Beiträge von Paragnum

    In dem Zusammenhang der hier diskutiert wird, fällt mir ein Gerichtsprozess ein, der derzeit das Landgericht Koblenz beschäftigt und in meiner Region auch medial ausgeschlachtet wird. Hierbei geht es um ein Mitglied der Hells Angels, Sportschütze, der aufgrund verschiedener Vorkommnisse (Einbrüche in sein Haus etc.) wohl berechtigterweise Angst um sein Leben hatte. Eines frühen Morgens hörte er, wie sich wieder jemand an seiner Haustüre zu schaffen machte. Daraufhin nahm er wohl seine Waffe ging die Treppe herunter und gab zwei Schüsse durch die geschlossene Haustür ab. Vor der Haustür stand jedoch nicht die erwartete Abordnung der Bandidos sondern ein SEK dass im Schutze der morgendlichen Dunkelheit sich nicht zu erkennen gab, aber eine Hausdurchsuchung durchführen wollte. Die abgegebenen Schüsse trafen einen SEK-Beamten durch seine Schusssichere Weste (Arm-Ausschnitt). Weil er seitlich zur Tür stand trafen die Kugeln ihn tödlich.

    Man kann sich nun selbst seine Gedanken machen, ob man es wirklich riskieren will, mit geladener Waffe durchs Haus zu spazieren. (Ein Telefonanruf bei der Polizei - und es wäre nichts passiert) Man kann jedoch auch darüber diskutieren, wie schlecht sich ein SEK im Einsatz verhält (Einfach an der Türe klingeln - und es wäre nichts passiert).

    Der Prozess läuft, die Staatsanwaltschaft fordert 12,5 Jahre Haft wegen Totschlags, die Verteidigung Freispruch wegen Notwehr.


    Das Dir ausgerechnet dieser Fall zu einer Diskussion einfällt, der 1. in ihrem in Ursprung eine anders geartete Fragestellung zugrunde liegt und 2. völlig an dem von mir dazu erstellten Eingangsbeitrag (mit dem ich ja eine regelrechte Lawine losgetreten zu haben scheine) vorbei geht ist schon mehr als unverhältnismäßig - ich muss doch wirklich sehr bitten...!
    Das ist ja schon Äpfel mit Birnen verglichen!

    Hat sich eigentlich irgend jemand hier die Mühe gemacht meine Ausführungen mal richtig und differenziert zu lesen?
    Bis auf Major Tom offenbar nicht!
    Und selbst wenn Ihr zu bequem, (oder voreingenommen?) oder aus sonstigen Gründen dazu nicht in der Lage seit - dann zumindest meine Nachsätze jeweils am Schluss??
    Liest sich das etwa so als hocke ich jeden Abend hinter meinem Bett, die Kanone durchgeladen - entsichert - und vorgespannt, nur darauf wartend dass "endlich" einer -oder besser gleich mehrere- Figuren meine Wohnungstür aufbrechen, um den / die in Rekordzeit mit 16 gut platzierten Treffern niederstrecken zu können???
    Ist die polemische, sensationslüsterne, voreingenommene und diffamierende Berichterstattung der Unterschichtenmedien (B*LD und R*L lassen grüßen) eigentl. ansteckend...?... - bei einem Großteil der hier bislang geäußerten Meinungen könnte man beinahe davon ausgehen!

    Ich gehöre weder einer kriminellen Vereinigung an, noch bin ich scharf darauf (jetzt zum wiederholten Male betont!) jemals in eine Situation zu geraten in der ich vor die Wahl gestellt werde:
    Entweder die Tatsache zu ignorieren dass meine Sportgeräte so zieml. die einzigen auf dem gesamten Sportsektor sein dürften, die auch geeignet sind im Ä U ß E R S T E N Notfall Leib und Leben von Familienangehörigen, wie auch mein eigenes schützen und bewahren zu können - mit allen daraus folgenden Konsequenzen, oder mir dessen bewusst und auch bereit zu sein, dies als L E T Z T E S Mittel auch einzusetzen - ebenfalls mit allen daraus folgenden Konsequenzen...
    Ich bin ein Freund klarer Worte, mit der gebotenen Sachlichkeit und größtmöglichem Maß an fundiertem Wissen, aber dennoch ohne Umschweife und ohne Heuchelei.
    Und deshalb sage gerade heraus:
    Konsequenzen würde ein solches Szenario in jedem Fall für mich haben, ob ich etwas unternehme - oder nicht - daran besteht kein Zweifel. Letztendlich muss die Entscheidung in einem solchen Moment aber jeder für sich selber treffen.
    Und wenn ich mich entscheiden müsste, wer aus einer Konfrontation mit einem / mehreren g e w a l t b e r e i t e n Verbrecher(n) unbeschadet hervor geht - ich / meine Angehörigen, oder der / die Kriminelle(n): Da muss ich wohl nicht erst noch auch nur eine Sekunde überlegen...
    Sich anschließend in einer Untersuchung dafür verantworten zu müssen wäre für mich eindeutig das kleinere Übel.
    Und da es in diesem Land mittlerweile an der Tagesordnung ist dass Opfer zu Tätern degradiert werden, würde ich somit auch das in Kauf nehmen (müssen).
    Ähnliche Gründe in Bezug auf unsere so hochgelobte "Recht"sprechung sind im Übrigen auch mit für die immer stärker nachlassende Bereitschaft zur Notwehrhilfe gegenüber dritten!
    In diesem Zusammenhang das Beispiel des Mitgliedes einer Rockergruppe hier einzubringen, der -wohl passend zu seiner Gesinnung- hemmungslos durch die geschlossene Tür ballert - was soll das ???
    DAS ist genau DIE Art Pauschalisierung, mit der wir Sportschützen in den Medien eh schon alle ständig zu tun haben - und jetzt fällt DIR als Sportschütze offenbar nichts besseres ein, als einen solchermaßen getöteten SEK-Beamten in einem Atemzug zu nennen und in einen Topf zu werfen mit dieser Diskussion und Meinungsäußerungen wie den meinen...
    ...na dann bin in Deinen Augen wohl nicht viel mehr als ein Polizistenmörder in spe, oder wie sonst darf ich diesen geistigen Erguss der - mit Verlaub gesagt- ausgesprochen daneben ist verstehen?
    Aber davon mal abgesehen, da hier ja so gerne mit -vermeintlichem- Wissen aus dem Strafgesetzbuch zum Thema Notwehrrecht hausieren gegangen wird mal folgendes konkret:

