Trainingsgestaltung

  • Hi,


    ich danke allen für die netten Worte. Ich hatte gestern sogar ein richtig geiles Erfolgserlebnis: nach den 322 Ringen von letzter Woche eine Steigerung auf 353!8|

    Schön zu sehen, dass ich doch nicht alles verlernt habe, es ist alles noch da, muss nur wieder bissl trainiert werden.


    Freudige Grüße!

  • Gratulation zur Leistungssteigerung!

    Freut mich, dass du wieder "Blut geleckt" hast, aber ich würde nicht anfangen zu oft Ringe zu zählen. Deine Technik wird früher oder später darunter leiden.

    2.10 Steyr EVO RWS Training

    2.20 Hämmerli FP60 RWS Club

    2.40 Smith & Wesson 17-3 Masterpiece CCI SV

  • Danke Bastian,


    und danke auch für den Rat. Ich habe das auch schon beherzigt und mache momentan nur Techniktraining. Wenn ich mich richtig entsinne, hat mein damaliger Trainer (danke, Josef!) das auch immer gesagt: Leistungskontrolle ja, aber in großen Abständen- und dafür reichen auch die Wettkämpfe. Aber ich war halt neugierig, wie gut ich mein verschüttetes Wissen wieder aktivieren konnte, ich bitte um Nachsicht...:D


    Mfsg

  • (...)

    aber ich würde nicht anfangen zu oft Ringe zu zählen. Deine Technik wird früher oder später darunter leiden.

    Hallo Bastian,


    kannst Du diese Aussage bitte kurz erläutern?


    Gruß: Uwe

  • Hallo Bastian,


    kannst Du diese Aussage bitte kurz erläutern?

    Ich wollte ja nicht schon wieder als nörgelnder "Genauverstehenwoller" dastehen und habe mir eine Nachfrage verkniffen. Danke, dass Du gefragt hast.

  • Ich wollte ja nicht schon wieder als nörgelnder "Genauverstehenwoller" dastehen und habe mir eine Nachfrage verkniffen.

    Mich stört das nicht, sondern freue mich über Nachfragen.


    kannst Du diese Aussage bitte kurz erläutern?

    Gerne. Aus meiner Erfahrung und aus Gesprächen mit anderen Schützen kenne ich das Problem, dass Trainingsergebnisse zu einer falschen Selbsteinschätzung führen können. Jeder kennt den Satz: "Wenn ich mal so schiessen würde, wie im Training, wäre ich...". Gerade wenn man mit einer Disziplin (wieder) anfängt erntet man bei fleißigem Training schnell Erfolge in Form von steigenden Trainingsergebnissen. Man läuft Gefahr ein "Ergebnisjunkie" zu werden. Kommt dann der (erste) Wettkampf und es läuft nicht nach Plan bzw wie im Training, kommt Unsicherheit ins Spiel. Diese Unsicherheit zeigt sich dann in technischen Fehlern (zu zaghafter Druckverlauf, Feinkorn, Luftanhalten, usw.). Ich persönlich würde Leistung im Training und Leistung im Wettkampf separat betrachten. Im Training würde ich den Fokus auf die Verbesserung von Technik-Details/Elementen legen und eher nur (schöne enge) Schussbilder statt Ergebnisse produzieren.

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  • Richtig Bastian, so kenne ich das auch. Als Jugendliche hatten wir so einen Vereinskameraden (bei den Erwachsenen), wir nannten ihn den Trainingsweltmeister. Hat in jedem Training seine Anzahl Schüsse absolviert, hinterher mit seinen Ringen angegeben, konnte das aber in keinem Wettkampf abrufen.

    Ich habe (dank meines Trainers) vor Wettkämpfen nie auf Ringe trainiert, nur Technik. Ergebnis war dann, dass ich relativ entspannt, aber auch "hungrig" zu den Wettkämpfen gefahren bin. Entspannt deshalb, weil ich keine Ringzahlen der letzten Trainings im Kopf hatte. Weil sind wir ehrlich: sobald die erste 8 fällt, sind die meisten doch schon im Oberstübchen am rechnen, was jetzt folgen muss, um noch den Schnitt zu halten. Wer kann dann noch mit freiem Kopf schießen? Ich nicht. Ich habe immer dann angefangen Mist zu verzapfen, wenn ich mittendrin überlegt habe, dass es gut läuft und ich bloß noch genau so weitermachen muss...

