Was sollte man wann kaufen?

  • Wie an anderer Stelle schon geschrieben: ich war gestern mal wieder im Schützenhaus.
    (Vielleicht wäre ich besser zuhause geblieben, dann wäre nicht soviel liegen geblieben, aber das ist ein anderer Punkt.)


    Ich habe auch eine 40er-Serie geschossen, aber das Ergebnis ist nach wie vor unter aller Sau.
    Ich muß mal sehen, ob ich trotzdem einreiche ...


    Seit einiger Zeit streikt im Alltag mein rechter Fuß in einer bestimmten Weise, ein Termin beim Orthopäden steht noch aus.
    Ich weiß nicht, ob das mit meiner Tanzerei zusammenhängt oder mit ungünstigen Einlagen oder sonstwas.


    Abgesehen davon sehe ich schon Ansatzpunkte, was man ändern könnte: nämlich möglicherweise alles.
    Ich bin mir nämlich nicht mal sicher, ob die Schießjacke richtig paßt. Ich finde sie zu groß (habe schon mit einer engeren geschossen).
    Das Gewehr hat eine fixierte (!) Schaftkappe (deswegen wurde auch aus dem Liegendanschlag nix), es ist aber das einzige FWB, das der Verein überhaupt hat. Ein Trainer mutmaßte, daß die Kappe selbst für stehend zu weit unten sitzt.
    Die Sache mit den Füßen brachte mich gestern auf die Idee, daß Schießschuhe Abhilfe schaffen könnten.
    Viertens: ich habe auch - in verschiedenen Vereinen - mit verschiedenen Handschuhen geschossen und würde sagen, der, den ich gestern (sowie die letzten paar Male) benutzt habe, ist auch nicht optimal.
    Jacke und Handschuh sind übrigens die einzigen Kleidungsstücke, die ich derzeit als Hilfen benutze.


    Das Problem: ich bekomme nicht mal das Geld für einen Handschuh zusammengekratzt (und wenn doch, brauche ich es gerade an anderer Stelle).


    Soweit erstmal, um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, was meinen Frust angeht. Meine Ergebnisse dürfen an der anderen bekannten Stelle weiterdiskutiert werden. ;)


    Die Person, die an meinem Einstieg in den Schießsport "schuld" ist, sagte, er empfiehlt seinen Jugendlichen zuallererst Jacke und Schuhe.


    Wie geht Ihr da vor?

  • Hallo Pesca,


    Deine Stimmung macht mich traurig. Ich kenne den Effekt, wenn alles schief geht und niemand helfen kann. Ich fürchte, über das Forum kann Dir nur bedingt geholfen werden. Zum einen ist Ferndiagnose sehr schwierig, zum anderen kannst Du Empfehlungen ohne direkte Unterstützung vielleicht nicht umsetzen.
    Handschuh, Jacke und vernünftiges Schuhwerk sind als Grundausstattung zu empfehlen. Ich habe bewusst jeweils auf die Vorsilbe 'Schieß' verzichtet. Besser überhaupt solche Kleidungsstücke als wegen begrenztem Buget gar nichts, nur weil man auf spezielle Schießsportausrüstung fixiert ist.


    Ich denke, Du solltest Dich erst mal auf eine Disziplin und Anschlagsart konzentrieren und Dich dort stabilisieren.


    Wie sieht es mit deiner Mobilität aus? Ich lade Dich gerne zu unserem Training ein, allerdings liegen zwischen uns ~80km.


    Gruß
    Frank

    Jede Schießsport-Disziplin hat ihre Existenzberechtigung. Zusammenhalt ist wichtig - über die Grenzen von Disziplinen und Verbänden hinweg.

