Einfluss des Pistolengewichtes auf Halteraumschwankung im Beidhandanschlag

  • Hallo zusammen,


    ein Schützenkamerad meinte, daß man als Schütze mit normaler Muskulatur beim Beidhandanschlag für Präzi 25m bei einer leichten GK-Pistole (z.B. Glock) wg. des geringeren Waffengewichtes generell geringere Schwankungen im Halteraum hat als bei einer schweren GK-Ganzstahlwaffe an der Grenze des max. zulässsigen Gewichtes.


    Mich interessiert, ob ihr (Nicht-Bodybuilder) Erfahrungen im direkten Vergleich zwischen leichten und schweren GK-Pistolen gemacht habt. Also den Vergleich zwischen den Waffen bei gleichem Trainings- und Erfahrungsstand.


    Noch eine Frage zum Training:

    Macht es Sinn, im Trockentraining mit Trainingsgewichten (so daß das max. zul. Wettkampfgewicht deutlich überschritten wird) an der Waffe zu trainieren?


    Gruß

    Frank

  • ein Schützenkamerad meinte, daß man als Schütze mit normaler Muskulatur beim Beidhandanschlag für Präzi 25m bei einer leichten GK-Pistole (z.B. Glock) wg. des geringeren Waffengewichtes generell geringere Schwankungen im Halteraum hat als bei einer schweren GK-Ganzstahlwaffe an der Grenze des max. zulässsigen Gewichtes.

    Mag sein, aber das unangenehmere Verhalten beim Schuß macht einen möglichen Nachteil der schwereren Waffe wieder wett.


    Schwer ist im Schuß einfach angenehmer.


    Mich interessiert, ob ihr (Nicht-Bodybuilder) Erfahrungen im direkten Vergleich zwischen leichten und schweren GK-Pistolen gemacht habt. Also den Vergleich zwischen den Waffen bei gleichem Trainings- und Erfahrungsstand.

    Da wird es kaum Waffen die man gegeneinander antreten lassen kann geben, die neuen leichten Waffen sind nun mal nicht als Sportwaffen sondern als Dienstwaffen zum führen konstruiert. Weil die Mehrzahl der schweren Waffen (alte Konstruktionen) gerade vom Abzug her besser für die gefragte Disziplin geeignet sind wird es kaum belastbare Vergleiche geben. (Eine 1911 mag als Dienstwaffe überholt sein bei der Präzision kann sie aber jede moderne Entwicklung wegen des besseren Abzugs)



    Noch eine Frage zum Training:


    Macht es Sinn, im Trockentraining mit Trainingsgewichten (so daß das max. zul. Wettkampfgewicht deutlich überschritten wird) an der Waffe zu trainieren?

    Auch wenn es Deinem Eingangspost widerspricht wird ein zusätzliches Gewicht nicht schaden, aber nicht gleich ein vielfaches des Waffengewichts.


    Karl

  • Macht es Sinn, im Trockentraining mit Trainingsgewichten (so daß das max. zul. Wettkampfgewicht deutlich überschritten wird) an der Waffe zu trainieren?

    wenn du es nicht übertreibst, schadet es nicht.


    Von welcher Disziplin in welchem Verband sprechen wir? Weil wenn wir vom DSB Reden, da ist die Zeit bis die Visierung wieder stimmt, nahezu unerheblich. 20Sec für 5 Schuss ist eine "Ewigkeit".

  • Von welcher Disziplin in welchem Verband sprechen wir

    Disziplin ist DSB 2.53


    Danke für eure Antworten, die sich mit meiner Meinung decken. Ich wollte sicherheitshalber -man lernt nie aus- abfragen, ob es nicht doch ein Argument für die leichteren Waffen gibt.


    Die Haltekraft sollte ja ohnehin nur während der letzten Sekunden vor dem Abziehen optimiert, d.h. mit gut trainiertem Muskelgedächtnis eingesetzt werden und ist neben Stand, Griff, Visierung und Abziehen nur ein Bausteinchen für den Erfolg.


    Ich werde mal ein Zusatzgewicht (an der Picatinny-Schiene montiert) beim Trockentraining ausprobieren.


    Danke und gut Schuss!

    Frank

  • Meine Ergebnisse in 2.53 und 2.59 werden besser, seit ich mäßig aber regelmäßig Kraft trainiere. Das umfasst den ganzen Körper, von den Füßen bis in die Hände. Fitness und Beweglichkeit sind im Großkaliber genau so wichtig wie in allen anderen Pistolendisziplinen.

  • hallo,

    Ich denke auch schwer macht hier eine höhere Präzision aus.

    Das bessere Gefühl einer schweren Waffe bei der Schussabgabe kann ich auch bestätigen.

    Wenn man sensible in sich rein horcht, merkst du im Gk auch den Unterschied volle Trommel und letzter Schuss. Ich meine hierbei die Präzisions-Diszplinen.

    Gruß Rolf

  • Die Grundfrage ist interessant; die gegenteilige Antwort ist aber genauso begründet und valide.

    Tatsächlich hängt es zum einen von der Position der Laufachse ab, und zum anderen ganz stark (!) vom Verriegelungssystem der Pistole.
    Im gleichen Kaliber (9x19mm) habe ich eine leichte Arsenal mit Polymergriffstück geschossen, die fantastisch liegt und kaum tritt, und eine schwere MAB-P15 (Schlitten allein wiegt so viel wie ein halber Panzer), die einen Rückstoß hat wie eine .40 S&W mit voller Ladung bzw. wie eine 10mm Auto.


    Carcano

  • moin Carcano,

    absolut richtig.

    Daher bin ich der Meinung, dass wir den Einfluss des Gewichtes am Beispiel eines Gk-revolver genauer untersuchen sollten. Die anderen Parameter sind dort nicht oder weniger vorhanden.

    Ich kann beim 357 (Holden Custom) einen signifikanten Unterschied feststellen, wenn ich das Laufgewicht ca. 90gr wegnehme.

    Gruß Rolf