    STRAFGESETZBUCH


    4. Titel - Notwehr und Notstand (§§ 32 - 35)


    § 34
    Rechtfertigender Notstand


    Wer in einer gegenwärtigen, nicht anders abwendbaren Gefahr für Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum oder ein anderes Rechtsgut eine Tat begeht um die Gefahr von sich oder einem anderen abzuwenden, handelt nicht rechtswidrig wenn bei Abwägung der widerstreitenden Interessen, namentlich der betroffenen Rechtsgüter und des Grades der ihnen drohenden Gefahren, das geschützte Interesse das beeinträchtigte wesentlich überwiegt. Dies gilt jedoch nur, soweit die Tat ein angemessenes Mittel ist die Gefahr abzuwenden.

    Und wenn eine vorhandene Schusswaffe das einzige a n g e m e s s e n e Mittel ist, eine konkrete (erst recht bewaffnete) Bedrohung abzuwenden, ist die Wahrscheinlichkeit durchaus gegeben hierfür nicht belangt zu werden!
    Ich bitte im Übrigen doch -beim detaillierten Lesen- auch unbedingt die in Fettschrift gehaltenen Wörter, Begriffe und Passagen zu beachten - diese Möglichkeit der Formatierung in diesem Forum ist eine feine Sache und ich nutze sie schon aus gutem Grund gerne, ausgiebig und gezielt...!
    Offensichtlich scheint dies aber bei den Meisten hier (bewusst?) "übersehen" zu werden (weil das einen Großteil meiner Aussagen relativiert...?), dabei soll dies -unter anderem- eigentl. zum besseren Verständnis dessen beitragen, was ich im Einzelnen damit aussagen möchte.
    Aber mit Ignoranz und Scheuklappen kann man sich solchermaßen als "Gutmensch" ja viel einfacher von solchen "gewaltbereiten" (oder sollte ich besser sagen (gewaltgeilen) Schreiberlingen abgrenzen, die ja (und nichts anderes kann der "Gutmensch" ja schließl. daraus ersehen) ihre Waffen schon gar nicht erst als Sportgeräte bezeichnen und wahrscheinl. vorn vornherein nur erworben haben, um auf den "Tag X" zu hoffen, an dem sie endlich einen abknallen können (am besten gleich durch die geschlossene Tür)...
    Nein, das ist keine Polemik sondern Sarkasmus - und lediglich eine überzeichnete Form des Eindruckes, der mit einem wie dem von Dir zu dieser Diskussion beigetragenen "Beispiel" vermittelt wird!

    (Zitat) ... Man kann sich nun selbst seine Gedanken machen, ob man es wirklich riskieren will, mit geladener Waffe durchs Haus zu spazieren. (Ein Telefonanruf bei der Polizei - und es wäre nichts passiert) Man kann jedoch auch darüber diskutieren, wie schlecht sich ein SEK im Einsatz verhält (Einfach an der Türe klingeln - und es wäre nichts passiert). ...(Zitat Ende)

    Nun, ich habe mir also auf Dein Anraten hin "mal" Gedanken hierzu gemacht:
    Wäre der Freak nur mit der geladenen Waffe durch´s Haus spaziert wäre auch nichts passiert.
    Hätte der SEK-Beamte geklingelt wäre er jetzt vielleicht trotzdem tot.
    Aber ich bin kein durchgeknallter Rocker, das SEK wird bei mir wohl auch nie gegen die Tür wummern und ich würde auch nie durch eine geschlossene Tür schießen, nur weil da jemand gegen wummert.
    Also was jetzt - was bitteschön soll Dein "Lehrsatz" mir und anderen denn nun vermitteln...?...
    ...etwa dass es nur ein kleiner Schritt vom "offenen Umgang" mit der Waffe in den eigenen 4 Wänden bis zum Durchschießen von Wohnungstüren ist?
    Na dann zieren meine Wohnungstüren seit 20 Jahren wohl nur deshalb noch keine Schusslöcher, weil meine "Knarren" im "entscheidenden Moment" jedes Mal Ladehemmung hatten(?).
    Ach ja - eins noch: Ich pflege meine Wohnungstür nicht b e w a f f n e t zu öffnen - weder gezückt noch geholstert - ich fürchte ich muss das hier sogar noch extra ausdrücklich erwähnen, nach dem was ich hier bereits kommentieren "muss"...

