Dominantes Auge beim Luftpistolenschießen

  • Servus,


    ich kämpfe beim Luftpistolenschießen mit dem ziemlich nervigen Problem, dass ich meine ohnehin schon fast durchsichtige Blende sehr deutlich im Zielbild sehe. Bei ungünstigen Lichtbedingungen wirkt sich das enorm auf das Ergebnis aus. Wenn ich das nichtzielende Auge zukneife - was natürlich nicht optimal ist - schieße ich meist deutlich besser. Wie kann ich das in den Griff bekommen?


    Beste Grüße


    Gerhard

    Wer will findet Wege. Wer nicht will findet Gründe.

  • Hast du's schon mal mit ner dunkleren Blende probiert? Ich habe beim Gewehrschießen nämlich auch eine ziemliche helle Blende und kenne das Problem, nur ist mein dominantes Auge rechts, weswegen das nicht stört.

    SG 1850 Wirsberg e.V.
    2. Mannschaft, Gauliga Ost

  • Hab' einige Zeit mit einem unter ein Stirnband geklemmten Pappstreifen geschossen. Dann ist es so als ob ich durch die Blende durchschauen würde (die Scheibe wirkt deutlich dunkler).

    Wer will findet Wege. Wer nicht will findet Gründe.

  • Hallo,


    zielst Du denn mit dem dominanten Auge?


    Ist das dominante Auge auf der Seite des Schießarmes?


    Wenn Du ohne Irisblende schießt, dann kannst Du keine dunkle Blende verwenden. Das Auge als paariges Organ wird bez. des Lichteinfalles vom Gehirn auf beiden Seiten immer gleich gesteuert. Ein Auge hell (zielauge ohne Irisblende), eines dunkel (dunkle Abdeckung)-> kann nur schiefgehen.


    Mit Irisblende dementsprechend dunkle Abdeckung des nichtzielenden Auges.

    Jedes hinreichend mächtige konsistente formale System kann die eigene Konsistenz nicht beweisen.

    Du musst es nicht verstehen. Es ist nicht Deine Geschichte.

  • Ich bin Rechtshänder und ziele mit dem rechten Auge. Das dominante ist das nichtzielende Auge. Ich habe mich für die fast durchsichtige Blende entschieden um den Helligkeitsunterschied zu reduzieren. Eine Irisblende für Pistolenschützen? Was es nicht alles gibt.

    Wer will findet Wege. Wer nicht will findet Gründe.

  • Da kenn ich einige die damit schießen, nur ein Verkäufer und selbst Schütze hat zu mir gesat, dass es nur bei Bedarf eingesetzt werden sollte, da man schnell mal zu dunkel "dreht" und man dadurch einige Ringe verschenkt. Außerdem ist die nicht zu billig.

    Gusti Sp.
    SG Diana Lorenzenberg
    Jugendsprecher
    Disziplin: LP(/LG)
    Gaujugendteam Ebersberg

  • Ich bin Rechtshänder und ziele mit dem rechten Auge. Das dominante ist das nichtzielende Auge. Ich habe mich für die fast durchsichtige Blende entschieden um den Helligkeitsunterschied zu reduzieren. Eine Irisblende für Pistolenschützen? Was es nicht alles gibt.

    Eine Irisblende für Pistolenschützen gibt es mindestens schon 18 Jahre. Solange schiesse ich schon mit Irisblende.


    Du bist also kreuzdominant (rechts schiessen, links dominantes Auge), dachte ich mir schon fast. Ich vermute, die Abdeckung für Dein nicht zielendes Auge ist zu transparent, zu klein, falsch positioniert.


    Schnitze dir mal eine helle, transparente / milchige Abdeckung, rund, Durchmesser 30 mm und positioniere diese so, daß die Mitte der Abdeckung auf dem Spiegel zu liegen kommen scheint, wenn der Kopf in Anschlagshaltung ist. Du kannst Dir zur Justage einen kleinen schwarzen Punkt in die Mitte der Abdeckung machen, diesen aber wieder entfernen, wenn die Justage abgeschlossen ist. Die Abdeckung soll so nah am Auge sein als möglich.

