Schießsportverbände in Landesgrenzen

  • Was spricht dafür oder dagegen?

    Geht es um Neustrukturierung im Schießsport?

    Welche Vor- oder Nachteile würde hier eine einheitliche Regelung bringen?

    Muss sich der Dachverband (DSB) endlich diesem Thema intensiv widmen?

    Sind die Vereine autonom, können selbst endscheiden was sie wollen, oder brauchen sie den berühmten „Vorbeter“?

    usw. usw…….

    Eine sachliche Diskussion setze ich voraus!!

  • Ich finde das neue Thema gut, da soll nun auch nur die entsprechende Thema behandelt werden.

    Vielleicht wird de ein oder andere auch entsprechende Anhänge uns mitteilen.

  • Was spricht dafür oder dagegen?


    Die Verwaltung würde sich vereinfachen.

    Geht es um Neustrukturierung im Schießsport?

    Kaum, da es ja nur eine Region betrifft.


    Bei anderen Bundesländern und Verbänden scheint es ja zu funktionieren.

    Sind die Vereine autonom, können selbst endscheiden was siewollen, oder brauchen sie den berühmten „Vorbeter“?

    Autonom sind die Vereine sicher, auch wenn man bei manchen den Vorbeter braucht der den Leuten erkärt dass es nur wenig Sinn macht als Garmischer Verein in Flensburg in der Grundklasse zu starten.

  • Autonom sind die Vereine sicher, auch wenn man bei manchen den Vorbeter braucht der den Leuten erkärt dass es nur wenig Sinn macht als Garmischer Verein in Flensburg in der Grundklasse zu starten.

    Meiner unmaßgeblichen rechtlichen Meinung nach sind die Vereine in der Regel nicht dermaßen autonom, dass sie selbst entscheiden können, ob sie in Flensburg oder in München in der Grundklasse schießen oder auch einen anderen Sport betreiben. Hier sind meist in den Satzungen der LV gewisse Vorgaben drin, die diess verhindern, selbst wenn ein Vorbeter anderes behauptet. Das geht weder im Fussball, Handball oder auch in anderen Sportarten. Die meisten haben eine Regionalgliederung, die vorgegeben ist und bei aller Eigenständigkeit der Vereine auch einzuhalten ist. Aber wie schon gesagt: Meine unmaßgebliche Meinung. Wer's versuchen will, soll es tun.

  • Schmidtchen,

    ich gebe Dir in einem Punkt Recht:


    Ein Anschluss eines Vereins aus München nach Flensburg ist nicht durch den DSB abgesegnet, aber ein Wechsel in den Nachbarverabandes ist gem. der Satzung des DSB- siehe Eidesstaatlicher Erklärung von Herrn Kohlheim - gem Satzung des DSBs machbar.


    Bitte einmal nachlesen.

  • Ein Anschluss eines Vereins aus München nach Flensburg ist nicht durch den DSB abgesegnet, aber ein Wechsel in den Nachbarverabandes ist gem. der Satzung des DSB- siehe Eidesstaatlicher Erklärung von Herrn Kohlheim - gem Satzung des DSBs machbar.

    Mir ging es hier um den Begriff der "Vereinsautonomie, den einige Leute immer gerne in diesem ganzen Prozess benutzen um zu suggerieren, dass DER VEREIN bestimmt, wohin er gehen will. Dieses ist in den meisten Fällen aber eben nicht so. Auch nicht in deinem Fall. Eine Wechsel eines einzelnen Vereins aus dem Nachbarverband in den angrenzenden Verband war auch bisher schon immer möglich, WENN sich beide Verbände einig sind. Da brauche ich nichts von Jürgen Kohlheim nachzulesen. Diese Fälle gibt es überall mal, aus welchen Gründen auch immer. Das sind aber eben Einzelfälle und es betrifft nicht ganze Gebietsabschnitte, geschweige denn ganze Bundeskländer. 8)

  • Mir ging es hier um den Begriff der "Vereinsautonomie, den einige Leute immer gerne in diesem ganzen Prozess benutzen um zu suggerieren, dass DER VEREIN bestimmt, wohin er gehen will.

    Ich muss Dir wiedersprechen. Ein Verein ist immer autonom in seinen Entscheidungen laut seiner Satzung und Mitgliederversammlung.