    Zum Schluss noch ein kleiner Nachsatz zu dieser -jetzt inhaftierten- "Zierde" des Schießsports aus Deinem unsäglichen Beispiel:

    Euch allen hier scheint ja förml. der Angstschweiß auf der Stirn zu stehen bei der Vorstellung, irgend ein Pressevertreter oder Angehöriger einer Waffenrechts- Strafverfolgungs- oder sonstigen Behörde könnte hier mitlesen und aus Threats wie diesen und Stellungnahmen wie den meinen reißerisch Kapital schlagen...
    ...und dann postest DU hier einen SOLCHEN Beitrag...
    ...DAS würde allerdings sogar ICH als "Wecken schlafender Hunde" bezeichnen...!

    Die nächsten Schlagzeilen könnten dann schon bald lauten: >>Kriminelle bewaffnen sich über die Mitgliedschaft in Schießsportvereinen<<, >>Kriminelle tarnen sich als Sportschützen<<, >>Ein Großteil der Schützenvereine setzt sich aus Mitgliedern krimineller Vereinigungen zusammen<< - und so weiter!

    So schnell kann der "Schuss" nach hinten losgehen wenn man in seinem Bemühen, sich selbst als "Gutmensch" abgrenzen zu wollen und im Gegenzug andere zu diffamieren, oder zumindest in ein schlechtes Licht zu rücken, unüberlegt über´s Ziel hinaus "schießt"...
    Meinen Glückwunsch also an dieser Stelle zu Deinem "passenden" und "gelungenen" Beitrag!

    Also ich würde jemand , der sich Gedanken macht, wie man möglichst schnell eine geladene Waffe aus dem Waffenschrank bekommt nicht als Sportschütze bezeichnen.

    Dann hast Du aber eine ausgesprochen weltfremde Einstellung zur
    Realität.
    Im Übrigen pflege ich mir für gewöhnlich auch keine
    Gedanken solcher Art zu machen. Wenn Du mal einen Moment nachgedacht hättest
    BEVOR Du diesen Absatz verfasst hast, hättest Du Dich vielleicht erinnert
    dass ich mit meinem Beitrag auf das Anliegen des Fragestellers zu diesem Thema
    REAGIERT und dazu Stellung genommen habe und nicht etwa der
    Ersteller eines derartigen Threads war und bin.
    Und wie bereits in meinem
    Beitrag hinreichend ausgeführt brauche ICH mir diesbezügl. ja
    KEINE Gedanken in EIGENER Sache machen...

    Und wie
    bitteschön WÜRDEST DU denn jemanden nennen, der (Zitat)
    "...sich Gedanken macht, wie man möglichst schnell eine geladene Waffe aus
    dem Waffenschrank bekommt...
    " (Zitat Ende)
    Das ist ja bereits
    beleidigend schon bevor Du darauf geantwortet hast!
    Es bleibt
    Dir selbstredend unbenommen solcherlei Gedankengut hier und anderswo zu
    verbreiten, nur stellst Du Dir damit selber ein Armutszeugnis aus.
    Und da Du
    ja offensichtlich ein Freund von Polemik zu sein scheinst frage ich mal
    ebenso polemisch zurück: Bist Du einer dieser Kleinkaliber-Anhänger, für
    die jeder der nicht mit Schießjäckchen / Schießschuhen / Schießbrillen
    mit Augenabdeckung / Schießhandschuh und Diopter schießt potenziell
    unzurechnungsfähig
    ist - von allem was einen größeren Geschossdiameter als
    .22" verschießt gar nicht erst zu reden...?
    Der Gedanke drängt sich mir
    nämlich förml. auf, weil bezeichnender Weise besonders häufig aus dieser
    Ecke auf alle anders denkenden "geschossen" wird - was ich selbstredend
    nicht verallgemeinert verstanden wissen möchte!
    Interessant in diesem
    Zusammenhang erscheint mir die Feststellung, dass ich im Gegenzug aus der
    Großkaliber-Riege vergleichbares über die "statischen Präzisos" noch NIE
    habe sagen hören, in 20 Jahren nicht!. Auch DIESE sportliche Art des Schießens
    genießt unsere Anerkennung und unseren Respekt.
    Da scheint ja wohl auf irgend
    einer Seite ein massives Defizit an Toleranz vorzuliegen.
    Aber
    vielleicht irre ich mich ja auch und liege mit meiner Einschätzung in Bezug auf
    Deine schießsportlichen Ambitionen völlig falsch...?

    Wer Schiessen als ernsthaften Sport betreibt, kommt gar nicht auf solche abstrusen Gedanken. Das Sportgerät wird gepflegt und aufbewahrt (in dem Fall halt in einem speziellen Schrank) und auch beim Transport möglichst gut verpackt um das Sportgerät zu schützen. Also wenn ich mir vorstelle, dass mein Gewehr nur vom Tisch auf den Boden fällt wird mir schlecht.

