Ein uploadfreier Sonntag oder ein uploadfreies Internet?

  • Bitte beachte bei sämtlichen Inhalten das Urheberrecht. So steht es in unseren Nutzungsbedingungen. Und natürlich ist es für Urheber ein Problem, wenn ihre Werke ohne Vergütung verwendet und weitergeben werden. Die angedachte Reform des Urheberrechts wird allerdings weder Urhebern noch Betreibern von Plattformen mit nutzergenerierten Inhalten gerecht. Aber wie ist die aktuelle Situation und was ist zukünftig geplant?


    Forenbetreiber sind bereits heute verpflichtet, Inhalte innerhalb 24 Stunden zu löschen, wenn sie über Rechtsverstöße informiert werden, und machen sich ansonsten für Verstöße der Benutzer haftbar. Zukünftig sollen sie zusätzlich dazu verpflichtet werden, mit Rechteinhabern „faire und angemessene Lizenzvereinbarungen“ abzuschließen und ansonsten durch „angemessene und verhältnismäßige Maßnahmen“ dafür zu sorgen, dass illegale Werke nicht verfügbar sind. Aber wie das gehen soll, darüber schweigt man sich aus.


    Für die Betreiber vieler Plattformen dürfte es überhaupt nicht möglich sein, mit allen Urhebern eine solche Vereinbarung zu schließen, sie müssten also beispielsweise durch Uploadfilter zwischen geschützten und frei verfügbaren Inhalten sowie erlaubter und unerlaubter Verwendung unterscheiden. Wie gut das funktioniert kann man sich bereits bei YouTube anschauen. Das freie Internet ist dadurch massiv gefährdet.


    Wir möchten gemeinsam mit anderen Forenbetreibern durch Aktionstage am 3. März und 23. März darüber informieren und euch auffordern, die Petition Stoppt die Zensurmaschine – Rettet das Internet! zu unterzeichnen und wenn möglich die geplanten Demonstrationen zu besuchen. Aber was ist jetzt für den 3. März geplant? Wir deaktivieren alle Uploads. Denn genau dazu wären viele Plattformen zukünftig wohl gezwungen. Und am 23. März gehen wir noch einmal etwas weiter und schalten die gesamte Plattform ab.


    #savetheinternet

    „Great minds discuss ideas;

    average minds discuss events;

    small minds discuss people.“

  • das ist EU-weit schon lange ausgekartet. Geht im Frühjahr wählen.

    Alles andere ist bloßer Zwergenaufstand, und wird je nach gusto links oder rechts zugeordnet...


    mfsg daniel

  • Zwergerlaufstand oder Schuss vor den Bug? Auch von der Reaktion darauf wird sicher der eine oder andere seine Wahlentscheidung abhängig machen.

    „Great minds discuss ideas;

    average minds discuss events;

    small minds discuss people.“

  • Leider wird in meinen Augen die EU oft genug missbraucht, um missliebige Themen, die in nationalen Parlamenten nicht oder nur unter Gesichtsverlust durchgebracht werden können, umzusetzen.

    Gab es z.B. seitens der CDU/CSU in Bezug auf strengere Waffengesetze in Deutschland eine eher ablehnende Haltung hat der Großteil der CDU/CSU-Mitglieder der EVP-Fraktion trotzdem der letzten EU-Feuerwaffenrichtlinie zugestimmt, die auch in der letzten Überarbeitung schlicht als inakzeptabel hätte abgelehnt werden müssen, da die vorgeblichen Ziele, wie z.B. die Terrorismusbekämpfung, weder nach oberflächlicher noch eingehender Betrachtung durch die Richtlinie erreicht werden konnten.

    Erfreulicherweise engagierten sich Jäger, Schützen und andere Waffenbesitzer gegen die Ursprungsfassung der Feuerwaffenrichtlinie, leider wurde sie aber nicht komplett gekippt aber immerhin einiger Unfug geändert oder gestrichen.

    Das wird diesmal mit der Richtlinie zum Urheberrecht hoffentlich wieder in ähnlicher Weise gelingen, aber grundsätzlich verworfen wird dieses unsägliche Werk wohl leider nicht, da die auf nationaler Ebene durchaus vorhandenen NROs, die sich dagegenstellen, auf EU-Ebene im Gegensatz zu den Wirtschaftsverbänden noch nicht optimal organisiert sind. Aber wen wunderts, dass in einer eher Wirtschaftsunion (die trotz Demokratiedefiziten auch umfassende Allgemeinpolitik betreibt) vorrangig die Wirtschaft gut organisiert ist.