  • Servus Bastian,


    Kommt dann der (erste) Wettkampf und es läuft nicht nach Plan bzw wie im Training, kommt Unsicherheit ins Spiel. Diese Unsicherheit zeigt sich dann in technischen Fehlern (zu zaghafter Druckverlauf, Feinkorn, Luftanhalten, usw.).


    Du hast mich in den letzten LuPi-Wettkämpfen sehr treffend beschrieben...


    Grüße aus dem Süden

    Harry


    P.S. Willkommen im Club, Simone

  • ich brauch die Stimme in meinem Oberstübchen, ich schieße unter selbstinduziertem Druck besser als in jedem Training.
    ist komisch, ist aber so.


    Im Training bin ich nicht ausreichend fokussiert, lasse mich ablenken, die Anlage bedienen, zum Teiler gratulieren, ein Standnachbar hat Fragen usw.
    das ist im Wettkampf alles weg...

    mfsg daniel

  • ... aber ich würde nicht anfangen zu oft Ringe zu zählen. Deine Technik wird früher oder später darunter leiden.


    Mich stört das nicht, sondern freue mich über Nachfragen.


    Gerne. Aus meiner Erfahrung und aus Gesprächen mit anderen Schützen kenne ich das Problem, dass Trainingsergebnisse zu einer falschen Selbsteinschätzung führen können. Jeder kennt den Satz: "Wenn ich mal so schiessen würde, wie im Training, wäre ich...". Gerade wenn man mit einer Disziplin (wieder) anfängt erntet man bei fleißigem Training schnell Erfolge in Form von steigenden Trainingsergebnissen. Man läuft Gefahr ein "Ergebnisjunkie" zu werden. Kommt dann der (erste) Wettkampf und es läuft nicht nach Plan bzw wie im Training, kommt Unsicherheit ins Spiel. Diese Unsicherheit zeigt sich dann in technischen Fehlern (zu zaghafter Druckverlauf, Feinkorn, Luftanhalten, usw.). Ich persönlich würde Leistung im Training und Leistung im Wettkampf separat betrachten. Im Training würde ich den Fokus auf die Verbesserung von Technik-Details/Elementen legen und eher nur (schöne enge) Schussbilder statt Ergebnisse produzieren.

    Ich habe es (noch) nicht verstanden. Du sagt im ersten Beitrag, dass die Technik darunter leiden würde, wenn man Ringe zählt. Deine Antwort passt für mich aber nicht dazu. In Deiner Antwort ist die Rede davon, dass Sportler ihre Trainingsergebnisse nicht in Wettkampfergebnisse umsetzen können. Was hat das aber mit Deiner ersten Aussage zu tun? Da sagt Du doch, dass die Technik unter dem Ringe zählen leiden wird. Das ist doch was ganz anderes als der Transfer von Trainingsleistungen in Wettkampfleistungen.


    In der Trainerausbildung bekommt man das Prinzip der Periodisierung vermittelt. Darunter verstehe ich, dass die Trainingsinhalte in der zur Verfügung stehen Zeit vor dem Zielwettkampf so gestaltet werden, dass die Bestleistung im Zielwettkampf abgerufen werden kann. Das wird im Regelfall am Beispiel eines 12-Monatszeitraums mit eingipfligem Höhepunkt dargestellt. Dazu werden drei Perioden als Grundlage für die Trainingsplanung verwendet: Übergangsperiode, Vorbereitungsperiode und Wettkampfperiode. Die Trainingsinhalte unterscheiden sich in den Perioden erheblich. Während in der Übergangsperiode das athletische Voraussetzungstraining eher im Fokus liegt, nimmt man sich in der Vorbereitungsperiode das Technikerwerbstraining mit den Technikelementen und die Gesamtkoordination derselben vor. In der Wettkampfperiode kommt dann ein großer Anteil Leistungstraining dazu. Dennoch wird hier auch weiterhin an der Technik gefeilt. Mir ist bewusst, dass ich die Periodeninhalte stark verkürzt wiedergebe. Wann welche Art von Trainings sinnvoll ist, hängt eben stark davon ab, worauf der Sportler hin arbeitet.