    Da stellt sich mir unwillkürlich -einmal mehr- die Frage, ob in Deinem Fall
    "ernsthaft" gleichzusetzen ist mit: "verkniffen",
    "verbissen", "verbiestert", "verbohrt",
    "engstirnig", "humorlos" und so weiter und so fort...
    Allein
    die Art wie bei Dir vom "Sportgerät", dessen Hege und Pflege und dessen
    Aufbewahrung die Rede ist, von dem abschließenden Satz dieses Absatzes ganz zu
    schweigen...
    ...nix für ungut und bei allem Verständnis für Deine
    Liebe zu Deinem "Sportgerät", aber das lässt schon tief
    blicken.
    Ein Wunder, dass Du Dich getraut hast Dein "Sportgerät"
    abschließend immerhin einmal als GEWEHR zu bezeichnen - und das
    ÖFFENTLICH!
    Ich bitte meinen offenen Sarkasmus entschuldigen, aber
    genau diese Art begegnete mir in den letzten 20 Jahren ein paar mal
    zu oft - und vornehmlich immer dann, wenn´s um Diskussionen zu
    anstehenden Waffenrechtsverschärfungen ging.
    In einem Atemzug zu nennen mit
    der arroganten Jägerschaft.
    Der Eine oder Andere wird sich vielleicht noch
    erinnern:
    Vor etl. Jahren sollte in Bonn vor einer anstehenden,
    drastischen Novellierung des bestehenden Waffengesetzes, eine
    Großdemo von Sportschützen aus ganz Deutschland stattfinden - erwartet
    wurden etwa 200.000 Sportschützen (die Jägerschaft hielt sich
    geflissentlich raus)...
    ...gekommen sind etwa 2.000...!..., da fehlt
    -wenn man die Zahl ausschreibt- die Hundert zwischen Zwei und
    tausend
    !
    Und Dachverbände, denen überwiegend Vereine der beschriebenen
    Kleinkaliber-Disziplinen angehören, hatten offen zum Boykott dieser Demo
    aufgerufen(...!!!...).
    "Bloß still verhalten und sich unbedingt von
    diesen "Großkaliber-Rambos" distanzieren - dann erkennt die Staatsmacht
    ja vielleicht unseren Gutwill und vorauseilenden Gehorsam und ist
    uns gnädig! - Und sieht dass WIR ja richtige
    "SPORTLER" sind!
    Und in sämtl. Diskussionen - sei es in der
    Boulevardpresse, im Radio oder dem "Unterschichtenfernsehen", oder auch auf der
    Straße, war immer nur vom "Sportgerät" die Rede. Und mit jedem unseligen
    Amoklauf wurde dieser Zustand "ängstlicher Bücklingshaltung" und
    "Verniedlichungstaktik" schlimmer.
    Ich kann mich nicht erinnern auch nur
    einmal von Seiten der Schützen den Begriff WAFFEN im
    Zusammenhang mit Waffen gehört oder gelesen zu haben!
    Präsidenten div.
    Dachverbände gingen gar so weit in ihrem verzweifelten Versuch,
    Schusswaffen im Zusammenhang mit Schießsport zu verharmlosen, dass vor laufenden
    Kameras (Sport)Waffen in Bezug auf ihre Gefährlichkeit mit Tennis- u.
    Golfschlägern
    verglichen wurden und Küchenmesser -und
    sowieso Autos- ja ungleich gefährlicher seien, zumal
    für jedermann zugänglich!
    Aha...
    Also wenn´s nicht so grenzenlos
    zynisch gegenüber den unschuldigen Opfern wäre, dann würde mir an deren
    Stelle jetzt glatt einfallen:
    "Warum um alles in der Welt musste die
    Amokläuferin in Lörrach ausgerechnet mit einem kleinkalibrigen
    "Sportgerät"
    um sich schießen und töten, wo wir uns doch solche Mühe
    gegeben haben den Menschen in diesem Land zu vermitteln, das es sich um
    Sportgeräte handelt - und die töten doch schließlich
    nicht!"

    Willkommen in der Realität...

    Und jetzt dieses empfindliche Sportgerät in einer kaum zu kontrollierenden Situation zu verwenden um Gewalt gegenüber Anderen anzudrohen oder auch auzuüben erscheint mir abartig absurd.