    Bitter aber verständlich fand ich, als die Briten abstimmten, dass sie die EU verlassen wollen. Aber statt dass die EU daraus ableitete, zu hinterfragen, warum die Mehrheit der Bürger Großbritanniens sich gegen die EU entschieden hat und welchen Anteil die EU an der Motivation trägt und wie man die Briten durch Reformen umstimmen könnte, wurde genau das faktisch nicht hinterfragt, dem Großteil der britischen Wähler in meinen Augen Europafeindlichkeit nachgesagt und bislang vorrangig versucht ein Exempel zu statuieren, um weitere Staaten vom Ausscheren aus der EU abzuhalten.

    Das ist echt ein Trauerspiel.

  • Petition unterschrieben und Kohle gespendet.

    Strindberg

    Ich gebe Dir vollkommen Recht. Anstatt das die Bürokraten in Brüssel mal ihr Verhalten überdenken, machen sie so weiter wie bisher. Die normalen Bürger werden immer mehr gegängelt und die Politiker****Innen wundern sich dann, dass die Stimmung gegen die EU völlig kippt.

    Beruflich (arbeite in der IT) habe ich jetzt mit der DSGVO zu tun. Hier kann man dann wirklich nur noch mit dem Kopf schütteln, was die Damen und Herren sich da ausgedacht haben. Vor zwanzig Jahren wären die Verfasser mit ner Zwangsjacke eingewiesen worden.

    Eigentlich bräuchten wir ja ein starkes, gemeinsames Europa um USA, CINA und Russland Paroli bieten zu können, dass wird aber mit den meisten Politiker im EU-Parlament nichts werden. Danke mal, wenn die so weitermachen, dass die EU irgendwann dann auseinanderbrechen wird (spätestens bei der nächsten Finanzkrise); traurig aber wahr.

  • Na dann bis nach dem Blackout... :D

    „Great minds discuss ideas;

    average minds discuss events;

    small minds discuss people.“

  • problem ist, dass Petitionen und damit der Wille des Souverän nicht interessieren.


    So bei weitestgehend allen Themen.


    Das wird in Brüssel beschlossen und Deutschland wird es übererfüllen, wie mit der DSGVO und der EU Feuerwsffenrichtlinie auch.


    Ich vertraue keinem Pomitiker und schon gar nicht denen in Brüssel

  • Was wäre dann die sinnvollste Wahl bei der Europawahl?

    Viele Grüße


    Markus Schuster (Da Schuaschder)


    Der Lauf schießt, aber der Schaft trifft ;)

  • Was wäre dann die sinnvollste Wahl bei der Europawahl?

    Sich mit den MEPs und Parteien genau auseinandersetzen und auch auf veröffentlichte Wahlverhalten prüfen und bewerten. Es bringt z.B. rein gar nichts, wenn auf nationaler Ebene, also bei uns, eine Partei wie die FDP oder CSU sich für Themen, die Dich oder mich interessieren und wir für wichtig erachten, ausspricht, auf EU Ebene aber diese Partei für genau das Gegenteil abstimmt.


    Genau darauf achten, wenn z.B. ein Staatsminister den Inneren Herrmann sich z.B. hinter die Schützen und dem Schießsport stellen, aber die EU Parlamentarier der CSU sich geschlossen für Verschärfungen einsetzen, so wie es geschehen ist. Gleiches trifft auf die FDP zu, auf die CDU, usw.


    Die Abstimmungsverhalten in Brüssel können eingesehen werden, namentlich sogar und nur danach sollte man gehen und auch wählen.


    Den deutschen Aussagen der Politiker zu solchen Themen kann man kein Vertrauen schenken, was immer wieder deutlich gezeigt wurde.....

  • problem ist, dass Petitionen und damit der Wille des Souverän nicht interessieren.

    Das Problem ist, daß sich das Volk tatsächlich für den Souverän hält und an das Märchen immer noch glaubt.


