Vorgaben Handballenauflage LP und Spopi

  • Laut Sportordnung darf die Handballenauflage 90° zur GRIFFACHSE nicht unterschreiten. Ich habe aber nicht herausgefunden, wie die Griffachse definiert oder festgelegt ist. Weiß dies jemand verbindlich?

  • steht in der Sportordnung.....da darf ein Bogen drin sein......in Längsrichtung jedenfalls,.....in querrichtung KEINE Schale wie schon richtig bemerkt.

  • Um es mit einfachen Worten zu beschreiben.

    es ist verboten, einen "Freie Pistole" Griff zu machen.


    Stell dir vor du hättest ne schlanke hand. Da könnte man mit den max. 5 cm des Maßkastens ziemlich viel eines "freie Pistole"-Griffs machen.

    um das zu verhindern, darf der griff nach aussen hin nicht wieder ansteigen(um so den handrücken zu stützen
    Auch darf das "Horn" in der Handgabel nur"gerade" sein, also nicht nach unten abbiegen um dem Handrücken zu folgen.


    mfsg daniel

  • Ist nicht bei der freien Pistole nur das Kaliber(22lfb) und die länge von 60 cm vorgeschrieben? Da gab es doch Schützen mit sehr exotischen Griffen.

  • Ist nicht bei der freien Pistole nur das Kaliber(22lfb) und die länge von 60 cm vorgeschrieben? Da gab es doch Schützen mit sehr exotischen Griffen.

    Das wäre ein bisschen lang... es sind 420mm Maximallänge.

  • Das wäre ein bisschen lang... es sind 420mm Maximallänge.

    Nö.


    Da die Lauflänge bei der FP frei und damit beliebig lang sein darf, gibt es bezüglich der Pistole auch keine Einschränkungen. Der Name "Freie Pistole" ist da schon Programm.


    Man muss das Teil halt nur halten können. ;) Und jetzt stellen wir uns mal eine Pistole mit 50 m Lauf an einer Hand vor. Viel Spass. :evil:



    Mit bestem Sportschütze


    Murmelchen - doch eher Gewehrschütze

  • Worum es im Prinzip geht ist mir klar. die Sportordnung mit Pistolentabelle habe ich gelesen. Und dort steht eben "Griffachse". Und die muß doch klar definiert sein, weil sich die Winkel darauf beziehen. Ansonsten ist keine reproduzierbare Kontrolle möglich.

  • OK. Ist das offiziell irgendwo nachzulesen? Der Griff meiner p30 ist z. B. aber nicht von unten, sondern von der Seite verschraubt. Bei schwenkbaren Standardgriffen , wo die Schraube mitgeschwenkt wird wäre das nachvollziehbar. Da wandert die Achse beim Kippen mit. Jetzt machst Du Dir einen identischen Maßgriff drauf, der bei gleicher Position aber einen geraden Schraubenkanal aufweist. Der ist dann nicht Regel konform? Das fällt mir schwer zu glauben. In der Praxis ist das ja auch nicht prüfbar. Bei der LP 500 ist die Schraubenachse durch das Gewinde fest vorgegeben. Wenn ich den dann schwenke, muss ich die Auflage also bearbeiten?

  • Leute, seit ihr Regeljunkies oder Schützen?
    Was in der Sportordnung steht, weißt du ja schon. Welchen Hintergedanken das hat, hast du von mir gelesen.
    und nun geh und handle ebenso.


    mfsg daniel

  • Das das leider notwendig sein kann und welche Folgen das haben kann, kann man ja gerade in einem anderen sehr frequentierten Thread lesen. Wenn man dann einen Regeljunkie bei der Waffenkontrolle sitzen hat, wird es lustig. Deshalb habe ich nach einer verbindlichen Aussage gefragt. Ohne Dir auf den Schlips treten zu wollen, freie Interpretationen helfen dann in dem Moment nicht weiter. Leider!

  • Ich bin beruflich Latzhosenträger, daher habe nur Slips an :-) Kein Problem.
    Oder evtl doch, denn es gibt keine finale Antwort.