  • Ich hab eine ganze Zeit lang ohne Schießschuhe im Stehendanschlag geschossen, dann aber mit knöchelhohen Winterboots, die wenigstens etwas Halt gegeben haben. Die Ergebnisse waren kaum schlechter als mit Schießschuhen. Man fühlt sich mit Schießschuhen aber dennoch viel sicherer im Anschlag.
    Wichtig finde ich imho zu Anfang eine eigene Jacke und Handschuh, das ist in meinen Augen das elementar wichtigste. Meinen Handschuh habe ich auch zu groß gekauft, aber mittlerweile hab ich mich so daran gewöhnt, das ich gar nicht mehr weiß, ob ich mit einem Passenden überhaupt schießen könnte.(Die Haltung meiner Stützhand ist wohl auch sehr individuell :D )
    Wichtig ist aber, das man alles vor Ort mal anprobiert. Ich hab eigentlich alles online geordert und hatte mit den Größen bislang immer viel Glück.


    Übrigens: Eine Schießhose hab ich bis heute nicht. Auch wenn ich durchaus an die Vorteile denke, weiger ich mich dennoch eine anzuziehen :D
    Vielleicht liegt es auch daran, das ich beiweiten nicht der beste Schütze bin und eine Schießhose noch nicht für sinnvoll erachte ;)


    Gruß,
    Daniel

  • Hallo,


    also das erste ist ganz klar eine eigene Jacke und ein Handschuh. Erst danach würde ich mal langsam über Schuhe und Hose nachdenken. Das Argument "ich bin noch nicht gut genug für eine Hose oder für Schuhe" würde ich nicht benutzen, denn es ist auf jeder Leistungsstufe eine Bereicherung und vielleicht kommt man dann genau diesen einen Schritt weiter. Also wenns finanziell möglich ist, dann einfach mal ins Fachgeschäft und anprobieren.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • also der Unterschied mit Schießschuhen im Gegensatz zu den besagten Winterboots war auch wie Tag und Nacht, hätte ich echt nie gedacht und möchte meine Schuhe seitdem auch nicht mehr missen.
    Vielleicht sollte ich mich doch noch nach einer Hose umsehen, nachdem die Zubehörteile fürs Gewehr nahezu alle gekauft sind ;)

  • Ich muß sagen, über eine Hose denke ich auch nicht nach bzw. noch lange nicht.


    Allerdings habe ich eben auch den Eindruck, daß andere, die kurz nach mir das Schießen begonnen haben, aber schneller intensiver eingestiegen sind (inkl. Erwerb eigenen Equipments), auch eher gute Ergebnisse sehen konnten.
    Ein bißchen macht mir das schon den Schießsport madig, daß man offenbar so von der "Uniform" abhängig ist.


    Es ist nicht so, daß keiner helfen kann. Vereine gibt es hier im Umkreis genug.
    Ich bin der ausbremsende Faktor, denke ich.


    Übrigens haben wir Frankonia vor der Haustür, die waren aber keine Hilfe. Ich hatte dort mal Handschuhe anprobiert (als ich vor einigen Monaten noch dachte, mir die leisten zu können).

  • Es bringt wirklich was. Ich habe früher auch eher über zu viel Ausrüstung gelacht aber mittlerweile habe ich selbst fast alles und dieses Jahr auch meine beste Saison mit konstant über 380 geschossen.
    Habe nun: Maßjacke und -hose, Corami-Schießschuhe, X-Bionic Unterbekleidung, Handschuh und Abzugshandschuh, Schießbrille, Zusatzgewichte, Irisblende mit Farb- und Polifilter, verstellbares Ringkorn, Tec-Hro Abzug, Visierlinienerhöhung, Stativ.
    Das einzige was ich nicht benutze, ist ein Cap, da es mich mit meiner Schießbrille irritiert.
    Ob man wirklich alles braucht, bezweifel ich, aber schaden tut es keinesfalls.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Hallo Pesca,
    hab mir vor kurzem einen neuen Handschuh gekauft und den alten Handschuh hab ich dem Verein geschenkt.
    Aber ich kann den jeder Zeit wieder nehmen,was ich dir sagen will wenn du einen eigenen Handschuh willst kannst du meinen alten haben.
    Der ist nicht schlecht und noch sehr gut erhalten,ich wollte einfach einen anderen ausprobieren.
    Wenn du Intressen hast kann ich Ihn dir senden.
    Ach ja und bei meinem Verein wurden auch die alten Jacken aussortiert,vielleicht ist da auch was dabei für dich, natürlich auch kostenlos.
    Die Jacken sind aber schon etwas älter,aber die würde dann dir gehören.