    Eine pauschale Empfehlung, dass man immer nur Techniktraining machen soll, halte ich für falsch. Ausschließliches Leistungstraining oder gar nur das Schießen von Kontrollwettkämpfen nach dem Motto "Wettkampf ist das beste Training" ist ebenso Nonsens. Die richtigen Inhalte zur richtigen Zeit. Darauf kommt es an.


    Vom Schussbilderschießen halte ich persönlich nichts. Meistens wird das von den Trainern vorgeschlagen, denen nichts besseres einfällt. Ich habe das schon öfters mal miterlebt, wenn der Sportler die nichtssagende Aufgabe erhält ein Schussbild zu schießen. Viele Sportler sind das anscheinend so gewohnt, dass keiner auf die Idee kommt mal zu fragen, wozu das gut sein soll.


    Die Aussage, dass der Fokus im Training auf die Technikdetails/Technikelemente gelegt werden soll, kann ich fast in jedem Trainingsabschnitt unterschreiben. Das schadet selten. Das aber mit dem Schießen enger schöner Schussbilder zu kombinieren, ist gefährlich. Damit Schussbilder eng werden, muss schon eine solide technische Basis da sein. Ich halte es für wenig zielführend, wenn einzelne Technikelemente und deren Zusammenspiel erarbeitet werden sollen, dem Sportler mitzugeben, er soll enge Schussbilder schießen. Das wäre vielmehr eine Aufgabe aus dem Leistungstraining, die im Widerspruch zum Training der einzelnen Technikelemente steht. Dort wäre vielmehr das Training ohne Beobachtung angesagt.


    Das Sportler ihre Trainingsergebnisse nicht in den Wettkampf übertragen können, muss ja auch nicht zwangsläufig was mit schlechter Technik zu tun haben. Manchmal sind die erarbeiteten Abläufe vom Sportler unter Wettkampfdruck nicht umsetzbar. Dann muss der Trainer wieder ran und die Technik mit dem Sportler so anpassen, dass sie auch unter Wettkampfbedingungen funktioniert. Das ist nicht einfach und da braucht es ein gutes Sportler/Trainer-Gespann. Eine solide wettkampftaugliche Technik, die das Potenzial des Sportlers zur Geltung bringt, muss das Ziel sein. Dennoch lässt es sich nicht vermeiden, dass der Kopf trotz passender Technik nicht mitspielt. Versagen unter Druck ist kein ausschließliches Phänomen im Schießsport. Wer da schon fast verächtlich von "Trainingsweltmeistern" spricht, macht es sich zu leicht.

  • Ich habe immer dann angefangen Mist zu verzapfen, wenn ich mittendrin überlegt habe, dass es gut läuft und ich bloß noch genau so weitermachen muss...

    Das kenne ich irgendwo her^^^^^^ genau mein Problem


    Schönes Wochenende und Liebe Grüße Silke

  • Wer da schon fast verächtlich von "Trainingsweltmeistern" spricht, macht es sich zu leicht.

    Ja, es war verächtlich, aber wir waren Kinder. Kinder sind nunmal oft gemein. Heute würde ich da auch anders reagieren. Ich weiß z. B. heute auch, dass ich verdammtes Glück hatte, zu Kadertrainings zu dürfen, wo einem die Technik auch ordentlich vermittelt wurde. Das Glück hat nunmal nicht jeder, umso wichziher finde ich es, dass Wissen weitergegeben wird.

    In meinem Fall ist das wissen nur leider uralt ich weiß nicht, ob vieles heute noch so ausgebildet wird.


    Zum Thema Trainerwissen möchte ich noch anmerken: was dort vermittelt wird, muss nicht für jeden Sportler gleich passen. Nimmt man mal als Beispiel Laura Dahlmeier- die hat sich vor großen Wettbewerben auch mal ne Wettkampf- Auszeit geleistet, weil sie einfach die Zeit brauchte. Rein vom Aspekt her, dass das Training aufbauend und auf ein Ziel gerichtet stattfinden soll, würde eine Auszeit dem entgegenlaufen. Die Erfolge gaben ihr aber Recht.