    Jedes hinreichend mächtige konsistente formale System kann die eigene Konsistenz nicht beweisen.

    Du musst es nicht verstehen. Es ist nicht Deine Geschichte.

  • Was passiert, wenn du mit dem dominanten Auge zielst und das nichtdominante abdeckst?
    Meiner Meinung nach spricht speziell bei der Pistole nichts dagegen - du musst nur den Kopf dann auch etwas weiter drehen und vielleicht einen individuellen statt einem steilen Anschlag wählen. Beim Gewehr ist das anatomisch bedingt ja nicht so einfach.



    Zur Irisblende: Ich schieße seit etwa 10 Jahren mit Irisblende. Allerdings würde ich die Stirnbandversion nicht empfehlen, da das Strinband jedes mal anders sitzt und einen die Iris zwingt den Kopf so hinzudrehen, dass man durchsehen kann. Ich empfehle eine Schießbrille mit Irisblende, die sitzt immer gleich auf der Birne 8) . Man kann sich die Position der Blende so einstellen, dass man die ideale Kopfhaltung hat - das hilft Haltungsfehler zu vermeiden. Dazu noch ein Aufsatz für magnetische Filter. Wenn das Auge nachlässt kann man sich schnell einen Filter aufstecken und der Kontrast wird wieder besser. Auch empfehle ich ein Glas (auch wenn man keine Sehschwäche hat). Das Glas kann so eingestellt werden, dass das Auge beim Scharfstellen auf Kimme/Korn unterstützt wird - die Stärke ist dann vielleicht 0,25 - das ist nicht verboten, es ist keine Vergrößerung. Fürs Auge eine Wohltat. Bitte nicht die Schießbrille vom Gewehrschießen verwenden - das würde nie und nimmer passen.


    Ich hab mal meine Brille geknipst und angehängt.

  • Was passiert, wenn du mit dem dominanten Auge zielst und das nichtdominante abdeckst?


    Die Überlagerung stört mich dann deutlich weniger. Allerdings ist der Anschlag auf Dauer ziemlich unbequem.


    Ich empfehle eine Schießbrille mit Irisblende, die sitzt immer gleich auf der Birne 8).


    Werd' ich bei Gelegenheit mal ausprobieren. Eine Schießbrille wäre wohl auch was die Position der Blende angeht eine gute Idee.

    Wer will findet Wege. Wer nicht will findet Gründe.

  • Wahrscheinlich ist das Auge, mit dem Du zielst, fehlsichtig. Schiessbrille ist nicht verkehrt.


    Wenn Schiessbrille, dann Müller in Manching. Er selbst macht nach eigener Aussage etwa 5 Schiesbrillen am Tag.


    Der hat Ahnung und weis wovon er spricht. Vor allem hat er einen Stand mit allen Scheiben und für alle Anschläge. Zudem hilft er beim Einstellen der Brille, wo oftmals krasse Fehler begangen werden.


    Dies ist keine Werbung, nur Tatsachen.


    Mueller Manching

    Jedes hinreichend mächtige konsistente formale System kann die eigene Konsistenz nicht beweisen.

    Du musst es nicht verstehen. Es ist nicht Deine Geschichte.

  • Ich schieße seit etwa einem Jahr mit Schießbrille -ohne Irisblende- und kann es nur weiterempfehlen, mit der normalen Brille schaut man fast immer ein klein wenig anders durch das Glas und hat somit automatisch mindestens kleine Verschiebungen. Ich merke es stark an einem jüngeren Nachwuchsschützen, der Probleme mit links und rechts hat, wahrscheinlich liegt es an der Brille, da er sonst ein schönes Schussbild hätte.

    Gusti Sp.
    SG Diana Lorenzenberg
    Jugendsprecher
    Disziplin: LP(/LG)
    Gaujugendteam Ebersberg