseren Sprungverhalten soll auch präziseres Zielen und eine verbesserte Tiefenschärfe möglich sein. Allerdings gibt es neben Befürwortern der Laufhülse auch eine größere Anzahl von Schützen die einer solchen Hülse ablehnend gegenüber stehen.

    Außerdem werden unterschiedliche Produkte angeboten. Die bekanntesten sind z. Zt. ahg-Terminator, Strike-Laufhülse, MEC-Berta bzw. Berta II und noch relativ neu von Centra Barrel-Tuner "Starik Tube".

    Ich überlege, ob ich mir entweder die MEC-Berta II oder die neue Tube von Centra zulege. Wer hat damit Erfahrungen ? Wie sind die Vorteile und Nachteile der einzelnen Laufhülsen. Bei der MEC Berta soll das Innenrohr mit einem Handgriff abgezogen und dann seperat gereinigt werden können. Wie ist der Unterschied zu der MEC-Berta II ? Bei der Tube von Centra kann das Zusatzgewicht beliebig verschoben werden. Diese Hülse hat allerdings ein relativ hohes Eigengewicht (ohne Zusatzgewicht 320 g und mit Gesamtgewicht 490 g). Mögliche Belastung für linke Hand und linken Arm ?

    Mit Gruß

    Apfelbaum

    Ich gebe ja zu, bislang habe ich die Laufreinigung bei meinem Luftgewehr (Walther Anatomic) eher vernachlässigt. Auch bei Gesprächen mit anderen Schützen gibt es zu diesem Thema immer wieder unterschiedliche Aussagen.

    Aber gerade von MEC und in den Fachbüchern von Reinkemeier/Bühlmann wird hierauf besonders hingewiesen. So z. B. in "Luftgewehr Schiessen 2010" mit folgender Aussage: "Ach ja, putzen nicht vergessen. Um 2 bis 15 Zehntel Millimeter kann die Präzision sinken, wenn der Lauf nicht nach jedem Schießen ordentlich gereinigt wird."

    Außerdem wird auf der Internetseite vom MEC-Shop erwähnt: "Fest steht, das bei Ergebnissen am Maximum, wie sie in der Spitze und beim Aufgelegt-Schießen erzielt werden, das Reinigen zu einer entscheidenden Größe wird. Jeder 2. Schuss mit 9,9 könnte auf Kosten von Verunreinigung gehen."

    Was ist nun aber die beste Art der Luftgewehr-Reinigung ? Von der Verwendung und dem Durchschießen von Filz-Propfen wird ja manchmal abgeraten, weil Faserreste im Lauf bleiben könnten. Es gibt aber von VFG auch ein System mit Schnur und Pfropfen, so dass ein Durchschießen der Propfen entfällt. Außerdem gibt es noch Reinigungsschnüre zum Durchziehen z. B. von ahg. Ich würde dazu gerne eure Meinung hören.

    Hier dazu noch Aussagen aus dem "Gun-Forum":

    "Bei der Luftbüchse mach ich es mir einfach. Einfach nach dem Schießen ein paar Schnellreinigungspfropfen abschießen, bis diese sauber raus kommen, und fertig. Beim letzten immer ein Spitzdiabolo dahinter setzen, damit keine Fasern im Lauf bleiben. Gelegentlich ein oder zwei in Ballistol getränkte Schnellreinigungspropfen durchschießen (auch mit Spitzdiabolo, sonst ist die Geschwindigkeit so groß, dass das Öl zum Teil verkokt). Zum Entölen dann wieder einen trocken mit Spitzdiabolo dahinter. Bei wirklich hartneckig dreckigen Läufen, das Ballistol über Nacht einwirken lassen und erst vor dem nächsten Schießen entölen. Allerdings sollte man, wenn man viel Öl im Lauf hat das Gewehr nicht aufrecht mit der Mündung noch oben lagern, sonst fließt das Öl in die Kammer. War viel Dreck im Lauf sieht man das als Streifen auf den Schnellreinigungspropfen. Das Ganze dann nochmal wiederholen. Sobald der Lauf sauber ist kommen die trockenen Propfen wieder weitgehenst sauber raus."

    Wir das Problem mit den Fasern bei Filz-Propfen gelöst, wenn zusätzlich eine (Spitz-)Diabolo in den Lauf kommt ?


    Herzliche Grüße aus Norddeutschland

    Apfelbaum

    Ich bin Altersschütze (55 Jahre) und habe z. Zt. ein Problem mit dem Erfassen des optimalen Zielbildes beim KK-Liegend in der Halle mit Meyton-Anlagen. Ich schieße - nur für Liegend - mit einem Adlerauge 0,5, einem Score Crystal Korntunnel (Gewinde 18 M), einem Glaskorn 4,2 bzw. 4,3, Centra Diopter Spy, einem Mirro-Aufsatz, Irisblendengröße normal 1,2, bisher Gelb-Filter vor dem Diopter.

    Vor 2 Wochen habe ich mir nun einen Spezialfilter-Aufsatz für die Schießbrille in gelb von Müller, Manching zugelegt. Auf dem KK-Stand (unterirdisch und geschlossen) in mit Kartonscheiben funktionierte dieses - trotz etwas schlechter Lichtverhältnisse - relativ gut. Im Vergleich zu zurückliegenden Wettkämpfen auf diesem Stand war das Zielbild jedenfalls wesentlich besser.

    Bei einem Training auf dem vom Landesverband für Alters- und Seniorschützen für die Landesmeisterschaften vorgesehenen Stand in (neue Halle, relativ gute Beleuchtung für einen geschlossenen Stand, Meyton-Scheiben) hatte ich dann aber Probleme. Bei den ersten Schüssen war eine deutliches Zielbild mit schwarzer Scheibe (Schussloch) und gutem Kontrast zu sehen; nach längerem Zielen und nach 10 bis 20 Schuss wurde es aber immer schwieriger, das Zielbild deutlich zu erfassen, die Ränder zur schwarzen Scheibe (Schussloch) wurden teilweise unscharf.

    In dem Buch "Luftgewehr-Schiessen 2010" Reinkemeier/Bühlmann werden die Probleme mit Meyton-Anlagen näher beschrieben; insbesondere mit dem hellen Blendrahmen. Auf der Entfernung von 50 m war dieser helle Rahmen allerdings nicht so deutlich wahrnehmbar.

    In dem Buch wird vorgeschlagen - jedenfalls für Luftgewehr - einen Graufilter in den Tunnel zu setzen. Dafür würde sich zum Beispiel der Polarizer Double mit Polarisations-Filterscheiben von Centra anbieten. Anderereits habe ich auch schon überlegt, mir die High End Chrystal Glaskörner in farbig zu beschaffen. Verschiedene mir bekannte Auflagen-Schüten LG schiessen inzwischen Glaskörner in rot und kommen damit sehr gut klar.

    Gibt es für ein beschriebenes Problem mit Meyton-Anlagen für KK-Liegend in einer geschlossenen Halle eine Empfehlung ? Zusatz: Ich gehe davon aus, dass das Brillenglas für mein Auge noch in Ordnung ist.

    Herzliche Grüße

    Apfelbaum