    Deiner Aussage zum Thema Schussbilder gebe ich dir Recht- das läuft in meinen Augen dem Techniktraining entgegen. Wenn ich schöne Schussbilder schießen soll (wurde mir glaube ich noch nie aufgetragen), dann kann ich mich nicht auf was anderes konzentrieren. Schussbild ist mir nämlich zunächst völlig wurscht, wenn ich das saubere Abziehen trainieren soll. Oder wenn ich die Aufgabe habe, den Schießrhythmus zu optimieren. Das kann höchstens ergänzend dazukommen, wenn alles andere schon sitzt.

    Ist auf jeden Fall ein interessantes Thema, vielleicht sollte die Moderation das hier abtrennen und als separaten Thread laufen lassen? Es scheint ja durchaus Bedarf zu bestehen... Ich finde neue Impulse jedenfalls immer interessant.


    Mfsg

  • Ja, es war verächtlich, aber wir waren Kinder. Kinder sind nunmal oft gemein. Heute würde ich da auch anders reagieren. Ich weiß z. B. heute auch, dass ich verdammtes Glück hatte, zu Kadertrainings zu dürfen, wo einem die Technik auch ordentlich vermittelt wurde.

    Kader = ordentliche Technikvermittlung. Wenn die Gleichung immer stimmen würde, wäre das schön. Ich freue mich, dass es bei Dir so war und das nun wieder Freude am Luftpistolenschießen hast.


    Zum Thema Trainerwissen möchte ich noch anmerken: was dort vermittelt wird, muss nicht für jeden Sportler gleich passen. Nimmt man mal als Beispiel Laura Dahlmeier- die hat sich vor großen Wettbewerben auch mal ne Wettkampf- Auszeit geleistet, weil sie einfach die Zeit brauchte. Rein vom Aspekt her, dass das Training aufbauend und auf ein Ziel gerichtet stattfinden soll, würde eine Auszeit dem entgegenlaufen. Die Erfolge gaben ihr aber Recht.

    Das ist eine internationalen Spitzensportlerin. Vielleicht mit dem Klientel des durchschnittlichen C-Trainers nicht vergleichbar. Da ist das Konzept der Periodisierung mit einem Höhepunkt bei solchen Sportlern wohl zu schlicht. Auszeiten/Trainingspausen widersprechen nicht unbedingt der Idee der Periodisierung. Die Inhalte der Trainingszyklen müssen gerade bei vielen und wechselnden Höhepunkten ständig angepasst werden.

    Deiner Aussage zum Thema Schussbilder gebe ich dir Recht- das läuft in meinen Augen dem Techniktraining entgegen. Wenn ich schöne Schussbilder schießen soll (wurde mir glaube ich noch nie aufgetragen), dann kann ich mich nicht auf was anderes konzentrieren. Schussbild ist mir nämlich zunächst völlig wurscht, wenn ich das saubere Abziehen trainieren soll. Oder wenn ich die Aufgabe habe, den Schießrhythmus zu optimieren. Das kann höchstens ergänzend dazukommen, wenn alles andere schon sitzt.

    Danke

  • Du sagt im ersten Beitrag, dass die Technik darunter leiden würde, wenn man Ringe zählt.

    Falsch. Das habe ich nicht geschrieben! Ich habe geschrieben


    , aber ich würde nicht anfangen zu oft Ringe zu zählen.


    ihre Trainingsergebnisse nicht in Wettkampfergebnisse umsetzen können.

    Das habe ich auch nicht geschrieben!


    Gerne erläutern nochmal meinen Ansatz. Ab und zu seine Leistung durch Ringezählen im Training messbar zu machen ist ok, nur sollte es mMn nicht zu oft geschehen. Im Wesentlichen beziehe ich meine Aussage auf Sportler, die keine entsprechende Infrastruktur im Verein haben, sprich keinen Trainer und keine Vereinskameraden, die ähnliche leistungsorientierte Ziele haben. Der Trainer ist insofern wichtig, weil er den Schützling auf den Boden der Tatsachen hält und das Ergebnis einordnen kann. Seine Vereinskameraden braucht man um wettkampfnahe Ergebnisse (Wettkampfsimulation) zu bekommen. Was bringen Ergebnisse, die in Wohnzimmeratomsphäre geschossen werden? Sie führen nur allzu leicht zu einem verfälschten Selbstbild, welches man dann im richtigen Wettkampf im schlimmsten Fall nicht umsetzen kann. Unsicherheit für dann zu 99% zu technischen Fehlern. Das war meine Aussage.