    Es geht hier doch nicht darum, ob ein Verein aus RLP nach Bayern wechseln will, sondern nur um einen Wechsel innerhalb eines Bundeslandes, in dem es zwei oder mehr Landesverbände gibt.


    Beispiel RSB und PSSB im schönen Rheinland Pfalz.

    Ich muss mich als Verein nur an die Satzung der Landesverbände und des Dachverbandes halten, wenn ich z.B. nach der Sportordnung des DSB Sport betreiben will. Und hier liegt der „Hund“ begraben. Der DSB will, aus welchen Gründen auch immer, seine Satzung diesbezüglich nicht ändern oder anpassen. Das einfachste für alle Landesverbände wäre doch, Landesverband in Landesgrenzen.

    Dann gäbe es diese „Drahtseilaktionen“ die der RSB oder der PSSB zurzeit durch leben nicht.

    Oder man einigt sich schnellstens darauf, es so zu lassen wie es ist, nur die Vereine selbst entscheiden, bei wem sie Mitglied werden wollen, aber ohne den Blödsinn, bei einem Wechselwunsch erst die Genehmigung des abgebenden Verbands vorlegen, ehe der andere sie aufnehmen kann. Ich bin zwar kein Rechtskundiger in diesem Problem, aber es wäre interessant zu erfahren, wie eine entsprechende Klage eines oder mehrerer Vereine ausgehen würde.

    Im Übrigen verstehe ich den
    RSB immer weniger, warum er so viel Wert auf die Hunsrück- oder Eifelvereine
    legt, hat er doch in seinem LOGO nur Rheinland drinstehen.

  • Ich muss Dir wiedersprechen. Ein Verein ist immer autonom in seinen Entscheidungen laut seiner Satzung und Mitgliederversammlung.

    Es geht hier doch nicht darum, ob ein Verein aus RLP nach Bayern wechseln will, sondern nur um einen Wechsel innerhalb eines Bundeslandes, in dem es zwei oder mehr Landesverbände gibt.

    Auch wenn du es nicht glaubst, der Schießsport ist da kein Einzelfall. Im Bereich des Handballs gibt es z.B. in RLP ebenfalls die Gliederung Handballverbände Rheinland, Rheinhessen und Pfalz . In NRW sind es die Handballverbände Niederrhein, Mittelrhein und Westfalen. Im Fußball gibt es in NRW ebenfalls die 3 LV, in RLP Rheinland und Südwest. Das sind die, die mir direkt spontan einfallen, wenn man konkreter nachschaut, wird man sicher noch mehr Beispiele in anderen Sportarten finden. Insofern sind wir nicht der immer wieder als besonders dargestellte Einzelfall.
    Und die suchen sich alle nicht aus, in welchem Verband sie spielen wollen.

    Beispiel RSB und PSSB im schönen Rheinland Pfalz.

    Und hier liegt der „Hund“ begraben. Der DSB will, aus welchen Gründen auch immer, seine Satzung diesbezüglich nicht ändern oder anpassen. Das einfachste für alle Landesverbände wäre doch, Landesverband in Landesgrenzen.

    Fakt ist, dass die Satzungen derzeit sind wie sie sind. Aus dieser Sicht sind heutige Eintritte/Übertritte zu beurteilen.

    Im Übrigen verstehe ich den
    RSB immer weniger, warum er so viel Wert auf die Hunsrück- oder Eifelvereine
    legt, hat er doch in seinem LOGO nur Rheinland drinstehen.

    Ich bin zwar sicher, dass du das weißt, aber zur Sicherheit sei noch mal auf @carcano's Link in dem LLZ-Thread verwiesen (Landesleistungszentrum für Sportschützen in Rheinland-Pfalz) auch wenn das Ganze nicht ganz vollständig ist.

    Rheinland 1815 bis 1919, ;)

  • zu dem Vergleich mit Handball oder Fußball:
    bei deren Gliederungen ist es aber doch so, das die Unterverbände alle innerhalb der Politischen Landesgrenzen sind, oder? Also der Handballverband Rheinland z.B. gehört zu den Regierungsbezirken Montabaur, Koblenz und Trier. Also alles in RLP.