    Punkt 1: Eine großkalibrige Selbstladepistole (wie sie in sportlichen
    Disziplinen bei Dachverbänden wie BDS, BDMP, oder
    DSB Verwendung findet), die bei Polizeibehörden, Armeen,
    Personenschützern und Sicherheitsdiensten in aller Welt unter widrigsten
    Bedingungen im Dienst steht, und vor ihrer Zulassung unzählige, langwierige und
    extreme Belastungstests über sich ergehen lassen musste, würde ich jetzt nicht
    als empfindliches "Sportgerät" bezeichnen.
    Punkt 2: Du bist überhaupt
    nicht imstande beurteilen zu können, ob eine solche Situation in Verbindung mit
    einer -ich bevorzuge die Bezeichnung Schusswaffe oder Waffe- "kaum
    zu kontrollieren" ist.
    Das weiß selbst ein Polizeibeamter erst wenn er
    konkret vor einer solchen Situation steht.
    Mit einem wesentlichen
    Unterschied: Der durchschnittliche Polizist in Deutschland hat in der Regel ein
    eher "gestörtes" Verhältnis zu seiner Dienstwaffe, geprägt von Unwohlsein - bis
    hin zu Ablehnung und -bekannter Maßen- mangelnder Praxis im Umgang und erheblich
    zu seltenem Training mit der Waffe. Das ist allgemein bekannt und wird mir auch
    von etlichen Polizeiangehörigen aus meinem Umfeld immer wieder auf´s Neue
    bestätigt. Dies erklärt auch immer wiederkehrende Berichte von teilweise
    katastrophalen Handhabungsfehlern im Umgang mit Dienstwaffen. In der
    Presse heißt es dann gerne: "...und es löste sich aus bislang noch
    ungeklärter Ursache ein Schuss aus der Waffe des Beamten...". Fakt ist:
    Aus keiner Waffe löst sich einfach so von selbst ein Schuss - es
    war in jedem Fall ein Finger am Abzug - und DER hat den
    Schuss ausgelöst! Aber "es löste sich ein Schuss" liest sich halt besser,
    als "eine ungewollte Schussabgabe"...
    Fazit:
    Die Stresssituation in
    einer Notwehrsituation ist bei einem Polizisten die gleiche wie beim privaten
    Waffenbesitzer (schließlich ist hier kein Polizist ständig in eine
    Schießerei verwickelt).
    Im Gegensatz zu diesem ist ein Sportschütze
    i.d.R. aber bestens mit der Handhabung seiner Waffe vertraut und -entspr.
    Disziplinen und Training vorausgesetzt- zumindest auch unter (Zeit-)Druck zu
    sicherer Waffenhandhabung in der Lage!
    Erst recht wenn er aktiver
    IPSC-Schütze ist...
    Punkt 3: (Zitat:) "...zu verwenden um Gewalt
    gegenüber Anderen anzudrohen oder auch auszuüben erscheint mir abartig
    absurd.
    "(Zitat Ende)
    Es erscheint Dir also "abartig absurd"
    gegenüber "Anderen", also einem / oder gar mehreren Individuen die
    sich gewaltsam Zutritt zu Deiner Wohnung / Deinem Haus verschafft hat /
    haben
    -denn ausschl. von DIESEN "Anderen" ist hier immer noch
    die Rede-, "Gewalt anzudrohen oder auch auszuüben"?
    Bist Du
    verheiratet, oder lebst in einer sonstigen Beziehung unter einem Dach mit
    jemandem, hast Du vielleicht sogar Kinder?
    In deren Haut möchte ich
    im Falle eines Falles dann aber wirkl. nicht stecken...
    Sicher
    wirst Du jetzt sofort wie wild mit Lösungen wie: Polizei rufen, sich
    einschließen / oder aus dem Haus rennen, um Hilfe rufen und lauter solchen
    Lösungen aus dem "Handbuch Frieden schaffen ohne Waffen" um Dich
    werfen.
    Oder Dein Beschützerinstinkt kommt doch noch irgendwo
    schüchtern zum Vorschein: Aber jetzt zeigst Du auch sicher dennoch
    Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem / den Einbrecher(n) und suchst
    Dir erst einmal was zum "hauen", schließlich hast Du ja keine
    Waffen im Haus, sondern Sportgeräte - und die schießen zwar
    zufällig, aber da sie ja nie zum Zwecke der Selbstverteidigung
    angeschafft wurden, bleiben sie wo da sie sind.
    Du bist quasi der lebendig
    gewordene Traum eines jeden Einbrechers, erst recht wenn er nicht alleine
    kommt!
    Zu Deinen -angenommenen- "Ersatzlösungen":
    Polizei
    rufen
    : Womit, wenn die Kabel aus der Wand gerissen sind - Handy immer am
    Bett...?
    Verbarrikadieren: Hast Du Sicherheitstüren als
    Zimmertüren...?
    Aus dem Haus rennen: Bittest Du vorher Deine "Gäste"
    Dich doch bitte vorbei zu lassen...?
    Um Hilfe rufen: Besonders
    effektiv bei freistehenden Häusern, Nachbarschaft die nicht zu Hause ist und
    Einbrechern die Dich mit Messern oder "großkalibrigen" Schlagwaffen bedrohen.
    Wenn sie bis bislang evtl. gar nicht vor hatten die zu benutzen - spätestens
    JETZT werden sie´s tun...
    Und wenn er / sie mit Dir und Deiner Familie
    (die Du hoffendlich in einem solchen Fall nicht hast) fertig ist / sind, sind
    sie auch noch im Besitz Deines "Sportgerätes" - DAS nenne ich doch mal echten
    Pazifismus
    und echte Deeskalationstaktik!
    Bleibt nur zu hoffen,
    dass der / die Typ(en) in dem Moment die gleiche Einstellung zu der
    bestimmungsgemäßen Verwendung Deines "Sportgerätes" an den Tag
    legen wie Du...
    Vor Gericht wirst Du sicher prima da stehen (bis auf
    den Verlust Deines "Sportgerätes")...
    ...und Deine Familie kommt
    sicher auch bald wieder aus dem Krankenhaus - immer voraus gesetzt, Dein
    "ungebetener Besuch" hat sich an Deinen "Sportgeräte-Ehrenkodex"
    gehalten...
    Wenn nicht, brauchst Du Dich natürlich auch nicht mehr für
    den Verlust Deines "Sportgerätes" verantworten - und auch kein
    schlechtes Gewissen wegen Deiner Familie mehr haben...
    Vielleicht bist
    Du ja gläubig - das soll ja angebl. Berge versetzen.

    Zumal Menschen, die für Gewaltsituationen nicht trainiert sind, normalerweise in so einer Situation nicht mehr vernünftig reagieren können.

    Das ist reine Spekulation, beruht lediglich auf Deiner unmaßgeblichen
    Mutmaßung und ist dem zu Folge schlichtweg eine Behauptung die
    leicht zu widerlegen ist.
    Denn ebenso behaupte ICH dagegen, dass
    jemand in Ausnahmesituationen rein instinktiv handelt und z.T. Fähigkeiten
    entwickelt, zu denen er unter normalen Umständen überhaupt nicht in der Lage
    wäre, erst recht wenn es gilt nicht nur Leib und Leben in eigener Sache, sondern
    noch dazu Leib und Leben seiner Angehörigen zu beschützen und zu
    verteidigen.
    Und wenn er dann noch -auf Grund entsprechenden
    Trainings
    - motorische Automatismen abrufen und einsetzen kann, bedarf
    es keines "Trainings für Gewaltsituationen".
    Letzteres mag in einigen Fällen
    für den unbewaffneten Durchschnittsbürger Sinn machen - aber ganz
    sicher nicht in einer Konfrontation mit einem -gewaltbereiten-
    Einbrecher (und erst recht nicht mit mehreren)!