    Eine pauschale Empfehlung, dass man immer nur Techniktraining machen soll, halte ich für falsch.

    Auch das habe ich nicht geschrieben.


    Vom Schussbilderschießen halte ich persönlich nichts.

    Ich finde Schussbilder super und möchte auch erklären warum. Schussbilder kann man nämlich überall produzieren: weißen Scheibe, hängender Balken, Spiegel ohne Ringe, Dreieck, LG Scheibe, normale Scheibe und weiß der Geier worauf noch. Sprich ich kann mein Training vielseitig aufbauen und (jetzt kommt das Beste) das Gehirn hat keine Möglichkeit Ringe zu zählen. Und wenn man es schafft trotz unterschiedlicher Zielbilder seine Technik reproduzierbar zu machen, gibt es als Belohnung schöne enge Schussbilder.


    Meistens wird das von den Trainern vorgeschlagen, denen nichts besseres einfällt.

    *kopfschüttel* ganz ganz dünnes Eis


    er soll enge Schussbilder schießen

    Ist es nicht immer das Bestreben enge Schussbilder zu schießen?


    Noch etwas zum Thema Infrastruktur: In deinem Beitrag erwähnst du oft die Rolle des Trainers bzw den Trainer. Dabei vergisst du, dass sehr viele Schützen keinen Trainer haben, geschweige denn leistungsorientierte Vereinskameraden, die mindestens das gleiche Niveau haben. Sprich man muss sich irgendwie selber behelfen. Dabei ist es umso wichtig selbstkritisch zu sein und sein Niveau richtig einzuschätzen.

    Ich selber habe keinen Trainerlehrgang mitgemacht. Trotzdem versuche ich irgendwie meinen eigenen Weg zu finden u.a. auch mit anderen Schützen.

    Mein Training gestalte ich so, dass ich in jedem Training einen Fokus auf ein bestimmtes Technikelement setze, welches ich in Wettkämpfen als Schwachpunkt identifiziert habe. Ergebnisse schieße ich im Training eigentlich nur bei FP und auch fast nur für das Stammschießen. Für Wettkampfsimulationen nutze ich Pokalschießen (ja richtig gelesen, Pokalschießen sind Teil meines Trainings).

    2.10 Steyr EVO RWS Training

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  • Geronimo

    Added the Label Gewehr
  • Servus mitnander


    kulzer daniel : Ja so geht's mir auch. Im Training fehlt die Ernsthaftigkeit im Sinne von "jetzt geht's um was".

    Witzigerweise klappt diese Einstellung bei den vereinsinternen Schießen (Kirchweih, Dreikönig, Schützenkönig, …)

    nicht wirklich

    Viele Grüße


    Markus Schuster (Da Schuaschder)


    Der Lauf schießt, aber der Schaft trifft ;)

  • Falsch. Das habe ich nicht geschrieben! Ich habe geschrieben


    Das habe ich auch nicht geschrieben!

    Fällt mir wohl schwer bei Deinen Ausführungen zu verstehen, was Du gemeint. Ich habe die Punkte kritisiert, die ich glaubte aus Deinen Äußerungen verstanden zu haben. Ich glaube nicht, dass ich da so daneben gelegen habe, aber Du wirst wohl am besten wissen, was Du zum Ausdruck bringen wolltest.

    Gerne erläutern nochmal meinen Ansatz. Ab und zu seine Leistung durch Ringezählen im Training messbar zu machen ist ok, nur sollte es mMn nicht zu oft geschehen. Im Wesentlichen beziehe ich meine Aussage auf Sportler, die keine entsprechende Infrastruktur im Verein haben, sprich keinen Trainer und keine Vereinskameraden, die ähnliche leistungsorientierte Ziele haben.

    Im Training würde ich den Fokus auf die Verbesserung von Technik-Details/Elementen legen und eher nur (schöne enge) Schussbilder statt Ergebnisse produzieren.