    Gruß Mattl

    Gruß
    Mattl

  • Also Ich würde sagen in der Reihenfolge:


    Handschuh,
    Jacke,
    Gewehr,
    Schuhe,
    Hose


    Was mich beim Lesen deines Berichts am meisten Beunruhigt ist die "nicht" verstellbare Schaftkappe ? So was gibt's noch ?


    Mich beunruhigt das desshalb, weil du da eventuell eine ganz falsche unnatürliche Schiesstellung aufzuiehst. Dadurch dass du dich dann verrenkst damit du was siehst und der Anschlag passt verspannst du dann noch mehr. Wie willst du da konstant gut Schiessen ?


    Das Gewehr gehoert auch eigentlich an 1. Stelle aber das ist eben wirklich eine Geldfrage...


    Wenn man gar kein Geld hat, ist der Schiesssport schwierig auszuüben...

    Servus, habe die Ehre..
    Kloaner_Schütz


    Mein Gewehr: FWB 601
    Gehmann Iris/Gehmann Klarsicht-Ringkorn verstellbar/Visirlinienerhöhung (FWB)/Laufgewichte (FWB)/MEC III Contact Kappe/TEC-HRO Touch Abzug/TEC-HRO Schaftgewicht


    Meine Vereine:
    1. SG Immergrün Unterföhring (Bayern) 2. Sportschützen UBS Zürich (Schweiz) 3. SSG Wallisellen (Schweiz)

  • Das Gewehr (ein FWB 600) ist eigentlich mit einer verstellbaren Schaftkappe ausgerüstet.
    Eigentlich.
    Irgendwem muß mal eine Schraube davon verloren gegangen sein (oder so ähnlich), seitdem ist die Schaftkappe so festgeschraubt, daß Verschieben in vertikaler Richtung nicht mehr möglich ist. Bedingt dadurch "hängt" die Kappe fast am unteren Ende, was für stehend gerade so okay ist und für liegend halt überhaupt nicht ...

  • Also ich würde zu allererst mal jemanden diese Schaftkappe reparieren lassen. Es kann ja nicht so schwer sein eine richtige Schraube zu finden... Denn wenn dein Gewehr falsch im Anschlag liegt... dann kannst du 100 Jahre trainieren, das wird nix... Vermutlich stehst du total falsch und verrenkt nur wegen der falschen Einstellung, baust spannungen auf und schiesst schlechter als du könntest...


    Das Problem ist, wenn du die Schraube los bekommst und die Schaftkappe neu einstellst, dann musst du erst mal deinen Stand total neu aufbauen. Alles vergessen und noch mal neu hinstellen wie wenn du anfängst... und bloss nicht so hinstellen wie vorher...


    Mir schleierhaft wie dich ein Trainer so überhaupt schiessen lässt.


    Leider wird man lange nicht für voll genommen wenn man kein eigenes Gewehr hat.


    Das 600er ist aber tipp topp, also lass dir nicht in die Suppe spucken.. mit dem Gewehr sind Rekorde gefallen ;)

    Servus, habe die Ehre..
    Kloaner_Schütz


    Mein Gewehr: FWB 601
    Gehmann Iris/Gehmann Klarsicht-Ringkorn verstellbar/Visirlinienerhöhung (FWB)/Laufgewichte (FWB)/MEC III Contact Kappe/TEC-HRO Touch Abzug/TEC-HRO Schaftgewicht


    Meine Vereine:
    1. SG Immergrün Unterföhring (Bayern) 2. Sportschützen UBS Zürich (Schweiz) 3. SSG Wallisellen (Schweiz)

  • Meines Wissens ist da keine Möglichkeit zum Reparieren mehr gegeben.
    Ich denke, ich fotografiere das Dilemma am Samstag auch mal.