    Die einzige "Notwehrwaffe" die für einen Normalmensch in so einer Stresssituation noch verwendbar ist, ist ein Knüppel. Denn mit einem Knüppel auf etwas oder jemand draufzuschlagen was bedrohend auf einen zukommt, ist das einzige was noch eine halbwegs natürliche Handlung ist. Alles wo man noch was bedienen muss oder wo man zielen muss oder wo man sich Gedanken machen muss ob man jetzt darf oder nicht darf wird für einen untrainierten Menschen in einer Stressituation nicht beherrschbar sein.

    Ach tatsächlich...

    Du hast also immer und überall einen
    KNÜPPEL parat liegen? - Und den hälst Du für (Zitat) " die
    einzige "Notwehrwaffe" die für einen Normalmenschen in so einer
    Stresssituation noch verwendbar ist"(Zitat Ende)?? - Und
    damit auf "etwas" oder "jemand" draufzuschlagen ist für
    Dich also (Zitat) "...das Einzige was noch halbwegs eine
    natürliche Handlung ist"(Zitat Ende)???

    Sag mal wo hast Du
    DAS her? - Aus dem "Handbuch" >>Selbstverteidigung in den eigenen 4
    Wänden: Die Allroundwaffe für alle
    Eventualitäten - Lösung und Selbstschutz auch
    bei mehreren
    Angreifern<<...?

    GRUNDGÜTIGER...!

    Punkt 1:Also ich weiß ja nicht wie´s damit bei DIR bestellt ist, aber
    ICH bin NICHT damit vertraut, mit einem Riesenprügel
    kontrolliert in beengten Räumlichkeiten gezielt einen, oder gar
    mehrere
    Figuren auszuschalten!
    Punkt 2: Weißt Du um die
    Wirkung eines "Prügels", noch dazu wenn Dir die Möglichkeit zum
    richtigen Ausholen fehlt? - ICH SCHON...!
    Ich "durfte" die
    Erfahrung vor vielen Jahren bei einem versuchten Raubüberfall auf mich schon mal
    machen:
    2 Typen, einer davon mit einem riesen Teleskopschlagstock, der andere
    mit einem selbstgebauten Nunchaku (2 Knüppel die mit einer Kette verbunden
    sind), ich war allein - und beide machten ohne jede Vorwarnung Gebrauch
    davon!
    Und DIE HATTEN Platz zum Ausholen!
    Da ich mit meinen Armen
    meinen Kopf schützte bekamen meine Unterarme eine Reihe
    zieml. schmerzhafter Treffer ab, aber dennoch konnte ich immerhin sogar
    dem einen Dreckskerl seine Nunchakos aus der Hand reißen(!) da sie
    keinen Kopftreffer landen und mich so nicht so einfach außer
    Gefecht
    setzen konnten.
    Man glaubt gar nicht wie sehr
    Adrenalinausschüttungen das Schmerzempfinden herabsetzen, ich war
    hinterher grün und blau - habe aber erst viel später die damit
    verbundenen Schmerzen so richtig gespürt!
    Um´s
    abzukürzen:
    Am Ende lagen die beiden schreiend am Boden und wurden
    später mit Rettungswagen in den Augenärztlichen Bereich der nächstgelegenen
    Uniklinik eingeliefert...
    ...ich hatte näml. einen 9mm
    Gasrevolver
    dabei, bekam ihn aber nur leider nicht gleich zu fassen, da er
    mangels Holster in der Innentasche meiner Motorradjacke (die ebenfalls einiges
    abhielt) steckte.
    Der Erfolg war jedenfalls "durchschlagend" -
    und dabei hatte ich die Schüsse in einer derart schnellen Folge
    abgefeuert, dass ich erst irrtümlich von einer "Dublette" ausging, um so
    erstaunter war ich, als ich später DREI verschossene Patronen zählte -
    und die Trommel war vorher vollständig bestückt und ich hatte zuvor
    nirgendwo und zu keinem Zeitpunkt damit geschossen!
    Als "Plan B" taugt
    so ein Ding bei einem "Indoor-Szenario" natürlich nicht, da man
    sich in geschlossenen Räumen mit sowas auch SELBER außer Gefecht
    setzt.

    Mach Dir mal nach dieser Beschreibung im Hinblick auf "Ursache und
    Wirkung" Gedanken in Bezug auf Deine "Knüppellösung", vielleicht wird Dir
    ja allmählich doch noch bewusst wie abstrus und absurd DAS
    ist.

    In einem Punkt gebe ich Dir allerdings Recht:
    Ein
    Einbruchs-Szenario wie weiter oben angenommen, in Verbindung mit der
    Vorstellung, der Hausherr steht da mit einem hochgezüchteten, Diopterbewehrten
    Kleinkaliberrepetierer (oder auch Selbstlader) mit verstellbarer Schaftbacke ist
    WIRKLICH eine zieml. abstruse und absurde Vorstellung. Zumal
    Langwaffen in einem Zimmer leider GRUNDSÄTZLICH eine
    schlechte Wahl sind - von einer Pumpgun mal abgesehen (wobei bei einem
    SOLCHEN Schießprügel schon das reine Drohpotenzial ausreichen
    dürfte)...