    Wenn ich das jetzt richtig verstehe, dann sollte das Training in dem von Dir skizzierten Szenario (Kein Trainer, keine leistungsorientierten Vereinskameraden so ablaufen, dass hauptsächlich Techniktraining mit gelegentlichen Leistungskontrollen stattfindet. Das kann man so machen, muss man aber nicht. Ist auf jeden Fall besser als ausschließlich Leistungskontrollen zu schießen, da hier das Techniktraining und die einzelnen Technikelemente behandelt werden. Was ich vermisse ist die Ausrichtung auf irgendeinen Höhepunkt, bei dem ich als Sportler meine Top-Leistung abliefern will. Ich glaube nicht, dass man einen Trainer braucht, um unterschiedliche Trainingsabschnitte zu gestalten. Wenn ich das nicht will oder kann, dann ist der Ansatz nicht schlecht.

    Vom Schussbilderschießen halte ich persönlich nichts. Meistens wird das von den Trainern vorgeschlagen, denen nichts besseres einfällt. Ich habe das schon öfters mal miterlebt, wenn der Sportler die nichtssagende Aufgabe erhält ein Schussbild zu schießen. Viele Sportler sind das anscheinend so gewohnt, dass keiner auf die Idee kommt mal zu fragen, wozu das gut sein soll.

    *kopfschüttel* ganz ganz dünnes Eis

    Was meinst Du mit "ganz ganz dünnem Eis", wenn ich von Trainern schreibe, denen nicht besseres einfällt als Schussbilder schießen zu lassen?

    Ist es nicht immer das Bestreben enge Schussbilder zu schießen?

    Nein ist es nicht. Beim Technikerwerbstraining ist ein enges Schussbild irrelevant und sogar hinderlich. Wenn der Sportler sich z.B. das richtige Tempo in der Annäherung an den Halteraum erarbeitet, braucht er gar nicht wissen, wo er hin schießt. Er muss nur wissen, ab das Tempo passt. Die Größe des Schussbilds ist dabei egal. Ich will ja gar nicht ausschließen, dass die Größe oder auch die Schussverteilung eine Rolle im Training spielen kann. Das muss aber zum jeweiligen Trainingsinhalt passen und ist daher nie für sich alleine genommen eine sinnvolle Aufgabe. Jedenfalls nicht in meinen Augen.

    Noch etwas zum Thema Infrastruktur: In deinem Beitrag erwähnst du oft die Rolle des Trainers bzw den Trainer. Dabei vergisst du, dass sehr viele Schützen keinen Trainer haben, geschweige denn leistungsorientierte Vereinskameraden, die mindestens das gleiche Niveau haben. Sprich man muss sich irgendwie selber behelfen. Dabei ist es umso wichtig selbstkritisch zu sein und sein Niveau richtig einzuschätzen.

    Dass die Sportler keine Trainer haben, ändert nichts an der sinnvollen Gestaltung der Trainingsinhalte. Das ist tendenziell leichter mit Trainer, aber eben auch nicht zwingend. Wer eine gute Eigenreflexion hat und ehrlich mit sich selbst ist, der kann auch als Autodidakt gute Fortschritte machen. Es gibt da ja auch Hilfsmittel wie z.B. Videoaufzeichnungen oder Scatt. Auch ein solches Forum ist durchaus geeignet, sein Wissen zu vermehren. Hier soll es ja Trainer geben, die die Forenleser an ihrem Wissen und Erfahrungen teilhaben lassen. Das sind Erkenntnisse aus der Trainingspraxis und langjähriger Erfahrung preisgegeben werden, die teilweise in keinem Lehrbuch zu finden sind. Da gilt es auch meiner Sicht aufmerksam und aufgeschlossen zu lesen.

    Ich selber habe keinen Trainerlehrgang mitgemacht. Trotzdem versuche ich irgendwie meinen eigenen Weg zu finden u.a. auch mit anderen Schützen.

    Das ist ja auch keine Schande. Ein Trainerlehrgang macht einen ja auch noch nicht zum Trainer. Da wird nur die Basis gelegt. Der Rest ist eigene Erfahrung in der Funktion als Trainer und ein ständiges "ÜberdenTellerrandschauen" was andere Trainer so machen. Ich schaue immer was die anderen machen und gleiche das mit meinen Ansätzen ab. Ich versuche mit den Trainern ins Gespräche zu kommen, um zu erfahren, was die Hintergründe sind und warum sie das so machen. Dann kann ich entscheiden, ob ich das für mich übernehme, anpasse, teste, für gut befinde oder am Ende wieder verwerfe. Wer sich da selbst nicht mehr hinterfragt, bleibt stehen.

