Hallo Michael,
vielen Dank für deine Ausführungen. In meinen 11 Jahren als Jugendleiter habe ich feststellen dürfen, dass die Jugendarbeit tatsächlich Zyklen unterliegt. Will heißen: Eine Zeit lang hat man die Bude voll, dann kommt mal nix, danach geht es wieder bergauf.
Kindgerechte Ausrüstung wurde in den letzten Jahren haufenweise angeschafft (Armbrust für den Spaß, sehr viele Spiele, Bälle etc., 2x Schülergewehre, 1x Jugendgewehr, 1x Luftpistole - alles Pressluft, mehrere passende Schießjacken, Handschuhe, Schießriemen etc.).
Ich bilde mir ein, dass mein Training mittlerweile auch spannend und abwechslungsreich ist, auf Grund der vielen spielerischen Elemente. Aber irgendwie gelingt es nicht mehr wie früher eine stabile Jugendgruppe aufzubauen, die eine gemischte Altersstruktur aufweist. Auch das von dir geschilderte Phänomen, dass ein Schütze Freunde mit ins Schützenhaus bringt, kann ich so (nicht mehr) feststellen. Entweder haben die Kids keine Freunde mehr (davon gehe ich nicht aus), oder aber hier spielen andere Faktoren rein.
Früherer Bestand: 10 Schüler (bis 14 Jahre) zum Schützenfest und für breitensportliche Pokalschießen. Dazu noch 10x Jugend/Junioren. Insgesamt keine sportliche Ausrichtung, kein vernünftiges Training, eher Betreuung (geht auf meine Kappe, ich wusste es nicht besser).
Momentaner Bestand: 3 sehr aktive Schüler, davon 1 Teilnehmer Landesmeisterschaft (eigentlich zwei, aber das hat dieses Jahr nicht sollen sein). 3x Junioren B (davon 1x LM/DM-Niveau, der Rest schießt mit mir sehr erfolgreich im RWK). Der Rest kommt zum Schützenfest, mehr aber auch nicht. Mir fehlt also die breite Masse und vor allem der Nachwuchs ab 6 Jahre.
Leider muss ich aber auch feststellen, dass es bei unseren Kreismeisterschaften immer schlechter aussieht mit der Beteiligung. Und es wird weiter bergab gehen. Ich denke die gesamtgesellschaftlichen Veränderungen werden uns noch härter treffen, als wir alle denken. Der negative Trend macht mir Sorge.