    Die eingängiste Interpretation habe ich oben geliefert, das seitliche Herausrutschen aus dem Griff darf in keinster Weise baulich verhindert sein.


    Weiterhin Gut Schuss.

    mfsg daniel

  • Also scheine ich nicht zu blöde zu sein, die Sportordnung zu lesen. Hätte ja sein können, dass es irgendwo einen Punkt gibt, wo es definiert ist und ich das nicht gefunden habe. Das ist eigentlich ein Armutszeugnis für die Verfasser. So ist man mehr oder weniger der freien Interpretation der Prüfer ausgesetzt. Und wozu das führen kann haben wir ja gerade bei Billy gesehen. Da scheint ja auch nix klar vorgeschrieben zu sein. Nach gesundem Menschenverstand müsste doch dann das, was nicht verboten ist erlaubt sein...

    Sowohl bei der Auflage, als auch bei meiner Frage wäre es doch sehr einfach, eine klare Definition vorzugeben.

  • Nach gesundem Menschenverstand müsste doch dann das, was nicht verboten ist erlaubt sein.

    Kann man so oder anders sehen, was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist verboten. Aber ich gebe Dir schon recht, das man nicht immer alles sauber definiert hat, was zu Problemen führt. Aber die Macher der Sportordnung denken eben auch nicht immer an alles, deshalb hilft es, wenn ab und zu ein Hinweis von den Sportlern kommt. Nur gemeinsam können wir die Probleme oder offenen Punkte Lösen.

    Never give up. With zero you still can reach 390.8)

  • Die Frage nach der Griffachse ist tatsächlich interessant, aber mit etwas Nachdenken zu beantworten:


    1. Die Waffenhochachse (von hinten gesehen) kann es nicht sein, weil sich manche Griffe schwenken lassen!

    2. Die Achse der Befestigungsbohrung kann es auch nicht sein, weil nicht jeder Griff eine solche hat!


    Am sinnvollsten ist die Mittellinie zwischen der jeweils breitesten Stelle oben und unten des Griffes, von hinten gesehen.

    Im Prinzip ist das eine Parallele zum Boden des Prüfkastens, wenn die Pistole darin liegt.


    Es ist für die "Macher der Sportordnung" (technische Kommision des DSB) nicht unbedingt einfach auf jede technische Möglichkeit einzugehen. Jede Regel ruft wieder Tüftler auf den Plan, die sich vermeintliche Vorteile verschaffen wollen!

  • Hallo Thomas, genau das gleiche Problem steht jetzt beim Auflage schießen an.

    Siehe andere Beitrag.

    Gruß Andy

  • Quote

    aber mit etwas Nachdenken zu beantworten:

    Genau das kann aber leider bei der Waffenkontrolle schnell zum Problem werden. Ich sollte meinen Griff schon "zerstören", weil der Prüfer meinte, die Pistole muss mit dem Lauf parallel zur Wand der Prüfbox rein gehen. Aber vielleicht wird das noch konkretisiert.

    Quote


    Kann man so oder anders sehen, was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist verboten.

    Das sehe ich anders. Wenn z.B. für die Gewehrauflage keine max. Länge angegeben ist, woher soll ich es dann wissen? Oder ganz extrem: Die Farbe der Waffe ist nicht vorgegeben. Ich lackiere sie rot. Dann kommt die TK und sagt mir, dass das verboten ist, weil nicht ausdrücklich erlaubt. Es wäre der Willkür Tür und Tor geöffnet. Es ließe sich für jeden einzelnen Schützen etwas finden, um ihn zu disqualifizieren.

    Quote


    Jede Regel ruft wieder Tüftler auf den Plan, die sich vermeintliche Vorteile verschaffen wollen!

    Ja, und das ist in jeder Sportart so und macht es doch auch spannend. Ansonsten gäbe es doch auch keinen Fortschritt.

  • Ja, und das ist in jeder Sportart so und macht es doch auch spannend. Ansonsten gäbe es doch auch keinen Fortschritt.

    Das erfordert aber dann auch dass das Regelwerk bei Bedarf angepasst werden muß.