    Aber ich kann mich erinnern dass der Fragesteller
    explizit einen Waffentyp genannt hatte, näml. eine Walther P99 also schau doch
    einfach mal über Deinen Tellerrand hinaus und realisiere, dass es tatsächl. auch
    eine -im Übrigen verdammt GROßE- Anzahl Sportschützen gibt, die
    (auch) mit großkalibrigen Kurzwaffen ihrem Sport nachgehen - und
    ihren Spass damit haben.
    Und DIESE "Sportgeräte" (um mich noch
    mal dieses von Dir so über alle Maßen geschätzten Begriffes zu bedienen) sind
    nun mal auch erstklassige Waffen zur
    Selbstverteidigung!
    Und dennoch schließe ich abends meine
    Wohnungstür ab.
    Und dennoch kann ich gerne auf ein solches
    Zusammentreffen verzichten...
    ...denn wie ich bereits im
    "Abschlussplädoyer" meines Einstandsbeitrages bemerkte: Wer ist schon
    scharf auf ein solches Szenario...?
    ICH jedenfalls
    NICHT!
    Der Fragesteller sicher auch
    nicht.

    In diesem Sinne - gut Schuss,

    Gruß Günther

    Gruss Axel

    Du kennst doch den Notwehrparagraphen. Genau so ist es.

    Gegen Notwehr spricht (in dem Fall), dass du Zeit bräuchtest die Waffe aus dem Tresor zu holen, Munition aus dem anderen Schrank zu holen und die Waffe zu laden. Während dieser Zeit könntest du auch die Polizei rufen, sämtliche Lichter einschalten, Krach machen und nach Hilfe schreien, weglaufen, Türen verschließen etc.

    Hallo allerseits,

    ich habe mich so eben erst hier registriert und muss mir sofort mal "Luft machen" und dem Antwortgeber dieses Beitrages vehement widersprechen.
    Vielleicht sollte ich aber gar nicht von einem Widerspruch, sondern eher von einer Ergänzung der Vollständigkeit halber sprechen, da nicht eindeutig zu ersehen ist ob sich der Antwortgeber nur an den Angaben des Fragestellers orientiert und explizit darauf basierend antwortet, oder seine Ausführungen unterschwellig eben doch einen weit verbreiteten Irrglauben beinhalten.

    Da ich im Moment nach langer Zeit endl. die Muße habe, die Favoriten in meinem Browser mal auf Vordermann zu bringen (weitere Unterordner in der Rubrik "Waffenallerlei" erstellt und jetzt sind unzählige Links in entspr. Ordner zu verteilen), stieß ich beim "Aufräumen" auf diese Seite, auf der ich vor längerer Zeit -wie auch immer- mal gelandet bin und gleich mal in meinen Favoriten gespeichert hatte. Und die mich -warum auch immer- beim Anklicken des Links gleich zu dieser Diskussion führte.
    Soviel zur Einleitung und dem Werdegang.