    Jeder versucht seinen Weg zu finden. Man sollte nur darauf achten, ob dieser Weg als allgemeingültig für andere empfohlen wird. Dann müssen kritische und auch mal überzeichnete Fragen meinerseits erlaubt sein, ohne gleich beleidigt zu sein. Die Auseinandersetzung in der Sache bringt uns hier voran. Wir müssen ja am Ende nicht alle einer Meinung sein.

    Mein Training gestalte ich so, dass ich in jedem Training einen Fokus auf ein bestimmtes Technikelement setze, welches ich in Wettkämpfen als Schwachpunkt identifiziert habe. Ergebnisse schieße ich im Training eigentlich nur bei FP und auch fast nur für das Stammschießen. Für Wettkampfsimulationen nutze ich Pokalschießen (ja richtig gelesen, Pokalschießen sind Teil meines Trainings)

    Ich zolle dieser Herangehensweise meinen Respekt. Das ist ja viel mehr als die meisten Schützen schaffen. Wie aus meinen vorhergehenden Ausführungen hoffentlich deutlich geworden ist, glaube ich aber, dass da noch Luft nach oben ist.

  • ist daher nie für sich alleine genommen eine sinnvolle Aufgabe. Jedenfalls nicht in meinen Augen

    Absolut, man macht technik training in irgend einer Form mit irgendeinem Ziel und bekommt dann ein Schussbild. Das es dann zu beurteilen gilt.

    Schussbilder schiessen macht man nur dann wenn man eine Standortbestimmung will.

    Steyr EVO/E
    Match Gun MG2E / MG5E
    Felix Team 45 ACP
    SIG 210/6 Full Race Gun, Oschatz

  • Was ich vermisse ist die Ausrichtung auf irgendeinen Höhepunkt, bei dem ich als Sportler meine Top-Leistung abliefern will.

    Zugegebenermaßen fehlt diese Ausrichtung in meinem Training. Muss ich mir mal Gedanken zu machen.

    2.10 Steyr EVO RWS Training

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  • Zugegebenermaßen fehlt diese Ausrichtung in meinem Training. Muss ich mir mal Gedanken zu machen.

    Hi Bastian,


    das ist ja auch kein Wunder wo soll es denn herkommen. Deine Entwicklung ist ja auch der ganz normale Wahnsinn. Wann immer Du eine wesentliche Stufe erklimmst kommen neue Dinge auf Dich zu, die es lösen oder zu meistern gilt.

    Überleg mal seit wann gehts denn so vorwärts, was war die Initialzündung ?

    Das ganze wird jetzt immer Anspruchsvoller, die DM hat Dir doch viel neues gebracht. Sowas muss verarbeitet und kanalisiert werden. Es kommt verstärkt drauf an wie und wo Du Dich positionierst.

    Du erinnerst Dich sicher das ich Dir schon vor längerer Zeit empfohlen habe einen anderen Wirkungskreis zu suchen. Dort werden dann solche Dinge diskutiert und gehändelt. Auch die Kontakte in die einzelnen Kanäle ergeben sich dann einfacher. Tello hat das erlebt in München in meinem Windschatten was da für Türen aufgehen, mit welchen Leuten man es zu tun bekommt. Das muss man sich erarbeiten. Und in einer Mannschaft ist das einfacher und je besser die Leute sind die da dabei sind, umso schneller gehts vorwärts. Das geht dann Step bei Step.

    Das eine schliesst das andere nicht aus, in einer Topmanschaft zu schiessen und den Heimatverein trotzdem zu begleiten. Das kann sogar sehr fruchtbar sein, wenn es nicht nur Spassvögel und Stammtischproleten sind.

    Dies Typen sind ohnehin zu meiden weil diese negative Denke ansteckend ist, umgekehrt übrigens genauso.

    Die Ebene die du hast ist schon sehr schön, aber da gibts noch einige Stufen........

    Stillstand ist Rückschritt, die Konkurrenz schläft nicht.


    no.limits

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