    Eine Schützenverbandslösung innerhalb der Politischen Landesgrenzen wäre eigentlich die richtige Lösung, das denken viele. Jedenfalls wenn man sich so unter den Aktiven umhört.

    Warum ein RSB das Gebiet Süd nicht freiwillig abgibt scheint eigentlich logisch.
    Es gibt da sehr viele Schützen die entsprechend viele Beiträge zahlen, das wiederumg gibt viele Startgebühren auf der LVM und ganz nebenbei auch noch viele Medaillen von der DM.
    Ich habe mal grob gezählt bei der DM 2017 hatte der RSB 84 Podiumsplätze, davon waren etwa 40 aus dem Gebiet Süd, davon alleine 24 aus dem Bezirk Koblenz.


    Warum sollte man dass alles an den RPSSB abgeben wollen?

  • Weil ein vereinigter Nordrhein-Westfälischer Schützenbund noch viel mehr Podiumsplätze hätte. :-D

  • stimmt, etwa 20 mehr. Und sicher auch mehr Mitglieder und Beiträge und Startgelder, das ist keine Frage.


    Aber es geht ja nicht darum was der RSB mehr haben könnte wenn er mit dem WSB zusammen ginge, sondern es geht darum was er weniger hätte wenn er das das Gebiet Süd ziehen lassen würde.

  • Omega,

    ich bin auf Deiner Seite.


    Aber eine Frage sei mir gestattet:

    Warum wechseln denn keine Vereine aus dem RSB Gebiet Süd in den RPSSB?


    Noch besteht diese Möglichkeit, aber nach der "Grenzfestlegung" ist auch dieses Zeitfenster gesperrt. Nach Aussage eines Präsidiumsmitgliedes des DSB lautete, wären genügend Vereine in den letzten Jahren gewechselt, wäre ein Landesverband schon Wirklichkeit.


    Danach - nach der "Grenzfestsetzung"- muss der RSB einem Wechsel zustimmen und das wird er mit dem Teufel nicht tun.

    Wir sind gewechselt mit der ersten Möglichkeit.

    Also auf.

  • ich gehe davon aus das viele Vereine das garnicht wissen, oder auch viele Vorsitzende sich sagen "wir waren schon immer im RSB" oder ähnliche Argumente.


    Es soll ja vor ein paar Jahren eine "Umfrage" gegeben haben ob die Schützen wechseln möchten. Ich bin in mehreren Schützenvereinen des RSB und ich bin von NIEMANDEM gefragt worden was ich dazu meine. Das zeigt doch das diese Umfrage bereits auf den oberen Ebenen abgewehrt wurde ohne die AKtiven mit einzubeziehen.
    Meiner Meinung nach sollte es eine Abstimmung unter ALLEN Mitgliedern geben, und dann wird nach der Mehrheit entschieden. Also egal ob ein Verein oder Vorsitzender will oder nicht, die Mitglieder stimmen ab und dann geht das ganze Gebiet Süd halt zum RPSSB oder bleibt beim RSB.

    Ich sehe ehrlich gesagt Probleme darin das mache dann hier und andere dort sind, heißt also das man im Extremfall nicht mehr gegen seinen Nachbarverein einen Rundenwettkampf hätte. Das will sicher auch Niemand.

  • @ Omega: schön dass diese Erkenntnisse dass ein Verband über die Landesgrenzen hinaus schlecht ist, vor allem für die, die aus dem "kleineren" Teil kommen in dem nicht der Verbandssitz liegt, langsam bis zu den Aktiven durchdringen, vielleicht stirbt die Hoffnung ja tatsächlich zuletzt!

    ABER: auch eine AbstImmung unter allen Mitgliedern würde denke ich am Ende nichts verändern, dafür haben wir zu viele inaktive, reine Traditionsschützen usw., denen kann es wirklich hinreichend egal sein welchem Landesverband sie angehören (ok, wenn man mal von Verbandsabgaben absieht, diese Info werden aber die wenigsten Leute haben oder haben wollen).

    Eine Umfrage unter aktiven Sportlern (und damit meine ich Kollegen, die wirklich den Schießsport ausüben und nicht nur 4x im Jahr das alte KK rausholen um es in der Kreisklasse zum Erhalt des Bedürfnisses auflegen) sähe glaube ich ganz anders aus.