    Soweit die Ausführungen sich ausschließlich und ausdrücklich auf das angenommene Szenario eines Einbruches in Verbindung mit der vom Fragesteller beschriebenen Unterbringung von Waffe und Munition bezieht, kann man dem eigentl. weitgehend beipflichten.
    Allerdings:
    Auch die Unterbringung geladener Magazine, sowie aufmunitionierter Speedloader im separaten Munitionsschrank -/ Tresor ist völlig gesetzkonform, da die "Verpackung" der Patronen innerhalb des verschlossenen Behältnisses keinen weiteren Vorschriften unterliegt.
    Es ist also völlig unerheblich ob Munition lose, in Tüten, in Schachteln, oder sonst wie in diesem Schrank lagert - oder eben aufmunitioniert in Magazinen.
    Und in Verbindung mit einem Waffentresor dessen Öffnung beispielsweise mittels Biometrischer Daten (z.B. Fingerabdruck), oder einer elektr. Kontaktschließe (z.B. Ringe, Karten) blitzschnell zu bewerkstelligen ist, hat man somit ruckzuck auch den (meistens) dort untergebrachten Schlüssel für den Munitionsschrank zur Hand (so man denn für diesen noch einen benötigt): Waffe raus - Schrank auf - Magazin aus dem Schrank raus und in die Waffe rein - durchladen - fertig / bei Revolvern (die man natürl. mit ausgeschwenkter Trommel lagert...) zum Schluss halt Trommel zu - und fertig (was sogar noch schön leise geht), und Entsichern -wie bei Pistolen die eine manuelle Sicherung haben- entfällt beim "Sixshooter" (oder gelegentl. sogar größerer Kapazitäten) auch noch.
    Der ganze Ablauf ist locker in etwa 5 Sekunden(!) zu schaffen, unter Stress gerne auch in 10 Sek. (und das wäre schon lang!) - probiert´s mal aus...
    Wie ich darauf komme / woher ich das weiß? - Ich hab´s grad aus gegebenem Anlass eben mal nur so zum Spass (zum 1. Mal) ausprobiert.
    Nur - und jetzt komme ich zum eigentlichen Anliegen- ist der ganze "Aufwand" ja (für manche) überhaupt nicht notwendig!
    Denn:
    Nach bestehendem Waffenrecht in der z.Zt. gültigen Fassung haben (registrierte) Waffenbesitzer näml. sogar in Deutschland das Recht, ihre (eingetragenen) Schusswaffen (ja, auch in [durch]geladenem Zustand)- innerhalb befriedeten Besitztums zu FÜHREN, d.h. bei sich zu tragen!
    Der Begriff "befriedeter Besitztum" definiert die eigenen Wohnräume, sowie zugehörige, direkt daran angrenzende Grundstücke.
    Und dies unabhängig davon ob es sich hierbei um Eigentum, oder angemieteten Wohnraum handelt.
    Auch hier gilt -davon unabhängig- natürlich der -gesetzlich verankerte- Grundsatz, dass Waffe(n) jederzeit vor unbefugtem Zugriff (z.B. durch nicht autorisierte Familienmitglieder und Besucher) gesichert sein müssen.
    Und jetzt nehmen wir mal den klassischen Single als Beispiel - allein lebend, keine "Beziehungskiste mit Zweitschlüssel":
    Da sieht die Sachlage näml. -krass ausgedrückt- so aus, dass der näml. seine Kanone(n) auch auf dem Küchentisch liegen lassen und mit ner Kurzwaffe unterm Kopfkissen (und seinem AR 15 neben sich - wenn er drauf steht... ;) ) "heia" machen kann!
    Denn er übt ja immer in jedem Fall die "tatsächliche Gewalt" über seine Waffen aus.
    Die Unterbringung von Waffen u. Munition in div. verschlossenen Tresoren u. Schränken bezieht sich näml. nur auf die Zeiträume, in denen der Besitzer nicht zu Hause ist - und damit also schon beim Verlassen seiner Wohnräume nicht mehr die "tatsächliche Gewalt" über seine Schießgeräte ausübt / ausüben kann!
    Um so erstaunlicher ist es, immer wieder zu erleben wie sich Waffenbesitzer -so auch der Fragesteller- beeilen zu versichern, dass sie ihre Waffen ja jederzeit unter Verschluss haben. Besonders bei den immer wieder aufkommenden Diskussionen zum Thema Notwehr in Verbindung mit Sportschützen und deren Schusswaffen.
    Abgesehen davon dass ich zwar nicht im Besitz eines AR 15 bin (... :whistling: ...) und auch sonst keine Langwaffen habe (... :rolleyes: ...), erfülle ich aber zumindest alle anderen Voraussetzungen (allerdings ohne auf meiner 9 mm, .44 Mag, oder gar .50 AE zu pennen - ich brauche kein Waffenöl an meinem Bettzeug :D ).
    Und solange nicht aus blindem Aktionismus heraus als weitere Verschärfung beschlossen wird, dass Schusswaffen in Privatbesitz nur noch zerlegt aufbewahrt werden dürfen, bin ich immer noch auf der sicheren Seite (und das in des Wortes doppelter Bedeutung).
    Fazit:
    Als Single mit alleiniger Schlüsselgewalt für meine Wohnung müssen sich während meiner alleinigen Anwesendheit weder meine Waffen, noch meine Munition im Tresor befinden, ich kann u. darf sie sogar ständig schuss- u. zugriffsbereit haben!
    Für alle anderen bleibt nur zu trainieren, um nicht länger als 5 Sekunden zu brauchen... :thumbup:

    Bliebe nur noch die Frage, was denn nun im "Falle eines Falles" wäre wenn...
    Dazu -gerade in diesem unseren Lande- vielleicht folgende äußerst zutreffende Weißheit: Schieße, oder schieße nicht - Du wirst es immer bereuen...
    Man könnte auch zynisch sein und sagen: Schieße - und danach bist Du (in 90 % aller Fälle) vielleicht der Kriminelle, schieße nicht - und danach bist Du ganz sicher ein guter Staatsbürger...
    ...wenn auch vielleicht aber ein toter.
    Wenn ich eine Mauer um mein Grundstück ziehe, hoch genug dass man(n) nicht ohne Hilfsmittel darüber kommt, in die Oberkante Glasscherben einzementiere, eines Tages dann ein böser Bube des Nachts mit einer Übersteighilfe auf mein Grundstück will und sich dann irgendwelche Sehnen irreparabel durchtrennt, oder gar eine Hauptschlagader - und daran verblutet...
    ...dann stehe ich anschl. als Angeklagter vor Gericht! Im günstigsten Fall erwartet mich eine Verurteilung wegen fahrlässiger Körperverletzung (und zahle dem dann Schmerzensgeld und bis zu seinem / meinem seligen Ende eine Invaliditätsrente), oder im schlimmsten Fall eine unter dem Anhang >mit Todesfolge<!
    Übertrieben? - Nicht im Geringsten - es existieren mittlerweile etl. Präzedenzfälle in denen so oder ähnlich ge(ver)urteilt wurde!
    Das ist deutsche "Recht"sprechung - noch Fragen...?
    Ich für meinen Teil schließe vor dem zu Bett gehen meine Wohnungstür ab, nicht weil ich eine ängstlich Natur bin, nein - ich habe nur schon gesehen wie eine einfache Tür in Sekunden nahezu geräuschlos zu öffnen ist. Und ich habe einen recht tiefen Schlaf.
    Wer meine Tür dennoch -erfolgreich- aufbekommt, kriegt dies zumindest alles andere als geräuschlos hin. So tief schlafe selbst ich nicht, dass ich davon nicht wach würde - und dann wäre der jenige sein Unglück allerdings selber schuld...
    ...und bei einer solchen kriminellen Energie -noch dazu unter Zuhilfenahme entpr. schweren Werkzeugs- wäre ich in diesem Fall anschl. selbst in diesem Land weder ein Krimineller, noch ein toter guter Staatsbürger. Soviel ist mal sicher.

    Aber wer ist schon scharf auf ein solches Szenario...?