    Wer eine Petition einreichen muß, ist ein klassischer Untertan, ein Bittsteller vor der Tür der Mächtigen.


    Das Volk bestimmt nur in einem einzigen Land auf der Welt, nämlich der Schweiz. Sonst ist es nur Stimmvieh.

    Früher standen die Menschen einander näher. Was blieb ihnen auch übrig, so ganz ohne Feuerwaffen.

  • Und schlußendlich ist es genau das, was aufgezeigt werden muss.


    Letztlich muss es jeder selbst wissen, wie, was und ob er/sie wählt. Nur kann die Entscheidung nicht mehr anhand eines Wahlprogramms oder den Aussagen der Wahlkämpfer erfolgen, sondern kann und sollte nur noch anhand von Taten und Verhalten der Politiker erfolgen.


    Politiker sind schnell dabei national Versprechungen abzugeben, wenn sie genau wissen, dass diese auf EU Ebene kassiert werden und die eigenen Parteivertreter in Brüssel das Gegenteil abstimmen, was national gesagt wird.

    Dieses Verhalten konnten wir tatsächlich bei den Abstimmungen zur EU Feuerwaffenrichtlinie sehen und erleben. National wurde von Augenmaß, Kulturerbe, Olympia, etc. gefaselt und in Brüssel haben sie alle, auch die sonst eher liberal eingestellten Parteien, für die unsägliche Richtlinie gestimmt.


    EU Gesetzgebung hat nicht mit der nationalen Souveränität der Mitgliedsstaaten zu tun.


    Deutlich zu sehen auch anhand der kleinen Anfrage der AfD, egal wie man zu der Partei stehen mag, und den Antworten, aus denen deutlich hervorgeht, dass es defakto keinerlei Grundlage für irgendwelche Verschärfungen gibt, da keine Erkenntnisse für die vollkommen übertriebenen Maßnahmen aus dem Referentenentwurf gibt, geschweige denn die der eigentlichen EU Richtlinie


    https://www.youtube.com/watch?v=xA7FHUGwjIs

  • Bei den aktuellen Parteien hat man eh nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.

    Egal wer an die Regierung kommt, die verhalten sich alle gleich.

    Viele Grüße


    Markus Schuster (Da Schuaschder)


    Der Lauf schießt, aber der Schaft trifft ;)

  • Wenn dann erst einmal die GrünINNNNNNENNNN mitregieren, dann werden die Jägern und Sportschützen so richtig Knüppel zwischen die Beine werfen.

  • Dafür sind sie gegen Paragraph 13. Was nun?

    Wie gesagt, genau schauen, was nationales Aussagen sind und was auf EU Ebene gemacht wird....das sind meist große Unterschiede.....und danach das Wahlverhalten ausrichten.


    Es kann nicht angehen, dass auf EU Ebene anders abgestimmt wird, als es das nationale Interesse vorsieht

  • Es kann nicht angehen, dass auf EU Ebene anders abgestimmt wird, als es das nationale Interesse vorsieht

    Wie kommst Du auf ein nationales Interesse? Es gibt höchstens ein Interesse "jener die schon länger hier wohnen", das aber zurückzustehen hat zugunsten der möglichen Interessen "jener die erst kurz hier wohnen". Und alle zusammen haben sich den durch die EU Kommission durchgesetzten Interessen der von den EU- Lobbyisten vertretenen Kapitalgeber unterzuordnen.


    Für die Festlegung des Machtzentrums Kommission wird das Stimmvieh schon gar nicht mehr bemüht. Und das EU- Parlament ist im Grunde machtlos, womit es perfekt das ebenso machtlose EU- Stimmvieh repräsentiert.


    Schätzungsweise 25.000 Lobbyisten mit einem Jahresbudget von 1,5 Milliarden Euro nehmen in Brüssel...
    Den Artikel sollte man sich NACH einem Bewerb durchlesen, um mögliches Wutzittern zu vermeiden.

    Früher standen die Menschen einander näher. Was blieb ihnen auch übrig, so ganz ohne Feuerwaffen.

  • Wie man von

    Ein uploadfreier Sonntag oder ein uploadfreies Internet?


    auf einen Waffenbezug kommt ist mir nun wieder mal ein Rätsel... Tick Tick Tack die Zeit läuft ab