    HoDi : eben genau weil die Vereinsvorstände in aller Regel keine aktiven Sportschützen sind und sich oft maximal für das Schützenfest des Nachbarvereins interessieren......und dann noch ggf. mit nem hübschen Orden geködert werden....und alles ist wunderbar so wie es ist!

    diskutiere nicht mit Ignoranten.....sie ziehen dich auf ihr Niveau herunter und schlagen dich dann mit ihrer Erfahrung!

  • guckst du hier:
    http://www.rheinischer-schuetz…17/2017_ergebnisse_dm.xls
    dank Excel kann man das ja schön sortieren nach Plazierung und Landesverband.

    Und wenn du das machst, kommst du auf 20 Podiumsplätze des WSB ??? Übrigens ist dabei zu berücksichtigen, dass diese Zahlen, wie auch die Medaillenübersicht des DSB, aus dem diese Zahlen auch rauszulesen sind (Medaillenspiegel Gesamt DM 2017 in München) , nicht die Medaillen der anderen DM's (Bogen, Sommerbiathlon, Auflage) enthalten. Das mal nur am Rande. ;)

  • nicht auf 20 Podiumsplätze, auf 20 Podiumsplätze MEHR wenn der RSB das Gebiet Süd abgibt und sich mit dem WSB zusammen tut.

    Also Nochmal zum mitrechnen:
    Gebiet Süd ~ 40 Podiums

    WSB ~ 60 Podiums

    RSB - Gebiet Süd + WSB ~ 20


    OK; Bogen und SoBi kann sein, Auflage ist aber dabei.

  • Nur zur Erinnerung,


    als der SSV-RLP gegründet wurde, waren aus dem gesamten Bezirk 12 des RSB alle Vereine (bis auf einen) bereit, zum SSV-RLP zu wechseln, wenn Rheinland Pfalz im Namen ist. Die Grundidee war damals, wenn alle Vereine Mitglied sind, mit dem PSSB zu fusionieren. Daraus wurde laut der Kehrwendung Günther Vetters leider nichts,

    Die Abstimmung im Bezirk 11 wurde etwas seltsam aus gelegt. Hier wurden die nicht abgegebenen Stimmen, wenn ich mich recht erinnere 39% einfach als "Nein" Stimmen gewertet. Das verkündete der Vorsitzende, na vielleicht war das in der früheren DDR so üblich.

    Der Rest des Bezirk14/3 hat vor kurzem dem RSB in einem Schreiben den früher gefassten Wechselwunsch schriftlich mitgeteilt.

    Der Bezirk 13 steht laut seinem Vorsitzenden, einem 1000%igen RSB Gefolgsmann zu dem RSB. Wenn man sich aber mit Aktiven über dieses Thema unterhält, sind viele der Meinung, wenn alle Rheinland Pfälzer zum RPPS Wechsel, sie dies auch praktizieren wollen.

    So differenziert können Abstimmungen sein, wenn die sogenannte Basis von ihren Funktionären nicht oder nur in eine Richtung, informiert werden.

    Mein persönlicher Wunsch wäre ein Verband in den existierenden Landesgrenzen.

    Alles wäre für den gesamten Sport viel einfacher. Das "klein, klein" bringt uns nicht weiter.

  • Die Lösung ist doch ganz GANZ einfach.


    Ein (neu umrissener) rheinland-pfälzischer schießsportlicher Landesverband für alle neu interessierten Vereine des Bundeslandes, die ihm beitreten wollen.


    Sowie für die bereits bestehenden Vereine eine Besitzstandswahrung: kein Verein soll gezwungen (!) werden, den Verband zu wechseln. Wer also gegenwärtig in Rheinland-Pfalz noch Mitglied des RSB wäre (Preußische Rheinprovinz anno 1815 oder ammo 1945!), oder Mitglied des Oldenburger Schützenbundes (Fürstentum Birkenfeld!!) oder des Hessischen Schützenverbandes (Wetzlar!!!), der soll dann halt dort verbleiben dürfen wie bisher, wenn der Verein das will. So werden alle bisherigen Verhältnisse und Rechte respektiert, und niemandem geschieht Unrecht.

    Optimale Lösung unter den Verhältnissen.


    Carcano