  • Hallo, ich könnte mir vorstellen, dass das Gegenstück der Schraube fehlt. Dieses Ersatzteil kann man aber für ein paar Euro wieder kaufen. Sollte wirklich mehr kaputt sein, denke ich mal, dass ein guter Büchsenmacher dies für unter 100 Euro reparieren kann. Eine Kappe am unteren Ende des Gewehres ist Unsinn, damit würde ich null treffen. Da würde ich lieber ein uraltes Gewehr mit funktionierender Kappe verwenden.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Naja, ich denke, die Zuständigkeit fürs Reparieren liegt nicht bei mir ... offenbar hat es bislang keinen gestört, vielleicht, weil sonst keiner so lange mit Vereinswaffen arbeitet.

  • Hallo Pesca,


    gab es nicht schon mal eine ähnliche Diskussion? Ich erinnere mich schwach an Deinen Vorschlag, Langlaufschuhe als Äquivalenz zum Schießschuh zu nutzen....! Ich habe Dir, glaube ich, auch mal den Tipp gegeben, über Ebay oder egun das passende Equipment zu suchen. Eine Schützenschwester von mir hat das nämlich getan, und ich muss sagen, dass sie für wirklich wenig Geld eine ordentliche Ware erhalten hat. Für den Anfang sicher nicht ganz schlecht. Bei Dir habe ich nämlich - und bitte verstehe das nicht falsch - immer so ein wenig das Gefühl, dass Du neben dem Schießen noch so viele andere interessante Dinge machst, dass Du im Grunde für die Anschaffung der Schießbekleidung keinen wirklichen Bedarf erkennst. Mal gehst Du schießen - mal meldest Du Dich wieder für eine zeitlang als schießabstinent ab. Ich glaube, Du musst Dir vielleicht erstmal darüber klar werden, was Du wirklich willst.....! Und wenn nach reiflicher Überlegung der Schießsport immer wieder an erster Stelle erscheint, dann ist die Anschaffung vom Equipment nur noch eine Frage der Zeit.

    Ohne Mut zur Niederlage - keine Sternstunde.

  • Ich geb's zu, für's Nähen Geld auszugeben fiel mir bislang leichter; vielleicht, weil das in kleineren Portionen möglich ist.
    Und dann neige ich halt auch dazu, mich mit meiner Zeit zu verzetteln. Oder ärgere mich mal über blöde Bemerkungen.
    Aber das Studium ist ja nun rum.

  • Und dann neige ich halt auch dazu, mich mit meiner Zeit zu verzetteln.

    Genau das ist es, was ich bei Dir im Stillen vermutet habe. Du hast meines Wissens so viele Interessensgebiete, dass Du Dir schwer tust, Dich für eins oder zwei schwerpunktmäßig zu entscheiden. Ohne Dir in irgendeiner Form zu nahe treten zu wollen, würde ich mir ernsthaft mal eine Prioritätenliste anfertigen. Die Spreu vom Weizen trennen.... Da solltest Du irgendwann einmal auf einen grünen Zweig kommen. Und selbst wenn das Sportschießen unter ferner liefen abschneidet - hast Du für Dich letztendlich die Gewißheit - das zu tun, was Du wirklich tun willst.

    Ohne Mut zur Niederlage - keine Sternstunde.

  • Zum Thema beim Schießen wird immer gleich mehr Geld fällig: besorge dir doch eine Spardose, die gibts in jeder örtlichen Bank gratis, und werfe jeden Tag nur 1 Euro ein. Das ist dann auch nicht viel Geld auf einmal, aber nach einem Monat hast du dann einen Handschuh, nach weiteren zweieinhalb Monaten ne Jacke, usw.
    Du musst nur Selbstdisziplin haben und jeden Tag einwerfen und auch kein Geld für andere Sachen rausholen.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Prima Vorschlag von Dingo. Und selbst wenn mal an einem Tag kein Geld in die Spardose wandert - so ist doch die Vorfreude die gleiche. Konsequent mal ein Jahr gespart und dann auch konsequent für Schießequipment ausgegeben. :rolleyes:

    Ohne Mut zur Niederlage - keine Sternstunde.